Wer hätte gedacht, dass ein elektrischer Van von Mercedes-Benz auf der Langstrecke mehr als nur mithalten kann? Wir von einfach elektrisch wissen, dass mit einem Elektrofahrzeug über 1.000 Kilometer an nur einem Tag spielend möglich sind und haben dieses erst kürzlich im Rahmen der ED 1000 mit dem BYD Sealion 7 unter Beweis gestellt, nun hat es der Mercedes-Benz VLE als Erlkönig es allen Skeptikern gezeigt und ist von Stuttgart nach Rom pilotiert worden, fast 1.100 Kilometer, und das mit gerade mal zwei kurzen Ladestopps á 15 Minuten. Die Strecke war dabei alles andere als ein Sonntagsspaziergang: Alpenpässe, Autobahnen, verstopfte Landstraßen und die legendär engen Gassen Roms.

Mercedes-Benz VLE: Agilität, die selbst Italiener beeindruckt
Die Hinterachslenkung des VLE ist das Geheimnis, warum der Mercedes-Benz VLE nicht nur auf der Autobahn eine gute Figur macht. In den kurvigen Alpen und den verwinkelten Straßen der italienischen Hauptstadt zeigte sich, wie wendig ein elektrischer Großraumwagen mit langem Radstand sein kann. Während andere Van-Fahrer beim Wenden ins Schwitzen kommen, bleibt man im VLE scheinbar gelassen und schlängelt sich durch jede Engstelle. VLE klingt irgendwie nach einer neuen Norm, könnte aber eher ein Fahrzeug sein, an denen sich die Marktbegleiter messen lassen müssen, denn schnellladende Vans mit entsprechend hoher Reichweite fehlen aktuell noch im Portfolio der meisten Automobilhersteller, hier könnte Mercedes-Benz also in der Tat eine Benchmark setzen.
Mercedes-Benz VLE: Effizienz, Komfort und ein Hauch von Luxus
Mercedes-Benz hat bei dieser Testfahrt nicht geknausert: Der Innenraum blieb durchgehend auf angenehme 22 Grad temperiert, egal ob draußen kühle 11 Grad in Stuttgart oder heiße 33 Grad in Rom herrschten, mit weiteren Informationen bleiben sie allerdings noch hinterm Colloseum, bzw. hinterm Berg. Wir wissen nur, dass zwei Ladestopps à 15 Minuten reichten, um die gesamte Strecke zu bewältigen. Das spricht für eine beeindruckende Effizienz des elektrischen Antriebs und ein Thermomanagement, das den Namen verdient. Allerdings wissen wir auch nicht wie schnell oder langsam die Testfahrer unterwegs waren und wie die Ladekurve ausgesehen hat, bzw. wie hoch die Peakladeleistung des 800V-Systems ist. Was aber fest steht: Wer jetzt noch behauptet, Elektromobilität sei nichts für die Langstrecke, sollte eventuell noch mal eine Ehrenrunde drehen.
Testen bis zum Umfallen: Mercedes meint es ernst
Der Mercedes-Benz VLE musste nicht nur nach Rom, sondern hat schon vorher seine Kältefestigkeit am Nordkap und in Schweden bewiesen. Mercedes-Benz testet seine Fahrzeuge nicht im Labor, sondern auf echten Straßen unter realen Bedingungen. Die Ingenieure wollen wissen, wie sich der Van im Alltag schlägt und was noch verbessert werden kann. Das Ziel: Serienreife, die mehr ist als ein Versprechen.
Mercedes-Benz VLE ab 2026 kaufen oder leasen?
Ab 2026 bringt Mercedes-Benz die neue Van-Architektur auf den Markt. Modular, skalierbar und auf die Bedürfnisse der Kunden zugeschnitten. Zumindest für diejenigen die sich den Luxus leisten können oder wollen. Die Grand Limousinen, Van ist scheinbar zu uncool, richten sich an Familien, Freizeitaktive und VIPs, während der Mercedes-Benz VLS für alle gedacht ist, die es noch exklusiver mögen. Sogar in den USA, Kanada und China dürfen sich Autofans auf vollelektrische Großraumlimousinen freuen. Mercedes-Benz will nicht weniger als eine neue Ära einläuten und zeigt, dass Elektromobilität längst kein Kompromiss mehr ist. Wir sind gespannt auf Realverbräuche und auf den Preis des Mercedes-Benz VLE.
Unser ED 1000 Test mit dem BYD Sealion 7
Wir haben mit dem BYD Sealion 7 übrigens die 800V-Klasse bis 65.000 Euro in diesem Jahr gewonnen, von der Teilnahme haben wir euch ein Video mitgebracht:




















