Manchmal sind die spannendsten Elektroautos nicht die neuesten Testwagen, sondern jene Fahrzeuge, die im Alltag jeden Tag funktionieren müssen. Genau vor dieser Aufgabe stand das Team von einfach elektrisch, als für den langjährigen Direktionsassistenten Carsten ein neuer Firmenwagen gesucht wurde. Nach insgesamt vier Jahren mit zwei Generationen des Kia EV6 endete das Leasing des bisherigen Dienstwagens. Die Frage lautete also: Welches Elektroauto kann die Stärken des EV6 übernehmen und gleichzeitig noch etwas mehr bieten? Die Antwort fiel überraschend aus. Statt eines weiteren Kia wurde es ein Audi A6 Sportback e-tron Performance.
Warum musste überhaupt ein neues Elektroauto her?
Der bisherige Kia EV6 hatte sich über die gesamte Leasingzeit als zuverlässiger Begleiter erwiesen. Das Elektro-Crossover überzeugte mit viel Platz, hohem Komfort und guter Langstreckentauglichkeit. Besonders die schnellen Ladezeiten des 800-Volt-Systems machten das Fahrzeug für Vielfahrer interessant.
Als die Leasingverlängerung anstand, veränderten sich jedoch die Konditionen deutlich. Das ursprüngliche Sonderangebot des EV6 war nicht mehr verfügbar und die monatlichen Kosten für ein Nachfolgemodell hätten sich nahezu verdoppelt. Damit begann die Suche nach einer Alternative, die ähnliche oder sogar bessere Eigenschaften bietet und gleichzeitig wirtschaftlich attraktiv bleibt.
Welche Anforderungen musste der neue Dienstwagen erfüllen?
Für den Einsatz im Hotelalltag und auf Geschäftsreisen waren die Anforderungen klar definiert. Das Fahrzeug sollte ausreichend Platz für Gepäck bieten, komfortabel auf langen Strecken unterwegs sein und gleichzeitig mehrere Passagiere bequem transportieren können.
Zusätzlich spielen regelmäßige Fahrten zum Bahnhof oder Flughafen eine Rolle. Auch kleinere Transportaufgaben mit Anhänger gehören zum Einsatzprofil. Neben Komfort und Effizienz war daher auch eine gewisse Repräsentativität gefragt. Schließlich ist das Fahrzeug häufig im direkten Kontakt mit Gästen unterwegs.
Warum fiel die Wahl auf den Audi A6 Sportback e-tron?
Die Entscheidung fiel auf einen jungen gebrauchten Audi A6 Sportback e-tron Performance. Das Fahrzeug war zuvor als Audi-Geschäftswagen unterwegs und kam mit rund 7.750 Kilometern Laufleistung ins Leasing.
Besonders attraktiv war das Preis-Leistungs-Verhältnis. Während ein vergleichbar ausgestatteter Kia EV6 deutlich teurer geworden wäre, konnte der Audi als Leasingrückläufer zu besonders attraktiven Konditionen übernommen werden. Für rund 299 Euro netto monatlich stand plötzlich ein Elektroauto zur Verfügung, dessen Listenpreis weit über 90.000 Euro liegt. Selbst inklusive aller Nebenkosten bleibt der finanzielle Unterschied zum bisherigen EV6 überraschend gering.
Was steckt technisch im Audi A6 Sportback e-tron Performance?
Der A6 Sportback e-tron Performance nutzt die neue PPE-Plattform von Audi und Porsche. Angetrieben wird das Fahrzeug von einem Elektromotor an der Hinterachse mit 280 kW beziehungsweise 381 PS.
Besonders interessant ist der große Akku. Von der Bruttokapazität von 100 kWh stehen netto 94,9 kWh zur Verfügung. Dadurch eignet sich das Fahrzeug hervorragend für lange Strecken.
Die wichtigsten technischen Daten im Überblick:
Leistung: 280 kW / 381 PS
Antrieb: Heckantrieb
Batterie: 100 kWh brutto, 94,9 kWh netto
Länge: 4,92 Meter
Breite: 1,92 Meter
Radstand: 2,94 Meter
Leergewicht: 2.250 Kilogramm
Anhängelast gebremst: 2.100 Kilogramm
Kofferraumvolumen: 502 bis 1.330 Liter
Schnellladeleistung: bis zu 270 kW
Wie schlägt sich der Audi auf der Langstrecke?
Die Fahrzeugübernahme wurde direkt für einen ausführlichen Praxistest genutzt. Über eine Strecke von mehr als 640 Kilometern konnte der neue Dienstwagen zeigen, was in ihm steckt.
Besonders beeindruckend fiel der Verbrauch aus. Trotz Autobahntempo mit häufig eingestellten 150 km/h im adaptiven Tempomat pendelte sich der Energieverbrauch am Ende bei lediglich 20,0 kWh pro 100 Kilometer ein. Angesichts der Fahrzeuggröße, des Gewichts und der Leistung ist das ein bemerkenswert guter Wert.
Auch der Reisekomfort überzeugte. Die elektrisch verstellbaren Sitze bieten hohen Langstreckenkomfort, während das Fahrwerk eine gelungene Balance zwischen Komfort und Dynamik schafft. Sowohl Fahrer als auch Beifahrer bescheinigten dem Audi eine hervorragende Eignung für lange Reisen.
Audi A6 Sportback e-tron Performance Fotos

















Wie schnell lädt der Audi A6 e-tron?
Ein echtes Highlight ist das 800-Volt-System. Am Ionity-Schnelllader zeigte der A6 Sportback e-tron eindrucksvoll, was moderne Ladetechnik leisten kann. Mit vorkonditioniertem Akku stieg die Ladeleistung auf bis zu 265 kW. Der Ladevorgang von 10 auf 80 Prozent dauerte exakt 21 Minuten. In dieser Zeit wurden rund 70 kWh Energie nachgeladen.
Damit bewegt sich der Audi auf dem Niveau der aktuell besten Langstrecken-Elektroautos und knüpft nahtlos an die bekannten Schnellladequalitäten des Kia EV6 an.
Warum wurde der Sportback und nicht der Avant gewählt?
Viele Familien würden vermutlich zum Avant greifen. Im konkreten Einsatzprofil sprach jedoch vieles für den Sportback. Die flachere Dachlinie sorgt für eine bessere Aerodynamik und damit für mehr Effizienz.
Gleichzeitig bleibt der Kofferraum dank der großen Heckklappe äußerst praktisch nutzbar. Mit bis zu 1.330 Litern Ladevolumen bietet der Sportback ausreichend Platz für Gepäck, Einkäufe oder Hotelbedarf. Dazu kommt die elegante Linienführung, die dem Fahrzeug einen besonders hochwertigen Auftritt verleiht.
Mehr Auto für überschaubar mehr Geld
Der Wechsel vom Kia EV6 zum Audi A6 Sportback e-tron Performance zeigt eindrucksvoll, wie attraktiv junge Elektro-Leasingrückläufer inzwischen geworden sind. Für einen vergleichsweise geringen monatlichen Aufpreis steht ein deutlich größeres Fahrzeug mit mehr Reichweite, höherer Ladeleistung, größerem Akku und gehobener Ausstattung zur Verfügung.
Besonders die Kombination aus hoher Effizienz, hervorragender Langstreckentauglichkeit und attraktiven Leasingkonditionen macht den Audi A6 Sportback e-tron Performance aktuell zu einem der interessantesten Angebote im Premiumsegment. Nach den ersten mehr als 640 Kilometern fällt das Urteil entsprechend positiv aus. Der Audi ersetzt den Kia EV6 nicht nur, er setzt in vielen Bereichen sogar noch einen drauf.





















