Volvo setzt erneut Maßstäbe in der Fahrzeugsicherheit und präsentiert mit dem neuen multi-adaptiven Sicherheitsgurt eine Weltpremiere. Ab 2026 wird dieses innovative System erstmals im vollelektrischen Mittelklasse-SUV EX60 verbaut und hebt den Schutz für Fahrer und Passagiere auf ein neues Niveau.
Die Geschichte des Sicherheitsgurts: Von der Idee zur Anschnall-Pflicht!
Heute ist der Sicherheitsgurt im Auto selbstverständlich und gesetzlich vorgeschrieben, doch sein Weg dorthin war alles andere als geradlinig. Schon Ende des 19. Jahrhunderts gab es erste Patente für Gurtsysteme, die jedoch vor allem im Flugzeug- und Motorsport eingesetzt wurden. Für den Straßenverkehr hielt man solche Systeme lange für überflüssig oder gar gefährlich. In den 1950er Jahren galten Gurte in Serienfahrzeugen als unbequem und wenig gefragt. Chrom, PS und Platz waren die Verkaufsargumente, Sicherheit spielte kaum eine Rolle.
Der große Durchbruch gelang 1959 in Schweden. Der Luftfahrtingenieur Nils Bohlin entwickelte bei Volvo den ersten serienreifen Dreipunkt-Sicherheitsgurt für Straßenfahrzeuge. Im Gegensatz zum Beckengurt verteilte der Dreipunktgurt die Aufprallenergie besser über Becken und Brustkorb. Volvo stellte das Patent der Allgemeinheit zur Verfügung – ein Meilenstein, der Millionen Leben retten sollte. Dennoch dauerte es Jahrzehnte, bis der Gurt zur Pflicht wurde. In Deutschland wurde 1974 die Gurtpflicht für Vordersitze eingeführt, die eigentliche Anlegepflicht folgte erst 1984. Erst Informationskampagnen und Crashtest-Videos überzeugten die Autofahrer endgültig von der lebensrettenden Wirkung des Gurts.



Intelligente Technik: Gurtkraft passt sich in Echtzeit an
Mit dem neuen multi-adaptiven Sicherheitsgurt hebt Volvo die Entwicklung auf ein neues Level. Sensoren im Innen- und Außenbereich des Fahrzeugs erfassen Größe, Gewicht, Körperform und Sitzposition der Insassen sowie Geschwindigkeit, Kollisionsrichtung und Fahrdynamik. In Sekundenbruchteilen analysiert das System diese Daten und wählt aus elf verschiedenen Gurtkraftprofilen das optimale aus. Damit wird die Rückhaltekraft immer exakt auf die jeweilige Person und den Unfallhergang abgestimmt. Bei schweren Kollisionen und größeren Insassen wird die Gurtkraft erhöht, um das Risiko von Kopfverletzungen zu minimieren. Bei leichter gebauten Personen oder weniger heftigen Unfällen wird die Gurtkraft reduziert, um beispielsweise Rippenbrüche zu verhindern.
Software-Updates machen den multi-adaptiven Sicherheitsgurt immer besser
Ein weiteres Highlight: Die Funktionen des neuen Sicherheitsgurts werden kontinuierlich per Over-the-Air-Updates verbessert. Volvo kann neue Erkenntnisse aus der Unfallforschung direkt in die Fahrzeuge bringen und so die Schutzwirkung stetig optimieren. Der Gurt ist Teil eines umfassenden Sicherheitssystems, das mit Airbags, Insassenerkennung und Fahrerassistenzsystemen vernetzt ist.
Jahrzehntelange Forschung als Fundament für den multi-adaptiven Sicherheitsgurt
Die Entwicklung des multi-adaptiven Sicherheitsgurts basiert auf über 50 Jahren Sicherheitsforschung und einer Datenbank mit mehr als 80.000 realen Unfalldaten. Volvo übertrifft mit diesem System erneut die gesetzlichen Anforderungen und setzt neue Standards für die gesamte Branche. Das hauseigene Safety Center, das 2025 sein 25-jähriges Jubiläum feiert, ermöglicht es, nahezu jede Unfallsituation praxisnah zu testen und Innovationen direkt in die Serienproduktion zu bringen.
Der nächste große Schritt in der Volvo-Sicherheitsgeschichte
Mit dem multi-adaptiven Sicherheitsgurt im neuen Volvo EX60 beweist der Hersteller, dass auch weiterhin echte Innovationen im Dienste der Sicherheit möglich sind. Die Kombination aus Echtzeitdaten, individueller Anpassung und kontinuierlicher Verbesserung macht diesen Gurt zum Vorbild für die gesamte Automobilindustrie und setzt die Erfolgsgeschichte des Sicherheitsgurts eindrucksvoll fort.




















