Es gibt Pressemitteilungen, die bestehen aus ein paar Bildern, ein paar PR-Zitaten und der üblichen Sammlung an Superlativen. Und dann gibt es diese Momente, in denen Hersteller offensichtlich selbst wissen, dass sie gerade etwas völlig Neues vorstellen. Anders lässt sich die Tatsache kaum erklären, dass Mercedes-AMG für den neuen vollelektrischen GT 4-Türer gleich eine 23 Seiten lange Pressemitteilung veröffentlicht. Für ein Fahrzeug, das in gerade einmal 2,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h schießt, ist das fast schon ironisch.
Doch genau das zeigt auch, wie ernst es Mercedes-AMG mit diesem Auto meint. Der neue AMG GT 4-Türer ist nicht einfach ein weiteres schnelles Elektroauto. Er soll die elektrische Antwort auf alles sein, was AMG in den vergangenen Jahrzehnten definiert hat: brutale Performance, emotionale Inszenierung, Langstreckentauglichkeit und eine Fahrdynamik, die nicht nur auf dem Papier funktioniert.
Was steckt hinter der neuen AMG.EA Plattform?
Der neue GT basiert erstmals auf der komplett neuen AMG.EA Architektur. Dabei handelt es sich um eine reine Hochleistungsplattform für Elektrofahrzeuge, die nicht aus bestehenden Mercedes-Benz Baukästen adaptiert wurde, sondern speziell für AMG entstand.
Das Ziel war offensichtlich: Keine Kompromisse.
Bereits die technischen Eckdaten zeigen, dass Mercedes-AMG nicht im Bereich klassischer Elektro-Limousinen denkt. Stattdessen bewegt sich das Fahrzeug eher in Regionen von Hypercars.
Der AMG GT 63 4-Türer Coupé leistet bis zu 860 kW beziehungsweise 1.169 PS. Die etwas „kleinere“ Version, der AMG GT 55, bringt es immer noch auf 600 kW beziehungsweise 816 PS. Damit beschleunigt der GT 63 in 2,1 Sekunden auf 100 km/h und erreicht 200 km/h nach nur 6,4 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 300 km/h. Das eigentlich Spannende ist aber nicht die reine Leistung, sondern wie diese erzeugt wird.
Warum sind die neuen Axial-Fluss-Motoren so besonders?
Mercedes-AMG setzt hier erstmals auf sogenannte Axial-Fluss-Motoren. Das klingt zunächst nach Marketing-Sprech, ist technisch aber tatsächlich ein großer Unterschied zu klassischen Elektromotoren.
Bei normalen Elektromotoren verläuft der magnetische Fluss quer zur Drehachse. Beim Axial-Fluss-Motor dagegen parallel zur Achse. Dadurch lassen sich die Motoren deutlich kompakter bauen und gleichzeitig leistungsfähiger auslegen. Im neuen AMG arbeiten gleich drei dieser Motoren. Zwei sitzen an der Hinterachse, einer vorne. Die beiden hinteren Motoren messen jeweils nur rund acht Zentimeter in der Breite. Der vordere Motor ist gerade einmal neun Zentimeter breit. Trotzdem drehen die Aggregate mit bis zu 15.000 Umdrehungen pro Minute.
Der Vorteil liegt nicht nur in der Spitzenleistung, sondern vor allem in der Dauerleistung. Genau hier hatten viele Hochleistungs-Elektroautos bislang Probleme. Nach wenigen Vollgasattacken reduzierten die Systeme die Leistung wegen thermischer Belastung deutlich.
Mercedes-AMG verspricht dagegen wiederholbare Performance unter Dauerlast.
Und genau das dürfte die eigentliche Ansage an Porsche Taycan, Tesla Model S Plaid oder Lucid Air sein.
Wie funktioniert die neue Batterie-Technologie?
Mindestens genauso spannend wie die Motoren ist die Batterie. Die sogenannte AMG High Performance Electric Battery wurde gemeinsam mit Formel-1-Knowhow entwickelt und nutzt direkt gekühlte Rundzellen. Insgesamt kommen 2.660 Zellen zum Einsatz. Besonders interessant ist dabei die Zellkühlung.
Jede einzelne Batteriezelle wird direkt von einem elektrisch nicht leitenden Kühlöl umströmt. Das klingt zunächst aufwendig und genau das ist es auch. Der Vorteil: Die Temperatur jeder einzelnen Zelle lässt sich extrem präzise kontrollieren. Dadurch bleibt die Batterie selbst bei hoher Dauerbelastung leistungsfähig.
Mercedes-AMG spricht hier ganz offen von einem Technologietransfer aus der Formel 1. Auch die Zellchemie fällt auf. Zum Einsatz kommt eine NCMA-Chemie mit Nickel, Kobalt, Mangan und Aluminium. Ergänzt wird das Ganze durch eine siliziumhaltige Anode. Ziel ist eine Kombination aus hoher Energiedichte, hoher Ladeleistung und langer Lebensdauer.
Wird Laden endlich nebensächlich?
Die Ladeleistung ist vermutlich einer der größten Paukenschläge dieser Vorstellung. Der neue AMG GT lädt mit bis zu 600 kW. Ja, sechshundert. Damit sollen in nur zehn Minuten mehr als 460 Kilometer WLTP-Reichweite nachgeladen werden können. Der klassische Ladehub von 10 auf 80 Prozent dauert laut Mercedes-AMG lediglich elf Minuten. Das ist eine völlig neue Dimension. Zum Vergleich: Viele aktuelle Elektroautos liegen heute irgendwo zwischen 150 und 350 kW Spitzenladeleistung. Selbst Fahrzeuge wie der Porsche Taycan oder Hyundai Ioniq 5 wirken daneben plötzlich fast konservativ.
Natürlich braucht es dafür auch passende Infrastruktur. Mercedes verweist explizit auf neue HPC-Ladesysteme wie Alpitronic-Lader mit entsprechend hohen Strömen von über 800 Ampere.
Interessant ist dabei, dass das Fahrzeug weltweit für fünf verschiedene Schnelllade-Standards vorbereitet wird. Dazu gehören CCS2, CCS1, NACS, CHAdeMO und GB/T.
Mercedes-AMG GT 4-Türer Coupé Fotos (gelb)


























Warum simuliert AMG plötzlich einen V8?
Der vielleicht kontroverseste Punkt dieses Fahrzeugs ist das künstliche V8-Erlebnis. Mercedes-AMG weiß offenbar sehr genau, dass viele Fans emotionale Verbrenner-Erlebnisse vermissen. Deshalb entwickelte das Team den sogenannten AMGFORCE S+ Modus. Und hier wird es fast absurd aufwendig.
Statt irgendeinen Fantasie-Sound zu erzeugen, hat AMG einen echten AMG GT R vermessen. Mit 16 Mikrofonpositionen wurden über 100 Messungen durchgeführt, um den Klang möglichst authentisch zu digitalisieren.
Dazu kommen simulierte Schaltvorgänge inklusive Zugkraftunterbrechung, passende Vibrationen und spezielle Anzeigen im Cockpit.
Die Frage ist natürlich: Braucht man das?
Darüber lässt sich trefflich streiten. Einerseits wirkt es fast wie ein Eingeständnis, dass Elektromobilität emotional noch immer erklärungsbedürftig ist. Andererseits zeigt AMG damit auch, dass man verstanden hat, dass Performance eben nicht nur aus Beschleunigungswerten besteht.
Und ehrlich gesagt: Wenn selbst Elektrofahrzeuge inzwischen anfangen, künstlich V8 zu spielen, dann zeigt das auch, wie stark die emotionale Bindung vieler Enthusiasten an klassische AMG-Motoren noch immer ist.
Wie wird sich der elektrische AMG fahren lassen?
Zumindest auf dem Papier wirkt das Gesamtpaket extrem aufwendig. Das Fahrzeug verfügt über ein AMG ACTIVE RIDE CONTROL Fahrwerk mit semi-aktiver Wankstabilisierung, aktive Hinterachslenkung mit bis zu sechs Grad Lenkwinkel sowie vollvariablem Torque Vectoring. Torque Vectoring bedeutet vereinfacht erklärt, dass die Antriebskraft gezielt zwischen den einzelnen Rädern verteilt wird. Dadurch kann das Fahrzeug deutlich präziser einlenken und stabiler durch Kurven fahren.
Besonders spannend klingt die aktive Hinterachslenkung. Bei niedrigen Geschwindigkeiten lenken die Hinterräder entgegengesetzt zur Vorderachse. Das macht das Fahrzeug agiler und reduziert den Wendekreis. Bei hohen Geschwindigkeiten lenken Vorder- und Hinterachse dagegen parallel, wodurch mehr Stabilität entsteht.
Dazu kommen aktive Aerodynamiksysteme mit beweglichen Unterboden-Elementen, aktivem Heckspoiler und variabler Luftführung. Der technische Aufwand ist enorm.
Mercedes-AMG GT 4-Türer Coupé Fotos (weiß)




















Wie sieht der neue AMG GT aus?
Optisch bleibt der GT klar als AMG erkennbar, interpretiert die klassische AMG-Formensprache aber deutlich futuristischer. Die Front trägt weiterhin die typische AMG-Kühlerverkleidung mit vertikalen Streben. Erstmals ist diese optional beleuchtet. Dazu kommen Scheinwerfer mit Stern-Signatur und extrem breite Schultern.
Auffällig ist vor allem die flache Silhouette. Trotz Batterie im Unterboden konnte Mercedes das Fahrzeug sogar vier Zentimeter flacher gestalten als den Vorgänger. Hinten sorgen sechs runde Rückleuchten im Turbinen-Design für einen eigenständigen Auftritt. Man kann über das Design diskutieren, aber langweilig ist dieser AMG definitiv nicht.
Was passiert im Innenraum?
Im Innenraum kombiniert Mercedes-AMG klassischen Gran-Turismo-Komfort mit Motorsport-Inszenierung. Das Cockpit ist stark fahrerorientiert aufgebaut und kombiniert ein 10,2 Zoll großes Kombiinstrument mit einem 14 Zoll Zentraldisplay. Optional gibt es zusätzlich ein 14 Zoll großes Beifahrerdisplay.
Besonders auffällig sind die drei physischen AMG-Drehregler in der Mittelkonsole. In Zeiten immer größerer Touchflächen wirkt das fast schon angenehm analog. Auch das neue MBUX-System wurde massiv erweitert.
Neben klassischen Funktionen integriert Mercedes-AMG inzwischen KI-Systeme von ChatGPT, Microsoft Bing und Google Gemini. Dazu kommen spezielle AMG-Anwendungen wie AMG Track Pace für Rennstrecken-Analysen oder das AMG Performance Menu mit Echtzeitdaten zu Temperatur, Aerodynamik und Energiefluss.
Ist das noch ein AMG?
Genau das dürfte die entscheidende Frage sein. Mercedes-AMG versucht mit diesem Fahrzeug nicht einfach nur einen elektrischen Nachfolger für bestehende Modelle zu bauen. Stattdessen wirkt der GT 4-Türer fast wie ein Technologieträger mit Straßenzulassung. Der Aufwand ist gigantisch. Drei Axial-Fluss-Motoren, aktive Aerodynamik, Formel-1-inspirierte Batteriekühlung, 600-kW-Laden, simulierte V8-Emotionen und ein Fahrwerk, das offenbar alles gleichzeitig können soll.
Natürlich bleibt abzuwarten, wie sich das Fahrzeug tatsächlich fährt. Gerade beim Thema Gewicht dürfte auch dieser AMG keine Ausnahme machen. Und die Frage, wie authentisch künstlich erzeugte V8-Emotionen am Ende wirklich wirken, wird jeder für sich beantworten müssen.
Trotzdem zeigt dieses Fahrzeug vor allem eines: AMG hat verstanden, dass Elektromobilität im High-Performance-Segment nicht einfach nur aus mehr Leistung bestehen darf. Es geht um Emotionen, Wiederholbarkeit, Thermomanagement, Fahrgefühl und Inszenierung. Und genau deshalb wirkt dieser elektrische AMG deutlich spannender als viele andere Elektroautos, die lediglich mit immer höheren Leistungswerten um sich werfen.
Die eigentliche Botschaft dieser 23 Seiten langen Pressemitteilung lautet daher vermutlich: AMG will nicht einfach elektrisch werden. AMG will elektrisches Fahren dominieren und das bringt uns zu den technischen Daten und Fakten.
Mercedes-AMG GT 63 4-Türer Coupé – technische Daten
Der Mercedes-AMG GT 63 4-Türer Coupé setzt technisch neue Maßstäbe im High-Performance-Segment der Elektrofahrzeuge. Angetrieben wird das viertürige Coupé von gleich drei sogenannten Axial-Fluss-Motoren. Diese besonders kompakt bauenden Elektromotoren ermöglichen eine Systemleistung von bis zu 860 kW beziehungsweise 1.169 PS. Selbst die Dauerleistung liegt noch bei beeindruckenden 530 kW beziehungsweise 721 PS. Das maximale Drehmoment beträgt gewaltige 2.000 Newtonmeter, die über den vollvariablen Allradantrieb AMG Performance 4MATIC+ auf alle vier Räder verteilt werden.
Die Fahrleistungen bewegen sich dabei bereits auf Hypercar-Niveau. Mit aktiviertem 1-Foot-Rollout sprintet der elektrische AMG in nur 2,1 Sekunden auf 100 km/h und erreicht die 200-km/h-Marke nach lediglich 6,4 Sekunden. Ohne Rollout-Messung vergehen 2,4 Sekunden bis Tempo 100 und 6,8 Sekunden bis 200 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit liegt mit dem optionalen Driver’s Package bei 300 km/h. Besonders bemerkenswert: Die maximale Boost-Leistung kann für bis zu 63 Sekunden dauerhaft abgerufen werden, was zeigt, wie stark Mercedes-AMG den Fokus auf Dauerperformance gelegt hat.
Die technische Basis bildet ein 800-Volt-System mit einer netto nutzbaren Batteriekapazität von 106 kWh. Durch die hohe Systemspannung lassen sich besonders hohe Ladeleistungen realisieren. An Schnellladesäulen sind bis zu 600 kW DC-Ladeleistung möglich. Damit lädt das Fahrzeug den Akku von 10 auf 80 Prozent in nur elf Minuten. In zehn Minuten lassen sich laut WLTP bis zu 460 Kilometer Reichweite nachladen. Dabei fließen innerhalb von zehn Minuten rund 70 kWh Energie in die Batterie, nach fünf Minuten bereits 41 kWh. Zuhause oder an öffentlichen AC-Ladesäulen lädt der AMG GT mit bis zu 11 kW Wechselstrom.
Trotz der enormen Leistung bleibt die Effizienz erstaunlich hoch. Der kombinierte WLTP-Energieverbrauch liegt zwischen 21,0 und 17,9 kWh pro 100 Kilometer. Innerorts sollen sogar Werte zwischen 18,7 und 16,2 kWh möglich sein. Daraus ergibt sich eine kombinierte WLTP-Reichweite von bis zu 696 Kilometern. Im Stadtverkehr sollen sogar bis zu 764 Kilometer erreichbar sein. Entsprechend erhält das Fahrzeug die CO₂-Klasse A.
Mit einer Länge von 5.094 Millimetern, einer Breite von 1.959 Millimetern und einer Höhe von lediglich 1.411 Millimetern positioniert sich der AMG GT klar als flacher Gran Turismo. Der Radstand beträgt großzügige 3.040 Millimeter und sorgt für entsprechend viel Platz im Innenraum. Trotz der extremen Fahrleistungen erreicht das Fahrzeug einen sehr guten cW-Wert von 0,22 bei einer Stirnfläche von 2,44 Quadratmetern. Das Leergewicht liegt fahrfertig nach DIN bei 2.460 Kilogramm.
Auch beim Thema Alltagstauglichkeit versucht Mercedes-AMG einen Spagat zwischen Sportwagen und Langstreckenfahrzeug. Der klassische Kofferraum fasst nach Liquid-Messung 507 Liter beziehungsweise 415 Liter nach VDA-Norm. Zusätzlich besitzt der elektrische AMG einen Frunk unter der Frontklappe. Dieser bietet nochmals 62 Liter beziehungsweise 41 Liter nach VDA-Messung.
Mercedes-AMG GT 55 4-Türer Coupé – technische Daten
Auch der etwas niedriger positionierte Mercedes-AMG GT 55 4-Türer Coupé bewegt sich technisch in einer Liga, die noch vor wenigen Jahren selbst im Hypercar-Segment kaum vorstellbar gewesen wäre. Wie das Topmodell nutzt auch der GT 55 drei moderne Axial-Fluss-Motoren, die gemeinsam eine maximale Systemleistung von 600 kW beziehungsweise 816 PS erzeugen. Die dauerhaft abrufbare Leistung liegt bei 375 kW beziehungsweise 510 PS. Das maximale Drehmoment beträgt 1.800 Newtonmeter und wird ebenfalls über den vollvariablen Allradantrieb AMG Performance 4MATIC+ auf die Straße gebracht.
Trotz der im Vergleich zum GT 63 geringeren Leistung bleibt die Fahrdynamik absolut spektakulär. Mit aktiviertem 1-Foot-Rollout beschleunigt der AMG GT 55 in nur 2,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die 200-km/h-Marke fällt nach 8,7 Sekunden. Ohne Rollout-Messung stehen 2,8 Sekunden für den Standardsprint sowie 9,0 Sekunden für den Sprint auf 200 km/h im Datenblatt. Die Höchstgeschwindigkeit liegt auch hier bei 300 km/h, sofern das optionale Driver’s Package bestellt wird. Die maximale Boost-Leistung kann beim GT 55 bis zu 55 Sekunden dauerhaft abgerufen werden.
Wie das stärkere Modell basiert auch der GT 55 auf einer modernen 800-Volt-Architektur. Die netto nutzbare Batteriekapazität beträgt ebenfalls 106 kWh. Dadurch sind identische Ladeleistungen möglich. An geeigneten Schnellladesäulen lädt das Fahrzeug mit bis zu 600 kW Gleichstromleistung. Der Ladehub von 10 auf 80 Prozent soll lediglich elf Minuten dauern. Innerhalb von zehn Minuten können laut WLTP bis zu 462 Kilometer Reichweite nachgeladen werden. Nach fünf Minuten fließen bereits 41 kWh Energie in die Batterie, nach zehn Minuten rund 70 kWh. Das AC-Laden erfolgt mit bis zu 11 kW.
Beim Energieverbrauch gibt Mercedes-AMG kombinierte WLTP-Werte zwischen 21,0 und 17,8 kWh pro 100 Kilometer an. Innerorts sollen Werte zwischen 18,6 und 16,1 kWh möglich sein. Daraus ergibt sich eine kombinierte WLTP-Reichweite von bis zu 700 Kilometern. Im Stadtverkehr werden sogar bis zu 770 Kilometer angegeben. Damit erhält auch der GT 55 die CO₂-Klasse A.
Die Außenabmessungen entsprechen exakt dem stärkeren GT 63. Das viertürige Coupé misst 5.094 Millimeter in der Länge, 1.959 Millimeter in der Breite und lediglich 1.411 Millimeter in der Höhe. Der Radstand liegt bei großzügigen 3.040 Millimetern. Der Luftwiderstandsbeiwert beträgt 0,22 bei einer Stirnfläche von 2,44 Quadratmetern. Das fahrfertige Leergewicht nach DIN liegt bei 2.460 Kilogramm.
Auch beim Raumangebot zeigt sich der elektrische AMG erstaunlich alltagstauglich. Der hintere Kofferraum fasst 507 Liter nach Liquid-Messung beziehungsweise 415 Liter nach VDA-Norm. Hinzu kommt ein zusätzlicher Frunk unter der Frontklappe mit 62 Litern Volumen beziehungsweise 41 Litern nach VDA-Messung.





















