Auf der CES 2026 zeigt Gentex Corporation, wie weit sich der Innenspiegel inzwischen von seiner ursprünglichen Rolle entfernt hat. Was früher ein simples Glas war, entwickelt sich nun zum hochauflösenden Sensor-, Anzeige- und Connectivity-Hub für moderne Fahrzeuge.
Im Fokus steht der Full Display Mirror der nächsten Generation, der nicht nur softwareseitig aufgerüstet wurde, sondern auch technisch einen deutlichen Schritt nach vorn macht.
Mehr Auflösung, mehr Sicht, mehr Kontext
Herzstück des neuen Systems ist eine hochaufgelöste 8-Megapixel-Rückfahrkamera, die ein deutlich schärferes und detailreicheres Bild liefert als bisherige Lösungen. Dazu kommt ein neues HD-Display im Spiegel selbst, das die zusätzliche Bildinformation auch sauber darstellen kann. Das Ergebnis ist ein sichtbar ruhigeres, klareres Bild, gerade bei schlechten Lichtverhältnissen oder bei Nacht.
Entscheidend ist jedoch das erweiterte Sichtfeld, das die Grundlage für mehrere neue Assistenzfunktionen bildet. Gentex geht hier konsequent weg vom statischen Kamerabild hin zu einer situationsabhängigen Darstellung.
Dynamic View Adjustment: Der Spiegel reagiert auf die Fahrsituation
Mit der neuen Dynamic View Adjustment passt der Spiegel sein Sichtfeld automatisch an die Geschwindigkeit an. Bei niedrigen Geschwindigkeiten wird der Bildausschnitt erweitert, um mehr Umfeld zu zeigen, während bei höheren Geschwindigkeiten der Fokus stärker auf den rückwärtigen Verkehr gelegt wird. Das fühlt sich natürlicher an als klassische digitale Spiegel, weil sich die Darstellung unauffällig an das Fahrverhalten anpasst.
Rückwärtsfahren, tote Winkel und Ladefläche im Blick
Beim Einlegen des Rückwärtsgangs greift der Reverse Assist mit Digital Warp. Das Bild schwenkt automatisch nach unten und erleichtert so das Erkennen von Bordsteinen, Hindernissen oder niedrigen Objekten hinter dem Fahrzeug.
Der Blind Spot Assist erweitert das Sichtfeld seitlich, sobald sich Fahrzeuge im toten Winkel befinden. Gerade auf der Autobahn oder beim Spurwechsel entsteht so ein zusätzlicher Sicherheitsgewinn, ohne dass der Fahrer aktiv umschalten muss.
Für Pick-ups und Nutzfahrzeuge besonders spannend ist die Bed Cam-Funktion. Sie blendet ein zusätzliches Bildfenster ein, mit dem sich die Ladefläche während der Fahrt überwachen lässt. Ladungssicherung wird damit nicht nur beim Anhalten, sondern auch unterwegs kontrollierbar.
Skalierbares System mit klarer Zukunftsperspektive
Der neue Full Display Mirror ist bewusst modular aufgebaut. Je nach Fahrzeugklasse und OEM-Anforderung lassen sich zusätzliche Funktionen integrieren. Dazu zählt unter anderem die HomeLink-Anbindung, mit der sich Garagentore oder Smart-Home-Funktionen direkt aus dem Fahrzeug steuern lassen.
Ebenfalls vorgesehen sind DVR-Funktionen mit Wi-Fi-App-Anbindung, etwa zur Videoaufzeichnung oder zum Abrufen von Kamerabildern auf dem Smartphone. Für Gespannfahrer besonders interessant ist die optionale drahtlose Anhängerkamera, die sich nahtlos in die Spiegelanzeige integrieren lässt und den Blick nach hinten auch mit langem Trailer ermöglicht.






Der Innenspiegel als Schlüsselbaustein moderner Fahrzeuge
Was Gentex auf der CES 2026 zeigt, macht deutlich, wohin sich Fahrzeugarchitektur entwickelt. Der Innenspiegel wird zur intelligenten Plattform, die Sicht, Assistenz, Sicherheit und Konnektivität bündelt. Gerade vor dem Hintergrund kommender EU-Sicherheitsvorgaben und steigender NCAP-Anforderungen ist das kein Luxus, sondern eine logische Konsequenz.


![MB.DRIVE ASSIST PRO wird in den USA beginnend mit dem neuen CLA verfügbar sein [Mercedes-Benz CLA 250+ mit EQ Technologie | Energieverbrauch kombiniert: 14,3‒12,2 kWh/100 km | CO₂-Emissionen kombiniert: 0 g/km | CO₂-Klasse: A];Mercedes-Benz CLA 250+ mit EQ Technologie | Energieverbrauch kombiniert: 14,3‒12,2 kWh/100 km | CO₂-Emissionen kombiniert: 0 g/km | CO₂-Klasse: A* MB.DRIVE ASSSIST PRO will be available in the US starting with the all-new CLA](https://einfachelektrisch.net/wp-content/uploads/2026/01/25C0330_012-150x150.jpg)


















