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Mercedes-Benz GLB – Das kann der EQB Nachfolger!

Das ist der neue Mercedes-Benz GLB - was kann der EQB Nachfolger?!

Mercedes zieht den Stecker beim GLB und macht aus dem kompakten SUV einen vollwertigen Elektro Allrounder mit EQ Technologie. Der neue GLB soll das SUV für alle Lebenslagen sein, vom Familienalltag bis zum Campingwochenende mit Wohnwagen. Wir waren bei der Premiere nicht vor Ort und sind ihn noch nicht gefahren, stellen euch aber die wichtigsten Fakten und technischen Details für das einfach elektrisch Online Magazin ausführlich vor.

Zum Marktstart im Frühjahr 2026 geht es mit zwei rein elektrischen Varianten los. Der GLB 250+ mit EQ Technologie leistet 200 kW, der GLB 350 4MATIC mit EQ Technologie bringt es auf 260 kW und Allradantrieb. Beide Modelle nutzen eine Lithium Ionen Batterie mit 85 kWh nutzbarer Kapazität und eine moderne 800 Volt Architektur. Die WLTP Reichweite gibt Mercedes für den GLB 250+ mit bis zu 631 Kilometern an, der GLB 350 4MATIC soll je nach Konfiguration auf bis zu 614 Kilometer kommen.

Bestellbar ist der elektrische GLB in Deutschland bereits ab dem 8. Dezember 2025. Der GLB 250+ startet bei 59.048 Euro inklusive Mehrwertsteuer, der GLB 350 4MATIC bei 62.178 Euro. Dazu kommen Leasingangebote ab 305 Euro monatlich für Privatkunden, jeweils mit üblicher Sonderzahlung und Laufzeit.

Mehr Platz, mehr Variabilität: der neue GLB wächst in alle Richtungen

Beim Packaging dreht Mercedes die Schraube spürbar nach oben. Der neue GLB mit EQ Technologie ist 4.732 Millimeter lang und wächst damit gegenüber EQB und bisherigem GLB in die Länge. Der Radstand legt um 60 Millimeter auf 2.889 Millimeter zu. Das Ergebnis merkt man vor allem im Fond. In der zweiten Reihe gibt es deutlich mehr Beinfreiheit, der maximale Kopfraum steigt je nach Sitzreihe um bis zu 64 Millimeter gegenüber EQB.

Der GLB bleibt dabei einer der wenigen kompakten Elektro SUVs, die es auf Wunsch mit sieben Sitzen gibt. In der optionalen dritten Reihe sitzen Personen bis 1,71 Meter Körpergröße jetzt entspannter als im Vorgänger, der Einstieg wurde über längere Easy Entry Verstellung und größere Türausschnitte verbessert. Die Türen greifen über die Schweller, was beim Einsteigen hilft und gleichzeitig Hosenbeine vor Dreck schützt.

Auch die zweite Reihe wurde komfortabler ausgelegt. Die Sitzfläche stützt die Oberschenkel besser, der Hüftwinkel ist flacher, die Polsterung überarbeitet. Praktisch für Alltag und Urlaub ist die längs verstellbare Fondsitzbank. Beim Fünfsitzer ist sie optional, beim Siebensitzer Serie. Sie lässt sich um bis zu 140 Millimeter verschieben, dazu ist die Lehnenneigung mehrfach verstellbar. So kann man entweder mehr Beinfreiheit oder mehr Kofferraum priorisieren.

Frunk, großer Kofferraum und flexible Sitzbank

Besonders spannend für alle, die regelmäßig viel Gepäck einladen: Der neue GLB mit EQ Technologie bekommt einen großen Frunk. Unter der vorderen Haube stehen 127 Liter Stauraum zur Verfügung, nach ISO 3832 sind es 104 Liter. Platz genug für eine Getränkekiste, drei Fußbälle, das Campingzelt oder das Ladeequipment.

Der hintere Kofferraum fasst beim Fünfsitzer bis zu 540 Liter, beim Siebensitzer sind es 480 Liter. Werden die Lehnen der Fondsitze umgeklappt, wächst das Volumen auf bis zu 1.715 beziehungsweise 1.605 Liter. Die Rücksitze sind im Verhältnis 40 zu 20 zu 40 geteilt, alle Segmente lassen sich einzeln umklappen. Beim Fünfsitzer gibt es zusätzlich einen in der Höhe verstellbaren Ladeboden, unter dem sich kleinere Utensilien unsichtbar verstauen lassen.

Kombiniert man Frunk und Heckkofferraum, kommt der GLB auf bis zu 667 Liter Stauraum, beim Siebensitzer auf 597 Liter. Für ein Fahrzeug dieser Klasse ist das ein beeindruckender Wert und unterstreicht den Anspruch als Familien und Freizeitauto.

Wohnwagen, Feldweg und Fahrräder: der GLB als Zugfahrzeug

Der elektrische GLB soll nicht nur als Alltagsauto funktionieren, sondern auch als Zugfahrzeug. In der Version GLB 350 4MATIC mit EQ Technologie sind bis zu zwei Tonnen Anhängelast möglich. Die Stützlast liegt bei 100 Kilogramm, damit lassen sich auch schwere E Bikes auf einem Träger am Heck transportieren. Eine teilelektrische Anhängerkupplung ist optional, die Variante ohne 4MATIC zieht maximal 1,5 Tonnen.

Abseits befestigter Straßen helfen Allradtechnik und Fahrprogramme. Beim 4MATIC Modell sitzt an der Vorderachse eine zusätzliche Electric Drive Unit mit 80 kW, die bei Traktionsbedarf blitzschnell zugeschaltet wird. Dazwischen arbeitet eine Disconnect Unit, die die Vorderachse im Teillastbetrieb abkoppeln kann, um Verluste zu reduzieren und die Reichweite zu erhöhen.

Für schlechte Wege gibt es den TERRAIN MODE. Hier werden Lenkung, Antrieb und Bremsen auf Feld und Schotterwege angepasst. Die optionale Funktion Transparente Motorhaube setzt Live Bilder von Front und Außenspiegel Kameras zu einer virtuellen Sicht unter das Fahrzeug zusammen, was Rangieren im Gelände oder über Bordsteine erleichtert.

Effizienter Elektroantrieb mit 800 Volt Technik

Im Mittelpunkt des elektrischen GLB steht eine neue elektrische Antriebsarchitektur. Beide Startmodelle nutzen die EDU 2.0 an der Hinterachse mit einer permanenterregten Synchronmaschine. Die Leistung beträgt beim GLB 250+ 200 kW und 335 Newtonmeter, beim GLB 350 4MATIC summieren sich die beiden Motoren auf 260 kW und 515 Newtonmeter Systemdrehmoment.

Mercedes-Benz GLB 250+ Fotos

Der Wirkungsgrad der Antriebseinheit liegt laut Mercedes bei etwa 93 Prozent auf der Langstrecke. Dazu tragen eine auf Effizienz ausgelegte Doppel-V Magnetanordnung im Rotor, sogenannte gesehnte Wicklungen im Stator und eine Leistungselektronik mit Siliziumkarbid Wechselrichter bei. Die Batterie setzt auf Nickel Mangan Kobalt Zellchemie und stellt nutzbar 85 kWh Energie bereit.

Besonderheit ist das Zwei Gang Getriebe an der Hinterachse. Der erste Gang ist mit 11 zu 1 kurz übersetzt und sorgt für kräftigen Antritt, Anhängelast und Effizienz im Stadtverkehr. Der zweite Gang mit 5 zu 1 Übersetzung ist für höhere Geschwindigkeiten und Autobahnfahrten optimiert. Je nach Fahrsituation und Fahrprogramm wechselt das System automatisch die Übersetzung, gesteuert von einem Online-Optimierer, der ständig Parameter wie Batteriezustand und Leistungsanforderung bewertet.

Die Fahrleistungen fallen entsprechend souverän aus. Der GLB 250+ sprintet in 7,4 Sekunden von null auf 100 km/h, der GLB 350 4MATIC schafft die gleiche Übung in 5,5 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei beiden Varianten auf 210 km/h begrenzt.

Laden mit bis zu 320 kW und Vorbereitung für bidirektionales Laden

Beim Laden nutzt der GLB die Vorteile einer 800 Volt Architektur. An geeigneten DC Schnellladesäulen sind laut Datenblatt bis zu 320 kW Ladeleistung möglich. Unter idealen Bedingungen sollen sich so in zehn Minuten bis zu 260 Kilometer zusätzliche WLTP Reichweite nachladen lassen, je nach Modell und Ausstattung liegen die Werte zwischen 215 und 260 Kilometern.

Für das AC Laden verbaut Mercedes serienmäßig einen 11 kW Onboard-Lader, optional sind bis zu 22 kW möglich. Damit ist in Kombination mit einer passenden Wallbox komfortables Laden über Nacht sichergestellt. Wer unterwegs an 400 Volt DC Infrastruktur lädt, kann optional einen DC Konverter bestellen, der die 800 Volt Technik an 400 Volt Säulen anpasst.

Mercedes-Benz GLB 350 4MATIC Fotos

Spannend mit Blick auf künftige Energiesysteme: Der elektrische GLB ist für bidirektionales Laden vorbereitet. Über eine kompatible DC Wallbox soll das Fahrzeug später sowohl Vehicle to Home als auch Vehicle to Grid unterstützen. Solarstrom aus der heimischen Anlage kann so im Auto zwischengespeichert und bei Bedarf wieder ins Haus oder Netz zurückgegeben werden. Die Aktivierung dieser Funktion ist über ein späteres Over the Air Update geplant und hängt von den jeweiligen gesetzlichen Rahmenbedingungen und Energieversorgern ab.

Rekuperation, Bremsanlage und Fahrwerk

Die Bremsanlage des neuen GLB ist als One Box System ausgeführt. Bremskraftverstärker, Hauptbremszylinder und ESP Regelung sitzen in einem kompakten Modul. Das soll eine feinere Regelung der Rekuperation ermöglichen und damit Reichweite gewinnen. Rekuperationsleistungen von bis zu 200 kW sind möglich, im Alltag können die Modelle bis in den Stillstand hinein rein elektrisch verzögern. Selbst im ABS Regelbereich oder auf glatter Fahrbahn wird noch Energie zurückgewonnen.

Über Schaltwippen hinter dem Lenkrad können Fahrerinnen und Fahrer vier Rekuperationsstufen auswählen. Zur Wahl stehen D Auto mit intelligenter Rekuperation, D+ zum Segeln ohne spürbare Verzögerung, D mit moderater und D minus mit besonders kräftiger Verzögerung. In der Stufe D Auto arbeitet der ECO Assistent, der auf Basis von Navigationsdaten, Sensoren und Kartendaten etwa Kurven, Kreisel, Ortseinfahrten oder Tempolimits erkennt und passende Rekuperationsvorschläge macht.

Serienmäßig kommt ein stahlgefedertes Komfortfahrwerk mit neu entwickelter Dreilenker Vorderachse und Raumlenker Hinterachse zum Einsatz. In Verbindung mit 20 Zoll Rädern ist eine adaptive Verstelldämpfung serienmäßig. Über DYNAMIC SELECT kann man zwischen einem komfortorientierten Setup und einer sportlicher abgestimmten Variante wechseln.

Sicherheit, Assistenzsysteme und MB.DRIVE

Bei der Sicherheits und Assistenztechnik fährt der neue GLB auf hohem Niveau vor. In Europa ist der Abstands Assistent Distronic serienmäßig. Dazu kommen bis zu acht Kameras, fünf Radarsensoren und zwölf Ultraschallsensoren, die von einem wassergekühlten Hochleistungsrechner ausgewertet werden. Mercedes bündelt alle Systeme unter dem neuen Label MB.DRIVE.

Über Digitale Extras, die sich im Mercedes Benz Store buchen lassen, können zusätzliche Funktionen freigeschaltet werden. MB.DRIVE ASSIST ergänzt zum Beispiel Distronic um einen Lenkassistenten und einen Spurwechsel Assistenten und bewegt sich damit auf SAE Level 2. Künftig sollen MB.DRIVE ASSIST PLUS und MB.DRIVE ASSIST PRO marktspezifisch erweiterte Funktionen für Autobahn und Stadt ergänzen. Beim Parken helfen MB.DRIVE PARKING ASSIST und MB.DRIVE PARKING ASSIST 360 mit verbesserter Umfelderkennung und neuen Kameradarstellungen.

Auf der passiven Seite setzt Mercedes auf eine steife Fahrgastzelle, optimierte Crashstrukturen und eine erweiterte Airbag Architektur. Erstmals gibt es im GLB einen Mittenairbag zwischen Fahrer und Beifahrer, dazu Knieairbags auf beiden Seiten je nach Markt. Windowairbags ziehen sich von der A bis zur D Säule, optionale Seitenairbags im Fond sollen den Schutz bei Seitenaufprall erhöhen. Bis zu vier Kindersitze lassen sich im Innenraum befestigen, zwei in der zweiten und zwei in der dritten Reihe. PRE SAFE mit vorausschauenden Schutzfunktionen ist optional erhältlich.

Auch das Hochvolt System ist mit einem mehrstufigen Sicherheitskonzept abgesichert. Bei schweren Unfällen schaltet sich das System automatisch ab und entlädt relevante Komponenten. Für Rettungskräfte gibt es definierte Trennstellen, um das Fahrzeug manuell spannungsfrei zu schalten.

Design: mehr Länge, mehr Präsenz und Sternen Show

Optisch schärft Mercedes den GLB in Richtung ikonischer Elektro SUV. Die Front dominiert ein Panel mit beleuchtetem Mercedes Benz Pattern, das den klassischen Kühlergrill neu interpretiert. Hinter der Glasfläche sitzen 94 kleine Sterne in Chrom Optik, je nach Markt ist auch der Zentralstern beleuchtet. Begrüßungs und Verabschiedungsanimationen gehören zum Lichtspiel dazu.

Die Proportionen bleiben klar SUV typisch. Aufrechte Frontpartie, steile Frontscheibe, kurze Überhänge und eine kräftige Schulterlinie prägen die Silhouette. Flächenbündige Türgriffe mit Keyless GO, kompakte Außenspiegel und bis zu 20 Zoll große Räder runden den Auftritt ab. Radlaufverkleidungen und ein angedeuteter Unterfahrschutz betonen den Offroad Anspruch, die Dachreling nimmt Dachboxen oder Trägersysteme auf.

Voll-LED-Scheinwerfer sind Serie, optional gibt es Multibeam LED. Spannend ist die neue Lichtsignatur im Stern Design. Das Tagfahrlicht kann in Form des Mercedes Sterns gestaltet sein, am Heck verbindet ein Leuchtenband beide Rückleuchten. Auch hier gibt es animierte Szenarien beim Öffnen und Schließen.
Panoramadach mit Sternenhimmel

Zum Charakter des GLB passt das serienmäßige große Panoramadach, das den Innenraum spürbar heller wirken lässt. Es besteht aus wärmedämmendem Verbundsicherheitsglas mit Infrarot und LowE Beschichtung, die im Sommer vor Aufheizung schützen und im Winter Wärmeverluste reduzieren.

Als besondere Spielerei bietet Mercedes das optionale Sky Control Panoramadach an. Hier lässt sich die Glasfläche segmentweise in 10 bis 20 Millisekunden von transparent auf opal stellen. Im Modus Motiv entsteht ein Streifen Muster, alternativ sind voll klare oder voll milchige Einstellungen möglich.
Highlight ist der integrierte Sternenhimmel mit 158 leuchtenden Sternen, die mit der Ambientebeleuchtung gekoppelt sind. Nachts entsteht so eine sehr spezielle Atmosphäre im Innenraum, die vor allem Fondpassagiere beeindrucken dürfte und zugleich von außen für einen starken Auftritt sorgt.

Neuer Innenraum mit MBUX Superscreen

Im Innenraum verabschiedet sich der GLB von der bisherigen Skulpturen Optik und setzt auf ein minimalistisches Hightech Layout. Mittelpunkt ist der optionale MBUX Superscreen, der sich fast über die gesamte Fahrzeugbreite zieht. Dahinter sitzen ein 10,25 Zoll Fahrerdisplay und ein 14 Zoll Zentraldisplay. Später kommt optional ein zusätzliches 14 Zoll Beifahrerdisplay hinzu.

Die Luftausströmer an den Enden des Superscreens sind im typischen Mercedes Turbinen Look gehalten, die Mitteldüse arbeitet mit einem flachen zentralen Körper statt klassischer Lamellen. Die Türtafeln setzen auf große, schwebend gestaltete Mittelflächen mit integrierten Ablagen und kräftig ausgeformten Griffen.

Die Mittelkonsole wirkt aufgeräumt und integriert eine induktive Smartphone Ablage mit Wireless Charging sowie Becherhalter in ein großes Dekorelement. Bei den Zierteilen reicht die Palette von offenporigen Hölzern über gebürstetes Aluminium bis zu neuen Oberflächen wie einer Papier Dekorstruktur. Neue Lackfarben wie Aquamint und Klarblau metallic sowie ein Polsterstoff mit Perleffekt runden die Individualisierung ab.

Das neu gestaltete Lenkrad soll ergonomischer sein und setzt wieder auf echte Wippen für Limiter und Distronic sowie eine Walze für die Lautstärke. Die kapazitiven Schalterfelder sind flächenbündig integriert, haptische Hilfen sollen die Bedienung erleichtern, ohne dass man ständig hinschauen muss.

MB.OS, neue MBUX Generation und virtueller Assistent

Technisch basiert der GLB auf dem neuen Mercedes Benz Operating System MB.OS. Das intern entwickelte Betriebssystem vernetzt alle Fahrzeugbereiche von Infotainment über Assistenzfunktionen bis zum Laden und ist über die Mercedes Cloud ständig mit High Performance Rechnern verbunden. Grundlage sind kontinuierliche Over the Air Updates, die Funktionen nachrüsten oder erweitern können, inklusive der Fahrassistenzsysteme.

Mit MB.OS startet gleichzeitig die vierte Generation von MBUX. Sie bringt einen stark personalisierten Zero Layer, der die wichtigsten Infos, Vorschläge und zuletzt genutzten Apps direkt auf der Startseite anzeigt. Apps lassen sich wie auf dem Smartphone verschieben und in Ordnern gruppieren, die Bedienlogik folgt bekannten Mobiltelefon Mustern.

Herzstück ist der neue MBUX Virtual Assistant, der auf generativer künstlicher Intelligenz basiert und als lebendiger Avatar im Display erscheint. Im Hintergrund arbeitet ein Multi Agent Ansatz mit ChatGPT und Microsoft Bing für klassische Wissensfragen sowie einem Automotive AI Agent von Google Cloud für Navigations und POI Themen. Der Assistent kann mehrteilige Gespräche führen, Kontext behalten und Fragen rund ums Fahrzeug genauso beantworten wie Reiseplanung und Sightseeing Tipps.

Auf dem optionalen Beifahrerdisplay stehen Entertainment Funktionen wie Disney+, weitere Streaming Dienste oder Cloud Gaming über Boosteroid zur Verfügung. Ein Gaming Controller kann per Bluetooth verbunden werden. Eye Tracking stellt sicher, dass die Fahrerin oder der Fahrer nicht vom Beifahrerbildschirm abgelenkt wird.

Klangwelten, Soundsysteme und ENERGIZING COMFORT

Beim Thema Sound legt Mercedes hörbar nach. Optional ist ein Burmester 3D Surround Soundsystem mit 16 Lautsprechern und 850 Watt an Bord, das Dolby Atmos unterstützt und die Innenraumakustik mit Spatial Sound Wave aufwertet. Im Menü lässt sich die Räumlichkeit in mehreren Stufen einstellen, dazu kommen Funktionen wie Sound Zone, mit der sich Audio gezielt auf bestimmte Sitzreihen legen lässt.

Auch das Standard Soundsystem profitiert von einem zusätzlichen Centerlautsprecher und neuen Funktionen. Klangprofile lassen sich auf Fahrer, Fond oder alle Sitze fokussieren, die Auto Selektion passt den Fokus automatisch an die belegten Plätze an.

Mit ENERGIZING COMFORT bietet der GLB bekannte Wohlfühlprogramme, die Licht, Klima, Sitzfunktionen und Sound kombinieren. Die Programme sind als eigene App im System verfügbar, auf Wunsch können Nutzerinnen und Nutzer die ENERGIZING Klänge deaktivieren und ihre eigene Musik oder Podcasts nutzen. ENERGIZING Sitzkinetik unterstützt mit minimalen Sitzbewegungen die Rückenmuskulatur auf längeren Strecken.

Ein weiteres Element ist die SoundExperience mit unterschiedlichen Klangwelten wie Silver Waves, Vivid Flux, Serene Breeze, Roaring Pulse sowie neuen Profilen wie Fractal Fusion oder Granular Fuzz. Start, Stopp, Verriegelung und Laden werden akustisch inszeniert, alternativ lässt sich ein dezenter Modus wählen.

Laden, Tarife und Green Charging

Für das öffentliche Laden bindet Mercedes den GLB in den Dienst MB.CHARGE Public ein. Kundinnen und Kunden erhalten damit über einen Vertrag Zugang zu einem großen Roaming Netz, inklusive des eigenen Mercedes Benz Charging Network sowie der Joint Ventures Ionity, Ionna und Ionchi. Die Authentifizierung kann per App, RFID Karte oder Plug and Charge erfolgen.

Vor dem Start eines Ladevorgangs zeigt das System die zu erwartenden Kosten pro Kilowattstunde oder Minute sowie eine Schätzung der Gesamtkosten im Fahrzeug oder in der App an. In Europa, Kanada und den USA ist Green Charging Bestandteil von MB.CHARGE Public. Wenn die jeweilige Ladesäule keinen echten Ökostrom anbietet, wird die geladene Energiemenge über zertifizierte Grünstromnachweise bilanziell mit erneuerbaren Energien hinterlegt.

Mit der neuen Fahrzeuggeneration will Mercedes dieses Konzept auch ins heimische Laden übertragen und über intelligente Lösungen den Anteil erneuerbarer Energien beim Laden zu Hause erhöhen.

Hightech Hybrid Varianten angekündigt

Auch wenn der Fokus klar auf dem vollelektrischen GLB liegt, kündigt Mercedes parallel eine neue Generation von Hightech Hybriden an. Sie nutzen einen neuen 1,5 Liter Vierzylinder der FAME Motorenfamilie mit Miller Zyklus, kombiniert mit einem ins Getriebe integrierten Elektromotor, einer 48 Volt Architektur und einem sehr kompakten Achtgang Doppelkupplungsgetriebe.

Die Hybridmodelle können innerstädtisch rein elektrisch fahren, elektrisch segeln und rekuperieren. Der Elektromotor übernimmt zudem den Antrieb des Klimakompressors, sodass auch im Stand und bei elektrischer Fahrt gekühlt oder geheizt werden kann. Technische Daten, Leistungsstufen und genaue Preise will Mercedes im Laufe des Jahres vor Verkaufsstart nachreichen. Optisch bleiben die Hybridvarianten nah an den Elektro GLB Modellen, unterscheiden sich aber unter anderem durch einen klassischen Kühlergrill mit Mercedes Benz Pattern und LED Lichtleiter und die Hybrid-Modelle sind ja auch eher was für einfach auto, dort findet ihr übrigens eine GLB-Vorstellung von unserem geschätzten Wolfgang Schäffer, hier auch mal das Video verlinkt.

Mercedes-Benz GLB Video

Bringen wir es auf den Punkt?

Mit dem neuen GLB mit EQ Technologie positioniert Mercedes einen sehr vielseitigen Elektro SUV im Kompaktsegment. Sieben Sitze, großer Frunk, hoher Nutzwert, bis zu zwei Tonnen Anhängelast und ein starkes Ladesetup mit 800 Volt Technik und bis zu 320 kW DC Ladeleistung treffen auf ein sehr digitales Innenleben mit MB.OS, neuer MBUX Generation und KI gestütztem Sprachassistenten.

Eigene Fahreindrücke und reale Verbrauchswerte stehen natürlich noch aus. Sobald wir den GLB 250+ oder den GLB 350 4MATIC für euch fahren können, schauen wir uns an, ob der Alltagsheld mit EQ Technologie auf der Straße hält, was das Datenblatt verspricht.

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