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Chery Tiggo 4 Test – Volle Hütte ab 22.000 Euro?!

Chery Tiggo 4 Test

Ein kompaktes SUV mit Vollhybridantrieb, 163 PS Systemleistung, einem ordentlich dimensionierten Kofferraum und einer Ausstattung, die von beheizbaren Vordersitzen bis zur 360-Grad-Kamera reicht: Der Chery Tiggo 4 CSH verbindet auf dem Papier viele Eigenschaften, die im Alltag tatsächlich eine Rolle spielen. Besonders interessant wird dieses Paket durch den in unserer Vorstellung genannten Einstiegspreis von rund 22.000 Euro. Wir haben uns den Tiggo 4 deshalb ausführlich angesehen, vorne und hinten Platz genommen, den Kofferraum untersucht und bei einer ersten Ausfahrt auch Antrieb, Fahrwerk und Assistenzsysteme ausprobiert. Dabei entstehen ein überraschend positiver Eindruck vom Innenraum und ein differenzierter Blick auf die Fahrwerksabstimmung. Wichtig für die Einordnung ist allerdings, dass wir eine polnische Ausführung vor dem deutschen Marktstart fahren. Einzelne technische Angaben, Ausstattungsdetails und möglicherweise auch die Fahrwerksabstimmung können sich für Deutschland noch ändern.

Wer steckt hinter Chery und wie ist der Tiggo 4 einzuordnen?

Chery ist ein chinesischer Automobilhersteller, der in Deutschland zum Zeitpunkt unserer Vorstellung noch vergleichsweise wenig bekannt ist. Hinter dem Namen steht allerdings ein Unternehmen mit erheblichen Stückzahlen. In der Vorstellung werden mehr als 20 Millionen bereits produzierte Fahrzeuge genannt, für 2026 ist von einem erwarteten weltweiten Absatz von rund drei Millionen Autos die Rede. Diese Jahreszahl ist dabei eine Prognose und kein bereits abgeschlossenes Verkaufsergebnis. Zum Unternehmensumfeld gehören außerdem die Marken Omoda und Jaecoo. Der Tiggo 4 bildet innerhalb der im Video angesprochenen SUV-Familie das kompakte Angebot, während Tiggo 7, Tiggo 8 und Tiggo 9 größere Alternativen darstellen. Für unseren Test ist vor allem die Kombination aus überschaubaren Außenmaßen, fünf Sitzplätzen und einem elektrifizierten Benzinantrieb interessant. Der Tiggo 4 CSH ist ein Vollhybrid und benötigt keine externe Lademöglichkeit. Er richtet sich damit auch an einen Alltag, in dem weder eine eigene Wallbox noch regelmäßige Ladestopps vorgesehen sind.

Wie groß ist der Chery Tiggo 4 und wie wirkt sein Design?

Der Chery Tiggo 4 misst 4,32 Meter in der Länge, 1,83 Meter in der Breite ohne Außenspiegel und 1,65 Meter in der Höhe. Sein Radstand beträgt 2,61 Meter. Dieser Wert bezeichnet den Abstand zwischen Vorder- und Hinterachse und ist eine wichtige Größe für die Aufteilung des Innenraums. Mit diesen Abmessungen bleibt der Tiggo 4 ein kompaktes SUV, ohne beim ersten Rundgang besonders schmal oder knapp geschnitten zu wirken. Die Gestaltung fällt klassisch und zurückhaltend aus. Anstelle besonders ungewöhnlicher Formen setzt Chery auf eine vertraute SUV-Silhouette, eine klar erkennbare Front und eine relativ gerade Dachlinie. Gerade diese Dachform erweist sich später bei der Sitzprobe im Fond als sinnvoll, weil sie der Kopffreiheit zugutekommt. Das gezeigte Dunkelgrau-Metallic unterstreicht den eher unaufgeregten Auftritt. Wir empfinden das Design als gefällig und wenig auf kurzfristige Effekte ausgerichtet.

An der Seite stehen 17-Zoll-Räder mit 215 Millimeter breiten Reifen, die optisch zur Fahrzeuggröße passen. Die Radgestaltung wird bei der Vorstellung als etwas aerodynamisch optimiert beschrieben, soll also die Luftströmung günstig beeinflussen. Hinzu kommt eine abgedunkelte Verglasung im hinteren Bereich, häufig als Privacy-Verglasung bezeichnet. Am Heck besitzt der Tiggo 4 LED-Rückleuchten, einen Dachkantenspoiler und einen sichtbaren Heckscheibenwischer. Auf dem Dach sitzt eine Antenne in Haifischflossenform. Die genaue technische Ausführung der vorderen Scheinwerfer wird im Rundgang nur vermutet und lässt sich aus der Vorlage deshalb nicht verbindlich bestimmen. Für den Gesamteindruck ist ohnehin die stimmige, konventionelle Gestaltung entscheidender. Der Tiggo 4 wirkt wie ein SUV, das sich ohne große optische Erklärungen in den Alltag einfügen soll.

Wie funktioniert der Vollhybridantrieb des Chery Tiggo 4 CSH?

Unter der Motorhaube arbeitet ein 1,5-Liter-Vierzylinder-Benziner mit 95 PS, umgerechnet rund 70 kW, mit einem Elektromotor zusammen. Für die elektrische Maschine werden bis zu 150 kW beziehungsweise 204 PS angegeben. Die maximale Systemleistung des gesamten Antriebs liegt dennoch bei 120 kW oder 163 PS, das maximale Systemdrehmoment bei 260 Nm. Drehmoment bezeichnet die Drehkraft, die ein Antrieb bereitstellt. Die Leistungsangaben der einzelnen Motoren dürfen nicht einfach zusammengerechnet werden, weil sie nicht automatisch gleichzeitig und unter denselben Bedingungen als gemeinsame Antriebsleistung verfügbar sind. Entscheidend für die Einordnung des Fahrzeugs ist deshalb die angegebene Systemleistung von 163 PS. Die elektrischen 204 PS allein machen aus dem Tiggo 4 weder ein entsprechend starkes Elektroauto noch ergibt sich zusammen mit dem Benziner eine Systemleistung von 299 PS.

Die Kraft wird an die Vorderräder übertragen. Für das Zusammenspiel der Antriebskomponenten ist das DHT150-Hybridgetriebe vorgesehen. Es handelt sich um ein für den Hybridantrieb ausgelegtes Getriebe, wobei die vorliegenden Informationen keine detaillierte Beschreibung seiner einzelnen Betriebszustände enthalten. Den elektrischen Energiespeicher bildet eine Batterie mit 1,83 kWh Kapazität. Kilowattstunden beschreiben den Energieinhalt, während Kilowatt eine Leistung angeben. Verwendet wird eine NCM-Batterie, deren Bezeichnung auf Nickel, Kobalt und Mangan als Bestandteile der Zellchemie verweist. Eine externe Ladebuchse gibt es nicht. Die Batterie wird im Fahrzeug während des Betriebs nachgeladen, unter anderem durch Rekuperation. Damit ist die Rückgewinnung von Bewegungsenergie beim Verzögern gemeint: Der Elektromotor arbeitet dann als Generator und wandelt einen Teil dieser Energie in Strom um. Der Vollhybrid kann so elektrische Antriebsanteile nutzen, ohne dass er dafür an eine Ladesäule angeschlossen werden muss. Eine konkrete rein elektrische Reichweite wird für den Tiggo 4 in der Vorlage nicht genannt.

Wie schnell ist der Chery Tiggo 4 im Alltag?

Für die Beschleunigung von null auf 100 km/h werden 8,9 Sekunden angegeben. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 150 km/h. Damit liegen die Schwerpunkte des Tiggo 4 auf zügigem Vorankommen im normalen Verkehr und einer begrenzten Maximalgeschwindigkeit. Bei unserer ersten Fahrt fällt vor allem die kräftige elektrische Unterstützung positiv auf. Gerade im Stadtverkehr fühlt sich der Antrieb lebendig an und vermittelt ausreichend Leistungsbereitschaft für den Alltag. Die Charakteristik passt damit besser zu einem entspannt gefahrenen, bei Bedarf aber zügig beschleunigenden SUV als zu einem Fahrzeug für dauerhaft hohes Autobahntempo. Die angegebenen 8,9 Sekunden haben wir bei dieser Ausfahrt nicht als eigene Beschleunigungsmessung überprüft. Auch die Bewertung der Kraftentfaltung bleibt ein Eindruck aus dieser ersten Fahrt. Über den Fahrmodusschalter stehen unter anderem Eco und Sport zur Verfügung. Eco ist auf eine sparsame Nutzung ausgerichtet, Sport auf eine entsprechend dynamischere Ausrichtung. Welche einzelnen Parameter dabei verändert werden, geht aus der Vorstellung nicht im Detail hervor.

Wie viel verbraucht der Chery Tiggo 4 und sind 950 Kilometer Reichweite realistisch?

Chery nennt einen kombinierten Verbrauch von 5,3 Litern pro 100 Kilometer und einen CO₂-Ausstoß von 120 Gramm pro Kilometer. Der Tank fasst 51 Liter. Als Gesamtreichweite werden bis zu 950 Kilometer auf WLTP-Basis angegeben. WLTP ist ein standardisiertes Prüfverfahren für Verbrauch und Emissionen, das eine Vergleichbarkeit unter festgelegten Bedingungen ermöglichen soll. Die genannte Reichweite ist beim Tiggo 4 ausdrücklich eine Gesamtreichweite mit Kraftstoff und Hybridunterstützung, keine elektrische Reichweite. Eine einfache Rechnung zeigt, dass die Angaben grundsätzlich zueinander passen: 51 Liter Tankinhalt geteilt durch 5,3 Liter pro 100 Kilometer ergeben rechnerisch rund 962 Kilometer. Das liegt nahe an den angekündigten 950 Kilometern. Diese Rechnung ist allerdings eine theoretische Einordnung und kein Nachweis, dass diese Strecke unter allen Bedingungen tatsächlich ohne Tankstopp gefahren werden kann.

Am Ende unserer ersten Ausfahrt zeigt der Bordcomputer für die letzten 50 Kilometer einen Verbrauch von 4,7 Litern pro 100 Kilometer an. Das ist ein erfreulich niedriger erster Wert und liegt unter der genannten kombinierten Verbrauchsangabe. Wir sollten daraus aber weder einen dauerhaft gesicherten Durchschnittsverbrauch noch eine von uns bestätigte Gesamtreichweite ableiten. Die Anzeige bezieht sich auf einen kurzen Ausschnitt der Fahrt, eine Kontrolle über die nachgetankte Kraftstoffmenge liegt nicht vor. Zudem dokumentiert die Vorlage keine vollständige Energiebilanz mit vergleichbarem Batterieladezustand zu Beginn und Ende dieser 50 Kilometer. Gerade bei einem Hybridfahrzeug ist das für eine belastbare Verbrauchsbewertung relevant. Als erster Hinweis auf das Sparpotenzial ist die Anzeige interessant. Für eine umfassende Aussage über Stadtverkehr, Landstraße, Autobahn und längerfristige Betriebskosten reicht diese Ausfahrt noch nicht aus.

Wie schwer ist der Tiggo 4 und wie viel darf zugeladen werden?

Die Masse im fahrbereiten Zustand wird mit 1.550 Kilogramm angegeben, das zulässige Gesamtgewicht mit 1.905 Kilogramm. Aus diesen beiden Zahlen ergibt sich rechnerisch eine Differenz von 355 Kilogramm. Diese Differenz ist bei der Einordnung als Familienfahrzeug wichtig, denn Personen und Gepäck müssen innerhalb der zulässigen Gewichte bleiben. Wie viel zusätzliche Beladung bei einem konkreten Fahrzeug tatsächlich möglich ist, hängt davon ab, welche Bestandteile in seiner ausgewiesenen fahrbereiten Masse bereits berücksichtigt sind und wie es ausgestattet ist. Die fünf vorhandenen Sitzplätze bedeuten deshalb nicht automatisch, dass mit jeder denkbaren Personenbesetzung zugleich noch beliebig viel Gepäck mitreisen kann. Für die spätere deutsche Ausführung bleiben die endgültigen Fahrzeugangaben maßgeblich. Werte für Dachlast und Anhängelast lagen bei der Vorstellung nicht vor. Ob und in welchem Umfang der Tiggo 4 für Dachtransporte oder einen Anhänger geeignet ist, lässt sich auf Grundlage der gelieferten Informationen daher noch nicht beantworten.

Wie praktisch ist der Kofferraum des Chery Tiggo 4?

Der Kofferraum fasst 430 Liter und gehört damit zu den überzeugenden praktischen Eigenschaften dieses 4,32 Meter langen SUV. Werden die Rücksitzlehnen umgeklappt, wächst das maximale Ladevolumen auf 1.190 Liter. Die Lehne ist im Verhältnis 60:40 geteilt, wobei sich der größere Teil auf der Fahrerseite befindet. Dadurch lässt sich zusätzlicher Stauraum schaffen, ohne zwingend die gesamte zweite Sitzreihe aufzugeben. Eine separate schmale Durchladeöffnung für Ski oder andere lange Gegenstände gibt es allerdings nicht. Bei unserem Rundgang gefällt die große Hecköffnung, die das Einladen erleichtert. Die Heckklappe wird manuell geöffnet und geschlossen. Eine elektrische Betätigung gehört beim gezeigten Fahrzeug also nicht dazu. Die stabile, mit Teppich bezogene Hutablage lässt sich unkompliziert herausziehen und für größere Transporte entfernen.

Der Ladeboden ist mit Teppich ausgekleidet, an den Seiten bleibt die Verkleidung einfacher. Eine Beleuchtung und Haken zum Aufhängen von Gegenständen verbessern den Nutzwert. Unter dem Ladeboden gibt es zusätzlichen Platz für kleinere Dinge. Insgesamt wirkt der Kofferraum sinnvoll ausgestattet, ohne aufwendige Lösungen vorzutäuschen. Beim Blick unter die vordere Haube geht es dagegen um die Antriebstechnik. Positiv fallen dort Haubenlifter auf, die die geöffnete Haube halten, sowie eine Dämmung. Einen zusätzlichen vorderen Gepäckraum zeigt die Vorstellung nicht. Der praktische Schwerpunkt liegt somit auf dem gut nutzbaren hinteren Stauraum und seiner Erweiterbarkeit durch die umklappbare Rückbank.

Wie hochwertig wirkt der Innenraum des Chery Tiggo 4?

Der Innenraum überrascht uns vor allem im Verhältnis zum genannten Einstiegspreis. An den vorderen Türen finden sich weich ausgeführte, strukturierte Kunststoffflächen und gepolsterte Bereiche in Kunstlederoptik. Dekorelemente erinnern an dunkel gebürstetes Aluminium, bestehen aber aus Kunststoff. Auch das Armaturenbrett arbeitet mit weichen Oberflächen und einer Nahtgestaltung, die den Eindruck einer aufwendigeren Ausstattung unterstützt. Das ist keine luxuriöse Materialsammlung, wirkt beim ersten Kontakt aber ansprechend und sorgfältig zusammengestellt. Weiter unten an den Türen, am unteren Armaturenbrett und an den Einstiegen findet sich harter Kunststoff. Die Türablagen und das großzügige Handschuhfach sind nicht mit Teppich oder Filz ausgekleidet. Gerade solche Stellen zeigen, an welchen Details Chery den Aufwand begrenzt, während die stärker sichtbaren und häufig berührten Bereiche hochwertiger ausfallen.

Nicht jede Materialentscheidung überzeugt gleichermaßen. Rund um verschiedene Bedienelemente und am Lenkrad gibt es glänzende schwarze Flächen in Klavierlackoptik. Wir empfinden sie als anfällig für sichtbare Fingerabdrücke, Staub und Kratzer. Die geriffelte Kunststoffgestaltung an anderen Stellen gefällt uns im direkten Vergleich besser. Die Seitenscheiben sind einfach verglast. Das allein erlaubt noch kein Urteil über die Dämmung des gesamten Autos, wie der spätere Fahreindruck zeigt. Einen Head-up-Display genannten Projektor für Fahrinformationen im Blickfeld vor der Windschutzscheibe gibt es nicht. Auch die Spiegel in den Sonnenblenden bleiben unbeleuchtet. Ein Panorama-Glasschiebedach ist am gefahrenen Fahrzeug nicht vorhanden. Die im Video angesprochene Möglichkeit einer späteren Option ist lediglich eine Vermutung und keine bestätigte Ausstattungsankündigung.

Cherry Tiggo 4 Test Video

Wie bequem sind die Vordersitze und wie gut lässt sich die Sitzposition einstellen?

Die Vordersitze gehören zu den überzeugendsten Teilen unseres ersten Tests. Sie bieten eine angenehm lange Auflage für die Oberschenkel, eine ordentliche Unterstützung im Lendenbereich und eine Form, die auch die Schultern gut einfasst. Mit Lendenbereich ist der untere Rücken gemeint, dessen Unterstützung auf längeren Fahrten zum Sitzkomfort beiträgt. Helle Nähte und ein heller Keder, also eine abgesetzte Einfassung entlang der Sitzkontur, setzen optische Akzente. Die Bezüge sind perforiert, besitzen also kleine Öffnungen. Eine aktive Sitzbelüftung ist damit beim gezeigten Fahrzeug jedoch nicht verbunden. Vorhanden ist eine Sitzheizung. Der Fahrersitz lässt sich elektrisch verstellen, während der Beifahrersitz manuell eingestellt wird. Positiv fällt auf, dass auch auf der Beifahrerseite eine Höhenverstellung vorhanden ist. Steffen findet dadurch eine passende Position und bestätigt während der Fahrt den guten Seitenhalt sowie die angenehme Unterstützung von Schultern und Oberschenkeln.

Olli hat mit 1,85 Metern Körpergröße vorne viel Platz, wobei wir bei der gezeigten vorderen Sitzprobe den Sitz ganz nach hinten und unten stellen. Die Lenksäule lässt sich in Höhe und Abstand verstellen, sodass Lenkrad und Sitzposition aufeinander abgestimmt werden können. Das unten abgeflachte Dreispeichenlenkrad trägt mehrere Bedienelemente. Links sitzt der Hebel für Blinker und Fahrlicht, rechts der Wischerhebel einschließlich der Bedienung des Heckwischers. Für das allgemeine Raumgefühl ist außerdem die Gestaltung der Mittelkonsole wichtig. Sie bietet eine gepolsterte Armauflage und ein großes Fach darunter, ohne dass die vorderen Plätze bei unserer Sitzprobe beengt wirken. Der Tiggo 4 zeigt hier, dass kompakte Außenmaße und ein ordentliches Platzgefühl kein Widerspruch sein müssen.

Wie viel Platz bietet der Chery Tiggo 4 auf der Rückbank?

Auch in der zweiten Reihe fällt unser erster Eindruck erfreulich aus. Der Einstieg gelingt unkompliziert, und Olli sitzt mit seinen 1,85 Metern bequem. Für die hintere Sitzprobe ist der Beifahrersitz auf Höhe der B-Säule eingestellt, also der Karosseriesäule zwischen vorderer und hinterer Tür. Unter dieser Vergleichsbedingung bleibt vor den Knien fast eine Faustbreite Platz. Die Füße lassen sich unter den Vordersitz schieben, und über dem Kopf gibt es viel Raum. Hier zahlt sich die relativ gerade Dachlinie aus. Die Rückbank besitzt eine angenehme Lehnenneigung, ordentlich geformte Polster und komfortable Kopfstützen. Ein kleiner Absatz im Boden bleibt vorhanden, fällt beim Rundgang aber nicht besonders störend auf. Wie bequem drei Personen nebeneinander auf einer längeren Fahrt sitzen, haben wir damit noch nicht umfassend getestet. Für die äußeren Plätze hinterlässt die Sitzprobe jedoch einen überzeugenden Eindruck.

Eine ausklappbare Mittelarmlehne ist vorhanden, allerdings sitzen die Becherhalter genau dort, wo je nach Körperbau der Ellenbogen aufliegen möchte. Eine vollständig gepolsterte Auflage mit separat ausklappbaren Haltern wäre aus unserer Sicht angenehmer. Positiv sind die eigenen Lüftungsauslässe für die zweite Reihe, eine Ablagetasche an der Sitzrückseite und ein zusätzliches kleines Fach. Zum Laden von Geräten steht hinten ein USB-A-Anschluss zur Verfügung, USB-C finden wir dort nicht. An den beiden äußeren Rücksitzplätzen sind Isofix-Verankerungen hinter Abdeckungen vorhanden. Dabei handelt es sich um feste Befestigungspunkte für entsprechend geeignete Kindersitze. Die hinteren Türen besitzen elektrische Fensterheber und brauchbare Ablagen. Beim Material spart Chery hinten etwas stärker als vorne: Oben kommt harter, strukturierter Kunststoff zum Einsatz, während die Armauflagen weiterhin weich ausgeführt sind.

Chery Tiggo 4 Fotos

Wie funktionieren Infotainment, Klimabedienung und Smartphone-Anbindung?

Vor dem Fahrer sitzt eine große digitale Instrumentenanzeige, daneben der zentrale Infotainment-Bildschirm. Beide wirken gestalterisch nahezu wie eine zusammenhängende Einheit. Die wesentlichen Fahrinformationen lassen sich bei unserer ersten Begegnung gut ablesen. Infotainment bezeichnet die Verbindung von Informations- und Unterhaltungsfunktionen, beispielsweise Fahrzeugmenüs, Audio und Smartphone-Anbindung. Apple CarPlay und Android Auto werden kabellos unterstützt. Im Test ist Apple CarPlay großflächig in die Bildschirmdarstellung eingebunden, sodass kompatible Smartphone-Apps gut nutzbar erscheinen. Eine integrierte Navigation finden wir im polnischen Fahrzeug nicht vor. Für den deutschen Marktstart wird sie im Video in Aussicht gestellt, ist auf Grundlage dieses Tests aber noch nicht als endgültige deutsche Ausstattung bestätigt. Die Displaygrößen sind im Transkript nicht eindeutig wiedergegeben, weshalb wir daraus keine belastbare Zollangabe übernehmen.

Unterhalb der Bildschirmfläche gibt es direkte Bedienmöglichkeiten unter anderem für Startansicht, Fahrmodi, Kamera, Warnblinker und Lautstärke. Die Zwei-Zonen-Klimaautomatik ermöglicht getrennte Temperatureinstellungen für Fahrer- und Beifahrerseite. Ihre Bedienfläche sitzt gut erreichbar, arbeitet allerdings mit einer berührungsempfindlichen Gestaltung. Beim Ausprobieren reagieren Eingaben nicht ausnahmslos auf den ersten Versuch. Wir hätten an dieser Stelle klassische, klar ertastbare Tasten bevorzugt. Der Fahrstufenwähler fällt groß aus und nimmt optisch eine prominente Position auf der Mittelkonsole ein. Ob diese Gestaltung gefällt, bleibt Geschmackssache. Für den täglichen Gebrauch sind die Anordnung der häufig benötigten Funktionen und die Zuverlässigkeit ihrer Bedienung wichtiger. Der erste Eindruck ist insgesamt ordentlich, mit Verbesserungspotenzial bei der Rückmeldung einzelner Bedienflächen.

Welche Komfortausstattung und Ablagen sind vorhanden?

Der gezeigte Tiggo 4 bietet neben den beheizbaren Vordersitzen und der Zwei-Zonen-Klimaautomatik auch eine beheizbare Frontscheibe. Keyless Entry bezeichnet den schlüssellosen Zugang, bei dem der Fahrzeugschlüssel zum Entriegeln nicht aus der Tasche genommen werden muss. Die Außenspiegel lassen sich elektrisch verstellen und einklappen, alle vier Seitenscheiben elektrisch bedienen. Über den Schalterblock in der Fahrertür können die hinteren Fensterheber außerdem gesperrt werden. Für kleinere Gegenstände gibt es ein gummiertes Fach, einen doppelten Becherhalter mit Klappfunktion und eine große Smartphone-Ablage. Eine induktive Ladefunktion entdecken wir am polnischen Testfahrzeug nicht. Induktives Laden würde bedeuten, dass ein geeignetes Smartphone durch Auflegen ohne eingestecktes Kabel geladen wird. Ob diese Funktion in Deutschland angeboten wird, bleibt offen.

Unter der Mittelarmlehne befindet sich ein großes Staufach, weiter unten steht ein zusätzlicher Ablagebereich zur Verfügung. Vorne sind sowohl USB-A als auch USB-C vorhanden. Diese Bezeichnungen stehen für unterschiedliche Steckerformen, sodass sich verschiedene Ladekabel ohne denselben Anschlussstandard nutzen lassen. Die Türfächer bieten Platz für größere Flaschen, das Handschuhfach fällt ebenfalls großzügig aus. Beim Audiosystem ist keine gesonderte bekannte Lautsprechermarke erkennbar, stattdessen trägt es die Tiggo-Bezeichnung. In unserem Hörtest mit dem Titel „Simply Electric“ von onlyjens79 gefällt es mit klaren Höhen, sauber wiedergegebenen mittleren Tonlagen und einem ordentlichen Bass. Das ist ein subjektiver Höreindruck, aber ein positiver. Zusammen mit der großflächigen CarPlay-Darstellung ergibt sich ein alltagstaugliches Unterhaltungsangebot, ohne dass dafür ein prominent beworbenes Marken-Soundsystem nötig wäre.

Wie hilfreich ist das 360-Grad-Kamerasystem beim Parken?

Beim Rangieren fällt die umfangreiche Kameraausstattung besonders positiv auf. Das 360-Grad-System kombiniert verschiedene Kameraperspektiven zu einer Übersicht über das Fahrzeugumfeld. Zusätzlich gibt es eine dreidimensionale Darstellung und die Möglichkeit, einzelne Kameras gezielt aufzurufen. Hilfssymbole unterstützen die Einschätzung beim Einparken. Über die Kameras in den Außenspiegeln lässt sich der Bereich an den Vorderrädern betrachten, was beim Heranfahren an Bordsteine hilfreich ist. Eine 180-Grad-Ansicht der Frontkamera erweitert den Blick nach vorne und zu den Seiten. Das ist in unserer gezeigten Situation interessant, weil ein daneben stehendes großes Fahrzeug die direkte Sicht einschränkt. Solche Ansichten erleichtern die Orientierung, garantieren aber selbstverständlich keine kollisionsfreie Fahrt. Als Unterstützung beim Ein- und Ausparken überzeugt uns der Funktionsumfang gerade in Verbindung mit dem genannten Preis des Tiggo 4.

Wie gut arbeiten die Assistenzsysteme des Chery Tiggo 4?

Für den Tiggo 4 wird ein umfangreiches Assistenzpaket beschrieben. Dazu gehören ein adaptiver Tempomat, Notbremsassistent, Totwinkelüberwachung, Spurhalte- und Spurwechselassistent, Querverkehrswarnung sowie Fahrerüberwachung. Ein adaptiver Tempomat hält neben der eingestellten Geschwindigkeit auch Abstand zu vorausfahrenden Fahrzeugen. Die Totwinkelüberwachung unterstützt beim Erkennen von Fahrzeugen in schlecht einsehbaren Bereichen seitlich hinter dem eigenen Auto. Eine Querverkehrswarnung kann auf seitlich herannahenden Verkehr aufmerksam machen. Diese Funktionsnamen beschreiben allerdings noch nicht die vollständigen Einsatzgrenzen oder die Qualität jedes einzelnen Systems. Bei unserer Ausfahrt prüfen wir vor allem die Unterstützung auf der Autobahn. Eine systematische Erprobung sämtlicher Sicherheitsfunktionen ist nicht Bestandteil dieses ersten Tests.

Auf der gefahrenen Autobahnstrecke hält die Lenk- und Spurführungsunterstützung den Tiggo 4 ordentlich in der Fahrspur. Der Abstandsregeltempomat reagiert angenehm gleichmäßig auf den vorausfahrenden Verkehr, der gewünschte Abstand lässt sich einstellen. Dieses Zusammenspiel überrascht uns positiv. Änderungen der vorgegebenen Geschwindigkeit müssen in der gezeigten Nutzung allerdings manuell bestätigt werden. Eine vollständig selbsttätige, vorausschauende Anpassung erleben wir hier nicht. Vorausschauend würde in diesem Zusammenhang bedeuten, dass das System kommende Anforderungen eigenständig in seine Geschwindigkeitswahl einbezieht. Insgesamt entlasten die beobachteten Funktionen auf der Autobahn, ohne dass daraus autonomes Fahren wird. Unsere Bewertung bezieht sich auf die konkreten Situationen dieser Ausfahrt und auf den Ausstattungsstand des polnischen Fahrzeugs.

Wie fährt sich der Chery Tiggo 4 und wo besteht Verbesserungsbedarf?

Beim Fahrwerk setzt Chery vorne auf eine McPherson-Einzelradaufhängung und hinten auf eine Verbundlenkerachse. Bei der McPherson-Bauweise übernimmt ein Federbein eine zentrale Aufgabe bei Federung und Radführung. Die Verbundlenkerachse verbindet die beiden hinteren Radführungen über einen quer liegenden, verdrehbaren Träger. Beide Begriffe beschreiben zunächst die Konstruktion. Wie komfortabel oder präzise sich ein Auto damit fährt, hängt wesentlich von seiner Abstimmung ab. Gebremst wird über die Energierückgewinnung des Hybridsystems und Scheibenbremsen an allen vier Rädern. Die vorderen Bremsscheiben sind innenbelüftet, besitzen also Luftkanäle zwischen ihren Reibflächen, die der Wärmeabfuhr dienen.

In der gefahrenen polnischen Ausführung ist der Tiggo 4 ausgesprochen weich abgestimmt. Bei ruhiger Fahrt wirkt das angenehm und passt zu den bequemen Sitzen. Auf der Autobahn entsteht zunächst ein entspannter Reiseeindruck. Sobald wir etwas deutlicher einlenken oder die Spur zügiger wechseln, zeigt die Karosserie jedoch ausgeprägte Bewegungen. Das Auto wirkt dann schwammig und schaukelt stärker, als wir es uns wünschen würden. Steffen beschreibt diesen Eindruck ebenfalls deutlich. Für eine sportliche Gangart bietet diese Abstimmung wenig Anreiz. Unser Wunsch wäre eine straffere Kontrolle der Karosseriebewegungen, ohne den grundsätzlich angenehmen Federungskomfort aufzugeben. Dabei geht es um die Ausgewogenheit im Alltag und um ein präziseres Gefühl bei Richtungswechseln. Ein standardisierter Ausweichtest liegt nicht vor, daher leiten wir aus diesen Fahreindrücken kein abschließendes Urteil über die Fahrsicherheit ab.

Nach den Aussagen bei der Veranstaltung sind für den deutschen Markt noch Anpassungen denkbar, auch bei Fahrwerk und Ausstattung. Ob und wie stark Chery die Abstimmung tatsächlich verändert, steht mit dieser Ausfahrt noch nicht fest. Das gezeigte Auto muss deshalb als konkreter Zwischenstand betrachtet werden. Seine Stärke ist das entspannte Fahren mit guter Sitzqualität und einer komfortbetonten Federung. Bei dynamischeren Lenkbewegungen fehlt uns dagegen die gewünschte Ruhe im Aufbau. Gerade weil der Hybridantrieb ausreichend Temperament mitbringt, wäre eine harmonisch dazu passende Fahrwerksabstimmung wünschenswert. Die endgültige deutsche Version sollte in diesem Punkt erneut gefahren werden.

Wie leise ist der Tiggo 4 während der Fahrt?

Die Geräuschdämmung hinterlässt einen guten Eindruck. Auf der Autobahn fallen uns keine ausgeprägten Windgeräusche an A-Säulen, Außenspiegeln oder Karosserie auf. Die A-Säulen sind die seitlichen Karosseriesäulen neben der Windschutzscheibe. Trotz der einfachen Seitenverglasung wirkt der Innenraum bei dieser Fahrt angenehm abgeschirmt. Bei unseren im Video gezeigten Messungen liegen die abgelesenen Werte bei 50 km/h ungefähr zwischen 60 und 61 Dezibel, bei 70 km/h etwa zwischen 64 und 66 Dezibel und bei 100 km/h ungefähr zwischen 64 und 65 Dezibel. Dezibel ist eine logarithmische Einheit zur Beschreibung eines Schallpegels. Die Werte dienen hier der Dokumentation der jeweiligen Fahrsituation. Dass die Anzeige bei 100 km/h nicht höher liegt als bei 70 km/h, macht zugleich deutlich, dass solche kurzen Messungen von den jeweiligen Bedingungen beeinflusst werden. Ein vollständig standardisierter Akustikvergleich lässt sich daraus nicht ableiten. Zusammen mit unserem Höreindruck sprechen sie aber für eine in dieser ersten Fahrt ordentlich gedämmte Kabine.

Wie attraktiv ist der Preis und welche Fragen bleiben zu den Betriebskosten?

Der in der Vorstellung genannte Einstieg von rund 22.000 Euro ist das stärkste Aufmerksamkeitsargument des Chery Tiggo 4. Dazu kommt ein Testfahrzeug mit vielen Komfort- und Assistenzfunktionen, das im Innenraum deutlich umfangreicher ausgestattet wirkt, als der Preis zunächst erwarten lässt. Eine endgültige deutsche Preisliste mit klarer Zuordnung aller Funktionen zu Ausstattungslinien und Optionen liegt der Vorlage allerdings nicht bei. Deshalb lässt sich noch nicht verbindlich sagen, dass sämtliche am polnischen Fahrzeug gezeigten Details auch im deutschen Einstiegsmodell enthalten sein werden. Wenn Chery ein vergleichbares Paket zu dem genannten Preis anbietet, wäre das Verhältnis von Anschaffungspreis, Raumangebot und Ausstattung ausgesprochen interessant. Die ersten Verbrauchseindrücke unterstützen diese positive Ausgangslage, ersetzen aber keine längerfristige Kostenbetrachtung.

Zum Gesamtbild gehören auch Versicherung, Wartung, Finanzierung und die Erreichbarkeit eines Servicepartners. Im Video werden Rückmeldungen zu teilweise hohen Versicherungsprämien asiatischer Fahrzeuge angesprochen. Für den Tiggo 4 selbst werden jedoch keine konkreten Beiträge genannt. Daraus lässt sich deshalb keine belastbare Aussage ableiten, dass dieses Modell teuer oder günstig zu versichern ist. Ebenso fehlen konkrete Leasingraten, Finanzierungskonditionen und Wartungskosten. Wir können auf dieser Grundlage den Anschaffungspreis einordnen, aber noch keine vollständigen monatlichen Gesamtkosten berechnen. Gerade bei einem preisorientierten Fahrzeug ist diese Unterscheidung wichtig, weil ein günstiger Kaufpreis nur einen Teil der wirtschaftlichen Betrachtung ausmacht.

Wie wichtig sind Händlernetz und Ersatzteilversorgung für den deutschen Marktstart?

Bei der Vorstellung wird das Chery-Händlernetz in Deutschland noch als vergleichsweise dünn beschrieben. Für den langfristigen Alltag mit dem Fahrzeug ist ein erreichbarer Ansprechpartner für Wartung, Verschleiß und Reparaturen jedoch wesentlich. Die im Unternehmensumfeld angesiedelten Marken Omoda und Jaecoo werden beim Netzaufbau bereits etwas weiter gesehen. Ob daraus im Einzelfall auch eine Betreuung für einen Chery Tiggo 4 entsteht, lässt sich aus der Vorlage nicht ableiten. Für die Ersatzteilversorgung wird ein Zentrallager in Deutschland genannt. Über einen Logistikpartner stellt Chery eine Lieferung der Teile zum Händler innerhalb von 24 Stunden in Aussicht. Das ist eine Herstellerzusage aus der Vorstellung, keine von uns überprüfte Erfahrung aus einem Reparaturfall. Eine schnelle Teilelieferung bedeutet außerdem nicht automatisch, dass jede Reparatur innerhalb derselben Zeit abgeschlossen ist. Für einen überzeugenden Marktstart müssen Fahrzeugangebot, Werkstattzugang und Teileversorgung im tatsächlichen Alltag zusammenpassen.

Wie fällt unser erstes Fazit zum Chery Tiggo 4 CSH aus?

Der Chery Tiggo 4 CSH überrascht uns bei dieser ersten Ausfahrt mit einem geräumigen Innenraum, sehr angenehmen Sitzen, einem brauchbaren Kofferraum und einer umfangreichen Ausstattung. Der Vollhybridantrieb wirkt im Alltag kräftig genug, die beobachtete Zusammenarbeit von Spurführung und Abstandsregeltempomat funktioniert ordentlich, und die Geräuschdämmung trägt zum entspannten Reisegefühl bei. Die Verbrauchsanzeige von 4,7 Litern auf den letzten 50 Kilometern liefert einen interessanten ersten Hinweis auf das Effizienzpotenzial. Zusammen mit dem genannten Einstiegspreis von rund 22.000 Euro entsteht damit ein Angebot, das eine genauere Betrachtung verdient. Die deutlich weiche Fahrwerksabstimmung bleibt allerdings unser wichtigster Kritikpunkt am gefahrenen Fahrzeug. Bei Richtungswechseln wünschen wir uns weniger Schaukeln und eine präzisere Kontrolle der Karosseriebewegungen.

Für die deutsche Marktausführung bleiben damit konkrete Fragen offen: Welche Ausstattung gehört tatsächlich zum Einstiegspreis, wie wird das Fahrwerk abgestimmt, und wie gut funktionieren Service, Ersatzteilversorgung und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen? Unser erster Test zeigt bereits viel praktischen Gegenwert auf kompakten 4,32 Metern, erlaubt aber noch kein abschließendes Urteil über das fertige deutsche Angebot oder die langfristigen Betriebskosten. Als komfortbetontes Hybrid-SUV mit guten Sitzen und viel Ausstattung macht der Tiggo 4 einen bemerkenswerten ersten Eindruck. In unserem einfach elektrisch Video sind der ausführliche Rundgang, die Sitzproben, der Kameratest und die Fahreindrücke einschließlich der Karosseriebewegungen zu sehen. Damit lassen sich gerade die Stärken des Innenraums und unsere Kritik an der Abstimmung auch unmittelbar nachvollziehen.

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