Endlich ist er da, der überarbeitete Toyota bZ4X. Für unseren Test hat es uns fast bis nach Gibraltar verschlagen, genauer gesagt nach Sotogrande, rund 75 Minuten südlich von Málaga. Sonne, Yachthafen, milde Temperaturen und ein Japaner, der seine Hausaufgaben gemacht hat. Denn der bZ4X war in seiner ersten Ausbaustufe kein schlechtes Auto, hatte aber klare Schwachstellen bei Effizienz, Ladeleistung und Alltagstauglichkeit auf der Langstrecke. Genau da setzt das Update an, mit optimierten E-Motoren, überarbeitetem Inverter, besserer Aerodynamik und endlich einer vernünftigen Vorkonditionierung des Akkus. Toyota spricht von bis zu 15 Prozent mehr Reichweite. Zeit zu prüfen, ob das Facelift mehr ist als Kosmetik.
Design, Aerodynamik und Auftritt
Optisch bleibt der Toyota bZ4X ein Auto, das auffällt. Das ist kein glattgebügelter Mainstream Crossover, sondern ein bewusst eigenständig gezeichneter Japaner. Die Front wirkt mit dem Update stimmiger, weil Toyota eine der größten Kritiken angegangen ist. Wo vorher eine große, harte Kunststofffläche dominierte, die viele von euch zu Recht als billig empfanden, ist nun lackierte Fläche in Schwarz Metallic zu sehen. Das lässt den Wagen hochwertiger wirken und nimmt optisch etwas Wuchtigkeit aus der Front.
Unser Testwagen fährt als Fronttriebler auf 18 Zoll Rädern der Dimension 235/60 R18 vor. Optional sind 20 Zoll möglich, Toyota weist aber selbst darauf hin, dass das die Reichweite um bis zu 50 Kilometer reduzieren kann. Wer häufig Langstrecke fährt, ist mit 18 Zoll und dem großen Akku daher besser bedient.
Seitlich bleibt die coupéartige Dachlinie das Markenzeichen. Im unteren Bereich gibt es weiter viel harten Kunststoff im Schwellerbereich, während die Radläufe hinten nun lackiert sind. Das wirkt insgesamt eleganter, trotzdem wird es Kunden geben, die sich einen komplett lackierten Auftritt wünschen. Am Heck setzt Toyota auf zwei separate Dachkantenspoiler, weil darunter die Scharniere der Heckklappe sitzen. Die obligatorische Haifischflosse auf dem Dach ist farblich abgesetzt, so hebt sie sich vom dunklen Dachbereich ab. Gleichzeitig wurde der Luftwiderstandsbeiwert von 0,29 auf 0,27 verbessert, ein weiterer Baustein für die versprochene Effizienzsteigerung.
Mit 4,69 Meter Länge, 1,86 Meter Breite ohne Spiegel und 1,65 Meter Höhe zielt der bZ4X klar in das Segment der kompakten bis mittelgroßen Elektro SUV. Der Radstand von 2,85 Meter und eine Bodenfreiheit von gut 20 Zentimetern sorgen für ordentliche Proportionen und ein bisschen Crossover Geländegene.
Toyota bZ4X Test-Video
Platzangebot, Kofferraum und Anhängelast
Hinten arbeitet der bZ4X klassisch. Die elektrisch öffnende Heckklappe gibt den Blick frei auf 452 Liter Kofferraumvolumen in der Fünfsitzer-Konfiguration. Unter dem Boden befindet sich ein doppelter Ladeboden, in dem sich Ladekabel und Kleinkram verstauen lassen. Praktisch ist, dass dieser Boden in zwei Höhen genutzt werden kann, etwa um Koffer etwas steiler zu stellen. Legt man die Rücksitze um, wächst das Volumen auf 1026 Liter. Die Rückbank ist im Verhältnis 40 zu 60 geteilt, eine durchladbare Mittelarmlehne oder eine 40:20:40 Teilung gibt es nicht. Lange Gegenstände müssen also klassisch auf einer Seite mit.
Die Hutablage arbeitet mit einem Rollo, das sich hinten fixieren lässt. Eine Schienenführung wäre wünschenswert, weil das Rollo sonst etwas herum wackeln kann. An den Seiten dominiert im Laderaum harter Kunststoff, der im Alltag schnell Kratzer bekommen dürfte. Filz oder Teppich an den Seitenflächen hätte den wertigen Eindruck verstärkt.
Ein Knackpunkt bleibt das Thema Frunk. Unter der vorderen Haube sitzt wie bisher der E-Motor, darüber Inverter, Ladegeräte, die 12 Volt Batterie sowie die klassischen Flüssigkeitsbehälter. Einen Stauraum für Ladekabel gibt es dort nicht. Im Alltag bedeutet das, dass ihr matschige oder verschneite Kabel hinten im Kofferraum verstaut und damit eure Ladekabel mit sauberem Gepäck mischt. Genau hier wäre ein kleiner Frunk mit Gasdruckdämpfern und Kabelablage die deutlich elegantere Lösung gewesen.
Positiv: die Nutzwerte rundherum. Die Dachlast beträgt 75 Kilogramm, ein Dachträger für Box oder Fahrradträger ist also problemlos drin. Bei der Anhängelast hat Toyota ebenfalls nachgeschärft. Die frontgetriebenen Versionen dürfen weiterhin 750 Kilogramm gebremst ziehen. Spannend wird es beim Allradmodell. Hier sind nun bis zu 1,5 Tonnen gebremste Anhängerlast bei 12 Prozent Steigung möglich. Das macht den bZ4X deutlich alltagstauglicher für Wohnwagen, Pferdeanhänger oder schwere Transportaufgaben.
Innenraum, Sitze und Infotainment
Beim Einsteigen fällt sofort die deutlich bessere Geräuschdämmung auf. Toyota hat nach eigener Aussage im gesamten Fahrzeug mehr Dämmmaterial verbaut, angefangen im Unterboden über die Radkästen bis hin zu den Türen. Vorne wie hinten kommen Verbundglasscheiben zum Einsatz, also zwei Glasscheiben mit Folie dazwischen. Im Fahrbetrieb zahlt sich das spürbar aus. Der bZ4X ist deutlich leiser als der Vorgänger, Wind- und Abrollgeräusche werden gut gefiltert.
Die Türverkleidungen zeigen einen typischen Mix aus weich unterschäumten Kunststoffen im oberen Bereich, Kunstleder mit Polsterung im Armauflagebereich und hartem Kunststoff in den unteren Zonen. Das ist klassenüblich, optisch ordentlich und haptisch im Griffbereich gut. Unten in den Türtaschen bleibt es bei hartem Plastik, das sich mit etwas Filz oder Gummi beruhigen ließe, wenn man absolut kein Geklapper möchte.
Die Sitze sind eine Stärke des bZ4X. Unsere Testkonfiguration fährt mit perforiertem Leder, optional mit Sitzbelüftung. Sitzfläche und Lehne bieten guten Seitenhalt, die Oberschenkel werden gut unterstützt. Eine ausziehbare Oberschenkelauflage gibt es nicht, die Grundlänge passt aber selbst für große Fahrer erstaunlich gut. Elektrische Verstellung, Sitzheizung und Memory-Funktion sind je nach Ausstattung verfügbar. Für lange Etappen ist das Sitzmöbel absolut reisetauglich.
Das Cockpit bleibt im Grundlayout vertraut. Vor dem Fahrer sitzt ein weit nach vorne an die Frontscheibe gerücktes Fahrerinfodisplay. Die Idee dahinter ist, ein Head-up Display zu ersetzen. In der Praxis hängt es stark von der Körpergröße und der Lenkradposition ab, ob das gut funktioniert. Je nach Statur kann der obere Rand des Lenkrads Bereiche des Displays verdecken. Eine leicht abgeflachte Lenkradform oder eine andere Displayposition könnte das Problem entschärfen. Hier lohnt sich auf jeden Fall eine ausgiebige Sitzprobe beim Händler.
Neu im Mittelpunkt steht das 14″-Infotainment-Display. Die Rechenleistung wurde spürbar erhöht, Karten und Menüs reagieren schnell, das Rein- und Rauszoomen in die Navigation macht schon fast zu viel Spaß. Die Navi-Funktion bietet nun auch eine Ladeplanung, bei der der Wagen die Akkutemperatur passend zum Ladestopp vorkonditioniert. Im Testfahrzeug dauerte es allerdings einen Moment, bis nachträglich Ladestationen zur Route hinzugefügt wurden. Das System wirkte hier noch etwas träge. Ob das an einem frühen Softwarestand liegt oder so bleibt, muss der Alltag zeigen.
Toyota bZ4X Fotos


















Die Klimabedienung ist eine gelungene Mischung aus echter Taste und Touch. Temperatur lässt sich über ein klassisches Drehrad einstellen, dazu gibt es haptische Tasten für Front- und Heckscheibenheizung. Teile der Klimasteuerung wandern ins Display, bleiben aber logisch zugänglich. Für Fahrer und Beifahrer gibt es nun jeweils eigene induktive Ladeschalen für Smartphones. Praktisch, allerdings sind die Flächen recht glatt. Je nach Handy und Fahrstil kann das Gerät verrutschen, hier würde ein gummierter Einsatz helfen.
In der Mittelkonsole finden sich Fahrstufenwahl per Drehregler, Tasten für Fahrmodi wie Eco und Snow, die Auto Hold Funktion, eine Taste für das 360 Grad Kamerasystem und zwei tiefer gesetzte Becherhalter. Die Mittelarmlehne ist angenehm weich gepolstert und von beiden Seiten zu öffnen. Unter der Konsole gibt es ein großes Ablagefach, in das problemlos eine kleine Tasche passt. Kleine Details wie bestickte Fußmatten mit bZ4X-Logo werten den Innenraum optisch auf.
Im Fond setzt sich der Materialmix der vorderen Türen fort, was positiv ist, weil viele Hersteller hinten sparen. Die Beinfreiheit ist bei 1,85 Meter Körpergröße sehr ordentlich, die Kopffreiheit trotz coupéartiger Dachlinie ausreichend. Die Lehne lässt sich in mehreren Stufen verstellen, von recht aufrecht bis in eine leichte Relaxposition. Es gibt zwei USB-C Anschlüsse, separate Lüftungsdüsen und je nach Ausstattung eine dreistufige Sitzheizung auf den äußeren Plätzen. Isofix-Halterungen sind auf den beiden äußeren Sitzen verbaut, der Mitteltunnel ist nur leicht erhöht, so dass auch drei Personen auf kürzerer Strecke mitfahren können. Kritikpunkt bleiben die harten Kunststoffflächen an B-Säule und Seitenteilen, an denen Gurte scheuern und Geräusche verursachen könnten.
Antriebe, Akkus und Laden
Technisch bietet Toyota zwei Akkugrößen an. Die Basis startet mit einem Bruttoakku von 57,7 Kilowattstunden. In Verbindung mit Frontantrieb leistet der bZ4X hier 123 Kilowatt, also 167 PS. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 140 Kilometer pro Stunde, der Sprint von 0 auf 100 km pro Stunde gelingt in 8,6 Sekunden.
Unsere Testvariante nutzt den großen Akku mit 73,1 Kilowattstunden brutto und Frontantrieb. Hier stehen 165 Kilowatt und damit 224 PS zur Verfügung. Die Höchstgeschwindigkeit steigt auf 160 Kilometer pro Stunde, der Standardsprint gelingt in 7,4 Sekunden. Wer noch mehr Traktion und Leistung möchte, wählt die Allradversion. Dann arbeitet ein zweiter E-Motor an der Hinterachse, insgesamt stehen 252 Kilowatt und bis zu 343 PS an. Von 0 auf 100 km pro Stunde geht es dann in nur 5,1 Sekunden. Damit bewegt sich der bZ4X leistungsmäßig im Bereich eines starken Kompaktwagens und dürfte auch sportlich orientierte Fahrer zufriedenstellen.
Besonders wichtig war Toyota das Thema Laden und Akkukonditionierung. Beim Vorgänger war es möglich, den Wagen in 24 Stunden nur etwa zweimal mit hoher DC-Leistung zu laden. Danach drosselte das System deutlich, was die Langstreckentauglichkeit einschränkte. Genau das adressiert das Facelift. Der Akku lässt sich aktiv vorkonditionieren, entweder über die Routenplanung mit eingeplanten Ladestopps oder per App. Toyota nennt einen Temperatursweetspot von rund 20 bis 22 Grad Akkutemperatur. Liegt der Akku im Winter deutlich darunter, braucht das System je nach Außentemperatur zwischen 20 und 60 Minuten, um ihn auf Wohlfühltemperatur zu bringen.
Sind die Bedingungen passend, soll der bZ4X von 10 auf 80 Prozent State of Charge in etwa 28 Minuten an einem passenden DC-Lader kommen. Geladen wird einseitig über den Anschluss auf der Fahrerseite. Die DC-Leistung liegt im bekannten Bereich der Klasse, entscheidend ist, dass das Fahrzeug dieses Level nun deutlich konstanter halten kann. Auf der AC-Seite bietet Toyota serienmäßig einen dreiphasigen 11 Kilowatt Lader. In der Topausstattung ist optional sogar ein 22 Kilowatt Onboard-Lader erhältlich, was den bZ4X an entsprechend starken AC Säulen zu einem der schnellsten Nachlader seiner Klasse macht.
Fahreindruck, Assistenz und Komfort
Im Fahrbetrieb zeigt sich der überarbeitete Toyota bZ4X deutlich erwachsener. Das Fahrwerk ist europäisch abgestimmt, tendenziell straff, aber mit ausreichendem Restkomfort. Querfugen und Bodenwellen filtert der Wagen sauber, nur auf sehr schlechten Belägen wirkt er teilweise etwas hart. Dafür liegt er satt auf der Straße, neigt sich in Kurven moderat und vermittelt ein sicheres Gefühl, wie man es von einem Familien SUV erwartet.
Die Lenkung arbeite präzise und passend zum Fahrzeugcharakter, ohne künstliches Sportwagenfeeling zu simulieren. Über Wippen hinter dem Lenkrad lässt sich die Rekuperation in mehreren Stufen einstellen. Ein echtes One Pedal Driving bietet Toyota nicht, die Verzögerung ist aber so gewählt, dass sie sich harmonisch in den Alltag einfügt.
Beim Thema Geräuschniveau kann der bZ4X richtig punkten. Gemessene 64 bis 65 Dezibel bei 50 Kilometer pro Stunde, rund 70 Dezibel bei 70 Kilometer pro Stunde und etwa 72 Dezibel bei 100 Kilometer pro Stunde sprechen eine deutliche Sprache. Windgeräusche bleiben lange im Hintergrund, die doppelte Verglasung leistet ganze Arbeit. Hier hat Toyota gegenüber dem Vorgänger spürbar zugelegt. Die Assistenzsysteme werden über Tasten am Lenkrad aktiviert.
An Bord sind je nach Ausstattung ein adaptiver Tempomat, ein Spurhalteassistent mit aktiver Lenkunterstützung und weitere Helfer, die vor herannahenden Fahrzeugen beim Spurwechsel warnen. Ein voll automatisierter Spurwechselassistent ist im System erwähnt, in der Praxis muss man den Spurwechsel aber klassisch mit Lenkradbewegung selbst ausführen. Auf der spanischen Autobahn hielt der bZ4X zuverlässig die Mitte der Fahrspur, auch in langgezogenen Kurven, nur bei welligem Asphalt muss man mit leichten Lenkkorrekturen rechnen.
Im Stadtverkehr überzeugt der Toyota mit einem Wendekreis von 11,2 Metern, was für ein Fahrzeug dieser Länge ein guter Wert ist. Beim Einparken hilft ein 360 Grad Kamerasystem mit Vogelperspektive und einblendbaren Hilfslinien. Die Auflösung der Kameras ist ordentlich, die Rundumsicht praxisgerecht. Zusätzlich gibt es Ultraschallsensoren rund ums Fahrzeug und einen Modus für das Rangieren mit Anhänger.
Das optionale JBL Soundsystem mit Subwoofer im Kofferraum liefert im Test einen satten Klang mit gutem Raumgefühl. Bass, Mitten und Höhen sind klar getrennt, der bZ4X eignet sich damit auch als rollende Konzerthalle für den eigenen Lieblingssong.
Effizienz und Verbrauch
Um die Effizienz des neuen Systems einzuordnen, sind wir rund 61 Kilometer bei Temperaturen um 15 bis 18 Grad gefahren, mit einem Mix aus Autobahn, Landstraße, Ortsdurchfahrten und einigen Beschleunigungsmanövern. Am Ende stand ein Durchschnittsverbrauch von 16,5 Kilowattstunden pro 100 Kilometer im Display. Für ein Elektro SUV dieser Größe ist das ein wirklich ordentlicher Wert.
Wer behutsamer fährt, mehr Stadtanteil hat und selten jenseits der Richtgeschwindigkeit unterwegs ist, wird im Alltag Werte im Bereich von gut 15 Kilowattstunden sehen können. Auf der Autobahn mit 120 bis 130 Kilometer pro Stunde dürften realistische Langstreckenverbräuche im hohen Zehnerbereich möglich sein. Genau hier zahlt sich die Kombination aus optimiertem Antrieb, besserem Inverter und dem verbesserten Luftwiderstand aus.
Preise, Garantie und Einordnung
Preislich startet der Toyota bZ4X nach aktueller Stand in Deutschland bei 42.990 Euro. Parallel bietet Toyota eine 0 Prozent Finanzierung an. Ohne Anzahlung beginnen die Raten für das Basismodell bei rund 319 Euro im Monat. Für den großen Akku mit 73,1 Kilowattstunden und besserer Motorisierung liegt der Einstieg bei etwa 369 Euro im Monat. Der Aufpreis von rund 50 Euro monatlich ist aus unserer Sicht gut investiert, wenn man regelmäßig weitere Strecken fährt oder die Reserve bei der Reichweite mag.
Ein echtes Pfund in der Argumentation ist die Akku-Garantie. Toyota gibt bis zu 10 Jahre und maximal 1 Million Kilometer eine Zusage, dass der Hochvoltakku mindestens 70 Prozent seiner ursprünglichen Kapazität behält. Damit positionieren sich die Japaner weit vorne im Markt und nehmen vielen Interessenten die Sorge vor schneller Degradation. Gerade für Vielfahrer oder Menschen, die ihren Wagen lange behalten, ist das ein starkes Argument.
Bringen wir es auf den Punkt?
Der neue Toyota bZ4X ist kein völlig neues Auto, aber genau das Facelift, das sich viele beim Vorgänger gewünscht haben. Die Optik wurde behutsam verfeinert, die lackierten Elemente lassen ihn hochwertiger wirken, der cw-Wert von 0,27 unterstützt die Effizienz. Der Innenraum profitiert von mehr Dämmung, besseren Sitzen und dem modernen 14 Zoll Infotainment-System. Vor allem aber hat Toyota bei den Themen Akkuvorkonditionierung, DC-Ladeleistung, optionalem 22 Kilowatt AC-Lader und Effizienz der Antriebseinheit nachgelegt.
Nicht perfekt ist der Japaner trotzdem. Ein Frunk fehlt weiterhin, im Kofferraum gibt es viel harten Kunststoff, die Displayposition kann je nach Körpergröße eingeschränkt sein, und Kleinigkeiten wie rutschige Smartphone-Ladeschalen oder nicht vollständig verkleidete Einstiegsbereiche trüben das Bild. Wer einen sehr weich federnden Gleiter sucht, wird das straff abgestimmte Fahrwerk vielleicht als einen Tick zu stramm empfinden.
Auf der Habenseite stehen dagegen ein leises, reisetaugliches Gesamtpaket, eine beeindruckende Akku-Garantie, praxisgerechte Verbrauchswerte, verbesserte Anhängelast bei der Allradvariante und Finanzierungsangebote, die den Einstieg in die Elektro-Welt kalkulierbar machen. Für alle, die ein eigenständig gestyltes, zuverlässiges und nun deutlich langstreckentauglicheres Elektro-SUV suchen, ist der überarbeitete Toyota bZ4X auf jeden Fall einen intensiven Blick und eine Probefahrt beim Händler wert.




















