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2025 Leapmotor B10 Vorstellung

2025 Leapmotor B10

Mit dem Leapmotor B10 bringt der Hersteller ein vollelektrisches Fahrzeug ins europäische C-Segment, das preislich attraktiv starten soll und sich zugleich als cleverer Alltagsbegleiter positionieren möchte. Ab dem 1. September 2025 kann das Modell in Deutschland bestellt werden. Der Einstiegspreis liegt laut Hersteller bei 29.900 Euro. Das wirft natürlich Fragen auf: Kann ein Elektroauto in dieser Preisklasse wirklich alltagstauglich, hochwertig ausgestattet und technologisch auf der Höhe sein?

Wie sieht er aus?

Schon beim ersten Anblick fällt auf: Der Leapmotor B10 setzt auf moderne Linienführung. Die Form wirkt dynamisch, ohne übertrieben sportlich aufzutreten. Wer Wert auf ein selbstbewusstes, aber nicht protziges Design legt, dürfte hier fündig werden. Innen empfängt das Fahrzeug mit einem großzügig geschnittenen Raumkonzept. Der zentrale Touchscreen misst 14,6 Zoll und schwebt scheinbar frei über der Mittelkonsole.

Leapmotor B10 Fotos

Leapmotor B10 Platzangebot

Die Sitzlandschaft präsentiert sich offen und hell, das Platzangebot ist bemerkenswert. Zwischen Rücksitzlehne und Fußraum stehen 2.390 Millimeter zur Verfügung, die Fondbreite beträgt 1.400 Millimeter, die Kopffreiheit vorne liegt bei 1.027 und hinten bei 1.005 Millimetern. Damit ließe sich der B10 zu den geräumigsten Vertretern seiner Klasse zählen. Wer mit Familie reist oder im Alltag oft mit mehreren Personen unterwegs ist, könnte diese Raumverhältnisse schnell schätzen lernen.

Praktische Ablagen, insgesamt 22 an der Zahl, machen das Interieur zusätzlich flexibel nutzbar. Mit einer Länge von 4.515 Millimetern, einer Breite von 1.885 Millimetern und einer Höhe von 1.655 Millimetern zählt der Leapmotor B10 zu den eher kompakten Vertretern seiner Klasse, bietet aber dennoch einen Radstand von 2.735 Millimetern – was sich spürbar positiv auf das Platzangebot im Innenraum auswirken dürfte.

Die Proportionen wirken ausgewogen, das Fahrzeug dürfte sich in engen Stadtstraßen ebenso gut manövrieren lassen wie auf der Langstrecke stabil wirken. Beim Stauraum zeigt sich der B10 erstaunlich vielseitig: Das Kofferraumvolumen reicht von 420 Litern bei aufgestellter Rückbank bis zu 1.415 Litern bei umgeklappten Sitzen.

Damit ließe sich das Fahrzeug sowohl für den alltäglichen Einkauf als auch für den Wochenendtrip oder größere Transportaufgaben flexibel nutzen. Ein echter Allrounder also, zumindest auf dem digitalen Papier.

Wieviel Leistung hat der Leapmotor B10?

Angetrieben wird der B10 von einem Elektromotor, der 160 kW / 218 PS liefern soll. Das maximale Drehmoment liegt bei 240 Newtonmetern. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h wird vom Hersteller mit acht Sekunden angegeben, die Höchstgeschwindigkeit soll bei 170 Stundenkilometern liegen.

Für den Energiespeicher stehen zwei Batterievarianten zur Wahl. Mit der kleineren Version von 56,2 Kilowattstunden soll eine WLTP-Reichweite von bis zu 361 Kilometern möglich sein, während der größere Akku mit 67,1 Kilowattstunden auf bis zu 434 Kilometer kommen könnte.

Beide Versionen lassen sich mit bis zu 168 Kilowatt an DC-Säulen aufladen. Damit wäre eine Aufladung von 30 auf 80 Prozent SoC in etwa 20 Minuten denkbar. Für das Laden zu Hause steht ein dreiphasiger 11-kW-Onboard-Lader zur Verfügung.

Wie viel Technik steckt drin?

Technologisch zeigt sich der Leapmotor B10 ambitioniert. Die Basis bildet die neue LEAP3.5-Plattform. Insgesamt 17 Assistenzsysteme sind vorgesehen, darunter ein 360-Grad-Kamerasystem, Abstandshalteassistenten und ein adaptives Cockpit. Die Steuerung erfolgt über das Betriebssystem LEAP OS 4.0 Plus, das sich anpassen lässt und eine Vielzahl intelligenter Funktionen umfasst. Darunter ein Multi-Szenario-Modus, App-Steuerung und ein 3D-Cockpit-Erlebnis.

Der verbaute Snapdragon-8155-Chip soll für eine flüssige und reaktionsschnelle Bedienung sorgen. Für die Smartphone-Integration sind Apple CarPlay und Android Auto angekündigt, verfügbar ab Dezember 2025 über ein Over-the-Air-Update.

Wie würde sich der Leapmotor B10 wohl fahren?

Auf Basis der vorliegenden Daten und Angaben des Herstellers ließe sich vermuten, dass der B10 ein ausgewogenes und komfortables Fahrverhalten bieten könnte. Die Gewichtsverteilung von 50 zu 50, die Mehrlenker-Hinterachse und eine laut Leapmotor gemeinsam mit Stellantis entwickelte Fahrwerksabstimmung könnten dafür sorgen, dass das Fahrzeug auch auf längeren Strecken angenehm zu fahren wäre. Wie gut diese Abstimmung tatsächlich gelingt, müsste ein Fahrtest zeigen. Die technische Basis jedenfalls spräche für ein ausgereiftes Fahrgefühl.

Ist für Sicherheit gesorgt?

Nach Angaben des Herstellers strebt der B10 ein Euro-NCAP-Rating mit fünf Sternen an. Ein Sicherheitskäfig aus hochfestem Stahl, die erwähnten Assistenzsysteme sowie die strukturelle Auslegung des Fahrzeugs sollen zur Sicherheit aller Insassen beitragen. Auch hier bleibt der reale Test noch abzuwarten, aber die Zutaten für ein sicheres Fahrzeug sind grundsätzlich vorhanden. Kennt ihr schon unseren Leapmotor T03 Test?

Welche Leapmotor B10 Varianten gibt es?

Leapmotor bietet den B10 in zwei Ausstattungslinien an. Die Einstiegsversion „Life“ bringt bereits ein umfangreiches Paket mit, das unter anderem ein Panorama-Glasdach mit 1,8 Quadratmetern Fläche, Leichtmetallfelgen in 18 Zoll sowie die vollständige Assistenzsystem-Palette beinhaltet. Die höherwertige Linie „Design“ ergänzt dies um beheizbare, belüftete und elektrisch verstellbare Vordersitze mit ECO-Lederbezügen, Ambientebeleuchtung und weiteren Komfortmerkmalen, die sonst eher in höherpreisigen Segmenten üblich sind.

Leapmotor B10 – die Vorverurteilung!

Der Leapmotor B10 scheint vieles richtig machen zu wollen. Er positioniert sich preislich attraktiv, bringt ein überraschend umfangreiches Technikpaket mit, bietet viel Platz und ein modernes Infotainmentkonzept. Sein Fahrverhalten könnte ausgewogen und komfortabel sein, sofern die Versprechen der Hersteller zutreffen. Für alle, die ein vollelektrisches SUV mit durchdachter Ausstattung und moderner Vernetzung suchen, dürfte der B10 einen genaueren Blick wert sein. Ob er sich im Alltag ebenso bewährt, wird letztlich der reale Fahreindruck zeigen müssen.

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