Hamburg hat den ersten autonomen HOLON urban erhalten. Der fünf Meter lange, vollelektrische Shuttlebus bietet Platz für bis zu 15 Fahrgäste und erreicht eine Geschwindigkeit von bis zu 60 km/h. Noch im Spätsommer soll der technische Testbetrieb zwischen Stadtpark und Elbe sowie vom Schlump bis nach Wandsbek starten. Ab 2026 sollen erste Fahrgäste einsteigen können.
HOLON urban: Fokus auf Sicherheitssysteme
Der HOLON urban ist eines der ersten Fahrzeuge seiner Klasse, das nach Automobilstandards entwickelt wurde. An Bord arbeitet eine Kombination aus modernsten Lidar-, Radar- und Kamerasystemen. Konkret sind sechs Kurzstrecken-LiDAR, drei Langstrecken-LiDAR, sechs Radarsensoren und elf hochauflösende Kameras verbaut.
Zusammen ermöglichen sie eine 360-Grad-Umfelderkennung und bilden so die Grundlage für autonomes Fahren nach Level 4. Kleiner Gruß an das Unternehmen mit Hauptsitz in Austin, Texas – so geht das mit dem FSD!
Die Sensorfusion sorgt für eine redundante Erfassung der Umgebung. Hindernisse, Fußgänger oder andere Verkehrsteilnehmer werden in Echtzeit erkannt, sodass das Fahrzeug auch in komplexen Situationen sicher reagieren kann. Ergänzt wird das System durch Hochleistungsrechner und smarte Software, die kontinuierlich weiterentwickelt wird.
HOLON urban: Komfort und Barrierefreiheit im Mittelpunkt
Neben der Sicherheit steht der Fahrgastkomfort im Zentrum. Der HOLON urban ist vollständig barrierefrei und verfügt über eine automatisierte Rampe, einen gesicherten Rollstuhlplatz sowie visuelle und akustische Assistenzsysteme. Damit soll der Shuttle nicht nur technisch, sondern auch gesellschaftlich Maßstäbe setzen.

Projekt ALIKE als Blaupause
Im Rahmen des Projekts ALIKE erprobt Hamburg gemeinsam mit Partnern aus Industrie und Forschung den Betrieb von bis zu 20 autonomen Shuttles. Ziel ist es, die Praxistauglichkeit, die Akzeptanz in der Bevölkerung und die Integration in den bestehenden ÖPNV zu testen. Parallel wird die rechtliche Grundlage für den hochautomatisierten Betrieb nach SAE Level 4 geschaffen und es gibt natürlich noch einen kleinen Blick in die Zukunft.
Perspektive bis 2030
Nach Plänen des Bundesverkehrsministeriums könnten in Hamburg bis 2030 bis zu 10.000 autonome Shuttles unterwegs sein. Damit würde ein On-Demand-System entstehen, das per App gebucht werden kann und den klassischen ÖPNV ergänzt. Das Modell soll auch auf andere deutsche Städte und ländliche Regionen übertragbar sein. Wir sind gespannt und hoffen, dass die Zukunft einfach elektrisch sein wird.




















