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2026 XPENG X9 Test – Setzt er neue Maßstäbe?

XPENG X9 Test

Der XPENG X9 Test zeigt uns ein Fahrzeug, das in Europa in eine ziemlich spannende Lücke fährt. Es geht nicht um den nächsten Elektro-SUV, nicht um eine Limousine mit viel Leistung und auch nicht um ein weiteres Lifestyle-Modell.

Der XPENG X9 ist ein großer, vollelektrischer Van mit sieben Sitzplätzen, sehr viel Komfort, extrem kurzer Ladezeit und einer Ausstattung, die eher an eine rollende Business-Lounge erinnert als an einen klassischen Familien-Van.

Wir haben den XPENG X9 in Valencia erlebt und schon nach den ersten Metern wurde klar: Dieses Auto will nicht einfach nur praktisch sein. Es will zeigen, dass ein Elektro-Van gleichzeitig effizient, luxuriös, technisch stark und langstreckentauglich sein kann. Genau das macht ihn interessant. Für große Familien, für Shuttle-Dienste, für Gewerbetreibende, für Vielfahrer und für alle, die elektrisch reisen möchten, ohne beim Platzangebot Kompromisse zu machen.

Wichtig ist allerdings: Viele technische Daten stehen zum aktuellen Zeitpunkt noch vorbehaltlich der abschließenden Homologation. Das betrifft vor allem Verbrauchswerte, Reichweiten, Ladezeiten und einzelne technische Detailangaben. Wir ordnen die Werte deshalb entsprechend vorsichtig ein.

Was ist der XPENG X9?

Der XPENG X9 ist ein vollelektrischer Siebensitzer im großen Van-Format. Er nutzt eine 2-2-3-Sitzkonfiguration. Das bedeutet: vorne zwei Plätze, in der zweiten Reihe zwei Einzelsitze und in der dritten Reihe drei Sitzplätze. Damit ist der X9 nicht nur ein Auto für den Alltag, sondern ein Fahrzeug für lange Strecken, mehrere Personen und viel Gepäck.

Schon beim ersten Blick wird deutlich, dass XPENG den X9 nicht als nüchternen Transporter versteht. Die Karosserie ist aerodynamisch geglättet, die Front erinnert fast an einen modernen Hochgeschwindigkeitszug und der Innenraum setzt auf Nappaleder, große Displays, elektrische Komfortsitze, Fond-Entertainment, Akustikglas, Luftfederung und ein sehr umfangreiches Assistenzpaket.

Wir sprechen also nicht über einen einfachen Elektro-Van, sondern über ein Fahrzeug, das klassische Van-Tugenden mit Oberklasse-Komfort verbinden möchte.

Wie groß ist der XPENG X9?

Der XPENG X9 ist ein großes Auto. Die Länge beträgt 5.316 Millimeter, die Breite liegt bei 1.988 Millimetern und die Höhe bei 1.785 Millimetern. Der Radstand misst 3.160 Millimeter.

Diese Abmessungen muss man einordnen. 5,31 Meter Fahrzeuglänge sind im Alltag eine Ansage. In engen Parkhäusern, kleinen Innenstädten oder klassischen deutschen Altstadtstraßen bleibt der X9 ein großes Fahrzeug.

Gleichzeitig nutzt XPENG die Größe sehr konsequent. Der lange Radstand sorgt für viel Platz im Innenraum, die große Karosserie ermöglicht echte sieben Sitzplätze und das Kofferraumvolumen bleibt selbst bei voller Bestuhlung beeindruckend.

Besonders positiv fällt der Wendekreis auf. Im Datenblatt ist dieser Wert noch nicht final ausgewiesen, in unserem Test lag er bei sehr beeindruckenden 10,8 Metern. Für ein Fahrzeug dieser Länge ist das stark. Möglich wird das durch die aktive Hinterradlenkung.

Was bringt die Allradlenkung im Alltag?

Die aktive Hinterradlenkung ist eines der wichtigsten Systeme im XPENG X9. Bei niedrigen Geschwindigkeiten lenken die Hinterräder leicht entgegen der Vorderräder. Dadurch wird der Wendekreis kleiner und das große Auto lässt sich in der Stadt deutlich einfacher bewegen.

Bei höheren Geschwindigkeiten können die Hinterräder in die gleiche Richtung wie die Vorderräder lenken. Das stabilisiert Spurwechsel und macht das Fahrzeug auf der Autobahn ruhiger. Gerade bei einem großen Van ist diese Technik sinnvoll, weil sie zwei Dinge verbessert, die normalerweise schwer zusammenzubringen sind: Wendigkeit in der Stadt und Stabilität auf der Langstrecke.

Im Alltag bedeutet das: Der X9 fühlt sich kleiner an, als er ist. Natürlich verschwindet die Fahrzeuglänge nicht, aber Rangieren, Wenden und Einparken werden deutlich entspannter.

Wie sieht der XPENG X9 aus?

Der XPENG X9 wirkt optisch anders als viele klassische Vans. Die Front ist glatt, breit und sehr modern gezeichnet. Die typische XPENG-Lichtsignatur zieht sich flach über die Front. Darunter sitzen moderne LED-Scheinwerfer.

Spannend sind die aktiven Lüftungselemente vorne. Diese können sich öffnen und schließen, je nachdem, wie viel Kühlung das Fahrzeug benötigt. Das gehört zum Thermalmanagement. Thermalmanagement beschreibt die Temperatursteuerung von Batterie, Antrieb, Leistungselektronik und Innenraum. Ein Elektroauto arbeitet am effizientesten, wenn seine Komponenten in einem passenden Temperaturfenster bleiben.

Sind die Lüftungsöffnungen geschlossen, verbessert sich die Aerodynamik. Sind sie geöffnet, kann mehr Luft zur Kühlung genutzt werden. Genau solche Details helfen, den Verbrauch zu senken.

Dazu kommen Air-Curtains. Damit sind Luftführungen gemeint, die den Fahrtwind gezielt um die Vorderräder leiten. Räder erzeugen viele Verwirbelungen. Wenn diese Luft besser geführt wird, sinkt der Luftwiderstand. Für ein großes Auto wie den XPENG X9 ist das besonders wichtig.

Der Luftwiderstandsbeiwert wird mit 0,236 angegeben. Der sogenannte cw-Wert beschreibt, wie windschlüpfig ein Auto ist. Je niedriger der Wert, desto leichter gleitet die Karosserie durch die Luft. Für einen großen Van ist 0,236 ein bemerkenswert guter Wert.

Welche Versionen gibt es?

Der XPENG X9 wird in Deutschland in drei Versionen angeboten.

Die Einstiegsversion startet bei 77.600 Euro. Sie bietet 235 kW Leistung, 450 Newtonmeter Drehmoment, eine Brutto-Batteriekapazität von 94,8 kWh und eine kombinierte WLTP-Reichweite von 535 Kilometern. Der Sprint von 0 auf 100 km/h wird mit 8,2 Sekunden angegeben, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 200 km/h.

Die Long-Range-Version startet bei 81.600 Euro. Auch hier stehen 235 kW und 450 Newtonmeter zur Verfügung. Die Brutto-Batteriekapazität steigt auf 110 kWh. Die kombinierte WLTP-Reichweite wird mit 615 Kilometern angegeben. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h soll 7,75 Sekunden dauern, die Höchstgeschwindigkeit beträgt ebenfalls 200 km/h.

Die Topversion ist der AWD Performance für 86.600 Euro. Sie nutzt zwei Elektromotoren und Allradantrieb. Die Systemleistung liegt bei 370 kW, das entspricht 503 PS. Das Drehmoment wird im Datenblatt mit 640 Newtonmetern angegeben. Der AWD Performance beschleunigt in 5,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht 200 km/h Höchstgeschwindigkeit.

Hat der XPENG X9 Frontantrieb oder Heckantrieb?

Hier müssen wir sauber trennen, weil die Bezeichnungen und Angaben nicht ganz glücklich wirken. Die Varianten heißen im offiziellen Datenblatt RWD Standard Range und RWD Long Range. Würden wir uns nun also ausschließlich auf diese Daten verlassen, wären wir vermutlich verlassen. Aber ihr kennt es: Doppelter Fakten-Check! Nun haben wir aber ein Problem, denn gleichzeitig wird der Antrieb für die 235-kW-Versionen im XPENG Konfigurator mit FWD angegeben. Was machen wir denn nun? Würfeln? Wir haben Steffan einfach unters Auto geschickt und in unserem Test haben wir die Antriebsangabe entsprechend korrigiert und ordnen die beiden 235-kW-Versionen als Frontantriebsmodelle ein. Wo man sich sicher sein kann: Die Topversion ist der AWD Performance mit Allradantrieb.

Noch mal kurz die Erklärungen durchgespielt: FWD bedeutet Front-Wheel-Drive, also Frontantrieb. AWD bedeutet All-Wheel-Drive, also Allradantrieb. Beim Allradmodell arbeitet ein Elektromotor an der Vorderachse und ein weiterer an der Hinterachse. Dadurch entsteht mehr Traktion, mehr Leistung und ein souveränerer Antritt.

Welche Batterien nutzt der XPENG X9?

Der XPENG X9 nutzt je nach Version unterschiedliche Zellchemien. Die Standard-Range-Version besitzt eine LFP-Batterie mit 94,8 kWh brutto. Die Long-Range-Version und der AWD Performance nutzen NCM-Zellen mit 110 kWh brutto. Die Netto-Batteriekapazität ist in den offiziellen Unterlagen noch nicht final bestätigt und wird deshalb nur vorbehaltlich der Homologation eingeordnet.

LFP steht für Lithium-Eisenphosphat. Diese Zellchemie gilt als robust, langlebig und thermisch stabil. Sie kommt häufig bei Einstiegsvarianten oder besonders haltbaren Batteriekonzepten zum Einsatz.

NCM steht für Nickel-Cobalt-Mangan. Diese Zellchemie bietet in der Regel eine höhere Energiedichte. Das bedeutet: Bei ähnlichem Bauraum lässt sich mehr Energie speichern. Für größere Reichweiten und leistungsstärkere Varianten ist das ein Vorteil.

Für den Alltag ist nicht nur die Batteriegröße wichtig, sondern auch die Ladeleistung und der Verbrauch. Genau hier wird der XPENG X9 besonders interessant.

XPENG X9 Test Fotos

Wie schnell lädt der XPENG X9?

Beim Schnellladen setzt der XPENG X9 ein echtes Ausrufezeichen. Die Standard-Range-Version soll mit bis zu 537 kW DC laden können. Die Long-Range-Version und der AWD Performance sollen bis zu 542 kW DC erreichen.

DC bedeutet Gleichstrom. Beim Schnellladen an einer HPC-Ladesäule wird die Batterie direkt mit Gleichstrom geladen. HPC steht für High Power Charging, also besonders leistungsstarkes Laden. Je höher die Ladeleistung, desto schneller kann Energie in den Akku fließen.

XPENG gibt für den X9 eine Ladezeit von 10 auf 80 Prozent in rund 12 Minuten an, ebenfalls vorbehaltlich der Homologation. Von 20 auf 80 Prozent sollen es rund 10 Minuten sein. In unserem Test haben wir die Größenordnung mit rund 13 Minuten eingeordnet. Entscheidend ist dabei: Solche Werte funktionieren nur, wenn die Rahmenbedingungen passen. Die Ladesäule muss diese Leistung bereitstellen können, die Batterie muss passend temperiert sein und der Ladezustand muss im optimalen Bereich liegen.

Trotzdem ist das beeindruckend. Ein großer Siebensitzer mit riesigem Akku und sehr kurzer Ladepause kann auf der Langstrecke einen echten Unterschied machen. Gerade bei einem Van, der viele Menschen transportieren soll, zählt nicht nur die Reichweite. Es zählt auch, wie schnell es nach der Pause weitergeht.

Warum hätten wir uns 22 kW AC-Laden gewünscht?

Beim AC-Laden bleibt der XPENG X9 bei 11 kW. AC bedeutet Wechselstrom. Das ist das Laden an der Wallbox, an vielen öffentlichen Normalladesäulen und häufig auch am Arbeitsplatz.

11 kW sind solide und im Alltag absolut nutzbar. Bei einem Akku mit bis zu 110 kWh brutto dauert eine vollständige Ladung aber entsprechend lange. XPENG gibt je nach Version Ladezeiten von rund 9,5 bis 11 Stunden von 5 auf 100 Prozent an. Genau deshalb hätten wir uns optional 22 kW AC gewünscht. Damit könnte der große Akku an passenden AC-Ladepunkten deutlich schneller geladen werden. Wer den X9 gewerblich nutzt oder zwischen zwei Einsätzen wieder möglichst schnell nachladen möchte, würde davon profitieren.

Das ist kein Ausschlusskriterium, aber ein klarer Kritikpunkt. Bei einem Fahrzeug dieser Preisklasse und Batteriegröße wäre ein 22-kW-Onboard-Lader zumindest als Option sinnvoll.

Wie effizient ist der XPENG X9?

Die offiziellen WLTP-Verbrauchswerte liegen – ihr wisst schon vorbehaltlich der Homologation – zwischen 20,0 und 20,8 kWh auf 100 Kilometer. Für ein Fahrzeug dieser Größe sind das starke Werte. In unserem ersten Fahreindruck rund um Valencia zeigte der XPENG X9 ebenfalls eine erfreuliche Effizienz. Auf kurzen Stadtpassagen sahen wir Werte um 12,9 kWh auf 100 Kilometer. Auf entspannten Überland- und Autobahnabschnitten bewegte sich der Verbrauch in Richtung 16 bis 17 kWh. Bei 120 km/h auf der Autobahn lagen wir grob im Bereich um 20 kWh auf 100 Kilometer.

Diese Werte sind Momentaufnahmen und keine genormte Messung. Sie zeigen aber eine Richtung. Der X9 scheint seine Größe aerodynamisch und antriebstechnisch gut zu kaschieren. Besonders spannend ist die Kombination aus großem Akku, guter Effizienz und extrem hoher Ladeleistung.

Wenn wir mit einem 110-kWh-Akku und rund 20 kWh Verbrauch auf 100 Kilometer rechnen, sind auf der Langstrecke sehr große Etappen möglich. Bei höheren Geschwindigkeiten, voller Beladung, Kälte oder Höhenmetern steigt der Verbrauch natürlich. Aber selbst dann bleibt der X9 durch seine Ladeleistung ein sehr überzeugendes Reiseauto.

XPENG X9 Test Video

Wie viel Platz bietet der Kofferraum?

Der Kofferraum ist eine der großen Stärken des XPENG X9. Bei voller Bestuhlung stehen 721 Liter zur Verfügung. Wird die dritte Sitzreihe umgeklappt, wächst das Ladevolumen auf 2.250 Liter.

721 Liter bei sieben nutzbaren Sitzplätzen sind beeindruckend. Der Ladebereich ist tief, breit und gut nutzbar. Unter dem Boden gibt es weiteren Stauraum, etwa für ein Ladekabel. Hier hätten wir uns allerdings eine etwas bessere Arretierung des Ladebodens gewünscht. Das ist kein großes Problem, fällt aber bei einem sonst sehr hochwertigen Fahrzeug auf.

Praktisch ist die elektrische Verstellung der dritten Sitzreihe. Die Rücksitze lassen sich im Verhältnis 60 zu 40 umklappen. Im Kofferraum gibt es Beleuchtung, einen Taschenhaken und eine 12-Volt-Steckdose mit bis zu 180 Watt. Eine klassische Schuko-Steckdose im Kofferraum hätten wir gut gefunden.

Positiv ist die Luftfederungsfunktion am Heck. Der X9 kann das Heck absenken, um die Ladekante zu reduzieren. Wer schwere Gegenstände einlädt, merkt so ein Detail sofort. Gerade bei einem Familien- und Reiseauto ist das mehr als Spielerei.

Hat der XPENG X9 einen Frunk?

Nein, der XPENG X9 hat keinen Frunk. Frunk steht für Front-Trunk, also einen vorderen Kofferraum unter der Haube. Bei vielen Elektroautos lässt sich dort das Ladekabel verstauen.

Beim X9 sitzt unter der vorderen Haube viel Technik. Der Wischwasser-Einfüllstutzen ist gut erreichbar, aber ein zusätzlicher Stauraum fehlt. Das ist schade. Gerade bei einem großen Elektroauto hätten wir zumindest eine kleine Schale für Ladekabel oder Zubehör erwartet.

Der X9 gleicht das mit seinem riesigen Heckbereich zwar mehr als aus, aber ein Frunk bleibt im Elektroauto-Alltag praktisch. Hier verschenkt XPENG einen kleinen, aber spürbaren Komfortpunkt.

Wie sitzt man vorne im XPENG X9?

Vorne bietet der XPENG X9 sehr viel Komfort. Fahrer- und Beifahrersitz sind elektrisch verstellbar und bieten 12 Einstellmöglichkeiten inklusive 4-Wege-Lendenwirbelstütze. Die Sitze bestehen aus Nappaleder mit Vollnarbenoberfläche, sind beheizt, belüftet und besitzen eine Massagefunktion.

Vollnarbenleder bedeutet, dass die natürliche Lederstruktur weitgehend erhalten bleibt. Das gilt als besonders hochwertig. Die Sitze fühlen sich langstreckentauglich an, bieten eine angenehme Polsterung und eine ausreichend lange Sitzauflage.

Besonders clever ist der Lautsprecher in der Fahrerkopfstütze. Navigationshinweise können so direkt zum Fahrer geleitet werden, ohne alle anderen Insassen zu nerven. Das ist ein kleines Detail, aber genau solche Ideen machen ein gutes Reiseauto besser.

Das Lenkrad ist oben und unten abgeflacht, die Bedienelemente wirken hochwertig und die wichtigsten Fahrinformationen werden übersichtlich dargestellt. Dazu kommt ein sehr großes Head-Up-Display.

Was kann das Head-Up-Display?

Das Head-Up-Display im XPENG X9 gehört zu den Highlights. Es misst 21 Zoll und projiziert wichtige Informationen direkt in das Sichtfeld des Fahrers. Ein Head-Up-Display hilft, den Blick länger auf der Straße zu halten. Geschwindigkeit, Navigation, Assistenzsysteme und Hinweise können direkt vor dem Fahrer eingeblendet werden.

Besonders spannend ist die Darstellung des toten Winkels. Beim Spurwechsel kann das System Informationen über angrenzende Fahrspuren einblenden. Sogar die Rückfahrkamera mit Hilfslinien kann im Head-Up-Display dargestellt werden.
Das ist nicht nur beeindruckend, sondern auch praktisch.

Gerade bei einem großen Fahrzeug erhöht gute visuelle Unterstützung die Sicherheit und das Vertrauen beim Fahren.

Wie gut ist das Infotainment?

Das zentrale Infotainment-Display misst 17,3 Zoll. Im Fond gibt es zusätzlich einen 21,4-Zoll-Entertainment-Bildschirm. Angetrieben wird das System vom 8295-Chipsatz. Das System wirkt schnell, modern und umfangreich. Es bietet Navigation mit Ladeplanung, Favoritenauswahl für Ladeanbieter, DAB, FM-Radio, App Store, Apple CarPlay, Android Auto und die deutsche Sprachsteuerung mit „Hey XPENG“. Außerdem sind Over-the-Air-Updates möglich.

OTA bedeutet, dass Software-Updates online ins Fahrzeug gespielt werden können. Dadurch kann das Auto später neue Funktionen, Verbesserungen oder Fehlerbehebungen erhalten, ohne dass jedes Mal ein Werkstattbesuch nötig ist.

Im Fond wird der X9 zur rollenden Entertainment-Lounge. Streaming, Musik, Webbrowser und ein großer Bildschirm machen lange Fahrten für Passagiere deutlich angenehmer. Gerade bei Kindern, Shuttle-Fahrten oder langen Autobahn-Etappen ist das ein echter Pluspunkt.

Wie komfortabel ist die zweite Reihe?

Die zweite Reihe ist wahrscheinlich das stärkste Argument für den XPENG X9. Hier sitzen zwei Passagiere auf echten Komfortsesseln. XPENG nennt sie Erste-Klasse-Komfortsitze. Sie bestehen aus vollnarbigem Nappaleder, sind 14-fach elektrisch verstellbar und bieten Lendenwirbelstütze, Beinstütze, Sitzheizung, Sitzbelüftung und Massage.

Die Massage arbeitet mit zehn Punkten und sechs Programmen. Dazu kommen Klapptische an den Vordersitzen, Getränkehalter, induktives Laden, Sonnenschutzrollos und Easy-Entry-Funktion. Easy Entry bedeutet, dass der Sitz per Knopfdruck eine Position einnimmt, die das Ein- und Aussteigen erleichtert.

Die elektrischen Schiebetüren passen perfekt zu diesem Konzept. Sie öffnen und schließen komfortabel und besitzen einen intelligenten Einklemmschutz. Besonders gut finden wir, dass die Scheiben in den Schiebetüren heruntergelassen werden können. Das ist bei Vans nicht selbstverständlich.

Diese zweite Reihe macht den X9 nicht nur für Familien interessant, sondern auch für den gewerblichen Personentransport. Wer Kunden, Gäste oder Mitarbeiter komfortabel befördern möchte, bekommt hier ein sehr starkes Gesamtpaket.

Ist die dritte Reihe wirklich nutzbar?

Ja, die dritte Reihe ist nicht nur eine Notlösung. Wir konnten dort als Erwachsener ordentlich sitzen. Es gibt genügend Kopfraum, akzeptablen Beinraum und eine gute Sitzposition. Die Rückenlehne und die Kopfstützen lassen sich elektrisch stufenlos verstellen.

Die dritte Sitzreihe bietet Sitzheizung, Getränkehalter, USB-C-Anschlüsse, Lüftungsdüsen und eine angenehm ausgekleidete Umgebung. Dazu kommen Lautsprecher des XOPERA-Soundsystems auch im hinteren Bereich.

Das ist wichtig, weil viele Siebensitzer auf dem Papier sieben Plätze bieten, hinten aber nur Kinder oder sehr leidensfähige Erwachsene unterbringen. Der XPENG X9 macht das besser. Hier können tatsächlich sieben Personen komfortabel reisen, solange man die Sitzpositionen fair verteilt. Besonders familienfreundlich sind die ISOFIX-Plätze. Insgesamt gibt es laut Datenblatt vier ISOFIX-Plätze. ISOFIX ist ein genormtes Befestigungssystem für Kindersitze. Der Kindersitz wird dabei direkt mit festen Haltepunkten im Fahrzeug verbunden. Das erleichtert die Montage und erhöht die Sicherheit.

Wie hochwertig wirkt der Innenraum?

Der Innenraum wirkt sehr hochwertig. XPENG setzt auf viel Nappaleder, Mikrofasermaterial, Ambientebeleuchtung, weiche Oberflächen und sauber integrierte Technik. Auch der Dachhimmel wirkt edel. Das Panoramaglasdach bietet laut Datenblatt mehr als 86 Prozent Wärmedämmung und mehr als 99,9 Prozent UV-Schutz, vorbehaltlich der Homologation.
Akustikglas gibt es für Windschutzscheibe, erste Sitzreihe, zweite Sitzreihe und Glasdach. Akustikglas besteht aus mehreren Schichten und einer geräuschdämmenden Folie. Dadurch dringen weniger Abroll-, Wind- und Außengeräusche in den Innenraum.

Nicht alles ist perfekt. In manchen unteren Bereichen gibt es harten Kunststoff. Einzelne Ablagefächer könnten besser mit Filz oder Teppich ausgekleidet sein. Auch das Thema Gurtklappern bleibt ein Detail, bei dem XPENG noch nachschärfen könnte. Das sind keine großen Schwächen, aber bei einem Fahrzeug mit Oberklasse-Anspruch fallen Kleinigkeiten stärker auf.

Wie gut ist das Soundsystem?

Das XOPERA-Audiosystem gehört zu den eindrucksvollsten Komfortdetails. Es arbeitet mit 27 Lautsprechern, 1.552 Watt Verstärkerleistung und einem 7.1.6-Kanal-System.
Ein 7.1.6-System bedeutet vereinfacht gesagt, dass der Klang aus mehreren Richtungen und auch aus der Höhe kommt. Dadurch entsteht ein räumliches Klangbild. In einem großen Van ist das besonders anspruchsvoll, weil der Innenraum sehr groß ist und Schall anders verteilt wird als in einer Limousine.
Im XPENG X9 wirkt das Soundsystem sehr kraftvoll, klar und raumfüllend. Es passt zum Anspruch des Fahrzeugs: Reisen soll hier nicht nur praktisch, sondern angenehm und hochwertig sein.

Wie funktioniert die Klimatisierung?

Der XPENG X9 bietet eine intelligente Temperaturregelung mit fünf Zonen. Das bedeutet, dass verschiedene Bereiche im Innenraum unterschiedlich klimatisiert werden können. Dazu kommen elektrische Luftauslässe, eine zugluftfreie zentrale Klimaanlage, Multimodus-Sweeping, CN95-Klimaanlagenfilter, XfreeBreath-Luftreinigung mit Pollen- und PM2.5-Filter sowie ein Air-Quality-Control-System.

PM2.5 bezeichnet sehr feine Partikel in der Luft. Solche Feinstaubpartikel können tief in die Atemwege gelangen. Ein entsprechender Filter hilft, die Innenraumluft sauberer zu halten.

Bei sehr hohen Temperaturen rund um Valencia funktionierte die Klimatisierung grundsätzlich überzeugend. Was uns weniger überzeugt hat, war die Sitzbelüftung. Sie ist vorhanden, aber sie könnte kräftiger arbeiten. Bei 34 bis 37 Grad Außentemperatur hätten wir uns mehr spürbare Luft durch den Sitz gewünscht.

Wie fährt sich der XPENG X9?

Der XPENG X9 fährt sich deutlich leichter, als es seine Größe vermuten lässt. Die Kombination aus guter Rundumsicht, großen Glasflächen, 360-Grad-Kamera, aktiver Hinterradlenkung und Luftfederung macht den großen Van erstaunlich entspannt.

In der Stadt hilft die Allradlenkung. Auf engen Straßen und beim Rangieren wirkt der X9 handlicher, als man bei 5,31 Meter Länge erwarten würde. Die 360-Grad-Kamera zeigt das Fahrzeug aus der Vogelperspektive und hilft beim Einparken. Zusätzlich gibt es Ansichten für die Front, die Räder und die Umgebung. Das transparente Chassis hilft dabei, Hindernisse im Nahbereich besser einzuschätzen.
Auf der Straße überzeugt vor allem der Komfort. Die Luftfederung filtert Bodenwellen sehr angenehm heraus. Der lange Radstand sorgt zusätzlich für Ruhe. Der X9 ist kein sportlicher Van, sondern ein sehr komfortables Reiseauto.

Was leistet die Luftfederung?

Der XPENG X9 nutzt eine intelligente Zweikammer-Luftfederung mit AI Chassis. Eine Luftfederung ersetzt klassische Stahlfedern durch Luftbälge. Dadurch kann das Fahrzeug komfortabel federn und seine Höhe verändern.

Der X9 kann um bis zu 40 Millimeter angehoben und um bis zu 30 Millimeter abgesenkt werden. Das ist beim Beladen, auf schlechten Wegen oder auf der Autobahn sinnvoll. Beim Beladen kann das Heck abgesenkt werden, um schwere Gegenstände leichter in den Kofferraum zu heben. Auf der Autobahn kann eine niedrigere Fahrzeughöhe die Aerodynamik verbessern.

Die Abstimmung ist klar auf Komfort ausgelegt. Das passt sehr gut zum Charakter des X9. Bei schnellen Richtungswechseln und stärkeren Bremsmanövern dürfte die Karosserie für unseren Geschmack aber etwas kontrollierter sein. Wank- und Nickbewegungen sind nicht dramatisch, aber spürbar. Wanken beschreibt die seitliche Karosseriebewegung in Kurven. Nicken beschreibt die Bewegung nach vorne und hinten beim Bremsen oder Beschleunigen.

Für einen Van ist das alles absolut im Rahmen. Wer aber Oberklasse-Technik erwartet, darf auch einen sehr hohen Maßstab anlegen.

Wie leise ist der XPENG X9?

Der XPENG X9 ist sehr leise. Wir haben bei niedrigen und mittleren Geschwindigkeiten sehr gute Geräuschwerte wahrgenommen. Bei 50 km/h bewegten wir uns grob im Bereich von 57 bis 58 Dezibel, bei 70 km/h um 59 bis 60 Dezibel und bei 100 km/h etwa um 61 bis 63 Dezibel.

Solche Werte sind für ein großes Fahrzeug bemerkenswert. Ein Van hat viel Innenraum, große Glasflächen und viele potenzielle Resonanzflächen. Genau deshalb sind Akustikglas und gute Dämmung so wichtig.

Das Ergebnis passt zum Fahrzeugkonzept. Der X9 will nicht hetzen, sondern reisen. Er will Passagiere entspannt und leise ans Ziel bringen. Das gelingt ihm sehr überzeugend.

Wie gut ist XPILOT?

XPILOT ist das Assistenzsystem des XPENG X9. Es gehört für uns zu den stärksten Eindrücken dieses Fahrzeugs. Das System arbeitet mit einem XP5 AI Turing Chip, drei Millimeterwellenradaren, zwölf Ultraschallsensoren, zwölf Kameras und einer hochpräzisen Ortungseinheit im Submeterbereich. Diese Angaben stehen vorbehaltlich der Homologation.

ADAS steht für Advanced Driver Assistance System. Gemeint sind moderne Fahrerassistenzsysteme, die beim Abstandhalten, Lenken, Spurwechseln, Bremsen, Parken und Überwachen der Umgebung helfen. Wichtig bleibt: Das ist kein autonomes Fahren. Der Fahrer bleibt verantwortlich.

Der adaptive Geschwindigkeitsregler hält Abstand und Geschwindigkeit. Der Spurhalteassistent hält den X9 sauber in der Spur. Der aktive Spurwechselassistent arbeitet angenehm und nicht hektisch. Besonders beeindruckend ist die Einbindung ins Head-Up-Display. Totwinkelinformationen, Spurwechselhinweise und Fahrumgebung werden sehr gut visualisiert.

Im Zusammenspiel wirkt XPILOT sehr harmonisch. Gute Assistenzsysteme erkennt man nicht nur daran, dass sie viele Funktionen bieten. Entscheidend ist, ob sie natürlich, vorhersehbar und ruhig arbeiten. Genau hier macht der XPENG X9 einen sehr starken Eindruck.

Wie gut parkt der XPENG X9?

Für ein 5,31 Meter langes Fahrzeug ist das Einparken erstaunlich entspannt. Die 360-Grad-Kamera, die aktive Hinterradlenkung und die automatische Parkfunktion helfen deutlich.

Der erweiterte automatische Parkassistent erkennt Parklücken und übernimmt die Rangierarbeit. Die automatische Ausparkhilfe und der app-gesteuerte Parkassistent erweitern das Paket. Dazu kommt der Assistent für Engstellen, der bei niedriger Geschwindigkeit automatisch die Rundumsicht aktivieren kann, wenn sich das Fahrzeug Hindernissen nähert.

Das ist gerade bei einem großen Van sinnvoll. Je größer das Auto, desto wichtiger sind gute Kamerabilder und präzise Assistenzsysteme. Der X9 zeigt hier, dass Größe im Alltag kein Ausschlusskriterium sein muss, wenn die Technik gut umgesetzt ist.

Welche Sicherheitsausstattung bietet der XPENG X9?

Der XPENG X9 bietet neun Airbags, ein Bosch-IPB-Bremssystem, ESP, elektronische Parkbremse, Auto-Hold, Reifendruckkontrollsystem und Dreipunktgurte in allen Sitzreihen.

ESP steht für Elektronisches Stabilitätsprogramm. Es kann einzelne Räder gezielt abbremsen und die Motorleistung anpassen, wenn das Fahrzeug instabil wird. Auto-Hold hält das Auto im Stand fest, etwa an Ampeln oder Steigungen. Bei den Assistenzsystemen gibt es unter anderem vorausschauende Abstandsüberwachung, Kollisionswarnung, autonome Notbremsung, Verkehrszeichenerkennung, intelligentes Fernlicht, Fahrerzustandsüberwachung, Totwinkel-Erkennung, Türöffnenwarner, Spurverlassenwarner, Notfall-Spurhalteassistent, Querverkehrswarner hinten und Kollisionswarner hinten.

Der Türöffnenwarner ist besonders im Stadtverkehr wichtig. Er kann warnen, wenn sich beim Öffnen der Tür ein Radfahrer, Rollerfahrer oder anderes Fahrzeug nähert.

Was kann der XPENG X9 ziehen?

Für den AWD Performance wurde in unseren Unterlagen eine gebremste Anhängelast von 1,5 Tonnen bei 12 Prozent Steigung genannt. Ungebremst sind 750 Kilogramm möglich. Die Stützlast liegt bei 75 Kilogramm.

Die elektrisch schwenkbare Anhängerkupplung wird im Datenblatt als Option mit 1.260 Euro geführt. Für ein Fahrzeug dieser Art ist eine Anhängerkupplung wichtig. Fahrradträger, kleine Anhänger oder Freizeitnutzung gehören bei großen Familien- und Reiseautos einfach dazu.

Für wen passt der XPENG X9?

Der XPENG X9 passt nicht zu jedem. Er ist groß, teuer und sehr speziell. Wer ein kompaktes Stadtfahrzeug sucht, ist hier falsch. Wer aber viel Platz, elektrische Langstreckentauglichkeit und echten Komfort braucht, bekommt ein ungewöhnlich starkes Gesamtpaket.

Für Familien ist der X9 spannend, weil er echte sieben Plätze, viel Kofferraum und hohen Komfort bietet. Für Shuttle-Dienste ist er interessant, weil die zweite Reihe fast Business-Class-Niveau erreicht. Für Vielfahrer ist er spannend, weil Reichweite, Geräuschniveau und Schnellladeleistung zusammenpassen. Für Technik-Fans liefert er Head-Up-Display, XPILOT, großes Infotainment, Fond-Entertainment und ein modernes Bedienkonzept.

Der Preis startet bei 77.600 Euro und reicht bis 86.600 Euro. Das ist ambitioniert. Gleichzeitig muss man sehen, was der X9 dafür bietet. Ausstattung, Raumangebot, Ladeleistung und Komfort sind in dieser Kombination selten. Entscheidend wird sein, ob XPENG attraktive Leasing- und Finanzierungskonditionen anbieten kann und wie sich das Händler- und Servicenetz weiterentwickelt.

Was gefällt uns besonders gut?

Uns gefällt vor allem die Konsequenz. XPENG baut keinen halbgaren Elektro-Van, sondern ein Fahrzeug mit klarem Anspruch. Der X9 bietet viel Platz, starke Ladeleistung, eine gute Effizienz, sehr leisen Reisekomfort und ein beeindruckendes Assistenzpaket.

Die zweite Reihe ist hervorragend. Die dritte Reihe ist wirklich nutzbar. Der Kofferraum bleibt trotz sieben Sitzplätzen groß. Die Ladeleistung ist herausragend. Das Head-Up-Display ist sehr stark umgesetzt. XPILOT wirkt im Test sehr ausgereift. Die Allradlenkung macht den großen Van alltagstauglicher, als man es bei diesen Abmessungen erwarten würde.

Was gefällt uns weniger?

Der XPENG X9 ist nicht perfekt. Der fehlende Frunk bleibt schade. Bei einem Elektroauto dieser Größe wäre ein vorderes Fach für das Ladekabel praktisch gewesen.

Die AC-Ladeleistung von 11 kW ist solide, aber bei einem großen Akku nicht optimal. Ein optionaler 22-kW-Onboard-Lader wäre sinnvoll gewesen.

Die Sitzbelüftung dürfte kräftiger sein. Gerade bei hohen Temperaturen hätten wir mehr spürbare Kühlung erwartet.

Das Fahrwerk ist sehr komfortabel, aber bei Wank- und Nickbewegungen könnte es etwas straffer kontrolliert sein. Dazu kommen kleinere Detailkritiken bei einzelnen Kunststoffbereichen, Ablagefächern und möglichen Gurtgeräuschen.

Diese Kritikpunkte ändern nichts daran, dass der X9 insgesamt sehr stark ist. Sie zeigen aber, dass XPENG noch Potenzial für Feinschliff hat.

Bringen wir es auf den Punkt?

Dieser Elektro-Van ist eines der spannendsten großen Elektroautos, die aktuell nach Europa kommen. XPENG verbindet sehr viel Raum, echte sieben Sitzplätze, starken Komfort, moderne Technik, gute Effizienz und extrem schnelles Laden zu einem Gesamtpaket, das in dieser Form selten ist.

Vorbehaltlich der Homologation sprechen die (hoffentlich korrekten) Daten eine klare Sprache. Bis zu 615 Kilometer WLTP-Reichweite, bis zu 542 kW DC-Ladeleistung, rund 12 Minuten von 10 auf 80 Prozent, 721 Liter Kofferraum bei voller Bestuhlung und bis zu 2.250 Liter Ladevolumen bei umgeklappter dritter Reihe sind starke Werte.

Noch wichtiger ist aber der Eindruck aus der Praxis. Der X9 fährt sich trotz seiner Größe erstaunlich handlich, ist sehr leise, bietet enorm viel Komfort und macht besonders im Fond einen fast luxuriösen Eindruck. Die zweite Sitzreihe ist ein echtes Highlight, die dritte Reihe mehr als nur eine Notlösung.

Natürlich bleibt der Preis ambitioniert. Natürlich muss XPENG beim Händlernetz, Service und bei attraktiven Finanzierungsangeboten liefern. Und ja, bei AC-Laden, Frunk, Sitzbelüftung und kleinen Innenraumdetails gibt es noch Luft nach oben.

Unterm Strich bleibt aber ein sehr starker Eindruck. Der XPENG X9 ist kein gewöhnlicher Elektro-Van. Er ist ein elektrischer Großraum-Reisewagen mit Oberklasse-Anspruch. Genau deshalb ist er für uns eines der interessantesten Fahrzeuge seiner Art.

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