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2027 Mercedes-AMG CLA 45 – rein elektrisch!

Mercedes-AMG legt den CLA 45 neu auf, und diesmal reden wir nicht über einen hochgezüchteten Vierzylinder, sondern über ein vollelektrisches Performance-Modell mit Zahlen, bei denen man erst einmal kurz prüft, ob nicht versehentlich die Daten eines Supersportwagens in der falschen Pressemappe gelandet sind. 500 kW, also 680 PS Spitzenleistung, 1.759 Newtonmeter Drehmoment, bis zu 330 kW DC-Ladeleistung, 800-Volt-Technik und ein Sprintwert von 0 auf 100 km/h in 3,0 Sekunden. Mit 1-Foot-Rollout nennt Mercedes-AMG sogar 2,7 Sekunden.

Wir waren bei der Präsentation nicht vor Ort, gefahren sind wir den neuen Mercedes-AMG CLA 45 4MATIC+ ebenfalls noch nicht. Das muss man an dieser Stelle sauber trennen. Alles, was jetzt folgt, basiert auf der Pressenews und den technischen Angaben von Mercedes-AMG. Aber ja, wir würden dieses Auto sehr gerne fahren, denn auf dem Papier ist der neue elektrische CLA 45 eines der spannendsten AMG-Modelle der kommenden Zeit.

Was steckt im neuen Mercedes-AMG CLA 45 4MATIC+?

Der neue CLA 45 4MATIC+ kommt direkt in zwei Karosserievarianten, als Limousine und als Shooting Brake. Mercedes-AMG positioniert ihn als kompakten elektrischen Performance-Sportler, wobei kompakt hier relativ ist. Mit 4.742 Millimetern Länge, 1.859 Millimetern Breite und einem Radstand von 2.790 Millimetern ist das kein kleines Auto mehr. Die Limousine ist 1.469 Millimeter hoch, der Shooting Brake 1.471 Millimeter.

Spannend wird es beim Antrieb. Mercedes-AMG verbaut gleich drei Axial-Fluss-Motoren. Zwei sitzen an der Hinterachse, einer an der Vorderachse. Zusammen liefern sie bis zu 500 kW beziehungsweise 680 PS Spitzenleistung. Die Dauerleistung gibt Mercedes-AMG mit 450 kW beziehungsweise 612 PS an. Das maximale Antriebsdrehmoment liegt bei 1.759 Newtonmetern.

Das ist nicht nur ein bisschen mehr als früher, das ist ein kompletter Sprung in eine neue Liga. Der klassische AMG CLA 45 war bislang vor allem für seinen extrem leistungsstarken Vierzylinder bekannt. Nun kommt die nächste Eskalationsstufe elektrisch, aber nicht leise im Sinne von unauffällig. Mercedes-AMG versucht nämlich ganz bewusst, auch Emotion, Klang und mechanisches Gefühl in die elektrische Welt zu übertragen.

Warum sind Axial-Fluss-Motoren so spannend?

Mercedes-AMG setzt beim neuen CLA 45 4MATIC+ auf sogenannte Axial-Fluss-Motoren. Vereinfacht erklärt: Bei klassischen Elektromotoren verläuft der magnetische Fluss radial, also rechtwinklig zur Motorachse. Beim Axial-Fluss-Motor läuft er parallel zur Achse. Dadurch können die Motoren besonders flach bauen und gleichzeitig sehr hohe Leistungsdichten erreichen.

Mercedes-AMG spricht davon, dass der Motor an der Vorderachse nur rund neun Zentimeter breit ist. Die beiden hinteren Motoren messen sogar nur rund acht Zentimeter. Das ist technisch beeindruckend, denn genau diese kompakte Bauweise schafft Platz und ermöglicht gleichzeitig hohe Leistung. Die hintere High Performance Electric Drive Unit beherbergt zwei Axial-Fluss-Motoren, jeweils mit kompaktem Ein-Gang-Planetenradgetriebe. Motoren und Getriebe werden ölgekühlt, dazu kommen wassergekühlte Siliziumkarbid-Inverter.

Siliziumkarbid ist im E-Auto-Bereich inzwischen ein wichtiger Effizienzbaustein. Die Leistungselektronik kann damit höhere Spannungen und Temperaturen verarbeiten, arbeitet effizienter und passt entsprechend gut zu einer 800-Volt-Architektur. Beim CLA 45 4MATIC+ ist das nicht nur Showtechnik, sondern Teil eines sehr konsequent auf Performance ausgelegten Gesamtpakets.

2027 Mercedes-AMG CLA 45 4MATIC+ Fotos

Wie fährt sich der elektrische AMG auf dem Papier?

Der neue Mercedes-AMG CLA 45 4MATIC+ besitzt einen vollvariablen Allradantrieb namens AMG Performance 4MATIC+. Weil die drei Elektromotoren unabhängig voneinander angesteuert werden können, lässt sich das Drehmoment sehr präzise verteilen.

Besonders interessant ist die Hinterachse, denn dort sitzen zwei getrennte Motoren. Dadurch ist echtes Torque Vectoring möglich.

Torque Vectoring bedeutet, dass die Antriebskraft zwischen den Rädern verteilt wird, um das Auto aktiver in die Kurve zu bringen. Beim Verbrenner war so etwas oft mechanisch aufwendig. Beim Elektroauto kann man mit mehreren Motoren noch direkter arbeiten. Das klingt nach einem sehr agilen Setup, aber genau hier muss die Probefahrt zeigen, ob das hohe Gewicht kaschiert werden kann.

Denn leicht ist der neue CLA 45 4MATIC+ nicht. Die Limousine wiegt nach DIN 2.280 Kilogramm, der Shooting Brake 2.295 Kilogramm. Fahrfertig nach EG sind es 2.355 beziehungsweise 2.370 Kilogramm. Das ist viel. Sehr viel. Mercedes-AMG kontert mit Leistung, Allrad, Torque Vectoring, adaptivem Fahrwerk und aktiver Aerodynamik. Ob sich das Auto am Ende wirklich leichtfüßig anfühlt oder eher wie ein extrem schneller Technikbrocken, lässt sich erst nach einer Fahrt seriös beantworten.

Welche Fahrleistungen nennt Mercedes-AMG?

Die offiziellen Daten sind auf jeden Fall beeindruckend. Von 0 auf 100 km/h soll der Mercedes-AMG CLA 45 4MATIC+ in 3,0 Sekunden beschleunigen. Mit 1-Foot-Rollout, also wenn die ersten 30,48 Zentimeter der Messstrecke nicht berücksichtigt werden, nennt Mercedes-AMG 2,7 Sekunden. Das ist wichtig einzuordnen, denn diese Messmethode wird häufig genutzt, lässt den Wert aber etwas spektakulärer wirken.
Die Höchstgeschwindigkeit liegt elektronisch begrenzt bei 250 km/h. Mit AMG DYNAMIC PLUS Paket sind 270 km/h möglich.

Damit bleibt Mercedes-AMG nicht bei der typischen Elektroauto-Limitierung irgendwo bei 180 oder 200 km/h stehen, sondern liefert auch bei der Endgeschwindigkeit echte AMG-Zahlen.

Wie groß ist die Batterie und wie weit kommt der CLA 45?

Die Energie liefert eine Lithium-Ionen-Batterie mit 94 kWh nutzbarer Kapazität. Mercedes-AMG nennt für die Limousine eine kombinierte WLTP-Reichweite von mehr als 670 Kilometern. Der Shooting Brake kommt auf mehr als 640 Kilometer. Die vorläufigen Verbrauchswerte liegen bei der Limousine zwischen 18,7 und 16,5 kWh auf 100 Kilometer. Beim Shooting Brake sind es 19,6 bis 17,4 kWh auf 100 Kilometer.

Das klingt angesichts der Leistung erst einmal erstaunlich effizient. Allerdings gilt wie immer: WLTP ist WLTP. Gerade bei einem AMG entscheidet am Ende sehr stark der rechte Fuß. Wer 680 PS regelmäßig nutzt, wird keine Reichweitenwunder erleben. Wer das Auto dagegen entspannt fährt, dürfte von der großen Batterie und der offenbar guten Aerodynamik profitieren.

Die Limousine kommt auf einen cW-Wert von 0,23, der Shooting Brake auf 0,26. Die Stirnfläche liegt jeweils bei 2,33 Quadratmetern. Damit sieht man bereits, dass Mercedes-AMG trotz Performance-Auftritt nicht einfach nur Spoiler und breite Räder montiert hat, sondern die Effizienz ernst nimmt.

Wie schnell lädt der Mercedes-AMG CLA 45 4MATIC+?

Beim Laden wird es ebenfalls spannend. Die 800-Volt-Architektur ermöglicht eine DC-Ladeleistung von bis zu 330 kW. Der Ladevorgang von 10 auf 80 Prozent soll 22 Minuten dauern. In zehn Minuten sollen mehr als 270 Kilometer Reichweite nachgeladen werden können.

Das ist auf dem Papier stark, vor allem weil Mercedes-AMG zusätzlich eine serienmäßige Multi-Source-Wärmepumpe erwähnt. Sie nutzt Umgebungsluft sowie Abwärme von Antrieb und Batterie. Außerdem wird die Batterie über das intelligente Thermomanagement vorkonditioniert, wenn ein Schnellladepunkt in der Navigation eingeplant ist. Genau diese Vorkonditionierung ist in der Praxis wichtig, denn hohe Peak-Ladeleistungen bringen wenig, wenn die Batterie am Ladepunkt nicht im passenden Temperaturfenster liegt.

Auch beim AC-Laden liefert Mercedes-AMG erfreulich gute Werte. Der CLA 45 4MATIC+ lädt mit bis zu 22 kW Wechselstrom. Das ist im Alltag ein echter Vorteil, weil viele öffentliche AC-Säulen genau diese Leistung anbieten. Wer regelmäßig innerstädtisch oder am Arbeitsplatz lädt, kann die Batterie damit deutlich schneller füllen als mit den oft üblichen 11 kW.

Was macht die aktive Aerodynamik?

Eine Besonderheit ist die aktive Aerodynamik. Die Limousine erhält einen aktiven Heckspoiler, der Shooting Brake einen aktiven Dachkantenspoiler. Je nach Fahrprogramm und Geschwindigkeit verändern die Spoiler ihre Stellung. In ECO, Comfort und Sport liegt die Schwelle bei 145 km/h. In AMGFORCE S+ und RACE sind die Spoiler direkt aktiv.

Dazu kommen aktive Kühlerlamellen in der Front. Sie können laut Mercedes-AMG bis nahezu 250 km/h geschlossen bleiben, wenn der Kühlbedarf es zulässt. Das senkt den Luftwiderstand und verbessert die Effizienz. Öffnen müssen sie erst, wenn bestimmte Komponenten mehr Kühlluft benötigen.

Das zeigt schön, wie komplex moderne Performance-Elektroautos werden. Früher hieß sportlich oft: mehr Luft rein, größere Öffnungen, aggressiver Look. Heute muss das Auto je nach Situation entscheiden, ob es gerade mehr Kühlung, mehr Abtrieb oder weniger Luftwiderstand braucht.

Wie viel Verbrenner steckt im Elektro-AMG?

Mercedes-AMG weiß natürlich, dass viele Fans nicht nur Leistung kaufen, sondern auch Gefühl. Deshalb bekommt der CLA 45 4MATIC+ das Fahrprogramm AMGFORCE S+. Dort simuliert das Auto ein AMG-typisches Verbrennererlebnis, inklusive Klang eines hochperformanten AMG-Vierzylinders, simulierten Schaltvorgängen und spürbaren Zugkraftunterbrechungen.

Laut Mercedes-AMG diente ein Mercedes-AMG A 45 S als Referenzfahrzeug. Der Klang wurde mit 13 Mikrofonen analysiert, mehr als 1.600 Messungen sollen daraus entstanden sein. Im Auto arbeitet dann ein Echtzeit-Mischsystem mit mehr als 1.600 Audiodateien.

Dazu kommen Sitz-Shaker, die Vibrationen erzeugen. Das Display kann Drehzahlmesser und Ganganzeige darstellen, die Schaltvorgänge lassen sich über Lenkradpaddels simulieren. Das ist technisch aufwendig und emotional sicherlich interessant, aber auch ein Punkt, über den man diskutieren kann.

Puristen werden sagen, dass ein Elektroauto kein Verbrenner sein muss. Andere werden genau diese Inszenierung lieben, weil sie dem Elektro-AMG mehr Theater gibt. Wir finden: Entscheidend ist, ob es sich im Auto glaubwürdig und nicht nach Spielkonsole anfühlt.

Welche Fahrprogramme gibt es?

Der CLA 45 4MATIC+ bietet bis zu sieben Fahrprogramme. Serienmäßig sind Glätte, Comfort, Sport, AMGFORCE S+, ECO und Individual an Bord. Mit dem AMG DYNAMIC PLUS Paket kommt RACE hinzu.

Comfort ist für den Alltag gedacht und arbeitet mit einer effizienten Betriebsstrategie, je nach Situation mit Heck- oder Allradantrieb. Sport legt den Fokus stärker auf Performance und nutzt permanenten Allradantrieb. AMGFORCE S+ bringt die erwähnte Verbrenner-Inszenierung. ECO maximiert die Reichweite, reduziert Leistung, Drehmoment und Höchstgeschwindigkeit und kann die Vorderachse abkoppeln. RACE ist für die Rennstrecke gedacht und schaltet zusätzliche Performance-Funktionen frei.

Dazu gibt es AMG TRACK PACE als digitalen Racing-Coach. Die Software erfasst mehr als 80 fahrzeugspezifische Daten, zehnmal pro Sekunde. Rennstrecken wie der Nürburgring oder Spa-Francorchamps sind bereits hinterlegt, eigene Strecken können aufgezeichnet werden. Für Trackday-Fans ist das ein schönes Detail, für die meisten im Alltag vermutlich eher eine Spielerei. Aber eine sehr AMG-typische.

Wie bremst der elektrische CLA 45?

Mercedes-AMG setzt auf starke Rekuperation. Der CLA 45 4MATIC+ kann laut Hersteller mit bis zu 5 m/s² elektrisch verzögern und sogar bis zum Stillstand rekuperieren. Das bedeutet, dass viele Bremsvorgänge ohne die hydraulische Bremse auskommen können. Selbst im ABS-Regelfall oder bei vereister Fahrbahn soll Rekuperation möglich sein.

Für harte Bremsmanöver und Rennstreckeneinsatz ist natürlich trotzdem eine konventionelle Bremsanlage verbaut. Vorne arbeiten innenbelüftete Bremsscheiben im Format 390 x 36 Millimeter mit 6-Kolben-Festsätteln. Hinten sind es 350 x 22 Millimeter mit 1-Kolben-Faustsätteln. Das klingt standesgemäß, muss aber in der Praxis zeigen, wie gut es mit dem hohen Fahrzeuggewicht harmoniert.

Wie sieht der elektrische AMG aus?

Optisch bleibt Mercedes-AMG seiner Linie treu. Der CLA 45 4MATIC+ bekommt eine AMG-spezifische Front mit Panamericana-Streben, ausgeprägten Luftelementen, Frontsplitter, breiteren Kotflügeln und markanten Schwellern. Serienmäßig fährt er auf 19-Zoll-Rädern, optional gibt es 20-Zoll-Räder. Die Reifendimensionen fallen vorne und hinten unterschiedlich aus: serienmäßig 245/40 ZR19 vorn und 265/40 ZR19 hinten, optional 255/35 ZR20 vorn und 275/35 ZR20 hinten.

Am Heck gibt es eine AMG-Schürze mit Diffusor-Optik und sechs Finnen. Bei der Limousine sitzt der aktive Heckspoiler, beim Shooting Brake der aktive Dachkantenspoiler. Dazu kommen Night-Pakete, Dark-Chrome-Elemente, spezielle Lackierungen und das AMG DYNAMIC PLUS Paket mit optischen Akzenten wie lackierten Bremssätteln.

Im Innenraum setzt Mercedes-AMG auf Sportsitze, AMG Performance-Lenkrad, AMG-spezifische Anzeigen, hochwertige Materialien und serienmäßige Sitz-Shaker vorn. Interessant ist auch, dass Limousine und Shooting Brake als reine Viersitzer ausgelegt sind. Der Fond bekommt also keine klassische dreiteilige Rückbank, sondern eine Mittelarmlehne.

Wie digital ist der neue CLA 45?

Der CLA 45 4MATIC+ nutzt die vierte Generation von MBUX auf Basis des Mercedes-Benz Operating Systems MB.OS. Mercedes-Benz integriert laut Pressetext KI-Funktionen von ChatGPT, Microsoft Bing und Google Gemini. Der MBUX Virtual Assistant soll komplexere Dialoge führen können und wird als Avatar auf dem MBUX Zero Layer dargestellt.

Dazu kommen AMG-spezifische Apps wie AMG PERFORMANCE MENU, AMG SET-UP und AMG TRACK PACE. Im AMG PERFORMANCE MENU werden Energiefluss, Leistungsabgabe der Motoren, Reifendruck, Querbeschleunigung und Batteriestatus visualisiert. AMG SET-UP erlaubt die individuelle Konfiguration verschiedener Fahrzeugfunktionen, darunter Fahrprogramme, Lenkradtasten und Soundcharakteristik.

Wie praktisch ist der CLA 45 4MATIC+?

Die Limousine bietet 390 Liter Kofferraumvolumen nach VDA. Der Shooting Brake kommt auf 450 Liter. Zusätzlich gibt es einen Frunk mit 101 Litern Volumen. Das ist für Ladekabel oder kleinere Taschen praktisch und zeigt, dass Mercedes-AMG den Bauraum unter der Fronthaube sinnvoll nutzt.

Trotzdem bleibt die Frage, wie alltagstauglich der CLA 45 am Ende wirklich ist. Die Reichweite klingt stark, das Laden ebenfalls. Das Gewicht ist hoch, die Leistung gewaltig, die Reifen breit. Das ist kein Effizienzauto im schmalen Sinne, sondern ein elektrischer Performance-AMG, der offenbar versucht, Langstreckentauglichkeit und maximalen Fahrspaß zusammenzubringen.

Was ist unser erster Eindruck?

Auf dem Papier ist der neue Mercedes-AMG CLA 45 4MATIC+ ein technisches Ausrufezeichen. Drei Axial-Fluss-Motoren, 800 Volt, 94 kWh nutzbare Batteriekapazität, bis zu 330 kW Ladeleistung, 22 kW AC, aktive Aerodynamik, vollvariables Torque Vectoring, starke Rekuperation und sehr hohe Fahrleistungen. Das ist nicht einfach ein elektrifizierter CLA mit AMG-Optik, sondern ein sehr ernst gemeinter Elektro-Performance-Ansatz.

Gleichzeitig gibt es Punkte, die wir erst nach einer Fahrt bewerten können. Wie natürlich fühlt sich die simulierte Verbrenner-Emotion an? Wie gut kaschiert das Fahrwerk die mehr als 2,3 Tonnen? Wie stabil bleibt die Leistung bei mehreren schnellen Runden? Wie realistisch sind die Verbrauchswerte im Alltag? Und wie viel AMG-Charakter bleibt übrig, wenn der Klang nicht mehr aus Abgas, Turbolader und mechanischer Belastung entsteht, sondern aus Lautsprechern, Software und Sitz-Shakern?

Unser Bauchgefühl: Der neue CLA 45 4MATIC+ könnte eines dieser Autos werden, über die man diskutiert, bevor man sie fährt, und über die man noch mehr diskutiert, nachdem man ausgestiegen ist. Genau deshalb würden wir ihn gerne selbst testen. Denn die Zahlen sind beeindruckend, aber ein AMG lebt am Ende nicht von Zahlen allein. Er muss sich besonders anfühlen. Und ob Mercedes-AMG dieses besondere Gefühl wirklich überzeugend in die elektrische Welt übersetzt hat, lässt sich nicht aus der Pressemitteilung herausfahren. Dafür braucht es Straße, Kurven, Ladepause und ein bisschen ehrliche Zeit am Lenkrad.

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