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2026 BMW i3 Neue Klasse: Der elektrische 3er läutet eine neue Ära ein

2026 BMW i3 Neue Klasse

Mit dem neuen BMW i3 beginnt für die Münchner ein neues Kapitel. Und gleichzeitig fühlt sich vieles vertraut an. Denn obwohl hier erstmals ein vollelektrischer 3er auf die Straße rollt, ist sofort klar, woher dieses Auto kommt. Genau diese Mischung macht den i3 so spannend. Klassische BMW-DNA trifft auf eine komplett neu gedachte Technikbasis.

Als zweites Modell der sogenannten Neuen Klasse steht der i3 für einen technologischen Neustart. Und zwar nicht nur beim Antrieb, sondern auch bei Software, Architektur und Bedienkonzept. BMW nutzt die Gelegenheit, das Auto im Kern neu zu denken.

Typische 3er-Proportionen, modern interpretiert

Optisch bleibt der i3 nah an dem, was man von einem 3er erwartet. Lange Motorhaube, kurze Überhänge und eine sportliche Linienführung. Gleichzeitig bringt BMW eine neue Designsprache ins Spiel.

Auffällig ist das sogenannte 2,5-Box-Design, kombiniert mit einer neu interpretierten Front. Die klassische Niere verschmilzt optisch mit den Scheinwerfern zu einer durchgehenden Lichtsignatur. Das wirkt moderner, ohne die Herkunft zu verleugnen.

Mit 4,76 Metern Länge, 1,87 Metern Breite und 1,48 Metern Höhe ordnet sich der i3 klar im bekannten Segment ein. Der Radstand von 2,90 Metern deutet bereits an, wo die Reise hingeht: mehr Platz im Innenraum, vor allem in der zweiten Reihe.

Vorne gibt es zusätzlich einen Frunk mit 31 Litern Volumen. Zum Kofferraum fehlen aktuell noch konkrete Angaben, ebenso zu Themen wie Dach- oder Stützlast.

2026 BMW i3 Fotos Exterieur

Neue Technikplattform mit Fokus auf Fahrdynamik

BMW bleibt sich treu und stellt das Fahrerlebnis in den Mittelpunkt. Herzstück ist das sogenannte „Heart of Joy“. Dahinter steckt eine zentrale Steuerungseinheit, die Antrieb, Bremsen und Rekuperation koordiniert und deutlich schneller arbeitet als bisherige Systeme.

Das Ziel ist klar: ein präziseres, direkteres Fahrgefühl. Unterstützt wird das durch den tiefen Schwerpunkt der Batterie und eine komplett neu entwickelte Fahrwerksarchitektur.

Auch beim assistierten Fahren bleibt BMW seiner Linie treu. Statt maximaler Automatisierung setzt man bewusst auf die aktive Rolle des Fahrers. Assistenzsysteme unterstützen, übernehmen aber nicht vollständig.

eDrive der sechsten Generation: 800 Volt und neue Zellchemie

Technisch wird es beim i3 besonders spannend. BMW setzt erstmals auf die sechste Generation der eDrive-Technologie. Dazu gehören eine 800-Volt-Architektur und neue Rundzellen. Im Topmodell i3 50 xDrive arbeiten zwei Elektromotoren zusammen. Einer an der Vorderachse, einer an der Hinterachse. Die Systemleistung liegt bei 345 kW beziehungsweise 469 PS, das maximale Drehmoment bei 645 Nm.

Interessant ist die Kombination der Motoren. Hinten kommt eine stromerregte Synchronmaschine zum Einsatz, vorne ein Asynchronmotor. Diese Mischung verspricht hohe Effizienz bei gleichzeitig starker Performance.

Bis zu 900 Kilometer Reichweite und 400 kW Ladeleistung

BMW setzt beim i3 klar auf Langstreckentauglichkeit. Die angepeilte Reichweite liegt bei bis zu 900 Kilometern nach WLTP. Auch wenn das noch vorläufige Werte sind, zeigt sich hier der Anspruch, ganz vorne mitzuspielen.

Noch beeindruckender wird es beim Laden. Bis zu 400 kW DC-Ladeleistung sollen möglich sein. Damit lassen sich unter optimalen Bedingungen rund 400 Kilometer Reichweite in etwa zehn Minuten nachladen.

Auch beim AC-Laden geht BMW einen Schritt weiter und bietet bis zu 22 kW. Dazu kommt bidirektionales Laden. Der i3 kann also Strom nicht nur aufnehmen, sondern auch wieder abgeben. Ob für das eigene Haus oder perspektivisch ins Stromnetz.

BMW i3 Neue Klasse Interieur

Neues Bedienkonzept mit Panoramic iDrive

Im Innenraum setzt BMW auf ein komplett neues Bedienkonzept. Das Panoramic iDrive projiziert Informationen über die gesamte Breite der Windschutzscheibe. Ergänzt wird das durch ein großes Zentraldisplay und ein Head-Up-Display. Im Hintergrund arbeitet eine neue Softwarearchitektur mit sogenannten Superbrains. Vier Hochleistungsrechner steuern zentrale Funktionen wie Fahrdynamik, Infotainment und Assistenzsysteme. Over-the-Air-Updates sorgen dafür, dass das Fahrzeug auch nach dem Kauf weiterentwickelt werden kann.

Produktionsstart 2026 und klare Richtung für BMW

Der neue BMW i3 wird im Werk München produziert, das aktuell umfassend modernisiert wird. Der Produktionsstart ist für August 2026 geplant, die ersten Auslieferungen sollen im Herbst folgen. Ein Jahr später soll das Werk vollständig auf vollelektrische Modelle der Neuen Klasse umgestellt werden.

Preise nennt BMW aktuell noch nicht. Klar ist aber schon jetzt, wohin die Reise geht. Der i3 ist kein klassisches Update, sondern ein echter Neustart. Hohe Reichweite, extrem schnelle Ladeleistung und ein klar fahrerorientiertes Konzept treffen hier erstmals so konsequent zusammen.

Unterm Strich wirkt der neue BMW i3 wie das, was BMW lange angekündigt hat: der Beginn einer neuen Ära. Und genau deshalb gehört er schon jetzt zu den spannendsten Elektroautos im Premium-Segment.

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