Unsere Teilnahme an der diesjährigen ED1000 war erneut ein echtes Highlight für unser Team. Die ED1000, organisiert vom Electric Drive Magazine, fordert heraus, an einem einzigen Tag 1000 Kilometer mit einem Elektroauto zurückzulegen. In diesem Jahr sind wir in der 800-Volt-Klasse angetreten und standen damit vor einer besonders anspruchsvollen Konkurrenz. Mit am Start waren der brandneue Smart #5, den wir bereits aus Portugal als extrem schnellen Lader und agiles Fahrzeug kennengelernt hatten, sowie der Porsche Taycan als Facelift, der als Vorjahressieger aus Zuffenhausen mit enormer Ladeleistung und Performance antrat.
Als Titelverteidiger gegen eine starke Konkurrenz
Wir selbst gingen als Titelverteidiger mit dem BYD Sealion 7 AWD Excellence ins Rennen, einem voll ausgestatteten Elektro-SUV mit Allradantrieb und einer 800-Volt-Architektur, die eine Netto-Akkukapazität von 91,5 kWh bietet. Unser Ziel war klar: Den Vorjahressieg für BYD zu wiederholen und zu zeigen, wie alltagstauglich und langstreckentauglich moderne Elektro-SUVs mittlerweile sind.
Unser ED 1000 BYD Sealion 7 Video:
Der Startschuss fiel an der Motorworld in München bei angenehmen 19 Grad, wobei die Temperaturen im Verlauf des Tages auf bis zu 34 Grad kletterten. Die erste Etappe führte uns zum Flughafen Memmingen, wo wir nach knapp 127 Kilometern unseren ersten Fotostopp einlegten. Trotz eines sportlichen Tempos von rund 130 km/h lag der Verbrauch im BYD Seal U7 anfangs bei 30,4 kWh pro 100 Kilometer, was angesichts der Fahrweise und des Fahrzeuggewichts ein beachtlicher Wert ist.
Weiter ging es über den Fernpass nach Österreich zur Bergisel Schanze in Innsbruck, einem bekannten Etappenziel der Vierschanzentournee. Hier zeigte sich, dass der Verbrauch auf Landstraßen deutlich sinkt, zeitweise auf unter 27 kWh pro 100 Kilometer.
Nach rund 250 Kilometern erreichten wir mit 25 Prozent Restkapazität die Ionity-Ladestation in Nassereith. Die Ladeleistung des BYD Seal U7 war beeindruckend: Der Wagen zog sofort mit bis zu 227 kW Strom, was uns ermöglichte, in nur 15 Minuten 48 kWh und in 23 Minuten 67 kWh nachzuladen. Solche Ladezeiten sind für BYD ein echter Technologiesprung und zeigen, wie schnell und komfortabel Elektromobilität mittlerweile sein kann. Nach dem Ladestopp ging es zurück nach München, wo wir nach rund 486 Kilometern und 29 Prozent Restakku zum Mittagessen eintrafen.
Fast 1.000 Kilometer an nur einem Tag? Das funktioniert tadellos!
Die zweite Schleife starteten wir nach einem Fahrerwechsel und führte uns zunächst nach Parsdorf, wo wir an einer Ionity-Station mit 23 Ladepunkten erneut von der hohen Ladeleistung profitierten. Im weiteren Verlauf mussten wir einen kreativen Fotostopp an einer sogenannten Fischtreppe einlegen, die wir kurzerhand selbst interpretierten, da der eigentliche Zielpunkt schwer erreichbar war. Danach steuerten wir den Solarkampus der Energie AG in Österreich an und schließlich das Strandhaus am Chiemsee, wo wir bei bestem Wetter und 34 Grad eine kurze Pause einlegten.
Die letzten Kilometer zurück nach München waren geprägt von dichtem Verkehr, was den Verbrauch auf den letzten 50 Kilometern auf sehr effiziente 19,8 kWh pro 100 Kilometer sinken ließ. Insgesamt legten wir an diesem Tag 946,2 Kilometer in knapp 13 Stunden zurück. Trotz der anspruchsvollen Alpenroute, der hohen Temperaturen und des dichten Verkehrs zeigte sich der BYD Sealion 7 AWD Excellence als voll langstreckentauglich, komfortabel und zuverlässig.
Die Sitze boten auch nach vielen Stunden exzellenten Komfort, das Soundsystem sorgte für beste Unterhaltung und die Fahrleistungen überzeugten sowohl auf der Autobahn als auch auf kurvigen Landstraßen. Die Ladeinfrastruktur funktionierte bis auf kleinere Ausfälle reibungslos und die Schnellladefähigkeit des Fahrzeugs ermöglichte kurze Pausen, ohne dass wir wertvolle Zeit verloren.
Im direkten Vergleich mit der Konkurrenz, insbesondere dem Porsche Taycan, der mit noch höheren Ladeleistungen punktete, schlug sich unser BYD dennoch beachtlich. Der Smart #5, der mit einer Ladeleistung von bis zu 400 kW glänzt, war zwar in Sachen Nachladen noch schneller, konnte aber beim Verbrauch und in der Gesamtwertung nicht entscheidend davonziehen. Besonders stolz macht uns, dass wir als Hobbyfahrer gegen erfahrene Profis wie Timo Bernhard, einen der erfolgreichsten Langstreckenrennfahrer Europas, bestehen konnten.
Am Ende des Tages bleibt festzuhalten, dass der BYD Seal U7 AWD Excellence nicht nur durch seine technische Reife, sondern auch durch seinen Komfort und seine Alltagstauglichkeit überzeugt hat und in der reinen Fahrzeit waren wir nicht viel langsamer als der Porsche Taycan – wie gesagt pilotiert durch einen Rennfahrer.
Unsere Meinung zur diesjährigen ED 1000 Veranstaltung?
Die ED 1000 war erneut ein großartiges Erlebnis, das gezeigt hat, wie weit die Elektromobilität in Sachen Reichweite, Ladegeschwindigkeit und Fahrspaß gekommen ist. Wir bedanken uns beim Electric Drive Magazine und allen Helfern für die perfekte Organisation und freuen uns schon jetzt auf die nächste Ausgabe dieser einzigartigen Challenge.




















