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DAS ist der neue Dacia Spring! Vorstellung und Sitzprobe!

Neuer Dacia Spring - Sitzprobe und Vorstellung

Der Dacia Spring wächst mit seiner zweiten Generation deutlich über das bisherige Format hinaus. Mehr Länge, erheblich mehr Breite, ein neu gestalteter Innenraum und zusätzliche Funktionen sollen den kleinen Stromer vielseitiger machen, ohne seinen eigentlichen Auftrag aus den Augen zu verlieren: bezahlbare Elektromobilität für den Alltag. Bei unserer ersten Begegnung in Paris schauen wir uns den neuen Dacia Spring Electric ausführlich von außen und innen an, nehmen vorne und hinten Platz und prüfen, wie viel Nutzwert zwischen Frunk und Heckklappe steckt. Die technischen Eckdaten passen zu diesem Ansatz: 60 kW Leistung, eine Batterie mit 27,5 kWh nutzbarem Energieinhalt und bis zu 250 Kilometer angekündigte Normreichweite. Dabei bleibt eine wichtige Grenze dieser Vorstellung bestehen. Wir betrachten ein Vorserienfahrzeug, also ein Fahrzeug vor dem regulären Serienstand, und sind den neuen Spring noch nicht gefahren. Aussagen zu Fahrkomfort, realem Verbrauch und Geräuschniveau müssen deshalb auf den späteren Fahrtest warten.

Wie stark wächst der neue Dacia Spring gegenüber seinem Vorgänger?

Mit einer Länge von 3,85 Metern und einer Breite von 1,74 Metern ohne Außenspiegel bleibt der neue Dacia Spring ein kleines Auto, legt gegenüber seinem Vorgänger aber spürbar zu. Die Karosserie wächst um 15 Zentimeter in der Länge und um 18 Zentimeter in der Breite. Gerade der zweite Wert ist für das Raumgefühl entscheidend, denn zusätzliche Breite kommt dem gemeinsamen Sitzen auf den vorderen Plätzen zugute. Wir empfinden den Innenraum bei der ersten Sitzprobe entsprechend deutlich großzügiger. Trotzdem bleibt der Spring dem A-Segment zugeordnet, also der Klasse der besonders kleinen Pkw. Für den Einsatz in engen Straßen und Parkhäusern ist außerdem der angekündigte Wendekreis von unter zehn Metern interessant. Dieser Wert beschreibt den Platz, den das Fahrzeug für eine vollständige Kreisfahrt benötigt. Trotz der gewachsenen Abmessungen verspricht der neue Spring damit weiterhin eine gute Handlichkeit im Stadtverkehr.

2027 Dacia Spring Fotos

Was verändert sich beim Design des Dacia Spring?

An der Front fallen die neu gestalteten Scheinwerfer, das veränderte Tagfahrlicht und die schwarzen Stoßfängerbereiche auf. Zusammen mit den breiteren Proportionen wirkt der neue Spring kräftiger und optisch erwachsener. Diesen Eindruck setzt die Karosserie bis zum Heck fort, wo schwarze Flächen und eine moderne Leuchtengestaltung das Erscheinungsbild prägen. Ein auffälliger großer Dachkantenspoiler gehört nicht zum gezeigten Auftritt, eine sichtbare Stabantenne dagegen schon. Auch ein Heckscheibenwischer ist vorhanden. In der höheren Ausstattung Journey kommt eine Rückfahrkamera hinzu, die den Blick auf den Bereich unmittelbar hinter dem Fahrzeug erleichtert. Insgesamt stehen vier Außenfarben und zwei Ausstattungslinien zur Wahl. Je nach Version fährt der Spring auf 15 oder 16 Zoll großen Stahlrädern. Am gezeigten Journey sind es 16-Zoll-Räder mit aufwendig gestalteten Radabdeckungen, die laut Vorstellung auch aerodynamisch optimiert sind, also die Luftströmung am Rad günstig beeinflussen sollen. Dass hier Stahlräder unter den Abdeckungen stecken, passt zum preisbewussten Konzept.

Wie viel Leistung bietet der neue Dacia Spring Electric?

Der Elektromotor erreicht eine Spitzenleistung von 60 kW, in der Vorstellung mit rund 80 PS angegeben, und stellt 175 Nm Drehmoment bereit. Während die Leistung beschreibt, wie viel Arbeit der Antrieb innerhalb einer bestimmten Zeit verrichten kann, bezeichnet das Drehmoment seine Drehkraft. Die Angabe der Spitzenleistung ist dabei nicht mit einer dauerhaft verfügbaren Leistung gleichzusetzen. Für den Sprint von null auf 100 km/h nennt Dacia 12,1 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 130 km/h. Damit ist der Spring auf Stadtverkehr, Pendelstrecken und Landstraßen zugeschnitten, wobei auch Autobahnfahrten zum möglichen Einsatz gehören. Große Leistungsreserven stehen bei diesem Konzept erkennbar nicht im Vordergrund. Wie spontan der Antrieb im Alltag reagiert und wie souverän sich der kleine Dacia bei höherem Tempo anfühlt, können wir allerdings erst nach einer Fahrt beurteilen. Die beiden Ausstattungslinien unterscheiden sich bei Motor und Batterie nicht, sodass die Wahl der höher ausgestatteten Version keine zusätzliche Antriebsleistung bringt.

Dacia Spring Video (Sitzprobe und Vorstellung)

Warum setzt Dacia weiterhin auf ein kleines und vergleichsweise leichtes Elektroauto?

Das angegebene Mindestgewicht liegt bei 1.212 Kilogramm. Zusammen mit der kompakten Batterie zeigt dieser Wert, worauf Dacia beim neuen Spring abzielt: überschaubares Gewicht, geringer Energiebedarf und ein bezahlbares Gesamtpaket. Dazu passen die von Dacia genannten Nutzungsdaten der ersten Generation. Demnach legen Spring-Fahrer im Durchschnitt rund 34 Kilometer pro Tag zurück, bei einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von ebenfalls 34 km/h. Etwa drei Viertel der Ladevorgänge finden zu Hause statt. Grundlage dieser Angaben sind sogenannte Connected-Car-Daten, also Daten vernetzter Fahrzeuge. Sie beschreiben die ausgewertete Nutzung der bisherigen Generation und sind keine allgemeingültige Aussage über alle Autofahrer. Für die Auslegung des Nachfolgers liefern sie dennoch eine nachvollziehbare Orientierung. Ein Auto für überwiegend kurze tägliche Wege benötigt andere Schwerpunkte als ein Fahrzeug, das regelmäßig lange Autobahnetappen bewältigen soll. Der Spring soll genau diesen alltäglichen Mobilitätsbedarf mit einer entsprechend überschaubaren Batterie abdecken.

Welche Batterie bekommt der Dacia Spring und was bedeutet LFP?

Die Batterie besitzt eine nutzbare Kapazität von 27,5 kWh. Kilowattstunden beschreiben die gespeicherte Energiemenge, während Kilowatt die Leistung des Motors oder beim Laden die Geschwindigkeit der Energieübertragung angeben. Mit der nutzbaren Kapazität ist der Energieinhalt gemeint, der für den Betrieb tatsächlich zur Verfügung steht. Eine davon getrennte Bruttokapazität wird in den vorliegenden Angaben nicht genannt. Bei den Zellen setzt Dacia auf LFP, die Abkürzung für Lithium-Eisenphosphat. Diese Zellchemie kommt ohne Nickel und Kobalt aus und wird in der Vorstellung als vergleichsweise robust und kostengünstig beschrieben. Sie passt damit zur Ausrichtung des Spring als preisbewusstes Elektroauto. Die überschaubare Batterie soll zusammen mit dem niedrigen Fahrzeuggewicht den Verbrauch begrenzen. Für die Bewertung des Konzepts kommt es deshalb darauf an, wie gut Reichweite und Ladeverhalten zu den tatsächlich gefahrenen Strecken passen.

Wie weit kommt der neue Dacia Spring mit einer Akkuladung?

Dacia kündigt eine kombinierte WLTP-Reichweite von bis zu 250 Kilometern an und nennt einen Normverbrauch von 12,7 kWh pro 100 Kilometer. WLTP bezeichnet ein standardisiertes Prüfverfahren, mit dem Verbrauch und Reichweite unter festgelegten Bedingungen ermittelt werden. Die Werte dienen damit der Vergleichbarkeit und sind noch kein Ergebnis unseres Fahrtests. Bei der Premiere können wir weder die reale Reichweite noch den tatsächlichen Stromverbrauch überprüfen. Auf dem Papier erscheint die Kombination aus kleiner Batterie und angekündigter Reichweite für das beschriebene Nutzungsprofil jedoch schlüssig. Die von Dacia ermittelten durchschnittlich 34 Tageskilometer liegen deutlich unter der angegebenen maximalen Normreichweite. Damit ist der Spring konzeptionell auch für einen Alltag ausgelegt, in dem nicht nach jeder einzelnen Fahrt wieder geladen werden muss. Wie groß die Reserven auf schnelleren Strecken ausfallen und welchen Verbrauch wir unter unseren Testbedingungen erreichen, bleibt eine Frage für die Fahrveranstaltung.

Wie lange lädt der Dacia Spring zu Hause?

Serienmäßig besitzt der Spring ein Bordladegerät mit 6,6 kW Leistung. Dieses Bauteil wird auch Onboard-Charger genannt und wandelt den Wechselstrom aus dem Stromnetz in den Gleichstrom um, den die Batterie speichern kann. Wechselstromladen wird häufig mit AC abgekürzt. An einer Wallbox, also einer fest installierten Ladestation, mit 7 kW nennt Dacia für das Laden von 15 auf 80 Prozent eine Dauer von zwei Stunden und 55 Minuten. An einer verstärkten Steckdose werden für denselben Ladebereich fünf Stunden und 40 Minuten angegeben, an einer normalen Haushaltssteckdose rund neun Stunden. Es handelt sich bei diesen Zeiten ausdrücklich nicht um vollständige Ladevorgänge von einer leeren bis zu einer vollen Batterie. Für den beschriebenen Alltag mit vielen heimischen Ladevorgängen kann bereits die serienmäßige Lösung ausreichen, wenn das Fahrzeug entsprechend lange steht. Die Zahlen machen aber auch deutlich, dass die verfügbare Anschlussleistung darüber entscheidet, wie flexibel sich kürzere Standzeiten zum Nachladen nutzen lassen.

Was bringt das optionale Schnellladepaket?

Mit dem optionalen Schnellladepaket steigt zunächst die AC-Ladeleistung auf 11 kW. An einer entsprechend leistungsfähigen Wallbox verkürzt sich die angekündigte Ladezeit von 15 auf 80 Prozent damit auf eine Stunde und 55 Minuten. Zusätzlich erhält der Spring einen CCS-Anschluss für Gleichstromladen mit bis zu 50 kW. CCS steht für Combined Charging System und bezeichnet das kombinierte Anschlusssystem für Wechselstrom- und Gleichstromladen. Beim Gleichstromladen, abgekürzt DC, erfolgt die notwendige Stromwandlung außerhalb des Fahrzeugs in der Ladesäule. Für den Bereich von 15 auf 80 Prozent nennt Dacia am Schnelllader 28 Minuten. Der Ladezustand wird auch als State of Charge oder kurz SoC bezeichnet. Bei einer nutzbaren Batteriekapazität von 27,5 kWh entspricht dieses Ladefenster rechnerisch rund 17,9 kWh zusätzlichem Energieinhalt in der Batterie. Die maximale Ladeleistung von 50 kW allein erzählt deshalb nur einen Teil der Geschichte. Für die praktische Reiseplanung ist die Dauer des Ladestopps aussagekräftiger. Für häufigere längere Fahrten erweitert das Paket die Möglichkeiten des Spring deutlich, während sich sein Nutzen bei überwiegendem Laden über Nacht anders gewichten lässt.

Kann der Dacia Spring auch externe Geräte mit Strom versorgen?

Zum Schnellladepaket gehört außerdem die Funktion V2L. Die Abkürzung steht für Vehicle to Load und bedeutet, dass das Fahrzeug elektrische Energie aus seiner Antriebsbatterie an externe Geräte abgeben kann. In der Vorstellung werden dafür E-Bike-Akkus, Lampen und eine Kaffeemaschine als Beispiele genannt. Damit kann aus dem kleinen Elektroauto bei einem Ausflug oder beim Camping auch eine mobile Stromquelle werden. Gerade bei einem preisbewussten Fahrzeug ist das eine interessante Erweiterung des Nutzwerts, weil die Batterie dann nicht ausschließlich dem Fahren dient. Eine konkrete maximale Ausgangsleistung wird in den vorliegenden Informationen allerdings nicht genannt. Welche Geräte sich einzeln oder gleichzeitig betreiben lassen, können wir deshalb noch nicht abschließend einordnen. Fest steht auf Grundlage der Vorstellung, dass V2L als Zusatzfunktion angeboten wird und zum optionalen Schnellladepaket gehört.

Wie praktisch sind Kofferraum und Frunk des neuen Dacia Spring?

Der hintere Kofferraum fasst bis zu 337 Liter. Werden die Rücksitzlehnen umgelegt, wächst das maximale Ladevolumen auf 1.283 Liter. Für ein 3,85 Meter langes Auto ergibt sich daraus ein vielseitig nutzbarer Stauraum, zumal die Lehne im Verhältnis 50:50 geteilt ist. Beide Hälften lassen sich damit getrennt umklappen, sodass sich Personenbeförderung und zusätzlicher Gepäckraum kombinieren lassen. Bei unserem Rundgang zeigt sich eine große Hecköffnung, durch die auch sperrigere Gegenstände eingeladen werden können. Unter dem Ladeboden gibt es eine weitere Verstaumöglichkeit, außerdem ist eine herausnehmbare Hutablage vorhanden. Der Gepäckraum ist mit Teppich ausgekleidet, einzelne Verkleidungsteile bleiben einfach ausgeführt. Die Heckklappe wird von Hand geöffnet und geschlossen. Am gezeigten Vorserienfahrzeug erfordert das Herausnehmen der Hutablage etwas Vorsicht. Wie sich solche Details beim fertigen Serienauto bedienen lassen, sollte deshalb später noch einmal geprüft werden.

Unter der vorderen Haube lässt sich optional ein zusätzlicher Stauraum mit 18 Litern Volumen unterbringen. Dieser Frunk, ein aus den englischen Wörtern für vorne und Kofferraum zusammengesetzter Begriff, ist aus unserer Sicht besonders für das Ladekabel sinnvoll. Das bleibt dort erreichbar, selbst wenn der hintere Kofferraum bereits mit Einkäufen oder Reisegepäck gefüllt ist. Die 18 Liter sind deshalb praktisch wertvoller, als die reine Volumenangabe zunächst vermuten lässt. Beim Blick unter die Haube sehen wir außerdem die 12-Volt-Batterie und die vorgesehenen Einfüllmöglichkeiten für Betriebsflüssigkeiten. Offen gehalten wird die Haube mit einer einfachen Stützstange. Diese Lösung passt zum insgesamt funktionalen Aufbau des Fahrzeugs. Der optionale Frunk gehört für uns zu den besonders nachvollziehbaren Ergänzungen der neuen Generation, weil er ein konkretes Alltagsproblem löst.

Wie hochwertig und geräumig wirkt der Innenraum?

Die zusätzliche Fahrzeugbreite macht sich bei unserer Sitzprobe deutlich bemerkbar. Olli findet mit seinen 1,85 Metern Körpergröße vorne ordentlich Platz, und auch das gemeinsame Sitzen mit einer zweiten Person wirkt erheblich entspannter als im bisherigen schmalen Format. Die Vordersitze empfinden wir beim ersten Probesitzen als bequem. Sie tragen mehrfarbige Stoffbezüge, besitzen integrierte Kopfstützen und bieten einen für diesen ersten Eindruck ausreichenden Seitenhalt. Bei der Unterstützung im Lendenbereich, also am unteren Rücken, und bei der Größe der Sitzauflage bleiben sie eher einfach. Trotzdem fällt unser erster Eindruck gegenüber der bisherigen Generation positiv aus. Ein belastbares Urteil zum Komfort auf längeren Fahrten lässt sich daraus noch nicht ableiten. Hilfreich für eine passende Sitzposition ist die in Höhe und Abstand verstellbare Lenksäule. Das Lenkrad lässt sich dadurch an Körpergröße und bevorzugte Sitzhaltung anpassen.

Bei den Materialien bleibt Dacia sichtbar kostenbewusst. Die Türverkleidungen bestehen aus hartem Kunststoff, erhalten durch unterschiedliche Strukturen aber eine ansprechendere Gestaltung. Auch am Armaturenbrett finden sich gestaltete Kunststoffflächen, wobei in der Vorstellung recyceltes Material genannt wird. Weich gepolsterte Armauflagen fehlen ebenso wie eine vordere Mittelarmlehne. Das großzügige Handschuhfach kommt ohne Filz- oder Teppichauskleidung aus, der Spiegel in der Sonnenblende ohne Beleuchtung. Die Seitenscheiben sind einfach verglast. Welchen Einfluss das auf die Geräuschkulisse hat, können wir im stehenden Fahrzeug noch nicht beurteilen. Solche Details zeigen, wo der Spring spart, ohne dass sich daraus allein schon ein Urteil über den späteren Fahrkomfort ableiten lässt. Entscheidend ist zunächst, dass die neue Gestaltung trotz der einfachen Materialien wesentlich vollständiger und wohnlicher wirkt.

Wie funktionieren Anzeigen, Infotainment und Smartphone-Anbindung?

Serienmäßig sitzt hinter dem Lenkrad ein digitales Kombiinstrument mit sieben Zoll Bildschirmdiagonale. Es übernimmt die Anzeige der zentralen Fahrinformationen. Ein Head-up-Display, das Informationen in das Blickfeld vor der Windschutzscheibe projizieren würde, ist nicht vorhanden. Die höhere Ausstattung Journey ergänzt das Cockpit um einen zentralen Touchscreen mit 10,1 Zoll und das System Media Nav Live. Infotainment fasst dabei die Informations- und Unterhaltungsfunktionen des Fahrzeugs zusammen. Die Oberfläche arbeitet mit einer Kachelstruktur und bündelt unter anderem Audiofunktionen, Bluetooth-Verbindungen, Navigation und Fahrzeugmenüs. Apple CarPlay und Android Auto ermöglichen die kabellose Einbindung kompatibler Smartphones. Hinzu kommen Connected Services, also vernetzte Dienste, mit Echtzeit-Verkehrsinformationen und weiteren Online-Funktionen. Im Elektro-Menü lassen sich Informationen zur Batterie aufrufen und ein gewünschtes Ladelimit einstellen. Damit kann festgelegt werden, ob bis 100 Prozent oder nur bis zu einem niedrigeren Ladezustand geladen werden soll.

Die Bedienung beschränkt sich dabei nicht auf den zentralen Bildschirm. Das oben und unten abgeflachte Multifunktionslenkrad trägt links Bedienelemente für die Assistenzfunktionen und rechts für das Infotainment. Links an der Lenksäule sitzt der Hebel für Blinker und Fahrlicht, rechts befinden sich der Fahrstufenwähler und darunter der Wischerhebel. Ein zusätzlicher Bedienhebel für die Audiofunktionen erinnert ebenfalls an bekannte Renault-Lösungen. Diese Anordnung schafft mehrere direkte Zugriffsmöglichkeiten, statt jede Bedienhandlung in ein Bildschirmmenü zu verlagern. Welche Assistenzsysteme im Einzelnen enthalten sind und wie gut die Bedienung während der Fahrt funktioniert, geht aus der vorliegenden Vorstellung allerdings nicht vollständig hervor. Unser erster Eindruck bezieht sich deshalb auf Anordnung, Ausstattung und die gezeigten Funktionen.

Welche Komfortfunktionen und Ablagen bietet der Spring?

Vorne gibt es elektrische Fensterheber und eine elektrische Spiegelverstellung. Die Basis erhält eine manuelle Klimaanlage. Bei der gezeigten Klimabedienung lassen sich Temperatur und Luftstrom gut erreichbar verändern, eine konkrete Zieltemperatur wird dabei nicht ausgewählt. Außerdem sind Funktionen für Umluft, die Belüftung der Frontscheibe und die Heckscheibenheizung vorhanden. Eine klassische Klimaautomatik mit fest eingestellter Wunschtemperatur lässt sich aus dieser Darstellung nicht ableiten. Für die Topvariante wird eine dreistufige Sitzheizung auf Fahrer- und Beifahrerseite genannt, zudem ist dort eine elektronische Parkbremse erhältlich. Diese wird elektrisch betätigt. In der Mittelkonsole finden sich zwei USB-C-Anschlüsse sowie eine Smartphone-Ablage. Eine induktive Ladefunktion, also kabelloses Laden durch einfaches Auflegen des Telefons, entdecken wir am vorgestellten Fahrzeug nicht.

Praktisch sind die unterschiedlich nutzbaren Ablagebereiche. Einige Fächer lassen sich in ihrer Unterteilung verändern und dadurch an größere oder kleinere Gegenstände anpassen. Hinzu kommen großzügige Ablagen in den Türen, weitere Fächer im unteren Bereich und eine 12-Volt-Steckdose, beispielsweise für entsprechendes Zubehör. Ein Becherhalter ist vorhanden, einen zweiten hätten wir uns ebenso gewünscht wie eine Mittelarmlehne. Am Armaturenbrett werden außerdem Möglichkeiten gezeigt, zusätzliche Elemente zum Aufhängen von Gegenständen einzusetzen. Der Innenraum bietet damit eine Reihe einfacher, aber nützlicher Lösungen für den Alltag. Dass manche Komfortdetails fehlen, fällt im direkten Kontakt durchaus auf. Gleichzeitig zeigen gerade die vielen Ablagen, dass Dacia den verfügbaren Raum nicht nur für Bildschirme und dekorative Flächen verwendet.

Wie gut können Erwachsene hinten im Dacia Spring sitzen?

Der neue Spring bietet insgesamt vier Sitzplätze. Beim Einstieg in die zweite Reihe kommen wir zunächst ordentlich durch die Türöffnung. Für unsere Sitzprobe ist der Vordersitz wie beim gewohnten Vergleich auf die B-Säule eingestellt, also auf Höhe der Karosseriesäule zwischen vorderer und hinterer Tür. Dahinter kann Olli mit 1,85 Metern gerade noch sitzen, während zur Dachlinie weiterhin ausreichend Platz bleibt. Damit wird der Spring hinten nicht zum großzügigen Reisewagen, bietet aber eine nachvollziehbar nutzbare zweite Sitzreihe. Der weitgehend durchgehende Boden erleichtert die Unterbringung der Füße. Positiv fallen außerdem die Polster auf, die sich an den vorderen Sitzen orientieren. Stoffflächen und eine Ablagemöglichkeit ergänzen den hinteren Bereich. Für Kindersitze sind an beiden hinteren Plätzen Isofix-Befestigungen vorhanden. Isofix bezeichnet feste Verankerungspunkte, über die sich dafür geeignete Kindersitze mit dem Fahrzeug verbinden lassen.

Bei der Ausstattung im Fond bleiben klare Einschränkungen. Eigene Belüftungsdüsen sind nicht vorhanden, USB-C-Anschlüsse entdecken wir dort ebenfalls nicht. Auch eine hintere Mittelarmlehne fehlt. Die hinteren Seitenscheiben lassen sich nur manuell ausstellen, also einen Spalt nach außen klappen. Vollständig herunterfahren können sie nicht, entsprechend gibt es hinten auch keine elektrischen Fensterheber. Diese Konstruktion gehört zu den auffälligeren Sparmaßnahmen, weil sie die Nutzung der hinteren Fenster unmittelbar beeinflusst. Der gewachsene Innenraum bringt also mehr Platz, während einige Komfortfunktionen bewusst einfach bleiben. Für die Einordnung als kompaktes Alltagsauto ist genau diese Kombination entscheidend: Vier Personen finden Platz, müssen in der zweiten Reihe aber mit einer reduzierten Ausstattung auskommen.

Welche Ausstattungen gibt es und was soll der Dacia Spring kosten?

Dacia bietet den neuen Spring in den Ausstattungslinien Expression und Journey an. Beide erhalten denselben 60-kW-Motor, dieselbe LFP-Batterie mit 27,5 kWh nutzbarer Kapazität und serienmäßig das 6,6-kW-Bordladegerät. Die Unterschiede liegen vor allem bei Rädern, Infotainment, Komfort und Parkausstattung. Journey bringt unter anderem den größeren zentralen Bildschirm und die Rückfahrkamera mit. Für die Preisgestaltung wird angekündigt, dass sämtliche Versionen unter 20.000 Euro starten sollen, noch vor möglichen staatlichen Förderungen. Im Rundgang wird für die Basis zusätzlich ein Einstieg unter 18.000 Euro genannt. Konkrete Einzelpreise und Aufpreise für Schnellladepaket oder Frunk enthält die Vorlage nicht. Aus den genannten Preisgrenzen lässt sich deshalb noch kein verbindlicher Endpreis für eine bestimmte Konfiguration mit allen gewünschten Optionen ableiten. Die Markteinführung ist für Dezember 2026 geplant. Ein belastbares genaues Bestelldatum lässt sich aus dem vorliegenden Transkript nicht entnehmen.

Welche Bedeutung hat der neue Spring für Dacia?

Die erste Generation wurde seit 2021 in mehr als 40 Ländern angeboten und laut den Angaben aus der Vorstellung über 210.000 Mal verkauft. Der neue Spring knüpft damit an ein bereits etabliertes Modell an, soll den Anspruch aber mit mehr Raum, mehr Ausstattung und zusätzlichen elektrischen Funktionen weiterentwickeln. Produziert wird die zweite Generation in Slowenien und damit in Europa. Zugleich ist der Spring der Auftakt zu einem größeren Vorhaben: Dacia plant bis 2030 insgesamt vier vollelektrische Fahrzeuge. Für uns ist am neuen Modell vor allem die Kombination aus weiterhin kompakten Außenmaßen und einem deutlich besser nutzbaren Innenraum interessant. Der kleine Akku, das überschaubare Gewicht und die angekündigten Preise zeigen, dass Dacia den Zugang zur Elektromobilität weiterhin über einen möglichst alltagstauglichen und bezahlbaren Ansatz sucht.

Wie fällt unser erster Eindruck vom neuen Dacia Spring aus?

Bei dieser ersten Begegnung macht der neue Dacia Spring vor allem dort Fortschritte, wo sie im täglichen Umgang sofort auffallen. Vorne gibt es mehr Platz, die Sitze wirken angenehmer, der Kofferraum ist vielseitig nutzbar und der optionale Frunk schafft einen gut erreichbaren Ort für das Ladekabel. Das größere Infotainment in der Journey-Ausstattung, die mögliche 11-kW-AC-Ladung und V2L erweitern den Funktionsumfang. Gleichzeitig bleiben die harten Kunststoffe, die hinteren Ausstellfenster, die fehlenden Mittelarmlehnen und die reduzierte Ausstattung im Fond sichtbar. Für die Kaufentscheidung wird deshalb entscheidend sein, wie das konkrete Angebot samt gewünschten Extras ausfällt und ob Reichweite sowie Ladezeiten zum eigenen Fahrprofil passen. Unser Eindruck vom stehenden Vorserienfahrzeug ist positiv, insbesondere beim Raumgefühl und beim praktischen Nutzwert. Ob der Spring auch beim Fahren so deutlich hinzugewinnt, wie er es bei dieser Vorstellung verspricht, müssen wir noch überprüfen. In unserem einfach elektrisch Video zur Premiere sind der Rundgang, die Sitzproben und die Details von Frunk, Kofferraum und Bedienung ausführlich zu sehen.

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