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Togg T10X Test – so ausführlich war noch keiner!

Togg T10X Test

Inhaltsverzeichnis

1. Togg T10X Design und Abmessungen: zeitlos elegant, mit kleinen Patzern
2. Togg T10X Innenraum: Hightech Bühne mit brauchbaren Sitzen
3. Infotainment im Togg T10X
4. Platzangebot im Togg T10X: Kofferraum okay – Frunk Fehlanzeige
5. Antrieb und Fahrleistungen im Togg T10X
6. Plattform, Abmessungen und Gewichte
7. Antriebskonzepte und Fahrleistungen
8. Batteriegrößen, Reichweiten und Verbrauch
9. Fahrwerk und Geräuschkomfort im Togg T10X
10. Assistenzsysteme im Togg T10X
11. Togg T10X Infotainment-Check
12. Innenraumkamera als Familienfeature
13. Apps, Streaming und der Tru Store
14. Navigation mit Ladesäulenfokus
15. Verbrauchsanzeigen mit Schwächen
16. Fahrmodi, Rekuperation und One-Pedal-Fahrgefühl
17. Assistenzsysteme im Detail einstellbar
18. Licht, Ambiente und Details mit Praxisnutzen
19. Klima und Vorkonditionierung
20. Meridian-Soundsystem mit Luft nach unten
21. 360 Grad Kamera, Einparkassistent und Fahrzeugfunktionen
22. Lenkradbedienung mit klassischem Drehrad
23. Starkes System mit Softwarebaustellen
24. Togg T10X Test Fotos
25. Verbrauch im Togg T10X: die große Enttäuschung?
26. Ladeleistung im Togg T10X: solide, aber nicht mehr State of the Art
27. Sicherheit im Togg T10X: Euro NCAP fünf Sterne mit starken Prozentwerten
28. Preise und Versionen des Togg T10X
29. Bringen wir es auf den Punkt? Der Togg T10X ist eine Bereicherung
30. Aber was sagt die einfach elektrisch Community zum Togg T10X?
31. Zwischen Technikdiskussion und politischer Aufladung
32. Sachliche Kritik geht fast unter, ist aber vorhanden
33. Preis, Ausstattung und Sicherheit als Gegenargumente
34. Lob für die Einordnung und den Ton

Kurzer Blick zurück: Als Togg 2022 auf der CES seine Mobilitätsvision präsentierte, klang das bewusst nach Tech-Konzern und nicht nach klassischem Autobauer. Drei Jahre später steht mit dem Togg T10X ein Elektro SUV auf der Straße, das genau diesen Spagat liefern will: emotional genug fürs Herz, rational genug fürs Datenblatt und digital genug, um als rollendes Ökosystem durchzugehen. Unsere Fahrten und Messungen zeigen: Das Konzept hat Substanz. Gleichzeitig merkt man an einigen Stellen sehr deutlich, dass Togg nicht aus 100 Jahren Serienreife schöpft, sondern aus einer Software Denke kommt, die im Auto erst noch rund werden muss.

Togg T10X Design und Abmessungen: zeitlos elegant, mit kleinen Patzern

Optisch ist der Togg T10X ein angenehmer Gegenentwurf zu überzeichneten Elektro Experimenten. Die Front wirkt modern, aber nicht auf Krawall gebürstet, mit markanter Lichtsignatur und einem weitgehend geschlossenen Grillbereich, der klar sagt: hier muss kein Verbrenner atmen. In der Seitenansicht steht er klassisch da, nicht zu verspielt, nicht zu kantig. Genau das ist ein Vorteil, weil das Design voraussichtlich nicht in drei Jahren nach „Modelljahr 2025“ schreit.

Mit 4,59 Metern Länge, 1,88 Metern Breite und 2,89 Metern Radstand passt der Togg T10X sehr sauber in die heutige Kompakt bis Mittelklasse SUV Liga, also da, wo ID.4, Enyaq oder Model Y um Aufmerksamkeit kämpfen.

Zwei Details nerven trotzdem. Erstens die sehr präsente Dachantenne. Die wirkt wie ein Relikt aus der Zeit, als Konnektivität noch nachgerüstet wurde. Zweitens der Heckwischer, der optisch sichtbar bleibt. Beides sind keine Dealbreaker, aber es sind genau diese Kleinigkeiten, an denen man erkennt, ob ein Hersteller schon jahrelang an „Clean Design“ feilt oder noch dabei ist, die Basics zu sortieren.

Togg T10X Innenraum: Hightech Bühne mit brauchbaren Sitzen

Innen macht der Togg T10X sofort klar, worum es Togg geht: Bildschirmfläche, Software, Funktionen. Das Cockpit wird vom breiten Smartscreen geprägt, dazu kommt die zentrale Bedieneinheit in der Mittelkonsole. Diese Inszenierung wirkt modern und ist im Alltag tatsächlich hilfreich, weil man Informationen flexibel anordnen kann, inklusive Navigation, Verbrauch, Medien oder sogar einem Kabinenmonitor.

Erfreulich bodenständig sind die Sitze. In der Langstrecken Praxis mit mehreren hundert Kilometern am Stück liefern sie genau das, was viele Käufer wollen: bequeme Polsterung, ordentliche Unterstützung, entspanntes Reisen. Das passt zur insgesamt komfortorientierten Abstimmung des Autos.

Weniger erfreulich ist, dass Togg bei den Materialien häufig „optisch wertig, haptisch hart“ spielt. Gerade im Kofferraum und an einigen Türbereichen wirkt harter Kunststoff kratzempfindlich, und es fehlen teilweise simple Dinge wie gummierte Ablagen, die Klappern verhindern. Das sind keine Luxusprobleme, sondern Alltagsthemen, die man in dieser Klasse eigentlich besser gelöst kennt.

Infotainment im Togg T10X

Die Software ist gleichzeitig größte Stärke und größte Baustelle. Positiv: Die Bedienlogik ist klar darauf ausgelegt, viele Funktionen zentral zu bündeln. Spiegelverstellung über den zentralen Controller, Klimamenüs, Ambientelicht, Fahrmodi, Rekuperationsstufen, das wirkt wie aus einem Guss gedacht. Auch die Navigation samt Ladeplanung macht konzeptionell einen guten Job, wenn die Datenverbindung stabil ist.

Und genau da liegt der Knackpunkt: Im Vorserien Testwagen hakt es. Die ausländische SIM und die Hotspot Lösung sorgen dafür, dass genau die digitalen Stärken manchmal ins Leere laufen. Dazu kommen kleinere Software Unsauberkeiten, etwa wenn Tempolimits nicht zuverlässig in den Assistenten übernommen werden oder Eingaben auf Touchflächen nicht immer beim ersten Versuch sitzen.

Was wirklich Nerven kostet, ist das ständige Warnkonzert. Klar, EU Vorschriften haben das Thema Warnungen massiv verschärft. Trotzdem wirkt der Togg T10X stellenweise so, als würde er prophylaktisch alles kommentieren, was um ihn herum passiert. Das ist nicht nur unerquicklich, es kann auf Dauer auch ablenken, weil man die wirklich wichtigen Warnungen weniger ernst nimmt, wenn permanent etwas bimmelt.

Und dann gibt es noch einen Punkt, den viele schlicht erwarten: Apple CarPlay und Android Auto, am besten kabellos. Beim Togg T10X fehlt diese Spiegelung, obwohl er ansonsten so softwarebetont auftritt. Das ist ein überraschender Widerspruch, gerade weil Togg den Anspruch hat, ein digitales Ökosystem zu sein, vermutlich aber nur das eigene – oder man möchte sich einfach die Lizenzgebühren an Apple und Co ersparen? Zum Thema Infotainment werden wir später im Verlauf dieses Togg T10X Tests noch einmal ausführlicher!

Platzangebot im Togg T10X: Kofferraum okay – Frunk Fehlanzeige

Beim Thema Raum erfüllt der Togg T10X die Erwartungen, ohne sie zu sprengen. Der Kofferraum ist mit 441 Litern praxisgerecht, mit umgeklappter Rückbank sind es 1515 Liter. Das passt für Familienalltag und Urlaub, auch wenn die fehlende Durchreiche beziehungsweise eine 40:20:40 Teilung der Rückbank im Alltag tatsächlich mal weh tun kann.

Vorne unter der Haube bleibt es technisch. Ein echter Frunk fehlt. Es geht uns hier weniger um Zusatzlitervolumen, sondern um Alltagshygiene und Zugriff aufs Ladekabel bei Regen. Wenn die Technik Verpackung vorne ohnehin Raum lässt, wäre ein kleines Fach für Kabel und Kleinkram ein echter Nutzwertgewinn.

Im Fond sitzt man ordentlich, aber im direkten Vergleich zu manchen Konkurrenten wirkt es nicht überragend, vor allem wenn man wirklich oft mit drei oder vier Erwachsenen reist. Positiv sind Isofix Lösungen und die grundsätzlich solide Ergonomie, negativ ist, dass es bei Anschlüssen und Ablagen nicht überall maximal praktisch ist.

Antrieb und Fahrleistungen im Togg T10X

Der Togg T10X ist technisch klar positioniert und lässt sich nüchtern anhand seiner Daten einordnen. Abseits von Emotionen, Herkunft oder Markenimage zeigt ein Blick auf das Datenblatt, wo das türkische Elektro-SUV steht und welche Rolle Leistung, Batterie, Ladefähigkeit und Abmessungen spielen.

Plattform, Abmessungen und Gewichte

Mit einer Länge von 4.599 Millimetern, einer Breite von 1.886 Millimetern und einer Höhe von 1.676 Millimetern ordnet sich der Togg T10X sauber in der Klasse der mittelgroßen Elektro-SUVs ein. Der Radstand von 2.890 Millimetern sorgt für ordentliche Platzverhältnisse, auch wenn die reine Innenraumökonomie nicht ganz an die Klassenbesten heranreicht.

Die Bodenfreiheit liegt je nach Variante zwischen 184 und 192 Millimetern. Das Leergewicht variiert deutlich je nach Antrieb und Batterie. Die heckgetriebenen Versionen liegen je nach Ausführung zwischen rund 1.950 und gut 2.160 Kilogramm, der Allrad-T10X bewegt sich ebenfalls im Bereich um 2,1 Tonnen. Das zulässige Kofferraumvolumen beträgt 441 Liter, mit umgeklappter Rückbank stehen bis zu 1.515 Liter zur Verfügung.

Antriebskonzepte und Fahrleistungen

Technisch setzt Togg beim T10X auf zwei klar getrennte Leistungsstufen. Die heckgetriebenen Varianten arbeiten mit einem Elektromotor an der Hinterachse, der 160 kW beziehungsweise 218 PS und 350 Newtonmeter Drehmoment liefert. Der Sprint von 0 auf 100 km/h gelingt je nach Batterie in 7,4 bis 7,8 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit ist auf 185 km/h begrenzt.

Die Allradversion ergänzt einen zweiten Elektromotor an der Vorderachse und steigert die Systemleistung auf 320 kW beziehungsweise 435 PS bei 700 Newtonmetern Drehmoment. Hier beschleunigt der Togg T10X in 4,8 Sekunden auf Tempo 100, die Höchstgeschwindigkeit bleibt ebenfalls bei 185 km/h.

Batteriegrößen, Reichweiten und Verbrauch

Der Togg T10X wird mit zwei Batterievarianten angeboten. Die Standard-Range-Version nutzt einen Akku mit 52,4 kWh brutto und erreicht eine kombinierte WLTP-Reichweite von 314 Kilometern. In der Stadt sind laut WLTP bis zu 487 Kilometer möglich.

Die Long-Range-Varianten greifen auf eine Batterie mit 88,5 kWh brutto zurück. In der heckgetriebenen Ausführung sind damit bis zu 523 Kilometer WLTP-Reichweite möglich, die Allradversion kommt auf 468 Kilometer. Innerorts werden je nach Variante bis zu 748 Kilometer angegeben.

Der kombinierte WLTP-Verbrauch liegt bei den RWD-Modellen bei rund 19,1 kWh pro 100 Kilometer, die AWD-Version steigt auf 21,9 kWh. Innerstädtisch bewegen sich die Verbrauchswerte zwischen 12,6 und 15,0 kWh pro 100 Kilometer.

Fahrwerk und Geräuschkomfort im Togg T10X

Auf der Landstraße zeigt der Togg T10X genau das, was seine Sitzanlage schon andeutet: Komfort ist hier kein Zufall, sondern Konzept. Er federt angenehm, bleibt berechenbar und lädt zum entspannten Reisen ein. Ja, es gibt Wank und Nickbewegungen, gerade wenn man die Kurven engagierter fährt. Aber mal ehrlich: Das ist ein 2,2 Tonnen Elektro SUV, kein Hot Hatch.

Vorne setzt der Togg T10X auf eine MacPherson-Achse, hinten kommt eine Mehrlenker-Hinterachse zum Einsatz. Diese Kombination ist klassisch für die Fahrzeugklasse und legt die Basis für eine komfortorientierte Abstimmung. An Vorder- und Hinterachse werden Scheibenbremsen verbaut, vorne mit innenbelüfteten Scheiben.

Überraschend gut ist die Geräuschdämmung. Unsere Messwerte lagen bei rund 56 bis 58 dB bei 50 km/h, etwa 59 bis 60 dB bei 70 km/h und rund 69 bis 70 dB bei 100 km/h. Für ein Auto ohne Doppelverglasung ist das stark, und es zeigt, dass Togg an Dämmung und Abrollkomfort ernsthaft gearbeitet hat.

Assistenzsysteme im Togg T10X

Der Togg T10X bietet eine Menge Assistenz und Kameratechnik, inklusive sehr brauchbarer 360 Grad Darstellung und hilfreicher Frontkamera, die gerade beim Ausparken mit eingeschränkter Sicht ein echtes Sicherheitsplus ist.

Beim Lenkassistenten kommt dann die Realität: Er funktioniert grundsätzlich, aber die Spurzentrierung ist nicht so souverän wie bei den besten Systemen aus dem deutschen Volumen und Premium Lager. Wir mussten häufig aktiv mitführen und teilweise bewusst Lenkwinkel geben, damit er Kurven sauber nimmt. Dazu kommt das Thema Lenkradüberwachung, bei dem kapazitive Erkennung im Alltag angenehmer wäre als das ständige „am Lenkrad ruckeln“.

Togg T10X Infotainment-Check

Wer in den Togg T10X einsteigt, sitzt vor einer ganzen Wand aus Displays. Fahrerdisplay, zentraler Touchscreen, Beifahrerbereich, dazu das breite, durchgehende Layout, das optisch an aktuelle Elektroautos aus China oder Tesla erinnert. Der wichtigste Unterschied, im T10X sind viele Elemente tatsächlich frei verschiebbar.

Widgets wie Navi, Medien, Digital Health, TV Plus oder Kameraansichten lassen sich per Wischgeste von einem Bildschirmbereich in den anderen ziehen. Der Fahrer kann sich also seine bevorzugte Kombi aus Navigation und Energieanzeige zusammenstellen, während der Beifahrer etwa Medien oder Apps nach oben holt. Praktisch ist das vor allem im Stand, an der Ladesäule oder auf dem Parkplatz, wenn man in Ruhe sortieren will. Während der Fahrt sind viele Funktionen aus Sicherheitsgründen gesperrt, auch für den Beifahrer.

Innenraumkamera als Familienfeature

Ein spezielles Detail ist die Kamera im Innenraum. Sie filmt nicht nur den Fahrer, sondern den Fondbereich. Das Bild lässt sich in eines der Displayfelder ziehen. Eltern können so mit einem Blick sehen, was auf der Rückbank passiert, ohne sich verrenken oder ständig in den Spiegel schauen zu müssen.

Eine zusätzliche Kamera im Heckbereich, die die zweite Reihe noch besser abdeckt, wäre das i-Tüpfelchen, aber schon so ist die Lösung deutlich cleverer als die üblichen Spiegeltricks mit Baby-Spiegeln und Zusatzlösungen.

Apps, Streaming und der Tru Store

Togg positioniert sich gerne als Softwarefirma, die ein Auto gebaut hat. Entsprechend wirkt auch das Infotainmentsystem. Im Tru Store finden sich verschiedene Apps, etwa TV Plus für lineares Fernsehen, YouTube für Streaming, Radiodienste über Trumore sowie Nachrichtenangebote wie Bandel.

Im Stand an der Ladesäule lässt sich so bequem Fernsehen oder YouTube schauen, mit Login kann man auf seinen eigenen Verlauf zugreifen. All das läuft über die Datenverbindung des Fahrzeugs. Wie genau die Kostenstruktur später aussieht, ist aktuell noch etwas intransparent, aber vom Funktionsumfang her spielt der T10X klar in der Liga moderner Connected Cars.

Was fehlt, und das ist in einem europäischen Markt ein dicker Punkt, ist Apple CarPlay und Android Auto. Wer sich an die Smartphone-Spiegelung gewöhnt hat, wird sie vermissen. Togg setzt klar darauf, dass man die eigenen Dienste nutzt. Für viele Kunden wird das akzeptabel sein, wer aber seine gewohnten Apps und Navigation aus dem Handy haben möchte, wird das kritisieren.

Das integrierte Navi wirkt ausgereift. Ladestationen lassen sich gezielt suchen, in der Nähe anzeigen und direkt ansteuern. Im Test zeigte das System die Citywatt-Säule mit Infos zu freien Plätzen, Ladeleistung, Öffnungszeiten und Points of Interest in der Umgebung.

Ein Pluspunkt ist die Möglichkeit, Routenplanung und Zieleingabe zwischen Fahrerseite und Beifahrerseite hin und her zu schieben. Der Beifahrer kann ein Ziel vorbereiten, auf seinem Display bearbeiten und es anschließend zum Fahrerdisplay ziehen. Wichtige Hinweise landen trotzdem im Kombiinstrument vor dem Fahrer, was in der Praxis hilft, den Blick auf der Straße zu lassen.

Verbrauchsanzeigen mit Schwächen

Spannend und gleichzeitig etwas unrund ist der Bereich Reichweite und Energie. Der T10X zeigt aktuelle Verbräuche, WLTP Referenzwerte und eine prognostizierte Reichweite. Die Ansicht lässt sich zwischen „aktuelle Fahrt“, „seit letzter Ladung“ und „meine Reise“ umschalten. Die Werte der aktuellen Fahrt passen gut zu den real nachgeladenen Energiemengen.

Die Langzeit- und seit-letzter-Ladung-Anzeigen wirken im Moment allerdings rechnerisch fragwürdig. Hier scheint das System geladene Energiemengen anders zu verrechnen, als man es erwarten würde. Wer präzise rechnen will, verlässt sich besser auf die aktuelle Fahrt und die Werte von der Ladesäule.

Positiv, das System gibt eine WLTP Referenzreichweite an und stellt daneben das eigene Fahrprofil. So sieht man auf einen Blick, wie weit man von der Normverbrauchswelt entfernt ist.

Fahrmodi, Rekuperation und One-Pedal-Fahrgefühl

Über das zentrale Menü und Tasten am Lenkrad lassen sich Fahrmodi und Rekuperation fein justieren. Zur Wahl stehen Eco, Komfort und Sport. Eine Eigenheit fällt sofort auf, im Eco-Modus läuft die Sitzheizung nur auf Stufe eins. Wer volle Heizleistung möchte, muss mindestens in Komfort wechseln. Das ist konsequent gedacht, kann im Alltag aber etwas nerven, wenn man Effizienz und warme Sitze zugleich möchte.

Die Rekuperation ist in vier Stufen einstellbar, inklusive komplett aus für echtes Segeln. Das geht sowohl über das Display als auch über Tasten vorne, was die Bedienung während der Fahrt erleichtert. Dazu kommen Funktionen wie Auto Hold, Einpedal-Fahren bis zum Stillstand, Bergabfahrhilfe und die übliche Stabilitätskontrolle. Für ein Fahrzeug dieser Klasse ist das Paket erstaunlich komplett, inklusive der Möglichkeit, vieles direkt im Fahrerscreen an- und abzuwählen.

Assistenzsysteme im Detail einstellbar

Beim Thema Assistenz wird schnell klar, Togg versucht, möglichst viele Funktionen anzubieten, lässt aber den Nutzern erstaunlich viel Freiheit. Adaptiver Tempomat mit Verkehrszeichenerkennung, automatische Übernahme von Tempolimits, ein intelligenter Modus mit Toleranz in Kilometerschritten, Spurhalteassistent mit Wahl zwischen reiner Warnung oder aktivem Eingriff, Müdigkeits- und Aufmerksamkeitsassistent über eine Kamera im Cockpit, Kollisionsvermeidung vorn und hinten, Totwinkelwarner, Ausstiegsassistent und Querverkehrbremse hinten, die Liste ist lang.

Wichtig, vieles lässt sich in Empfindlichkeit und Verhalten anpassen. Man kann definieren, ob es nur eine Warnung gibt oder zusätzlich ein Bremseingriff erfolgt. Ein rechter Lenkstockhebel erlaubt es, die Assistenten temporär stummzuschalten. Dauerhaft deaktivieren funktioniert, wie bei allen neuen Modellen, nur im Menü und muss nach jedem Neustart erneut angewählt werden. Das ist kein Togg-Spleen, sondern EU-Vorgabe, die sich im Alltag trotzdem wie ein Fremdkörper anfühlt.

Licht, Ambiente und Details mit Praxisnutzen

Über das zentrale Menü lassen sich Scheinwerferniveau, Kurvenlicht, Umfeld- und Begrüßungsbeleuchtung einstellen. Besonders bei LED-Matrix- oder starken LED-Scheinwerfern ist die manuelle Höhenverstellung Gold wert. Im Test waren die Scheinwerfer ab Werk tendenziell etwas zu hoch eingestellt, was bei Gegenverkehr zu Lichthupen führte. Wer sich daran stört, kann im Menü gegensteuern.

Auch die Innenraumbeleuchtung inklusive Ambientefarben, Fußraumlicht und Helligkeit wird hier geregelt. Praktisch für Familien, die Kinder hinten schalten gerne mal das Licht an, im T10X lässt sich das von vorn kontrollieren. Der elektrische Sonnenschutz unter dem Glasdach lässt sich ebenfalls per Touchscreen-Druck schließen oder öffnen. Er dunkelt den Innenraum nicht komplett ab, sondern reduziert vor allem direkte Sonneneinstrahlung. Für Lichtliebhaber ist das angenehm, für Eltern, die Kinder zum Schlafen bringen wollen, manchmal etwas zu hell.

Klima und Vorkonditionierung

Die Klimabedienung ist klassisch über den Screen gelöst. Temperatur, Lüfterstufen, Verteilung, Fahrer-solo-Funktion, Sitzheizung vorn und hinten sowie Vorklimatisierung lassen sich direkt anwählen. Im Alltag zeigte sich, typisch Elektroauto, auf den ersten Kilometern bei kalten Temperaturen ist der Energiebedarf hoch. Werte um 30 Kilowattstunden pro 100 Kilometer in der Warmlaufphase sind keine Ausnahme.

Ein Punkt, der im Test auffiel, die Temperatur trifft nicht immer auf Anhieb genau den Komfortbereich. Es pendelt gern ein wenig zwischen „einen Tick zu kühl“ und „einen Tick zu warm“. Das ist kein Drama, aber hier wäre eine feinere Abstimmung wünschenswert.

Meridian-Soundsystem mit Luft nach unten

Beim Soundsystem setzt Togg auf Meridian. Über einen klassischen Equalizer und zusätzliche Immersions- und Surround-Einstellungen lässt sich der Klang recht gut auf den eigenen Geschmack anpassen. Die Balance kann in den Fond verschoben werden, etwa für ein Kinderhörspiel hinten, während vorn Ruhe ist. Im Test hinterlässt das System einen sehr ordentlichen Eindruck. Lediglich im tiefsten Bassbereich wünscht man sich noch etwas mehr Fundament. Ein zusätzlicher, kräftiger Subwoofer würde hier den Unterschied machen. Für den Fahrzeug- und Preissektor ist das Kritik auf hohem Niveau, aber wer viel Musik hört, merkt den fehlenden Tiefbass.

360 Grad Kamera, Einparkassistent und Fahrzeugfunktionen

Die 360 Grad Kamera des T10X gehört zu den spannenderen Features. Das Fahrzeug lässt sich in der Ansicht quasi transparent schalten, sodass man optisch darunter her schauen kann. Gerade beim Rangieren in engen Parkhäusern oder über Bordsteinkanten ist das enorm hilfreich.

Die Kamera lässt sich frei um das Fahrzeug drehen, es gibt verschiedene Perspektiven, Vogelperspektive vorn und hinten sowie klassische Front- und Heckansicht. Automatisches Einparken ist ebenfalls an Bord, wurde im Test aber nicht konsequent genutzt, weil die 360 Grad Ansicht schon ausreichend Unterstützung liefert.

Über das gleiche Menü lässt sich auch der Kofferraum elektrisch öffnen und schließen. Wichtig, das funktioniert im Stand, nicht während der Fahrt, und die Klappe verfügt über einen Einklemmschutz. Türen werden während der Fahrt verriegelt und lassen sich erst nach Wechsel auf P oder Entriegeln per Touch öffnen, was die Sicherheit für Kinder erhöht, manchmal aber einen zusätzlichen Schritt verlangt.

Weitere Einstellmöglichkeiten betreffen Scheibenwischer mit Regensensor, automatischen Heckwischer, Diebstahlalarm und Reifendruckkontrolle. Letztere arbeitet mit Sensoren im Ventil, zeigt also exakte Werte pro Rad. Langfristig müssen die Sensoren einmal ersetzt werden, weil die Knopfzellen sich nicht laden lassen, im Alltag ist der Mehrwert jedoch deutlich höher als bei rein ABS-basierten Systemen.

Lenkradbedienung mit klassischem Drehrad

Die Bedienlogik endet nicht am Screen. Am Lenkrad sitzen kapazitive Flächen für die linke und rechte Displayhälfte, dazu eine Taste für die Sprachsteuerung. Besonders gelungen ist das mechanische Drehrad rechts, mit dem sich Lautstärke und Titelwechsel steuern lassen.

In einer Welt voller reiner Touchslider und vermeintlicher Innovationen tut so ein echtes Drehrad einfach gut. Man ertastet es, muss nicht hinschauen und weiß sofort, in welche Richtung man drehen muss. Genau diese Mischung aus digitaler und analoger Bedienung macht den T10X im Alltag zugänglicher, als die Bildschirmwand auf den ersten Blick vermuten lässt.

Starkes System mit Softwarebaustellen

Das Infotainmentsystem des Togg T10X ist mutig und eigenständig. Die frei konfigurierbaren Displays, die Innenraumkamera, das App-Ökosystem mit Tru Store, die starke 360 Grad Kamera und die detailreich einstellbaren Assistenzsysteme zeigen, dass hier eine Softwarefirma am Werk war, die ein Auto gebaut hat.

Auf der anderen Seite gibt es typische Erstlingsbaustellen. Der Startprozess dauert eine Spur zu lang, manche Assistenten wirken im Alltag übergriffig, die Logik einzelner Verbrauchsanzeigen überzeugt noch nicht vollständig und das Fehlen von Apple CarPlay sowie Android Auto wird in Europa für Diskussionen sorgen.

Unterm Strich ist das Paket für die Fahrzeugklasse und den aufgerufenen Preis beeindruckend. Gerade wer viel mit Familie unterwegs ist, sich für technische Spielereien begeistern kann und bereit ist, sich einmal in die Menüstruktur einzuarbeiten, bekommt ein Infotainmentsystem, das mehr kann als die meisten Konkurrenten. Der Rest ist eine Frage der Updates, und genau da will Togg ohnehin zeigen, dass der T10X eher Smartphone auf Rädern als klassisches Auto sein soll.

Togg T10X Test Fotos

Verbrauch im Togg T10X: die große Enttäuschung?

Jetzt zum Punkt, der im Alltag richtig Geld und Zeit kostet: Effizienz. Unsere Verbrauchsfahrt bei rund 5 Grad Celsius und auf Winterrädern ist eine harte, aber realistische Momentaufnahme.

Innerorts lagen 15,6 kWh pro 100 km an. Über Land waren es 19,2 kWh pro 100 km. Auf der Autobahn wird es dann deutlich: bei 100 km/h Durchschnitt 20,7 kWh pro 100 km, bei 120 km/h 29 kWh pro 100 km, bei 140 km/h 34,8 kWh pro 100 km und bei 160 km/h 43 kWh pro 100 km. Das sind Werte, die man eher von größeren und weniger aerodynamisch günstigen Fahrzeugen kennt. Und sie kollidieren mit dem Anspruch, auf der Langstrecke ein entspannter Reisebegleiter zu sein. Ja, Temperatur, Reifen, Wind und Streckenprofil spielen rein. Aber der Sprung von 100 auf 120 km/h ist hier so groß, dass man ziemlich sicher sagen kann: Aerodynamik und Antriebswirkungsgrad bei höherem Tempo sind nicht die Königsdisziplin des Togg T10X.

Ladeleistung im Togg T10X: solide, aber nicht mehr State of the Art

Offiziell stehen bis zu 180 kW DC im Datenraum, und idealisiert soll ein Ladehub von 20 auf 80 Prozent in 28 Minuten möglich sein. Bei unserem Test sah es so aus: Peak um 161 kW, am Ende 10 auf 80 Prozent in 32 Minuten. Das ist nicht schlecht. Es ist nur in 2025 und 2026 auch nicht mehr beeindruckend, weil viele Wettbewerber, teilweise sogar in ähnlichen Preisregionen, entweder schneller laden oder vor allem effizienter sind und dadurch weniger nachladen müssen. Dazu kommt: Der Togg T10X basiert auf einer 400 Volt Architektur. Damit wird es grundsätzlich schwer, in die Ladezeiten vorzustoßen, die man heute von modernen 800 Volt Plattformen kennt. Zu dieser Wahrheit gehört aber auch der günstige Preis und beim AC Laden ist die Lage erfreulich: Serienmäßig sind 11 kW vorgesehen, 22 kW gibt es in Deutschland gegen Aufpreis.

Das passt gut zum europäischen Alltag, zumal 22 kW nicht nur Komfort ist, sondern manchmal auch die Rettung, wenn man an AC Säulen wirklich Zeit sparen will. Die Onboard Technik muss robust funktionieren, sonst wird ein Feature zum Frust.

Sicherheit im Togg T10X: Euro NCAP fünf Sterne mit starken Prozentwerten

Beim Thema Sicherheit liefert Togg ab. Euro NCAP weist für den Togg T10X fünf Sterne aus, mit 94 Prozent Insassenschutz für Erwachsene, 85 Prozent für Kinder, 79 Prozent für ungeschützte Verkehrsteilnehmer und 80 Prozent bei den Assistenzsystemen. Das ist eine klare Ansage, gerade für einen Hersteller, der noch nicht Jahrzehnte europäische Crash Historie mitbringt und durch die Evolution des Euro-NCAP-Crashtest im kommenden Jahr, spielen Assistenzsysteme demnächst noch eine größere Rolle.

Preise und Versionen des Togg T10X

Preislich positioniert sich Togg aggressiv. In der offiziellen deutschen Preisliste stehen 34.295 Euro für den V1E mit Standardreichweite, 40.118 Euro für den V1 mit großer Reichweite, 41.200 Euro für den V2 RWD große Reichweite und 49.200 Euro für den V2 4More. Gleichzeitig kommuniziert Togg, dass Bestellungen und Auslieferungen je nach Version zeitlich gestaffelt sind, was man ernst nehmen sollte, wenn man sich für eine bestimmte Variante interessiert.

Bestellt wird über die App! Das kann modern wirken, es kann aber auch Hürden schaffen, wenn Menschen klassische Händlerprozesse bevorzugen.

Und hier liegt der zentrale Punkt: Ein gutes Auto verkauft sich in Deutschland nicht ausschließlich nur über das Datenblatt, sondern über Service, Ersatzteile, Werkstattabdeckung und Kulanzkultur. Genau das muss Togg erst beweisen. Unsere Vorserien-Erfahrung macht zudem klar, dass Software Updates nicht Kür sind, sondern Pflicht, wenn man die vielen kleinen Reibungen aus dem Alltag ziehen will.

Bringen wir es auf den Punkt? Der Togg T10X ist eine Bereicherung

Der Togg T10X ist kein Blender. Er fährt komfortabel, ist innen modern gedacht, bietet eine beeindruckende digitale Spielwiese und wirkt optisch angenehm erwachsen. In Sicherheitsthemen kann er sich sehen lassen. Als erstes türkisches Elektro-SUV in Deutschland ist er damit tatsächlich eine Bereicherung, weil er Vielfalt in einen Markt bringt, der oft zu ähnlich aussieht und wir freuen uns vor allem für die türkische Community, die übrigens schon längst stolz sein dürfen, denn da läuft nicht nur Togg vom Band. Was viele nicht wissen: In der Türkei lassen einige Autohersteller produzieren, aber mit dem Togg kommen nun die ersten türkischen Elektrofahrzeuge.

Aber man muss genauso klar sagen: Für Vielfahrer ist die Effizienz ein echtes Problem. Der Autobahnverbrauch liegt in unserer Messung deutlich zu hoch, und die Ladeperformance ist solide, aber nicht konkurrenzbestimmend. Dazu kommt ein Software Eindruck, der noch zu oft nach Beta schmeckt, inklusive Warnlogik, die eher nervt als hilft.

Wenn Togg drei Dinge schnell in den Griff bekommt, dann kann aus dem „spannenden Erstling“ ein richtig starkes Angebot werden: erstens Effizienz bei höherem Tempo, zweitens Software Reife inklusive Konnektivität und Bedienlogik, drittens ein belastbares Service und Händlernetz.

Bis dahin ist der Togg T10X vor allem eins: ein interessantes Elektroauto für Menschen, die Lust auf etwas Neues haben und bereit sind, bei einem jungen Hersteller auch mal Ecken und Kanten auszuhalten.

Aber was sagt die einfach elektrisch Community zum Togg T10X?

Wir haben unter unseren Videos die Kommentare einmal analysiert und wer sich durch die Kommentare unter unserem Video zum Togg T10X scrollt, merkt schnell: Hier geht es nur zum Teil um ein Elektroauto.

Der Togg T10X triggert – schon fast so wie Fahrzeuge von Tesla – Emotionen, Debatten, Projektionen und manchmal leider auch Grenzüberschreitungen. Genau deshalb lohnt sich ein genauer Blick auf das, was die Community bewegt und was zwischen den Zeilen mitschwingt.

Zwischen Technikdiskussion und politischer Aufladung

Ein Teil der Kommentare verlässt sehr früh die sachliche Ebene. Der Togg T10X wird von einigen nicht als Fahrzeug betrachtet, sondern als politisches Symbol. Namen, Nationalstolz und persönliche Weltbilder vermischen sich mit einem Autotest, der eigentlich ganz nüchtern Stärken und Schwächen beleuchten wollte. Daraus entstehen Provokationen, Gegenangriffe und leider auch Beleidigungen, die mit Elektromobilität oder Fahrleistungen nichts mehr zu tun haben.

Auffällig ist dabei: Diese Eskalationen kommen nicht aus der Technikfraktion, sondern aus einem politischen Deutungsrahmen, den das Auto bei manchen automatisch auslöst. Der Togg wird nicht gefahren, er wird bewertet als Statement. Dass ein Fahrzeug solche Reaktionen hervorruft, ist ungewöhnlich, aber real und für die Einordnung des Marktstarts nicht irrelevant. Fast genauso emotional wie die politische Ebene wird über Verkaufs und Zulassungszahlen gestritten.

Ein Teil der Community beruft sich strikt auf die offiziellen Zulassungszahlen des Kraftfahrt Bundesamts und kommt zu dem Schluss, dass der Togg in Deutschland bislang kaum stattfindet. Andere verweisen auf Aussagen von Togg selbst oder auf journalistische Quellen und sprechen von deutlich höheren Verkaufszahlen, die sich nur noch nicht in Zulassungen widerspiegeln. Dazwischen melden sich erste Käufer zu Wort, die erklären, dass ihre Fahrzeuge zwar bestellt und ausgeliefert, aber noch nicht zugelassen sind.

Genau hier zeigt sich ein klassisches Problem junger Marken: Vertrauen entsteht erst dann, wenn Zahlen transparent, nachvollziehbar und langfristig sichtbar werden. Solange das nicht der Fall ist, bleibt Raum für Spekulation und Misstrauen.

Sachliche Kritik geht fast unter, ist aber vorhanden

Trotz aller Lautstärke gibt es sie, die fundierten Kommentare. Nutzer greifen Punkte aus dem Test auf und ordnen sie ein. Das fehlende Apple CarPlay und Android Auto wird mehrfach als echtes Ausschlusskriterium genannt. Die Position des unteren Displays empfinden einige als zu tief und damit ablenkend. Andere kritisieren die Zuladung, den fehlenden Frunk oder das bekannte Gebimmel der Assistenzsysteme.

Interessant ist, dass es auch konstruktive Ergänzungen gibt. Hinweise, wie sich Assistenzsysteme deaktivieren oder in ihrer Sensibilität anpassen lassen, zeigen, dass sich einige Nutzer intensiv mit dem Fahrzeug beschäftigen und nicht nur aus der Distanz urteilen und es soll auch Updates für den Togg T10F geben, die man scheinbar auch für den T10X erwartet.

Preis, Ausstattung und Sicherheit als Gegenargumente

Auf der anderen Seite steht eine Gruppe, die den Togg T10X sehr klar über den Preis definiert. Immer wieder wird betont, wie viel Serienausstattung man für vergleichsweise wenig Geld bekommt. 22 kW AC Lader, umfangreiche Technik, Dachrollo, Assistenzpakete. Dazu kommt ein Punkt, den viele deutsche Tester tatsächlich selten prominent spielen: die sehr guten Euro NCAP Ergebnisse. Für diese User ist der Togg T10X kein politisches Symbol, sondern ein rationales Angebot. Ein Auto, das in Sachen Sicherheit, Ausstattung und Preis eine Lücke besetzt, die etablierte Hersteller oft offenlassen oder teuer bepreisen.

Lob für die Einordnung und den Ton

Unabhängig davon, wie man zum Auto steht, zieht sich ein roter Faden durch viele Kommentare: Unsere Videos selbst werden als ausführlich, ehrlich und fair wahrgenommen. Auch Nutzer, die den Togg T10X für sich ausschließen, loben die sachliche Herangehensweise und die Transparenz bei Kritikpunkten. Gerade in einem emotional aufgeladenen Umfeld wird es positiv aufgenommen, wenn nicht polarisiert, sondern eingeordnet wird.

Das zeigt auch, dass es weiterhin einen großen Bedarf an ruhiger, unabhängiger, fundierter Berichterstattung gibt, selbst wenn der Kommentarbereich manchmal anderes vermuten lässt.

Der Blick in die Kommentare macht eines sehr deutlich: Der Togg T10X startet in Deutschland nicht als normales Elektro SUV. Er startet als Projektionsfläche. Für die einen ist er Hoffnung, für andere Provokation, für wieder andere schlicht ein weiteres Auto in einem ohnehin vollen Markt.

Technisch wird ihm mehr Potenzial als Ablehnung entgegengebracht. Skepsis richtet sich weniger gegen das Fahrzeug selbst als gegen Effizienz, Software Reife und das noch junge Service Netzwerk. Politische Debatten überlagern diese Punkte, sagen aber letztlich mehr über die Diskussionskultur als über das Auto.

Unterm Strich zeigen die Kommentare genau das, was wir auch im Test festgestellt haben: Der Togg T10X ist ein spannender Einstieg mit klaren Stärken und klaren Baustellen. Ob er sich durchsetzt, entscheiden nicht Kommentarspalten, sondern Alltag, Zulassungszahlen und die Frage, wie schnell Togg aus Feedback echte Verbesserungen macht und wir sind gespannt auf die weitere Entwicklung und sobald wir können wollen wir auch den Togg T10F fahren.

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