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Toyota fertigt Elektrofahrzeuge künftig auch in Europa!

Toyota fertigt Elektroautos künftig auch in Europa!

In Prag haben der tschechische Ministerpräsident Petr Fiala, Industrieminister Lukáš Vlček und Yoshihiro Nakata, Präsident von Toyota Motor Europe, die Produktion eines neuen batterieelektrischen Fahrzeugs im Werk Kolín angekündigt. Es ist das erste BEV, das Toyota in Europa baut, und gilt als Meilenstein für das Unternehmen wie auch für die tschechische Automobilindustrie.

Toyota investiert in Europa

Für die Umrüstung und Erweiterung des Standorts investiert Toyota rund 680 Millionen Euro. Das Werk wächst auf 173.000 Quadratmeter und erhält neue Lackier- und Schweißanlagen sowie eine eigene Batteriefertigung. Die tschechische Regierung unterstützt das Projekt mit weiteren 64 Millionen Euro. Insgesamt sollen 245 neue Arbeitsplätze entstehen.

Fiala betonte die Bedeutung der Investition für die Wettbewerbsfähigkeit des Landes, das stark von der Automobilindustrie abhängt. Vlček sprach von einem entscheidenden Schritt für die Transformation hin zu sauberer Mobilität. Toyota-Chef Nakata unterstrich die enge Partnerschaft mit der tschechischen Regierung und den Beitrag des Projekts zu den europäischen Klimazielen.

Im Werk Kolín laufen bislang der Aygo X und der Yaris Hybrid mit einer Jahreskapazität von rund 220.000 Fahrzeugen vom Band. Mit dem Start der BEV-Produktion baut Toyota seine Multi-Pathway-Strategie in Europa weiter aus und setzt ein klares Signal für den Wandel hin zur Elektromobilität.

Vorteile für Deutschland durch Fertigung in Europa?

Ein zusätzlicher Vorteil für den deutschen Markt liegt in der Nähe der Produktion. Fahrzeuge aus Kolín können deutlich schneller und effizienter nach Deutschland geliefert werden, was Lieferzeiten verkürzt und die Versorgung der Händler stabilisiert. Auch die Abhängigkeit von Übersee-Transporten verringert sich, was nicht nur Kosten spart, sondern auch die CO₂-Bilanz der Logistik verbessert. Zudem profitieren auch hoffentlich deutsche Zulieferer, da ein großer Teil der Komponenten aus der Region stammt und die Wertschöpfungskette enger mit den europäischen Märkten verknüpft wird.

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