Nun müssen wir tatsächlich 2027 Volvo EX40 schreiben, denn der Volvo bekommt sein Facelift und da wurden in der Tat einige Mängel abgestellt. Der Volvo EX40 bekommt mit seiner Modellpflege eine modernisierte Front, neue Rückleuchten und ein deutlich präsenteres Infotainment. Gleichzeitig bleiben viele Eigenschaften erhalten, die seinen praktischen Charakter ausmachen: ein separat abgedeckter Frunk, ein variabler Kofferraumboden, eine Durchladeöffnung und ein Innenraum mit zahlreichen Ablagen. Bei unserer Vorstellung in Göteborg schauen wir deshalb genau hin, welche Veränderungen tatsächlich neu sind und wo Volvo das bestehende Konzept weiterführt. Die technischen Daten reichen vom P5 mit Hinterradantrieb bis zum P8 Performance AWD mit 442 PS. Bis zu 576 Kilometer kombinierte Normreichweite stehen ebenso im Raum wie eine gebremste Anhängelast von maximal 1.800 Kilogramm. Ein Fahrtest ist diese Begegnung allerdings noch nicht. Wir betrachten das Fahrzeug im Stand, prüfen die Platzverhältnisse und probieren die gezeigten Innenraumfunktionen aus. Wie sich das Facelift fährt, wie leise es unterwegs ist und welchen Verbrauch es im Alltag erreicht, muss eine spätere Ausfahrt zeigen.
Was verändert Volvo beim Design des EX40?
Die größte optische Veränderung findet an der Front statt. Die neu gestalteten Scheinwerfer greifen weiterhin das für Volvo typische Tagfahrlichtmotiv von Thors Hammer auf, während die LED-Technik der Hauptscheinwerfer dahinter zurückhaltend eingebunden ist. Zusammen mit der überarbeiteten Haubengestaltung und einer neuen Frontschürze wirkt der EX40 moderner, etwas weicher gezeichnet und insgesamt frischer. Die geschlossene Frontfläche bleibt ein Erkennungsmerkmal der elektrischen Ausführung. Dort befindet sich auch die Radartechnik mit Heizung. Radar erfasst die Umgebung mithilfe ausgesendeter und reflektierter elektromagnetischer Wellen und liefert Informationen für Assistenzfunktionen. Zusätzlich wird ein neues 360-Grad-Kamerasystem angekündigt. Die genaue Lichtverteilung der Scheinwerfer oder das Zusammenspiel der Sensoren können wir bei der statischen Vorstellung noch nicht bewerten. Der sichtbare Effekt der neuen Front ist dagegen unmittelbar nachvollziehbar: Sie verändert den Charakter deutlich, ohne den EX40 unkenntlich zu machen.
An der Seite bleibt vieles vertraut. Türen und Dach behalten nach der Vorstellung ihre bisherige Grundgestaltung. Das gezeigte Fahrzeug kombiniert einen grau-beigen Farbton mit glänzend schwarzen Akzenten, in denen auch die Dachreling optisch zurücktritt. Das Raddesign wirkt bekannt und wird im Rundgang nicht zweifelsfrei als neu identifiziert. Am Heck fallen die neu gestalteten LED-Rückleuchten und das veränderte untere Karosserieteil auf. Der Dachkantenspoiler und der sichtbare Heckwischer bleiben erhalten. Eine unter dem Spoiler versteckte Wischeranordnung hätten wir gestalterisch ansprechender gefunden, ebenso eine unauffälligere Integration der Dachantenne. Das sind allerdings Details innerhalb eines insgesamt gelungenen Auftritts. Die Modellpflege lebt vor allem davon, die vertraute Silhouette durch gezielte Änderungen an Front und Heck zeitgemäßer wirken zu lassen.
Wie groß ist der Volvo EX40 und wie handlich bleibt er?
Der Volvo EX40 ist 4,44 Meter lang, ohne Außenspiegel 1,86 Meter breit und unbeladen 1,65 Meter hoch. Mit eingeklappten Außenspiegeln werden 1,94 Meter Breite genannt, mit ausgeklappten Spiegeln sind wir über der magischen zwei Meter Grenze. Der Radstand beträgt 2,70 Meter und beschreibt den Abstand zwischen Vorder- und Hinterachse. Vor der Vorderachse stehen rund 87 Zentimeter Karosserie über, hinter der Hinterachse sind es 86,8 Zentimeter. Diese sogenannten Überhänge sind beispielsweise beim Rangieren oder an steilen Rampen relevant. Der Wendekreis beträgt 11,40 Meter zwischen Bordsteinen und 11,80 Meter zwischen Wänden. Die zweite Angabe berücksichtigt den größeren Platzbedarf der ausschwenkenden Karosserie. Gerade in einer engen Garage ist deshalb nicht allein entscheidend, welchen Kreis die Räder beschreiben, sondern auch, wie weit die Fahrzeugecken nach außen wandern.
Bei der Bodenfreiheit nennt Volvo unbeladen 18,1 Zentimeter und mit einer Person an Bord 17,5 Zentimeter. Hinzu kommen ein vorderer Böschungswinkel von 20 Grad, ein hinterer von 26,4 Grad und ein Rampenwinkel von 16,2 Grad. Die Böschungswinkel beschreiben vereinfacht, wie steil eine Kante vor beziehungsweise hinter den Rädern ansteigen kann, bevor die Karosserie aufsetzt. Der Rampenwinkel bezieht sich auf das Überfahren einer Kuppe zwischen den Achsen. Diese Werte machen den EX40 nicht automatisch zum Geländespezialisten, können aber auch im normalen Alltag Bedeutung haben. Eine stark geneigte Tiefgaragenzufahrt oder ein ausgeprägter Übergang an einer Rampe reicht bereits aus, um Bodenfreiheit und Überhänge relevant werden zu lassen. Wie sich das Fahrzeug in solchen Situationen tatsächlich verhält, hängt zudem von der Beladung ab.
2027 Volvo EX40 Fotos
















Welche Antriebe bietet der Volvo EX40 nach dem Facelift?
Das Angebot umfasst die Varianten P5 Electric, P5 Long Range Electric und P8 Performance AWD Electric. Die beiden P5 besitzen jeweils einen Elektromotor an der Hinterachse und fahren entsprechend mit Hinterradantrieb. Beim P8 kommt ein weiterer Motor an der Vorderachse hinzu. AWD steht für All Wheel Drive und bezeichnet den Allradantrieb. Der P5 erreicht maximal 175 kW beziehungsweise 238 PS und stellt 420 Nm Drehmoment bereit. Drehmoment beschreibt die Drehkraft des Motors. Für diese Variante wird die maximale Leistung bei 4.500 Umdrehungen pro Minute angegeben, das volle Drehmoment von null bis 3.000 Umdrehungen pro Minute zur Verfügung. Für die Beschleunigung von null auf 100 km/h werden 7,3 Sekunden genannt. Damit ist bereits der Einstieg auf dem Papier ordentlich motorisiert, ohne den Leistungsüberschuss der stärksten Variante mitzubringen.
Der P5 Long Range leistet 185 kW beziehungsweise 252 PS und liefert ebenfalls 420 Nm. Trotz der etwas höheren Spitzenleistung bleibt die angegebene Beschleunigungszeit bei 7,3 Sekunden. Sein Schwerpunkt liegt also vor allem auf der größeren Batterie und der höheren Reichweite. Der P8 Performance AWD bietet zusammen 325 kW beziehungsweise 442 PS und 670 Nm. Den Sprint auf 100 km/h soll er in 4,6 Sekunden absolvieren. Das ist ein deutlicher Unterschied zu den beiden Heckantriebsvarianten. Bei der Höchstgeschwindigkeit endet die Gemeinsamkeit aber nicht: Alle drei Versionen sind auf 180 km/h begrenzt. Der Performance beschleunigt somit deutlich kräftiger, besitzt jedoch keine höhere Endgeschwindigkeit.
Warum unterscheiden sich Spitzenleistung und 30-Minuten-Leistung?
Zusätzlich zur maximalen Leistung nennt Volvo eine 30-Minuten-Leistung. Sie beschreibt eine über einen längeren festgelegten Zeitraum ermittelte Leistungsfähigkeit und ist nicht mit dem kurzfristig verfügbaren Spitzenwert gleichzusetzen. Beim P5 beträgt sie 101 kW beziehungsweise rund 137 PS, beim P5 Long Range 128 kW oder rund 174 PS und beim P8 Performance AWD 183 kW beziehungsweise rund 249 PS. Diese Unterscheidung erklärt, weshalb bei einem Elektroauto unterschiedliche Leistungsangaben auftauchen können, ohne sich zu widersprechen. Die beworbenen 442 PS des Performance stehen für die maximale Leistung, während der deutlich niedrigere Dauerwert einen anderen Betriebsbereich beschreibt. Für die Einordnung des Antriebs sollten deshalb Beschleunigung, Spitzenleistung und längerfristige Leistungsfähigkeit jeweils in ihrem Zusammenhang betrachtet werden. Wie sich die einzelnen Varianten bei wiederholter hoher Belastung verhalten, wird in unserer statischen Vorstellung nicht untersucht.
Welche Batterien verwendet der Volvo EX40?
Der P5 erhält eine Batterie mit 70 kWh nominalem Energieinhalt, von denen 67 kWh nutzbar sind. P5 Long Range und P8 Performance besitzen jeweils 82 kWh brutto beziehungsweise 79 kWh netto. Brutto bezeichnet den gesamten angegebenen Energieinhalt, netto den für den regulären Betrieb nutzbaren Bereich. Die Differenz bildet einen Puffer außerhalb des normalen Ladefensters. Kilowattstunden sind eine Energiemenge, während Kilowatt eine Leistung angeben. Eine größere Batterie enthält daher mehr Energie, lädt aber nicht allein wegen ihrer Größe automatisch schneller. Gegenüber dem P5 stehen den beiden größeren Batterievarianten zwölf zusätzliche nutzbare Kilowattstunden zur Verfügung. Alle drei Ausführungen nutzen Lithium-Ionen-Batterien, für die in der Vorstellung eine maximale Betriebsspannung von 400 Volt genannt wird. Eine genauere Zellchemie wird nicht angegeben.
Damit bleibt der EX40 bei der Modellpflege bei einer 400-Volt-Auslegung. Der im Video angesprochene Wunsch nach 800-Volt-Technik wird durch das vorgestellte Fahrzeug nicht erfüllt. Die Spannungsebene allein ist allerdings noch kein vollständiges Urteil über die Ladequalität. Für den praktischen Einsatz zählen vor allem die tatsächlich erreichbare Ladeleistung, deren Verlauf über den Ladevorgang und die daraus entstehende Standzeit. Das Facelift modernisiert sichtbar die Bedien- und Anzeigetechnik, vollzieht aber nicht gleichzeitig einen Wechsel auf eine andere Spannungsebene. Ob das für den vorgesehenen Alltag ein entscheidender Nachteil ist, lässt sich besser anhand der Ladezeiten und des Fahrprofils beurteilen als anhand einer einzelnen Zahl. Einen eigenen Vergleich der Ladekurven haben wir bei dieser Premiere noch nicht durchgeführt.
Wie hoch sind Verbrauch und Reichweite des P5 Electric?
Für den P5 Electric nennt Volvo je nach Konfiguration einen kombinierten WLTP-Verbrauch von 17,2 bis 18,7 kWh pro 100 Kilometer. Die kombinierte Reichweite beträgt 435 bis 477 Kilometer. Im reinen WLTP-Stadtzyklus werden 609 bis 643 Kilometer angegeben. WLTP bezeichnet ein standardisiertes Prüfverfahren, das Verbrauch und Reichweite unter festgelegten Bedingungen ermittelt. Der kombinierte Wert und der Stadtwert beruhen auf unterschiedlichen Fahranteilen und dürfen deshalb nicht beliebig gegeneinander ausgetauscht werden. Die höhere Stadtreichweite bedeutet insbesondere nicht, dass dieselbe Strecke auch bei Autobahntempo erreichbar wäre. Für einen ersten Vergleich innerhalb des Modellangebots ist die Spanne dennoch hilfreich. Sie zeigt, dass auch die kleinere Batterie auf dem Papier deutlich über einen reinen Kurzstreckeneinsatz hinausreicht. Wie viel davon unter konkreten Alltagsbedingungen nutzbar bleibt, können wir erst nach einer Fahrt beurteilen.
Wie viel zusätzliche Reichweite bietet der P5 Long Range?
Der P5 Long Range erreicht laut den genannten Daten 520 bis 576 Kilometer kombinierte WLTP-Reichweite. Sein kombinierter Verbrauch liegt bei 16,6 bis 18,4 kWh pro 100 Kilometer. Für den Stadtzyklus werden 734 bis 804 Kilometer genannt. Damit bietet diese Variante innerhalb der vorgestellten EX40-Auswahl die größte Reichweite. Bemerkenswert ist, dass die angegebene Verbrauchsspanne trotz der größeren Batterie etwas niedriger ausfallen kann als beim P5. Die vorliegenden Informationen erlauben allerdings keine vollständige technische Erklärung dieses Unterschieds oder einen exakten Vergleich aller Ausstattungskombinationen. Wir übernehmen die Zahlen deshalb als Herstellerangaben und nicht als eigene Effizienzmessung. Für die Auswahl ist vor allem die Kombination aus weiterhin einem Motor an der Hinterachse und zwölf zusätzlichen nutzbaren Kilowattstunden interessant. Der Long Range konzentriert sich damit auf größere Reichweitenreserven, während sich die angegebene Beschleunigungszeit gegenüber dem P5 nicht verändert.
Wie wirkt sich der Performance-Antrieb auf die Reichweite aus?
Beim P8 Performance AWD nennt Volvo einen kombinierten Verbrauch von 17,6 bis 19,4 kWh pro 100 Kilometer. Die kombinierte Reichweite beträgt 485 bis 538 Kilometer, im Stadtzyklus sind es 663 bis 718 Kilometer. Er nutzt denselben angegebenen Batterieinhalt wie der P5 Long Range, ergänzt ihn aber um den zweiten Motor und die deutlich höhere Systemleistung. Innerhalb der genannten Spannen liegt seine maximale kombinierte Reichweite damit unter der des Long Range, jedoch über der des P5 mit kleiner Batterie. Der Performance bringt auf dem Papier also mehr Beschleunigung und Allradantrieb, verlangt bei der Reichweite aber einen gewissen Kompromiss gegenüber der ausdauerndsten Version. Wie groß die Unterschiede bei identischer Strecke und Fahrweise ausfallen, ist mit den Normdaten noch nicht geklärt. Für alle drei Varianten gilt: Unsere Vorstellung enthält weder einen Praxisverbrauch noch eine vollständige Reichweitenfahrt.
Wie schnell lädt der 2027 Volvo EX40 an der Schnellladesäule?
Der P5 unterstützt maximal 180 kW Gleichstrom-Ladeleistung. Für P5 Long Range und P8 Performance werden bis zu 205 kW genannt. Gleichstromladen wird mit DC abgekürzt. Dabei stellt die Ladesäule den für die Batterie geeigneten Gleichstrom bereit. Nach den in der Vorstellung genannten Bedingungen soll der P5 an einer 200-kW-Schnellladestation in rund 26 Minuten von zehn auf 80 Prozent Ladezustand kommen. Die beiden Varianten mit großer Batterie benötigen für dasselbe Ladefenster jeweils ungefähr 28 Minuten. Diese Zeitangaben beschreiben also keine vollständige Ladung von leer bis voll. Der Ladezustand wird häufig auch als State of Charge oder kurz SoC bezeichnet. Die maximale Leistung und die Zeit für ein bestimmtes Ladefenster müssen zudem getrennt betrachtet werden. Eine Spitzenleistung wird nicht automatisch während des gesamten Vorgangs gehalten.
Für den Reisealltag liegt die zentrale Aussage deshalb in den angekündigten 26 beziehungsweise 28 Minuten von zehn auf 80 Prozent. Die größere Batterie braucht trotz des höheren Energiebedarfs für dieses Fenster nur etwas länger. Ob die genannten Zeiten unter verschiedenen Bedingungen erreicht werden und wie sich die Leistung über den Ladevorgang entwickelt, bleibt eine Aufgabe für einen späteren Ladetest. Bei der Premiere können wir die Daten einordnen, aber keine reale Ladekurve bestätigen. Gerade die Diskussion über eine ausgebliebene 800-Volt-Umstellung sollte deshalb nicht die vorhandenen Angaben ersetzen. Das aktuelle Konzept lässt sich anhand seiner tatsächlichen Ladezeiten beurteilen, sobald entsprechende Praxisergebnisse vorliegen.
Wie lange dauert das Laden zu Hause?
Alle Varianten besitzen ein Bordladegerät mit 11 kW Leistung. Dieses auch Onboard-Charger genannte Bauteil wandelt Wechselstrom aus dem Netz in Gleichstrom für die Batterie um. Wechselstromladen wird mit AC abgekürzt. An einer passenden dreiphasigen Wallbox werden für den P5 ungefähr sieben Stunden von null auf 100 Prozent angegeben. Bei P5 Long Range und P8 Performance sind es jeweils rund acht Stunden. Dreiphasig bedeutet, dass der Anschluss drei Phasen des Stromnetzes nutzt. Die genannten Zeiten setzen deshalb eine geeignete Installation und die entsprechende verfügbare Leistung voraus. Im Gegensatz zu den Schnellladeangaben beziehen sie sich auf eine vollständige Ladung. Für einen Alltag mit längeren Standzeiten zu Hause ist das eine gut nachvollziehbare Größenordnung. Einen eigenen AC-Ladetest oder eine Messung der Ladeverluste enthält die Vorstellung jedoch nicht, die müssen wir später unbedingt mal nachholen.
2027 Volvo EX40 Video
Wie viel darf der 2027 Volvo EX40 zuladen und ziehen?
Beim zulässigen Gesamtgewicht liegen die drei Varianten bei 2.470 Kilogramm für den P5, 2.520 Kilogramm für den P5 Long Range und 2.650 Kilogramm für den P8 Performance. Als Zuladung werden entsprechend 430, 445 und 480 Kilogramm angegeben. Das ist der verfügbare Spielraum innerhalb der zugrunde gelegten Fahrzeugkonfiguration für zusätzliche Beladung. Umfangreiche Sonderausstattung kann diesen Spielraum verringern. Gerade bei der Nutzung als Familien- und Reiseauto lohnt deshalb ein genauer Blick auf die Werte des konkret ausgestatteten Fahrzeugs. Ein großer Kofferraum bedeutet nicht automatisch, dass jedes denkbare Gepäckstück zusätzlich zur vollen Personenbesetzung noch innerhalb der Gewichtsgrenzen liegt. Die höchste angegebene Zuladung besitzt hier die stärkste Variante.
Für einen gebremsten Anhänger dürfen P5 und P5 Long Range jeweils bis zu 1.500 Kilogramm ziehen, der P8 Performance AWD bis zu 1.800 Kilogramm. Die Angaben gelten bei zwölf Prozent Steigung. Gebremst bedeutet, dass der Anhänger eine eigene Bremsanlage besitzt. Bei ungebremsten Anhängern sind für alle drei Versionen 750 Kilogramm genannt. Die Stützlast beträgt durchgehend 100 Kilogramm und bezeichnet die senkrechte Belastung auf der Anhängerkupplung. Bei einem Fahrradträger auf der Kupplung zählen entsprechend Träger und Fahrräder gemeinsam. Die Dachlast beträgt für alle Varianten 75 Kilogramm einschließlich des Trägersystems. Diese Werte erweitern den praktischen Einsatzbereich deutlich, wobei die Freigaben des jeweiligen Zubehörs zusätzlich zu beachten sind. Die semielektrische Anhängerkupplung wird mit 980 Euro als Extra aufgeführt.
Wie praktisch ist der Frunk des Volvo EX40?
Unter der vorderen Haube bleibt ein eigener Stauraum erhalten. Nach der im technischen Datenblock genannten deutschen VDA-Angabe fasst er 31 Liter. VDA verweist auf ein standardisiertes Verfahren zur Volumenbestimmung. Frunk ist ein aus den englischen Wörtern für vorne und Kofferraum zusammengesetzter Begriff. Im EX40 liegt dieser Stauraum unter einer zusätzlichen Abdeckung, die ihn gegenüber dem übrigen Vorderwagen abschirmt. Die Haube wird von Liftern offen gehalten, eine einfache Stützstange muss deshalb nicht eingesetzt werden. Am gezeigten Fahrzeug mit Hinterradantrieb sehen wir keine Dämmmatte an der Haube. Der Vorderwagen selbst wirkt mit seinen Abdeckungen aufgeräumt, der Einfüllstutzen für das Scheibenwaschwasser bleibt zugänglich.
Der Frunk eignet sich besonders für das Ladekabel, weil es dort auch dann erreichbar ist, wenn der hintere Kofferraum voller Reisegepäck steckt. Bei der Besichtigung entdecken wir außerdem einen darunterliegenden Bereich mit Bordwerkzeug. Die separate Abdeckung ist im Alltag sinnvoll, weil der Inhalt geschützt untergebracht werden kann. 31 Liter machen aus dem Vorderwagen keinen zweiten großen Kofferraum, bieten aber mehr als einen rein symbolischen Stauraum. Für häufig benötigte Ladeutensilien ist die getrennte Unterbringung ein konkreter Vorteil. Gerade diese kleinen funktionalen Details zeigen, weshalb eine Modellpflege nicht zwangsläufig jedes bestehende Bauteil ersetzen muss. Eine bewährte Lösung darf bleiben, wenn sie weiterhin gut funktioniert.
Wie variabel ist der hintere Kofferraum?
Für den hinteren Gepäckraum nennt die im Video herangezogene deutsche Preisliste 410 Liter reguläres Volumen. Mit umgeklappten Rücksitzlehnen und dachhoher Beladung sind es bis zu 1.400 Liter. Am gezeigten Fahrzeug öffnet und schließt die Heckklappe elektrisch. Der Kofferraum ist ordentlich mit Teppich ausgekleidet, besitzt eine Beleuchtung und Haken für Taschen oder andere Gegenstände. Unter dem Ladeboden finden sich zusätzliche Verstaumöglichkeiten, seitliche Fächer ergänzen das Angebot. Der Boden lässt sich so aufstellen, dass eine Unterteilung entsteht und Gepäck nicht ungehindert durch den gesamten Raum rutscht. Alternativ steht eine flache Ladefläche zur Verfügung. Diese Lösung bringt praktischen Nutzen, ohne dass dafür komplizierte Mechanismen nötig wären.
Die Rücksitzlehne ist im Verhältnis 40:60 geteilt und lässt sich auch vollständig umklappen. Beim gezeigten Vorgang klappen die Kopfstützen mit um, was die Handhabung erleichtert. Eine herausnehmbare, stabil wirkende Hutablage mit Stoffbezug schließt den Gepäckraum nach oben ab. Besonders sinnvoll ist die separate Durchladeöffnung hinter der hinteren Mittelarmlehne. Darüber lassen sich Ski oder andere lange Gegenstände transportieren, ohne gleich einen großen Teil der Rückbank umlegen zu müssen. Die Dachlinie begrenzt im hinteren Bereich etwas die mögliche Beladungshöhe. Insgesamt wirkt der Kofferraum dennoch gut nutzbar und ausreichend variabel für unterschiedliche Alltagssituationen. Die Stärke liegt weniger in einer einzelnen spektakulären Zahl als in der Kombination aus Abtrennung, zusätzlichem Stauraum und Durchlademöglichkeit.
Wie hochwertig wirkt der Innenraum des EX40 Facelift?
Bei den Grundformen im Innenraum bleibt der EX40 vertraut. Die vorderen Türverkleidungen besitzen weiche Bereiche und angenehm gepolsterte Armauflagen. Stoffflächen ziehen sich weit nach unten und geben den Türen einen wohnlichen Charakter. Die Innenseiten der Ablagen bleiben allerdings teilweise ohne weiche Auskleidung. Im gezeigten Fahrzeug sind die Bedienung der Sitz-Memory-Funktion, die vier Fensterheberschalter, die Sperre für die hinteren Fenster sowie Spiegelverstellung und Zentralverriegelung gut erreichbar angeordnet. Memory bezeichnet die Möglichkeit, gespeicherte Sitzeinstellungen wieder abzurufen. Der Türöffner und die Dekorelemente passen zum insgesamt hochwertigen Eindruck. Eine automatische Zuziehhilfe für die Seitentüren, häufig Soft-Close genannt, ist nicht vorhanden. Der beim Schließen wahrgenommene satte Klang ist ein erster Eindruck, ersetzt aber keine Bewertung der Verarbeitung über längere Nutzung.
Auch am Armaturenbrett gefallen die weichen Flächen und die Dekorgestaltung. Die neuen Lüftungsauslässe wirken metallisch und lassen sich mit einer angenehm klaren Rückmeldung verstellen. Unterhalb der höherwertigen Sichtflächen kommt strukturierter Hartkunststoff zum Einsatz. Das Handschuhfach ist großzügig und besitzt eine gummierte Einlage. An Einstiegen und Gurtnähe bleiben harte Flächen, bei denen wir auf mögliche Gebrauchsspuren oder Kontaktgeräusche achten würden. Beides ist im Stand noch kein nachgewiesener Mangel. Die im Video erwähnten Holzdekore werden teilweise an einer anderen Antriebsvariante gesehen und deshalb hier nicht als bestätigte EX40-Auswahl übernommen. Gleiches gilt für konkrete Materialbezeichnungen: Der gezeigte Mix besitzt Mikrofaser- und Leder- beziehungsweise Kunstlederoptik, eine bestimmte geschützte Stoffmarke lässt sich daraus nicht ableiten.
Was bringt das neue Infotainment im Volvo EX40?
Die sichtbarste Neuerung im Innenraum ist der zentrale Bildschirm. Er sitzt stärker aufgesetzt vor dem Armaturenträger und wirkt deutlich präsenter als die bisherige Lösung. Die Gestaltung erinnert uns an den bereits gezeigten XC60. Eine konkrete Bildschirmdiagonale nennt die Vorlage nicht. Hinter der veränderten Darstellung stehen nach den Angaben aus der Vorstellung neue Software und schnellere Prozessoren. Wie groß der messbare Geschwindigkeitsgewinn ausfällt, können wir ohne Vergleichstest nicht beziffern. Der erste Eindruck der Oberfläche ist jedoch übersichtlich. Infotainment verbindet Informations- und Unterhaltungsfunktionen, also beispielsweise Navigation, Fahrzeugmenüs, Audio und Apps. Google Maps bleibt mit Routen- und Ladeplanung an Bord. Über den Google Play Store lassen sich geeignete Anwendungen ergänzen. Neu genannt wird außerdem Gemini als KI-unterstützte Sprachsteuerung. Deren Zuverlässigkeit in unterschiedlichen Alltagssituationen haben wir bei der Präsentation nicht umfassend getestet.
Die Bedienoberfläche arbeitet mit Kacheln und klar gegliederten Einstellungsbereichen. Auch Apple CarPlay wird auf dem neuen Bildschirm gezeigt, sodass kompatible iPhone-Anwendungen eingebunden werden können. Im Klimamenü finden sich die entsprechenden Komfortfunktionen einschließlich verfügbarer Sitz- und Lenkradheizung. Positiv bleibt der physische Lautstärkedrehregler. Er erlaubt eine schnelle Anpassung, zusätzlich gibt es eine direkte Möglichkeit zum Wechseln des Musiktitels. Weitere Bedienelemente dienen unter anderem der Heckscheibenheizung, der Frontscheibenbelüftung und dem Warnblinker. Das größere Display übernimmt damit viele Funktionen, ohne sämtliche direkten Zugriffsmöglichkeiten zu verdrängen. Genau diese Mischung empfinden wir im gezeigten Fahrzeug als sinnvoll. Die neue Anzeige verbessert den optischen Eindruck deutlich, während vertraute Handgriffe erhalten bleiben.
Wie funktionieren Fahrerdisplay, Lenkrad und Assistenzbedienung?
Vor dem Fahrer sitzt weiterhin ein eigenständiges digitales Informationsdisplay. Ein Head-up-Display finden wir am vorgestellten Fahrzeug nicht. Ein solches System würde Informationen in das Sichtfeld vor der Windschutzscheibe projizieren. Das Dreispeichenlenkrad wirkt griffig, die Lenksäule lässt sich in Höhe und Abstand verstellen. Links am Lenkrad liegen die Bedienelemente für Assistenzfunktionen, rechts diejenigen für das Infotainment. An der Lenksäule sitzt links der Blinkerhebel einschließlich Fahrlichtsteuerung und rechts der Wischerhebel mit Bedienung des Heckwischers. Diese Anordnung bleibt vertraut und erleichtert die Orientierung. Das ausgestellte Auto läuft allerdings teilweise im Demonstrationsmodus. Nicht jede Funktion lässt sich deshalb genauso erproben wie in einem fahrbereiten Fahrzeug.
Zum Assistenzangebot gehört der im Preisblock genannte Pilot Assist. Seine konkrete Arbeitsweise und Regelqualität werden in dieser Vorstellung nicht gefahren oder geprüft. Das gilt ebenfalls für das neue 360-Grad-Kamerasystem. Es soll das Umfeld aus mehreren Kameraperspektiven darstellen und beim Rangieren unterstützen. Im Stand gelingt es uns nicht, die gewünschte Ansicht über einen schnellen Zugriff aufzurufen. Das ist eine Beobachtung aus der Präsentation und kein belastbares Urteil über die spätere Nutzung beim Einparken. Bildqualität, Ansichten und die Bedienung im tatsächlichen Fahrbetrieb wollen wir bei einer Ausfahrt nachreichen. Aussagen darüber, wie gut der EX40 die Spur hält oder auf vorausfahrende Fahrzeuge reagiert, wären auf Grundlage dieses Rundgangs verfrüht.
Welche Komfortdetails und Ablagen bietet die Mittelkonsole?
Vorne finden sich eine 12-Volt-Steckdose, zwei USB-C-Anschlüsse und eine induktive Ladefläche für ein Smartphone. Induktives Laden bedeutet, dass ein geeignetes Telefon durch Auflegen ohne eingestecktes Kabel geladen werden kann. Eine aktive Kühlung dieser Ladefläche entdecken wir bei der Besichtigung nicht. Eine zweite kabellose Lademöglichkeit hätten wir praktisch gefunden, wenn Fahrer und Beifahrer gleichzeitig ihre Telefone laden möchten. Links und rechts stehen gummierte Ablagen zur Verfügung, außerdem gibt es eine Möglichkeit, ein Smartphone aufzustellen. Zwei Becherhalter ergänzen die Konsole. Rundherum bleibt allerdings glänzender schwarzer Kunststoff vorhanden. Diese Klavierlackoptik empfinden wir als anfällig für sichtbare Fingerabdrücke und Kratzer. Eine matte oder strukturierte Fläche würde aus unserer Sicht besser zum ansonsten funktionalen Charakter passen.
Ein besonders alltagsnahes Detail ist der integrierte kleine Abfallbehälter. Er kann mit einem passenden Beutel genutzt werden und schafft einen Platz für Dinge, die sonst schnell in Türfächern oder Becherhaltern landen. Wird er nicht als Papierkorb gebraucht, lässt sich der Bereich auch als Ablage verwenden. Unter der weich gepolsterten Mittelarmlehne liegt ein großes Fach mit gummiertem Boden. Die Armlehne selbst lässt sich nicht verstellen, passt bei unserer Sitzprobe aber ordentlich zur Sitzposition. Eine zusätzliche offene Ebene unter der Mittelkonsole gibt es nicht. Der Fahrstufenwähler liegt angenehm in der Hand. Die im Rundgang angesprochene beleuchtete Glasoptik einer anderen Volvo-Ausführung gehört dagegen nicht zur gezeigten EX40-Ausstattung. So stehen pfiffige Details neben bekannten Grenzen des bestehenden Innenraumkonzepts.
Wie gefallen Soundsystem und Panorama-Glasschiebedach?
Das optionale Harman-Kardon-Soundsystem probieren wir im Stand mit „Simply Electric“ aus. Uns gefallen die klaren Höhen, der sauber wiedergegebene mittlere Tonbereich und der kräftige Bass. Damit macht die Anlage bereits bei dieser Hörprobe einen überzeugenden Eindruck. Eine solche Bewertung bleibt subjektiv und sagt noch nichts darüber aus, wie der Klang während der Fahrt von Abroll- oder Windgeräuschen beeinflusst wird. Als Komfortoption passt das System aber gut zum hochwertigen Innenraum. Einen konkreten Einzelpreis nennt die Vorlage dafür nicht. Auch beim Audioangebot gilt deshalb, dass der gezeigte Funktionsumfang nicht ohne Weiteres dem Basismodell zugeschrieben werden darf.
Zum vorgestellten Fahrzeug gehört außerdem ein Panorama-Glasschiebedach mit Rollo. Es lässt nicht nur Licht hinein, sondern kann auch geöffnet werden. Das Rollo erlaubt eine Verschattung und ergänzt damit die Nutzbarkeit bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen. Der schwarze Dachhimmel, ein rahmenlos wirkender Innenspiegel und beleuchtete Spiegel in den Sonnenblenden runden den Eindruck ab. Kleine schwedische Flaggendetails stellen einen Bezug zur Marke her, ohne den Innenraum zu dominieren. Welche dieser Merkmale in welcher Ausstattung serienmäßig oder optional enthalten sind, wird in der Vorlage nicht vollständig zugeordnet. Bei unserer Besichtigung zeigen sie vor allem, wie wohnlich sich der EX40 mit entsprechender Ausstattung gestalten lässt.
Wie bequem sitzen Fahrer und Beifahrer im Volvo EX40?
Olli findet mit 1,85 Metern Körpergröße vorne ordentlich Kopf- und Beinfreiheit. Die Sitzposition lässt sich weit nach hinten verlegen, und die Übersicht wirkt bei der statischen Probe angenehm. Die Sitze kombinieren einen mikrofaserartigen Stoff mit seitlichen Flächen in Leder- beziehungsweise Kunstlederoptik. Die Sitzfläche lässt sich verlängern, sodass die Oberschenkel besser unterstützt werden können. Hinzu kommen ausgeprägter Seitenhalt und angenehm geformte Kopfstützen. Beim ersten Probesitzen entsteht dadurch ein komfortabler und zugleich etwas sportlicher Eindruck. Volvo spricht in der Vorstellung außerdem tierfreie Innenraumangebote und recycelte Materialien an. Eine genaue Materialbilanz für die gezeigte Ausführung enthält der Text allerdings nicht. Neben der dunklen Gestaltung wird auch eine beige Alternative angesprochen.
Praktisch sind die Isofix-Befestigungen auf dem Beifahrersitz. Isofix bezeichnet feste Verankerungspunkte für dafür geeignete Kindersitze. Zusammen mit den beiden hinteren äußeren Plätzen ergeben sich im gezeigten EX40 drei entsprechend ausgestattete Sitzpositionen. Ebenfalls positiv fällt die Höhenverstellung der vorderen Sicherheitsgurte auf. Damit lässt sich der Gurtverlauf an unterschiedliche Körpergrößen anpassen. Die vorhandene Einstellung ist im Alltag eine sinnvolle Ergänzung zur Sitzverstellung. Eine Bewertung des Langstreckenkomforts können wir aus der Sitzprobe noch nicht ableiten. Die gute Unterstützung und der vorhandene Verstellbereich schaffen aber eine überzeugende Grundlage für den späteren Fahrtest.
Wie viel Platz bietet der EX40 im Fond?
Der Einstieg in die zweite Reihe gelingt unkompliziert. Für die Sitzprobe steht der Beifahrersitz auf Höhe der B-Säule, also der Karosseriesäule zwischen vorderer und hinterer Tür. Unter dieser Vergleichsbedingung bleibt Olli mit 1,85 Metern ungefähr eine Faustbreite Platz vor den Knien. Auch über dem Kopf ist ausreichend Raum vorhanden. Die Rückbank ist angenehm gepolstert und übernimmt den Materialmix der vorderen Sitze. Im Fußraum bleibt ein deutlicher Mitteltunnel stehen. Welche Bauteile sich darin befinden, lässt sich aus der im Video geäußerten Vermutung nicht sicher ableiten. Für die Nutzung ist vor allem seine Form relevant, weil sie den Fußraum am mittleren Platz beeinflusst. Einen ausführlichen Reisetest mit drei Erwachsenen nebeneinander auf der Rückbank enthält die Vorstellung nicht.
Positiv ist die Ausstattung für die hinteren Passagiere. Eigene Lüftungsauslässe im neuen Design ermöglichen die direkte Verteilung der Luft. Unter einer Abdeckung liegen zwei USB-C-Anschlüsse. Für die äußeren Plätze wird eine optionale Sitzheizung genannt. Eine ausklappbare Mittelarmlehne ist ebenfalls vorhanden, ihre fest integrierten Becherhalter liegen jedoch dort, wo je nach Sitzhaltung der Ellenbogen aufsetzen möchte. Separat ausklappbare Halter wären aus unserer Sicht komfortabler. Hinter der Armlehne befindet sich die bereits erwähnte Durchladeöffnung. Die Türverkleidungen kombinieren weichere Bereiche, Stoff und Hartkunststoff. Das vordere Dekorthema wird hinten nicht vollständig fortgeführt. Große Ablagen, Netze beziehungsweise Taschen an den Vordersitzen und die beiden hinteren Isofix-Plätze ergänzen den Nutzwert. Insgesamt wirkt der Fond geräumig und gut ausgestattet, mit einigen kleineren ergonomischen Ansatzpunkten.
Welche Garantien nennt Volvo für Fahrzeug und Batterie?
Nach den im Video aus der Preisliste wiedergegebenen Angaben beträgt die Fahrzeuggarantie drei Jahre oder 100.000 Kilometer. Für die Hochvoltbatterie gelten acht Jahre oder 160.000 Kilometer. Maßgeblich ist jeweils der zuerst erreichte Grenzwert. Innerhalb des genannten Batterierahmens sichert Volvo mindestens 70 Prozent der ursprünglichen Kapazität zu. Die Hochvoltbatterie ist der große Energiespeicher für den elektrischen Antrieb. Die Kapazitätsgrenze beschreibt, welchen Mindestanteil des ursprünglichen Energieinhalts die Zusage abdeckt. Sie ist keine Vorhersage, dass jede Batterie nach acht Jahren genau diesen Zustand erreicht. Weitere Bedingungen werden in der Vorlage nicht erläutert. Für eine vollständige Beurteilung eines konkreten Garantiefalls reichen die im Rundgang genannten Eckdaten deshalb nicht aus, sie geben aber einen ersten Überblick über Laufzeit, Kilometergrenze und Kapazitätszusage.
Was kostet der Volvo EX40 und wie unterscheiden sich die Ausstattungen?
Der P5 Electric beginnt als Essential bei 47.490 Euro. Für Core werden 50.290 Euro genannt, für Plus 52.990 Euro und für die Black Edition Plus 54.290 Euro. Ultra ist für diesen Antrieb in der wiedergegebenen Übersicht nicht aufgeführt. Beim P5 Long Range ist der Einstiegspreis im Transkript fehlerhaft überliefert und lässt sich deshalb nicht als verlässliche Einzelangabe übernehmen. Eindeutig genannt wird jedoch ein Aufpreis von 2.800 Euro gegenüber dem P5 bei gleicher Ausstattung. Dafür stehen zwölf zusätzliche nutzbare Kilowattstunden und die höhere Reichweite zur Verfügung. Die Black Edition Ultra des Long Range wird mit 60.590 Euro angegeben. Ein Vergleich sollte deshalb immer dieselbe Ausstattung zugrunde legen, statt den günstigsten P5 mit einer deutlich umfangreicher ausgestatteten Long-Range-Version zu vergleichen.
Der P8 Performance AWD beginnt mit der Ausstattung Plus bei 60.590 Euro. Das obere Ende der genannten Preisspanne liegt bei 65.390 Euro. Gegenüber dem Long Range beträgt der Aufpreis für den Performance-Allradantrieb bei gleicher Ausstattung jeweils 4.800 Euro. Das sind zwei unterschiedliche Entscheidungen innerhalb des Angebots: Der Wechsel vom P5 zum Long Range zielt vor allem auf den größeren Energiespeicher, der Wechsel zum P8 auf zusätzliche Leistung und Allradantrieb. Für Core wird Pilot Assist einzeln mit 600 Euro angeboten oder zusammen mit der 360-Grad-Kamera als Paket für 850 Euro. Bei Plus kostet die 360-Grad-Kamera 540 Euro zusätzlich, bei Ultra ist sie enthalten. Hinzu kommt gegebenenfalls die semielektrische Anhängerkupplung für 980 Euro. Diese Angaben machen deutlich, dass nicht jede bei der Vorstellung gezeigte Komfortfunktion automatisch zum Einstiegspreis gehört.
Wie fällt unser erster Eindruck vom Volvo EX40 Facelift aus?
Das Facelift verändert den 2027 Volvo EX40 vor allem an den Stellen, die beim ersten Kontakt auffallen. Die Front wirkt moderner, das Heck erhält neue Akzente, und das größere, stärker hervortretende Infotainment gibt dem Innenraum einen deutlich frischeren Eindruck. Zugleich bleiben praktische Lösungen erhalten, die im Alltag mehr bewirken können als eine besonders spektakuläre Neuheit. Der abgedeckte Frunk schafft einen gut erreichbaren Platz fürs Ladekabel, der Kofferraumboden hilft beim Aufteilen des Gepäcks, die Durchladeöffnung erweitert die Transportmöglichkeiten und der kleine Abfallbehälter sorgt für Ordnung. Die Sitze gefallen bei der ersten Probe, vorne wie hinten ist ausreichend Raum vorhanden. Das sind nachvollziehbare Stärken einer Weiterentwicklung, die ihren vorhandenen Aufbau nicht vollständig aufgibt.
Technisch bleibt der EX40 bei der beschriebenen 400-Volt-Auslegung. Die angekündigten Ladezeiten, Reichweiten und Leistungen ergeben ein vielseitiges Angebot, müssen ihre Praxistauglichkeit aber noch im Fahr- und Ladetest zeigen. Wir haben weder einen Verbrauch gemessen noch Geräuschdämmung, Fahrwerk oder Assistenzregelung während der Fahrt geprüft. Kritik gibt es bereits im Stand an den glänzenden Flächen der Mittelkonsole, der einzelnen induktiven Ladefläche und der Position der hinteren Becherhalter. Insgesamt entsteht dennoch ein positiver erster Eindruck von einer gezielten Modellpflege. Volvo modernisiert die sichtbaren und digitalen Bereiche und erhält viele durchdachte Alltagsdetails. Im einfach elektrisch Video zur Premiere in Göteborg sind die Designänderungen, das neue Infotainment, die Sitzproben und die Stauraumlösungen ausführlich zu sehen. Ob sich die Weiterentwicklung auch unterwegs spürbar auszahlt, bleibt die zentrale Frage für die nächste Begegnung mit dem EX40.






















