Home / Elektromobilität / Das Technical Center von SEAT feiert 50. Geburtstag!

Das Technical Center von SEAT feiert 50. Geburtstag!

Technical Center von SEAT feiert 50. Geburtstag!

Wie arbeitet ein Forschungszentrum, das seit 50 Jahren Trends setzt? Werfen wir doch mal einen Blick in die Vergangenheit und die nahe Zukunft, denn das Technical Center der SEAT S.A. hat in fünf Jahrzehnten fast alles gesehen: Von Hand gezeichneten Skizzen auf Papier zu 3D-Design und KI-Tools, von Gipsmodellen zu millimetergenauem Ton. Wie konnte ein Standort am Rande von Martorell aus wenigen hundert Menschen ein Entwicklungs-Herzstück für urbane E-Mobilität werden? Wer heute auf die Geschichte dieses Forschungszentrums blickt, sieht mehr als Technik. Man sieht, wie Fortschritt greifbar wird.

Fotos aus dem Technical Center von SEAT

Wie fing alles an und was hat sich verändert?

Als das Technical Center 1975 eröffnet wurde, gab es gerade mal 211 Mitarbeiter. Die ersten legendären Modelle, etwa das sportliche 1200 Coupé „Bocanegra“ mit der auffälligen PU-Front, entstanden aus Skizzen auf dem Tisch und lebensgroßen Gipsformen. Akustiktests liefen in schallgedämpften Räumen mit Schaumstoffwänden. Alles war Handarbeit.

Heute läuft alles digital. Prototypenformen entstehen aus Ton statt Gips, Skizzen wachsen im 3D-Modell, statt losem Papier gibt es Virtual Reality und Simulationen. Für Akustiktüftler gibt es präzise Kunstköpfe in einer Box-in-Box-Kammer, in der die Außenwelt fast komplett ausgeblendet wird. Damit verändert sich auch die Teamarbeit. Heute arbeiten rund 1.000 Menschen aus allen Fachrichtungen mit moderner Technik und neuen Methoden.

Welche Modelle kamen aus Martorell und was blieb davon?

Legendäre Namen wie Ibiza, Toledo oder Leon liefen vom Band und haben die Marke geprägt. Mit dem Einzug in den VW-Konzern 1986 und der späteren Verbindung mit Audi und Lamborghini kamen Know-how und Aufgaben dazu. Schon 2007 wurden Designzentrum und Prototypenfertigung am Standort vereint, die ganze Entwicklungskette sitzt seitdem unter einem Dach.

Einen neuen Abschnitt markierte der CUPRA Formentor: Komplett selbst entwickelt, wurde er zum Verkaufserfolg für die junge Sportmarke. Als nächstes folgte der CUPRA Born, das erste vollelektrische Modell. Ebenfalls 2021 wurde das „Test Center Energy“ eröffnet. Ein Batteriezentrum, das für den gesamten VW-Konzern wichtig ist. Und erneut investiert SEAT in eine eigene Fertigung für Batteriesysteme. Über die Jahre hat das Center 950 Prototypen, 359 Patente und zig Millionen Testkilometer auf die Räder gestellt.

Wie arbeitet das Technical Center Team heute?

Im Fokus steht jetzt die Entwicklung der Electric Urban Car Family. Nur 2024 wurden dafür 310.000 Simulationen gefahren. Allein 220.000 davon teilen sich auf die nächste Generation der elektrischen Stadtflitzer auf, auf die wir von einfach elektrisch natürlich gepsannt sind. Warum diese Zahl zählt? Weil sie zeigt, wie datengetrieben Entwicklung geworden ist: Kein neues Modell kommt heute auf die Straße, ohne dass jeder Aspekt durchgerechnet und geprüft wurde.

Wer leitet das alles? Dr. Werner Tietz, Entwicklungschef, sieht das Jubiläum auch als Beleg dafür, dass die Marke nicht mehr nur für Verbrenner steht, sondern das Vertrauen für die Zukunft verdient hat.Wer arbeitet hier gerade für morgen?

Das Team im Technical Center ist mit der Aufgabe gewachsen: Von einst 211 Beschäftigten sind es heute rund 1.000. Über 34.000 Menschen haben im Laufe der Jahre mitentwickelt. Auf den ursprünglich 16.000 Quadratmetern ist ein 200.000 Quadratmeter großer Campus geworden.

Wie sieht die nächste Etappe der Reise aus?

Die Investitionen in Batterieproduktion und Elektromobilität setzen auf Kontinuität: Das SEAT Technical Center bleibt Dreh- und Angelpunkt für das, was auf Spaniens Straßen, später auch auf ganz Europas Straßen fahren wird. Die Technologien, die hier erprobt werden, setzen Maßstäbe. Jede neue Herausforderung, egal ob Reichweite, Ladezeit oder Akustik wird zum nächsten Kapitel einer 50-jährigen Geschichte, in der es immer um eines geht: Die Mobilität von morgen für Menschen heute zu gestalten.

Markiert: