Mit dem neuen Opel Frontera bringt Opel ein vollelektrisches SUV auf den Markt, das sich geschickt zwischen dem Opel Mokka und dem neuen Grandland positioniert. Wer auf der Suche nach einem günstigen Einstieg in die Elektromobilität ist und trotzdem nicht auf Platz und Alltagstauglichkeit verzichten möchte, findet hier ein Fahrzeug, das bewusst auf das Wesentliche reduziert wurde und dennoch einige Überraschungen bereithält.











Opel Frontera Electric Design: Modern, robust und alltagstauglich
Von außen präsentiert sich der Frontera mit klaren Linien, einer kraftvoll gestalteten Frontpartie und serienmäßigen LED-Scheinwerfern. Das bekannte Opel Vizor Design prägt das Gesicht des Autos und lässt ihn modern und präsent wirken. Mit einer Länge von 4 Meter 38 bleibt der Frontera kompakt, bietet aber durch seine geschickt genutzte Innenarchitektur ausreichend Raum für Passagiere und Gepäck.
Innenraum im Opel Frontera Electric: Funktionalität vor Luxus
Im Innenraum setzt Opel konsequent auf funktionale Materialien. Harte Kunststoffe bestimmen das Bild, wirken jedoch solide verarbeitet. Die Vordersitze sind angenehm gepolstert und bieten auch auf längeren Fahrten guten Komfort. Allerdings fehlt dem Beifahrersitz die Höhenverstellung, was in dieser Klasse eigentlich zum Standard gehören sollte. Auf den Rücksitzen finden auch größere Erwachsene ausreichend Platz für Kopf und Knie, eine Mittelarmlehne sucht man allerdings selbst in der gehobenen Ausstattung vergeblich.
Opel Frontera Kofferraum: Viel Ladevolumen im kompakten Format
Der Kofferraum punktet mit einem Volumen von 460 Litern und einer variablen Ladefläche. Durch Umklappen der Rücksitze lässt sich das Gepäckabteil auf bis zu 1600 Liter erweitern. Eine Durchlade oder ein doppelter Ladeboden sind nicht vorhanden. Ebenfalls verzichtet wurde auf einen vorderen Stauraum unter der Motorhaube, obwohl dort durchaus Platz für Ladekabel oder kleinere Gegenstände wäre.
Antrieb im Opel Frontera Electric: Ausreichend für die Stadt
Angetrieben wird der Frontera von einem Elektromotor an der Vorderachse mit 83 Kilowatt Leistung. Das entspricht 113 PS bei 125 Newtonmetern Drehmoment. Der Sprint auf Tempo 100 dauert gut zwölf Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit ist bei 143 Kilometern pro Stunde elektronisch begrenzt. Das reicht für den Stadtverkehr und gelegentliche Überlandfahrten, zeigt aber, dass der Fokus klar auf Effizienz und nicht auf Dynamik liegt.
Der Strom kommt aus einem Lithium-Ionen-Akku mit 44 Kilowattstunden nutzbarer Kapazität. Geladen wird serienmäßig einphasig mit bis zu 7,4 Kilowatt, was bei vielen Haushaltsinstallationen effektiv nur etwa 3,7 Kilowatt ergibt. Für dreiphasiges Laden mit elf Kilowatt verlangt Opel aktuell einen Aufpreis. Das ist schade, denn viele Käufer könnten dieses Detail beim Kauf übersehen. An Schnellladestationen schafft der Frontera im besten Fall eine Ladeleistung von 100 Kilowatt. Von zehn auf achtzig Prozent dauert das laut Opel rund dreißig Minuten. Eine Vorkonditionierung des Akkus ist nicht vorgesehen. Die Reichweite nach WLTP liegt bei maximal 305 Kilometern. In der Praxis dürften zwischen zweihundert und zweihundertfünfzig Kilometer realistisch sein. Eine Variante mit größerem Akku und mehr Reichweite ist angekündigt.
Opel Frontera Electric Fahrbericht
Beim Fahren zeigt sich der Frontera komfortabel und sicher. Das Fahrwerk ist straff, aber nicht ungemütlich. Die Lenkung vermittelt ein gutes Gefühl und auch in schnelleren Kurven bleibt das Fahrzeug stabil. Im Stadtverkehr fühlt er sich wohl und lässt sich trotz seiner Abmessungen angenehm manövrieren. Der Wendekreis liegt bei 11,5 Metern. Beim Beschleunigen merkt man dem Fahrzeug jedoch die Zurückhaltung des Antriebs an. Wer häufig auf der Autobahn unterwegs ist oder regelmäßig mit voller Besatzung fährt, wünscht sich hier vielleicht etwas mehr Leistung.
Auch bei den Assistenzsystemen zeigt sich der Frontera sparsam. Serienmäßig sind nur die gesetzlich vorgeschriebenen Helfer an Bord. Einen aktiven Spurhalteassistenten oder einen adaptiven Tempomaten gibt es weder serienmäßig noch gegen Aufpreis. Selbst die Rückfahrkamera kommt nur in Verbindung mit einem Ausstattungspaket. Immerhin funktioniert das Basissystem solide und ermöglicht ein sicheres Einparken, auch wenn dynamisch lenkende Hilfslinien fehlen.
Im Cockpit erwartet die Fahrerin oder der Fahrer ein zehn Zoll großes digitales Kombiinstrument. Ein Bordcomputer mit Verbrauchsanzeige fehlt leider. Das optionale Infotainmentsystem kostet derzeit eintausend Euro extra, bietet dann aber Apple CarPlay und Android Auto ohne Kabelverbindung. Wer das Technikpaket nicht wählt, bekommt lediglich eine Smartphonehalterung im Stil des Citroën ëC3. Das integrierte Navigationssystem ist funktional, aber nicht auf dem neuesten Stand. Die Ladeplanung ist rudimentär und zeigt lediglich vereinzelte Stationen entlang der Route. Hier lohnt es sich, Google Maps oder A Better Routeplanner zu nutzen.
Trotz aller Sparmaßnahmen bietet der Frontera ein durchdachtes Raumangebot, gute Sitze und ausreichend Komfort für Pendler und Familien im urbanen Umfeld. Auch die Materialqualität geht angesichts des Einstiegspreises in Ordnung. Der Frontera Electric startet ab 28.990 Euro und wird auf der Opel Webseite auch zu monatlichen Leasingraten ab 229 Euro angeboten. Wer auf der Suche nach einem günstigen Stromer mit viel Platz und solider Technik ist, sollte dem Frontera eine Chance geben.
Was spricht für den Opel Frontera Electric?
Gutes Raumangebot trotz kompakter Außenmaße: Mit 4,38 Metern Länge bietet der Frontera überraschend viel Platz für Passagiere und Gepäck. Gerade der Kofferraum mit bis zu 1600 Litern bei umgeklappter Rückbank ist in dieser Klasse ein echtes Argument.
Fairer Einstiegspreis in die Elektromobilität: Ab 28.990 Euro bietet Opel einen vollwertigen Elektro-SUV, der sich auch für Budgetbewusste und Einsteiger eignet. Im Leasing startet der Frontera sogar schon ab 229 Euro monatlich.
Komfortables Fahrwerk mit sicherem Fahrverhalten: Der Frontera federt straff, aber angenehm. Auch bei Kurvenfahrt bleibt er stabil und vermittelt ein sicheres Gefühl.
Was sollte man sich bei einer Probefahrt unbedingt ansehen?
Schwacher Antrieb mit träger Beschleunigung: Mit 83 Kilowatt Leistung und 113 PS fehlt dem Frontera der elektrische Punch. Die Beschleunigung auf Tempo 100 in über zwölf Sekunden ist für ein E-Auto unterdurchschnittlich.
Spart bei wichtigen Features: Der serienmäßige einphasige Lader ist alltagstauglich, aber langsam. Dreiphasiges Laden kostet extra.
Infotainment wirkt technisch veraltet: Das serienmäßige System kommt ohne Navigation, kabellose Smartphone-Anbindung oder moderne Ladeplanung. Wer aktuelle Software will, muss das Technikpaket buchen und selbst dann bleibt Luft nach oben.
Technische Daten:
| Kategorie | Details |
|---|---|
| Antrieb | Elektromotor (Permanentmagnet-Synchronmotor) |
| Leistung | 83 kW (113 PS) |
| Drehmoment | 125 Nm |
| Antriebssystem | Frontantrieb (FWD) |
| Getriebe | 1-Gang-Automatik |
| Batterietyp | Lithium-Ionen |
| Batteriekapazität | 44 kWh |
| Reichweite (WLTP) | 305 km kombiniert / bis zu 542/773 km im Stadtverkehr |
| Verbrauch (WLTP) | 18,2 kWh/100 km |
| Ladeanschluss | Typ 2 (AC), CCS Combo 2 (DC) |
| AC-Laden | 7,4 kW / 11 kW optional für 400 Euro |
| DC-Schnellladen | 100 kW (26 Min 10-80% SOC) |
| Beschleunigung | 0–100 km/h in 12,1 s |
| Höchstgeschwindigkeit | 140 km/h |
| Länge | 4.385 mm |
| Breite | 1.795 mm |
| Höhe | 1.655 mm |
| Radstand | 2.670 mm |
| Leergewicht | 1514 kg (je nach Ausstattung) |
| Sitzplätze | 5 |
| Anhängelast | 350 kg |
| Dachlast | 75 kg |
| Stützlast | 60 kg |
| Kofferraumvolumen | 460-1.600 l |
| Wendekreis | 11,5 m |
| Reifen | 215/65 R16 / 215/60 R17 |
| Fahrwerk | Schraubenfederung vorne und hinten |
| Sicherheitsfeatures | ABS, ESP, Scheibenbremsen vorne und hinten, Reifendruckkontrolle via ABS-Messung (indirekt) |
| Infotainment | 10,25" Touchscreen, digitales Kombiinstrument, DAB+ Radio |
| Besonderheiten | n.a. |
| Preis (Deutschland) | Ab 28.990 € (Stand: Mai 2025) |
Unser einfach elektrisch Test Video auf YouTube:
Reichweite & Ladecheck Video auf YouTube:
Kindersitze montieren im Opel Frontera Electric
Im Opel Frontera Electric lassen sich Kindersitze sicher und unkompliziert montieren. Auf den äußeren Rücksitzen befinden sich serienmäßig zwei ISOFIX-Verankerungen, die gut zugänglich hinter praktischen Reißverschlussabdeckungen liegen. Dadurch lassen sich sowohl Babyschalen als auch größere Reboarder oder vorwärtsgerichtete Sitze stabil befestigen. Die großzügige Innenhöhe sowie die angenehm hohe Sitzposition erleichtern zudem das Hineinsetzen und Anschnallen der Kinder. Eine Durchreiche oder eine dritte ISOFIX-Position in der Mitte fehlt zwar, dennoch bietet der Frontera für Familien mit bis zu zwei kleinen Kindern eine solide und alltagstaugliche Lösung.
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