Früher gab es das Trio mit vier Fäusten und alle guten Dinge sind bekanntlich auch drei! Der Nissan Pixo komplettiert die Plattform-Familie bestehend aus Renault Twingo, Dacia Spring und halt dem neuen Elektro-Kleinwagen der Marke Nissan.
Die Renault Group und Nissan machen aus einer technischen Basis gleich drei elektrische Stadtautos mit unterschiedlichen Markenlogos und möglichst eigenständigem Charakter. Anfang 2027 soll der neue Nissan Pixo auf die Straße kommen und damit ein Elektro-Dreigestirn komplettieren.
Technisch sind sich die drei Kleinwagen dabei deutlich näher, als es die unterschiedlichen Marken vermuten lassen. Pixo, Twingo und der neue Spring basieren auf der RGEV-Small-Architektur des Renault-Konzerns und werden im slowenischen Novo Mesto produziert. Der Nissan Pixo bekommt 60 kW Leistung, eine 27,5-kWh-LFP-Batterie, bis zu 259 Kilometer WLTP-Reichweite und serienmäßiges DC-Schnellladen. Wer jetzt denkt, dass diese Werte irgendwie bekannt vorkommen, liegt ziemlich richtig. Und genau darin könnte am Ende sogar die größte Stärke des kleinen Nissan liegen.
Warum entwickelt Nissan nicht einfach einen eigenen Elektro-Kleinwagen?
Die Antwort ist relativ einfach: Weil Automobilentwicklung Geld kostet. Sehr viel Geld. Das ist grundsätzlich kein Problem, solange anschließend Fahrzeuge mit entsprechenden Margen verkauft werden können. Im A-Segment sieht die Welt allerdings anders aus. Hier kämpfen Hersteller teilweise um wenige hundert Euro Produktionskosten, weil jeder zusätzliche Tausender beim Verkaufspreis sofort darüber entscheiden kann, ob aus einem günstigen Kleinwagen plötzlich doch wieder ein überraschend teures Auto wird. Nissan nutzt deshalb die Zusammenarbeit innerhalb der Allianz. Eine bereits vorhandene Plattform wird übernommen, anschließend werden Design, Ausstattung, Software, Fahrwerksabstimmung und Markenauftritt angepasst.
Das Prinzip ist in der Automobilindustrie keineswegs neu. Ein Kuchenrezept kann identisch sein, entscheidend ist, was anschließend oben draufkommt. Plattform-Sharing spart Entwicklungskosten, verkürzt Entwicklungszeiten und kann Fahrzeuge überhaupt erst wirtschaftlich möglich machen, deren komplette Eigenentwicklung kaum rentabel wäre. Gerade bei günstigen Elektroautos könnte genau das entscheidend werden. Denn wenn am Ende nicht drei Hersteller jeweils Milliarden in eine eigene Kleinwagenplattform investieren müssen, sondern sich die Grundtechnik teilen, steigt zumindest die Chance, dass der Preis auch tatsächlich in einem Bereich landet, in dem ein A-Segment-Modell überhaupt Sinn ergibt.
Wie klein ist der Nissan Pixo wirklich?
Mit 3,796 Metern Länge gehört der Nissan Pixo tatsächlich noch zu den Autos, bei denen der Begriff Kleinwagen nicht nur deshalb verwendet wird, weil das Marketing irgendwann beschlossen hat, dass inzwischen selbst 4,30 Meter irgendwie kompakt sind. Der Pixo ist 1,790 Meter breit, 1,512 Meter hoch und besitzt einen Radstand von 2,492 Metern. Gerade dieser Radstand ist interessant, denn bei einer kompakten Gesamtlänge bedeutet ein möglichst großer Abstand zwischen Vorder- und Hinterachse grundsätzlich mehr nutzbaren Innenraum. Die Räder wandern weiter nach außen und weniger Fahrzeuglänge wird für Überhänge verschenkt. Vorne misst der Überhang 741 Millimeter, hinten lediglich 563 Millimeter, die Bodenfreiheit beträgt 140 Millimeter.
Und dann gibt es noch eine Zahl, die bei einem Stadtauto vielleicht wichtiger ist als irgendein Beschleunigungswert: Der Wendekreis beträgt nur 9,9 Meter. Das dürfte überall dort interessant werden, wo Tiefgaragen, Altstädte oder Parkhäuser offenbar von Menschen geplant wurden, die beruflich eigentlich lieber Escape Rooms entworfen hätten. Gerade im urbanen Alltag entscheidet eben nicht nur die Reichweite darüber, ob ein Elektroauto praktisch ist. Ein Fahrzeug, das sich leicht wenden lässt, wenig Platz braucht und trotzdem innen brauchbaren Raum bietet, kann im Alltag deutlich mehr Nutzen bringen als der nächste große Reichweitenrekord.
Reichen 60 kW für ein Elektroauto?
Der Elektromotor leistet 60 kW, also rund 82 PS. Damit gehört der Nissan Pixo nicht zu jener Elektroauto-Gattung, die beim Ampelstart versucht, mit der Beschleunigung irgendwelche inneren Organe neu zu sortieren. Muss er aber auch nicht. Das Einsatzgebiet ist klar definiert: Stadt, Umland, Pendelstrecke, Einkauf, Kinder zur Schule bringen und vielleicht auch die grundsätzliche Frage beantworten, warum für die Fahrt zum Bäcker eigentlich immer häufiger zwei Tonnen Leergewicht bewegt werden müssen. Die technischen Parallelen innerhalb des Trios sind dabei offensichtlich. Auch Renault Twingo E-Tech Electric und Dacia Spring setzen auf 60 kW Leistung und eine Batterie mit 27,5 kWh.
Der Twingo soll bis zu 263 Kilometer nach WLTP schaffen, beim Nissan sind es maximal 259 Kilometer und beim Dacia Spring bis zu 250 Kilometer. Große Leistungsunterschiede sind hier also nicht zu erwarten. Viel spannender wird deshalb später die Frage, wie unterschiedlich sich die drei Fahrzeuge tatsächlich fahren. Fahrwerksabstimmung, Lenkung, Geräuschkomfort, Sitzposition und Software können aus einer identischen technischen Basis durchaus sehr unterschiedliche Autos machen. Genau dort müssen Renault, Dacia und Nissan am Ende zeigen, ob aus Plattformgeschwistern tatsächlich drei unterschiedliche Charaktere werden oder doch nur drei Varianten desselben Grundrezepts.
Warum setzt Nissan auf eine LFP-Batterie?
Weil sie im Baukasten verfügbar ist? Im Unterboden steckt eine Batterie mit 27,5 kWh Kapazität. Nissan setzt dabei auf Lithium-Eisenphosphat-Zellen, kurz LFP. Bei diesem Zelltyp kommen in der Kathode weder Nickel noch Kobalt zum Einsatz. LFP-Batterien gelten als robust, vergleichsweise günstig und thermisch stabil, ihre Energiedichte liegt allerdings meist unter der klassischer Nickel-basierter Lithium-Ionen-Akkus. Bei einem kleinen Elektroauto muss das allerdings kein Nachteil sein, denn der Nissan Pixo versucht gar nicht erst, 600 oder 700 Kilometer Reichweite zu erreichen.
Statt eine Batterie mit 70, 80 oder inzwischen teilweise mehr als 100 kWh durch die Gegend zu bewegen, beschränkt sich Nissan auf einen vergleichsweise kleinen Energiespeicher. Genau hier kommt das sogenannte Rightsizing ins Spiel. Fahrzeug, Batterie, Leistung und Reichweite werden möglichst genau auf den vorgesehenen Einsatzzweck zugeschnitten. 259 Kilometer WLTP-Reichweite machen aus dem Pixo keinen Autobahn-Langstreckenwagen. Für Stadtverkehr, Pendelstrecken und den Alltag könnten sie allerdings vollkommen ausreichen. Und ganz nebenbei bedeutet eine kleinere Batterie weniger Gewicht, weniger Rohstoffbedarf und normalerweise auch geringere Kosten. Genau deshalb könnte der Pixo eines dieser Elektroautos werden, bei denen nicht die größtmögliche Batterie das Ziel ist, sondern eine möglichst sinnvolle.
Sind 50 kW DC-Ladeleistung heute noch zeitgemäß?
Auf dem Papier wirken 50 kW DC-Ladeleistung im Jahr 2026 tatsächlich nicht besonders spektakulär. Große Elektroautos werben inzwischen mit 200, 300 oder teilweise mehr als 400 kW maximaler Ladeleistung. Daneben sieht ein Wert von 50 kW zunächst ein bisschen danach aus, als hätte jemand versehentlich ein Datenblatt aus einer anderen Zeit geöffnet. Allerdings dürfen wir dabei die Batteriegröße nicht vergessen. Nissan nennt rund 28 Minuten für den Ladevorgang von 15 auf 80 Prozent und dabei müssen eben keine 70 oder 100 kWh nachgeladen werden.
Bei einer Batterie mit lediglich 27,5 kWh Kapazität relativiert sich die vermeintlich niedrige Spitzenleistung schnell. Ohnehin ist die maximale Kilowatt-Angabe nur ein Teil der Wahrheit. Entscheidend für den Alltag ist letztlich, wie hoch die durchschnittliche Ladeleistung während des gesamten Ladevorgangs ausfällt. Ein Fahrzeug mit 50 kW Spitze, das diese Leistung über einen großen Teil des Ladefensters halten kann, muss nicht automatisch langsamer laden als ein Auto mit deutlich höherer Peak-Leistung, die nur für wenige Minuten anliegt. Für den Pixo dürfte ohnehin entscheidender sein, wie gut er sich in den typischen Ladealltag eines Stadtautos integriert.
Renault Twingo Fahrbericht
Warum könnten 11 kW AC wichtiger als 50 kW DC sein?
Der Nissan Pixo bekommt serienmäßig einen 11-kW-Onboard-Lader. Damit kann der Wagen an einer passenden Wallbox oder öffentlichen AC-Ladesäule dreiphasig laden. Gerade bei einem Fahrzeug, das vermutlich sehr häufig zu Hause, am Arbeitsplatz oder während längerer Standzeiten geladen wird, dürfte das im Alltag ziemlich relevant sein. Und genau hier könnte sich Nissan gegenüber seinen Plattformgeschwistern ein kleines Ausstattungsargument geschaffen haben.
Denn beim Renault Twingo gehört die Kombination aus 11 kW AC und 50 kW DC nicht grundsätzlich zur Basisausstattung. Dort ist serienmäßig zunächst ein 6,6-kW-AC-Lader vorgesehen, während die leistungsfähigere Ladehardware über ein zusätzliches Paket angeboten wird. Wenn Nissan beim Pixo tatsächlich 11 kW AC und 50 kW DC serienmäßig anbietet, könnte die vermeintlich identische Technik plötzlich doch einen ziemlich relevanten Unterschied besitzen. Gerade bei günstigen Elektroautos sollte man deshalb nicht nur auf Batteriegröße und Reichweite schauen. Die Ladeausstattung kann im Alltag darüber entscheiden, ob ein Fahrzeug unkompliziert funktioniert oder ständig Kompromisse verlangt.
2027 Nissan Pixo Fotos























Kann der Nissan Pixo sogar Strom wieder abgeben?
Interessant wird es beim Thema bidirektionales Laden. Normalerweise fließt elektrische Energie beim Laden lediglich in eine Richtung, nämlich vom Stromnetz in die Fahrzeugbatterie. Bidirektionales Laden ermöglicht grundsätzlich auch den umgekehrten Weg. Das Fahrzeug kann also gespeicherte Energie wieder abgeben. Welche Funktionen Nissan beim Pixo tatsächlich freischalten wird, dürfte allerdings von Markt und Ausstattung abhängen.
Denkbar wäre beispielsweise Vehicle-to-Load, kurz V2L. Dabei versorgt das Fahrzeug externe elektrische Geräte mit Energie. Noch einen Schritt weiter gehen Vehicle-to-Home und Vehicle-to-Grid. Bei V2H könnte die Fahrzeugbatterie Strom in ein Gebäude einspeisen, bei V2G sogar mit dem öffentlichen Stromnetz kommunizieren und elektrische Energie bei Bedarf zurückspeisen. Beim technisch verwandten Renault Twingo unterstützt der optionale 11-kW-Lader bereits V2L und V2G. Für externe Verbraucher nennt Renault dabei Leistungen von bis zu 3,7 kW. Das ist durchaus bemerkenswert. Früher musste ein Kleinwagen vor allem die Einkaufstüten nach Hause bekommen. Heute diskutieren wir darüber, ob er nebenbei elektrische Verbraucher oder irgendwann sogar Teile eines Hauses mit Strom versorgen kann.
Wie viel Platz bietet ein nur 3,80 Meter langer Pixo?
Beim Kofferraum könnte der Nissan Pixo überraschen. Mit aufgestellten Rücksitzen nennt Nissan 356 Liter Volumen nach VDA-Norm. Werden die Rücksitze umgelegt, sollen bis zu 1.221 Liter möglich sein. Für ein Fahrzeug mit lediglich rund 3,80 Metern Außenlänge ist das ein bemerkenswerter Wert. Die elektrische Plattform hilft dabei, den vorhandenen Raum möglichst effizient auszunutzen, weil Elektromotoren deutlich weniger Bauraum benötigen als klassische Verbrennungsmotoren mit Motorblock, Getriebe, Abgasanlage, Tank und zahlreichen Nebenaggregaten.
Dadurch lässt sich die Fahrzeugarchitektur anders aufteilen und mehr Raum dort schaffen, wo Fahrer, Passagiere und Gepäck etwas davon haben. Natürlich verwandelt sich der Nissan Pixo deswegen nicht plötzlich in einen Transporter. Für Getränkekisten, Kinderwagen, Wochenendeinkäufe und den üblichen Alltag dürfte er aber deutlich weniger klein wirken, als die Außenlänge vermuten lässt. Gerade im A-Segment ist das eine der wichtigsten Disziplinen, denn niemand kauft einen Kleinwagen, weil er besonders viel Blech um möglichst wenig Innenraum herum haben möchte.
Dacia Spring Vorstellung
Ist günstig beim Nissan Pixo automatisch einfach?
Offenbar nicht. Nissan nennt unter anderem einen autonomen Notbremsassistenten, Spurhaltefunktionen und die eigene e-Pedal-Technologie. Beim e-Pedal lässt sich ein großer Teil der Verzögerung über das Fahrpedal steuern. Wird das Pedal gelupft, arbeitet der Elektromotor als Generator, das Fahrzeug wird verzögert und gleichzeitig elektrische Energie zurück in die Batterie gespeichert. Dieser Vorgang heißt Rekuperation und kann gerade im Stadtverkehr angenehm sein, weil deutlich seltener zwischen Fahr- und Bremspedal gewechselt werden muss.
Hinzu kommen Funktionen über die MyNissan-App sowie Navigation, Routenplanung und Ladefunktionen. Im Infotainmentsystem setzt Nissan außerdem auf Google built-in. Google Maps und weitere Google-Dienste laufen damit direkt im Fahrzeug. Sogar Gemini soll integriert werden. Googles KI-Assistent könnte damit unter anderem Navigation, Routenplanung und verschiedene Sprachfunktionen unterstützen. Damit erreicht inzwischen also selbst ein elektrischer A-Segment-Kleinwagen eine digitale Ausstattung, für die vor wenigen Jahren noch erstaunlich weit oben in der Preisliste eines Oberklassemodells gesucht werden musste.
Ist der Nissan Pixo einfach nur ein Renault Twingo mit anderem Gesicht?
Technisch steckt zweifellos sehr viel Twingo im Nissan Pixo. 60 kW Leistung, eine 27,5-kWh-LFP-Batterie, rund 260 Kilometer Reichweite, 50 kW DC-Ladeleistung und dieselbe Grundplattform lassen daran kaum Zweifel. Auch der Dacia Spring verwendet weitgehend dieselben Zutaten. Deshalb wird jetzt interessant, welche Unterschiede die Hersteller bei Design, Innenraum, Fahrwerksabstimmung, Ausstattung, Software und natürlich beim Preis schaffen.
Renault positioniert den Twingo emotionaler und spielt bewusst mit der Historie des bekannten Kleinwagens. Dacia konzentriert sich traditionell auf das Wesentliche und will den Spring erneut unterhalb der Marke von 20.000 Euro anbieten. Nissan braucht also eine eigene Position zwischen diesen beiden Fahrzeugen. Das könnte funktionieren, wenn der Pixo etwas erwachsener auftritt als der Twingo, gleichzeitig mehr Serienausstattung mitbringt als der günstigste Spring und das vorhandene Nissan-Händlernetz nutzt. Denn Plattformgleichheit bedeutet eben nicht automatisch Produktgleichheit. Wenn Nissan die Abstimmung sinnvoll trifft, könnte derselbe technische Unterbau am Ende drei durchaus unterschiedliche Zielgruppen bedienen.
Warum heißt der kleine Nissan eigentlich wieder Pixo?
Ganz neu ist der Name nicht. Zwischen 2009 und 2013 hatte Nissan bereits einen Pixo in Europa im Programm. Damals handelte es sich um einen kleinen Verbrenner, der technisch eng mit dem Suzuki Alto verwandt war. Interessanterweise bleibt Nissan damit sogar der ursprünglichen Pixo-Idee treu, denn schon damals setzte man auf technische Zusammenarbeit, um einen möglichst günstigen Kleinwagen anbieten zu können.
Der große Unterschied liegt selbstverständlich unter der Haube. Damals arbeitete dort ein kleiner Dreizylinder-Benziner, heute übernimmt ein Elektromotor den Antrieb. Man könnte also sagen: Kleines Auto, Kooperation mit einem anderen Hersteller und möglichst günstiger Einstieg. Das Konzept ist erstaunlich ähnlich geblieben. Nur das Ladekabel hätte man 2009 vermutlich noch für ein ziemlich ambitioniertes Verlängerungskabel gehalten.
Was wird der Nissan Pixo kosten?
Und damit kommen wir wahrscheinlich zur entscheidenden Frage. Einen deutschen Preis nennt Nissan bislang nicht. Preise, marktspezifische Ausstattungen und Informationen zur Vorbestellung sollen im Dezember 2026 veröffentlicht werden, die ersten Fahrzeuge sollen Anfang 2027 ausgeliefert werden. Genau diese Preisgestaltung dürfte am Ende darüber entscheiden, wie interessant der Nissan Pixo tatsächlich wird.
Dacia will den Spring unterhalb von 20.000 Euro positionieren. Für Nissan dürfte es deshalb schwierig werden, den Pixo deutlich teurer anzubieten, ohne beim Serienumfang entsprechend nachzulegen. Der serienmäßige 11-kW-AC-Lader und das serienmäßige 50-kW-DC-Laden könnten dabei durchaus Argumente sein. Denn identische Batteriekapazität und identische Motorleistung bedeuten eben noch lange nicht, dass am Ende auch das gleiche Gesamtpaket angeboten wird.
Braucht Europa wirklich drei fast gleiche Elektro-Kleinwagen?
Vielleicht ist das sogar die falsche Frage. Denn wenn eine gemeinsame Plattform dafür sorgt, dass Renault, Nissan und Dacia jeweils einen kleinen Elektro-Stadtwagen auf den Markt bringen können, ohne dafür jedes Mal Milliarden in eine komplette Neuentwicklung investieren zu müssen, dann kann diese Gleichteilepolitik durchaus sinnvoll sein. Vor allem dann, wenn dadurch endlich wieder mehr Elektroautos im unteren Preissegment entstehen. Der Renault Twingo spielt die emotionale Retro-Karte, der Dacia Spring konzentriert sich konsequent auf einen möglichst niedrigen Preis und der Nissan Pixo versucht offenbar, mit umfangreicher Serienausstattung, Konnektivität und einem etwas erwachseneren Auftritt seine Position dazwischen zu finden. Unter der Karosserie arbeiten weitgehend dieselben Zutaten.
Das muss nichts Schlechtes sein. Beim Smartphone interessiert schließlich auch kaum jemanden, ob ein Prozessor bereits in mehreren anderen Geräten eingesetzt wird. Entscheidend ist, was der Hersteller daraus macht, wie gut das Gesamtpaket funktioniert und was anschließend auf der Rechnung steht. Und deshalb dürfte beim Nissan Pixo die vielleicht wichtigste technische Zahl erst im Dezember 2026 veröffentlicht werden. Sie steht nicht in Kilowatt, Kilowattstunden oder Kilometern, sondern hinter dem Euro-Zeichen.






















