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Formel E Berlin 2026: Formel E besser als die Königsklasse (Formel 1)?

Formel E Berlin 2026

Berlin, Tempelhof, alte Flughafenhallen, breite Betonflächen und ein Rennsport, der nicht mehr nach Benzin riecht, sondern nach Zukunft. Die Formel E ist zurück in der Hauptstadt und zeigt auf dem Tempelhofer Feld einmal mehr, dass Elektromobilität längst nicht nur auf Ladeparks, Reichweitenrechner und Dienstwagenflotten reduziert werden darf. Hier geht es um Leistung, Effizienz, Software, Strategie und um die Frage, wie viel Rennsport in der elektrischen Zukunft wirklich steckt.

Der Besuch bei Citroën Racing macht dabei deutlich: Die Formel E ist kein Showprogramm mit Batterie. Sie ist ein hochkomplexes Technologielabor unter Rennbedingungen. Und genau deshalb ist sie auch für Menschen spannend, die im Alltag ein Elektroauto fahren oder darüber nachdenken, eines zu kaufen. Denn viele Themen, die auf der Rennstrecke über Sieg oder Niederlage entscheiden, begegnen auch im Serienfahrzeug wieder. Nur etwas weniger dramatisch, etwas komfortabler und hoffentlich mit mehr Kofferraum.

Warum passt die Formel E so gut nach Berlin?

Berlin und die Formel E haben eine besondere Verbindung. Das Tempelhofer Feld ist kein klassischer Stadtkurs zwischen Leitplanken und Häuserschluchten, sondern ein historischer Ort mit viel Fläche, viel Beton und einer eigenen Atmosphäre. Wo früher Flugzeuge starteten, starten heute elektrische Rennwagen. Das passt fast schon symbolisch zu einer Mobilitätswende, die alte Gewohnheiten hinterfragt und neue Wege sucht.

Die Kulisse ist dabei ein Teil des Erlebnisses. Alte Hangars, Tribünen, Fan Village, Food Corner, Bühnenprogramm, Herstellerstände und mittendrin die Rennstrecke. Die Formel E wirkt in Berlin weniger distanziert als viele andere Rennserien. Die Wege sind kurz, die Teams nahbar, die Technik sichtbar. Genau das macht den Reiz aus.

Während die Formel 1 oft wie ein abgeschotteter Hochglanz-Zirkus wirkt, vermittelt die Formel E eher das Gefühl eines offenen Technik-Festivals. Natürlich ist auch hier alles professionell, durchgetaktet und teuer. Aber die Nähe zur Boxengasse, zu den Ingenieuren, zu den Fahrzeugen und zur Technik ist spürbar größer.

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Was macht ein Formel E Auto technisch so besonders?

Die aktuellen Fahrzeuge der Formel E gehören zur sogenannten Gen3-Evo-Generation. Gen steht dabei für Generation. Die Formel E entwickelt ihre Rennwagen in klar definierten technischen Entwicklungsstufen weiter. Die erste Generation war aus heutiger Sicht fast noch ein Experiment. Damals mussten die Fahrer während des Rennens sogar das Auto wechseln, weil die Batterie nicht für die gesamte Distanz reichte. Das wirkt heute fast absurd, zeigt aber sehr gut, wie schnell sich elektrische Antriebstechnik entwickelt hat.

Die aktuellen Fahrzeuge schaffen eine komplette Renndistanz von rund 45 Minuten mit einem festen Energie-Budget. Das gelingt nicht allein durch eine größere Batterie, sondern vor allem durch Effizienz. Ein moderner Formel E Wagen gewinnt während des Rennens einen erheblichen Teil seiner Energie zurück. Rund 60 Prozent der genutzten Rennenergie werden über Rekuperation zurückgeführt.

Rekuperation bedeutet, dass beim Verzögern Bewegungsenergie nicht einfach als Wärme an den Bremsen verpufft, sondern über die Elektromotoren wieder in elektrische Energie umgewandelt wird. Genau dieses Prinzip kennen Elektroauto-Fahrer aus dem Alltag. Nur passiert es in der Formel E unter viel extremeren Bedingungen. Hier entscheidet jede Bremszone darüber, ob am Ende genug Energie für den Angriff bleibt.

Wie viel Leistung steckt in der Formel E?

Im regulären Rennbetrieb leisten die Fahrzeuge rund 300 kW. Umgerechnet sind das gut 400 PS. Über den sogenannten Attack Mode kommen kurzfristig zusätzliche 50 kW dazu. Damit steigt die Leistung auf rund 350 kW. Das entspricht etwa 475 PS.

Das klingt zunächst nicht völlig absurd, wenn man heutige elektrische Serienfahrzeuge betrachtet. Viele große Elektro-SUVs leisten inzwischen ebenfalls 400, 500 oder sogar deutlich mehr PS. Der Unterschied liegt jedoch im Gewicht. Ein Formel E Auto wiegt rund 800 Kilogramm. Das ist weniger als ein Citroën C3 und deutlich weniger als praktisch jedes moderne Elektroauto auf der Straße.

Dadurch entsteht ein Leistungsgewicht, das beeindruckend ist. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h liegt bei rund 1,88 Sekunden. Das ist ein Bereich, in dem der Körper sehr deutlich merkt, dass Elektromotoren ihr Drehmoment sofort bereitstellen.

Drehmoment beschreibt die Kraft, mit der ein Motor an der Antriebswelle dreht. Bei Elektromotoren steht dieses Drehmoment sehr früh und sehr direkt zur Verfügung. Genau deshalb fühlen sich auch viele normale Elektroautos im Alltag so spontan und kräftig an, obwohl sie auf dem Papier nicht immer spektakuläre PS-Werte haben.

Warum ist der Attack Mode mehr als nur ein Power-Knopf?

Der Attack Mode ist eine taktische Besonderheit der Formel E. Um ihn zu aktivieren, müssen die Fahrer eine spezielle Zone auf der Strecke durchfahren. Dadurch verlieren sie meist kurzzeitig Zeit oder müssen eine andere Linie wählen. Im Gegenzug bekommen sie anschließend für eine bestimmte Zeit zusätzliche Leistung.

Das klingt nach Videospiel, ist aber strategisch anspruchsvoll. Wird der Attack Mode zu früh genutzt, verpufft der Vorteil vielleicht im Verkehr. Wird er zu spät genutzt, bleibt keine Zeit mehr für einen Angriff. Wird er in einer ungünstigen Rennphase aktiviert, kann er sogar zum Nachteil werden.
Für die Zuschauer bringt das zusätzliche Dynamik ins Rennen. Für die Teams bedeutet es Rechnen, Simulieren und Entscheiden unter Zeitdruck. Motorsport ist hier nicht nur eine Frage des schnellsten Autos, sondern auch eine Frage der intelligentesten Strategie.

Was bedeutet Pit Boost?

Der Pit Boost ist ein weiteres spannendes Element. Dabei kann bei ausgewählten Rennen während eines Boxenstopps Energie nachgeladen werden. Innerhalb von etwa 30 Sekunden werden rund 3,5 kWh in die Batterie geladen. Das entspricht ungefähr 5 Prozent der nutzbaren Rennenergie.

Für Serienautos klingt 3,5 kWh zunächst wenig. In einem Kleinwagen wie einem Citroën ë-C3 wäre das vielleicht Energie für gut 20 Kilometer. Entscheidend ist aber die Ladegeschwindigkeit. Diese Energiemenge in nur 30 Sekunden nachzuladen, entspricht einer extrem hohen Ladeleistung. Hier zeigt die Formel E, was technisch möglich ist, wenn Batterie, Kühlung, Stecker, Software und Sicherheitsüberwachung perfekt zusammenspielen.

Für die Straße bedeutet das nicht, dass morgen jedes Elektroauto in 30 Sekunden nennenswert nachlädt. Aber die Richtung ist klar. Höhere Ladeleistungen, stabilere Ladefenster und bessere Temperatursteuerung werden künftig wichtiger. Genau diese Themen werden im Motorsport unter maximalem Druck erprobt.

Warum ist Software in der Formel E so entscheidend?

Bei Citroën Racing wird schnell klar: Die Hardware ist wichtig, aber die Software ist mindestens genauso entscheidend. In der Formel E sind viele Bauteile standardisiert. Chassis und Aerodynamik sind für alle Hersteller weitgehend gleich. Das soll Kosten senken und verhindern, dass nur das Team mit dem größten Windkanal-Budget gewinnt.

Der entscheidende Spielraum liegt im Powertrain. Damit ist der gesamte Antriebsstrang gemeint. Dazu gehören Elektromotor, Getriebe, Inverter, Steuergeräte, Kühlung und die Software, die alles miteinander verbindet. Der Inverter ist eines der wichtigsten Bauteile im Elektroauto. Die Batterie liefert Gleichstrom. Der Elektromotor benötigt Wechselstrom. Der Inverter wandelt diesen Strom um und steuert gleichzeitig, wie viel Leistung wann anliegt. Außerdem spielt er bei der Rekuperation eine zentrale Rolle.

Die Software entscheidet, wie feinfühlig Leistung aufgebaut wird, wie effizient Energie genutzt wird, wie stark rekuperiert wird und wie gut sich das Auto für den Fahrer anfühlt. In einem Rennwagen bedeutet das: Vertrauen. Der Fahrer muss exakt spüren, was das Auto macht. Jede Unsicherheit kostet Zeit.

Genau dieser Punkt ist auch für Serienfahrzeuge wichtig. Ein gutes Elektroauto lebt nicht nur von Akkugröße und Motorleistung. Es lebt davon, wie harmonisch Antrieb, Rekuperation, Bremse, Fahrwerk und Assistenzsysteme zusammenspielen.

Formel E Berlin 2026 Fotos

Was ist Break by Wire?

Ein Begriff, der im Zusammenhang mit Formel E und Serienentwicklung immer wichtiger wird, ist Break by Wire, korrekt geschrieben Brake by Wire. Gemeint ist ein Bremssystem, bei dem der Bremsbefehl elektronisch übertragen wird. In klassischen Fahrzeugen gibt es eine direkte hydraulische Verbindung zwischen Bremspedal und Bremse. Bei Brake by Wire wird die Bremsanforderung elektronisch erfasst und von Steuergeräten verarbeitet. Das System entscheidet dann, wie stark über Rekuperation verzögert wird und wann die mechanischen Bremsen eingreifen.

Für Elektroautos ist das besonders wichtig. Denn die beste Verzögerung ist aus Effizienzsicht die, bei der möglichst viel Energie zurückgewonnen wird. Gleichzeitig muss sich das Bremspedal natürlich verlässlich und natürlich anfühlen. Niemand möchte beim Bremsen darüber nachdenken, ob gerade der Elektromotor oder die Scheibenbremse arbeitet.

In der Formel E wird genau dieses Zusammenspiel extrem fein abgestimmt. Auf der Straße kann daraus ein besseres Bremsgefühl, mehr Effizienz und weniger Bremsenverschleiß entstehen.

Warum ist Rekuperation der eigentliche Star?

Rekuperation ist im Alltag oft ein Komfort-Thema. Viele Elektroauto-Fahrer mögen das One-Pedal-Driving, bei dem das Fahrzeug stark verzögert, sobald der Fuß vom Fahrpedal geht. Andere bevorzugen ein stärkeres Segeln, also möglichst freies Rollen ohne großen Widerstand.

In der Formel E ist Rekuperation keine Geschmacksfrage, sondern Überlebensstrategie. Ohne massive Energierückgewinnung wäre die Renndistanz nicht darstellbar. Deshalb fahren die Piloten nicht einfach maximal schnell, sondern maximal intelligent.

Sie müssen wissen, wann sie Energie sparen, wann sie angreifen, wann sie rekuperieren und wann sie ihre Batterie schonen. Dabei geht es auch um Temperaturmanagement. Eine Batterie arbeitet nur in einem bestimmten Temperaturfenster optimal. Wird sie zu heiß, leidet die Leistung. Wird sie zu kalt, sinkt die Ladefähigkeit.

Auch das kennen Fahrer von Serien-Elektroautos. Im Winter lädt ein kalter Akku langsamer. Auf der Autobahn steigt der Verbrauch bei hohem Tempo. Nach mehreren Schnellladevorgängen muss das Thermomanagement arbeiten. Die Formel E macht diese Zusammenhänge nur sichtbarer und dramatischer.

Was können Serienautos von der Formel E lernen?

Der Technologietransfer von der Rennstrecke auf die Straße wird gerne als Track to Road bezeichnet. Das klingt nach Marketing, ist aber in der Elektromobilität tatsächlich plausibel. Denn viele Herausforderungen sind ähnlich.

Es geht um effiziente Elektromotoren. Es geht um leichte Bauweise. Es geht um Batteriekühlung. Es geht um Ladeleistung. Es geht um Software. Es geht um die Frage, wie man aus begrenzter Energie möglichst viel Reichweite und Performance holt.

Natürlich wandert kein Formel E Antrieb eins zu eins in einen Citroën ë-C3, ë-C4 oder ë-C5 Aircross. Das wäre weder sinnvoll noch bezahlbar. Aber Prinzipien und Erfahrungen fließen in die Entwicklung ein. Ingenieure lernen unter Extrembedingungen, welche Strategien funktionieren und welche nicht.

Besonders spannend ist die Software. Denn während Batteriezellen, Motoren und Leistungselektronik teure Hardware sind, kann Software über die Lebensdauer eines Fahrzeugs weiterentwickelt werden. Over-the-Air-Updates, bessere Ladeplanung, feinere Rekuperation oder intelligentere Antriebssteuerung sind genau die Themen, bei denen Rennsport-Erfahrung helfen kann.

Warum sind Reifen bei Elektroautos so wichtig?

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Reifen. Im Fan Village und in der Boxengasse wird sichtbar, wie sehr sich auch dieser Bereich verändert hat. Elektroautos stellen besondere Anforderungen an Reifen. Sie sind häufig schwerer als vergleichbare Verbrenner, liefern ihr Drehmoment sehr direkt und sollen gleichzeitig möglichst effizient fahren.

Der Rollwiderstand ist dabei entscheidend. Er beschreibt den Energieverlust, der entsteht, wenn der Reifen auf der Straße abrollt. Je geringer der Rollwiderstand, desto weniger Energie wird benötigt. Das verbessert die Reichweite.

Aber ein Reifen darf nicht nur effizient sein. Er muss auch bremsen, lenken, Nässe verdrängen, leise abrollen und lange halten. Genau hier liegt die Kunst. Ein Reifen mit extrem niedrigem Rollwiderstand, aber schlechtem Grip wäre keine Lösung. Ein Reifen mit maximalem Grip, aber hohem Energieverbrauch ebenso wenig. In der Formel E wird dieser Zielkonflikt unter Rennbedingungen sichtbar. Hankook liefert mit dem iON Race einen Reifen, der für unterschiedliche Wetterbedingungen ausgelegt ist. Dass in der Formel E nicht bei jedem Wetter komplett andere Reifensätze verwendet werden, spart Material und passt zum Nachhaltigkeitsanspruch der Serie.

Für die Straße ist das relevant, weil spezielle Elektroauto-Reifen längst keine Marketing-Spielerei mehr sind. Sie können Reichweite, Geräuschniveau, Komfort und Sicherheit spürbar beeinflussen.

Wie nahbar ist die Formel E im Vergleich zur Formel 1?

Ein großer Reiz der Formel E ist ihre Zugänglichkeit. Die Teams wirken kleiner, die Strukturen weniger abgehoben und die Gespräche technischer. Wer sich für Elektromobilität interessiert, bekommt hier mehr erklärt als nur Rundenzeiten. Im Umfeld der Strecke sind Hersteller, Partner und Aussteller präsent. Porsche zeigt Motorsportgeschichte und elektrische Zukunft. Cupra präsentiert seine elektrische Markenwelt und den kommenden Raval. DS zeigt Premium-Anspruch und Design. Elektrische Motorräder und E-Karts machen sichtbar, dass Elektromobilität nicht nur auf Pkw beschränkt ist und ab der kommenden Saison dürfen wir auch Opel begrüßen!

Das macht die Formel E breiter als eine reine Rennveranstaltung. Sie ist Rennsport, Technikmesse, Familienevent und Mobilitäts-Schaufenster zugleich.

Welche Rolle spielt Berlin als Veranstaltungsort?

Tempelhof ist ein besonderer Ort. Der frühere Flughafen ist heute Erholungsfläche, Veranstaltungsort und Symbol für Berliner Stadtgeschichte. Dass die Formel E genau hier fährt, hat etwas Eigenes. Es ist kein klassischer Stadtkurs wie Rom, Monaco oder Diriyah. Es ist eher eine große Bühne aus Beton, Geschichte und urbaner Offenheit.

Man kann darüber streiten, ob ein Kurs rund um Brandenburger Tor und Siegessäule noch spektakulärer wäre. Wahrscheinlich ja. Ein echter Innenstadt-Kurs hätte mehr ikonische Bilder. Gleichzeitig bietet Tempelhof etwas, das in Berlin selten geworden ist: Platz. Und genau dieser Platz macht das Event organisierbar, zugänglich und vergleichsweise entspannt.

Warum ist das Fan Village wichtig?

Das Fan Village zeigt, dass Motorsport heute mehr bieten muss als ein Rennen. Besucher erleben Ausstellungen, Musik, Gespräche, Mitmachangebote, E-Karts, elektrische Motorräder, Bühnenprogramm und Gastronomie.

Das ist wichtig, weil Elektromobilität erklärungsbedürftig bleibt. Viele Menschen haben Fragen. Wie fährt sich ein Elektroauto. Wie lädt man. Was passiert mit Batterien. Wie sportlich kann Elektromobilität sein. Genau solche Events können Berührungsängste abbauen.

Wer elektrische Karts fährt, versteht sofort den Reiz des spontanen Drehmoments. Wer einen Formel E Wagen aus nächster Nähe sieht, versteht, dass Elektromobilität nicht langweilig sein muss. Wer mit Ingenieuren spricht, merkt, wie komplex und ernsthaft diese Technik entwickelt wird.

Welche Bedeutung hat Girls on Track?

Ein bemerkenswerter Bestandteil der Formel E ist die Initiative Girls on Track. Sie soll Mädchen und junge Frauen für Motorsport, Technik und Ingenieurberufe begeistern. Das ist mehr als ein netter Programmpunkt. Motorsport war lange eine sehr männlich geprägte Welt. Elektromobilität bietet die Chance, diese Strukturen aufzubrechen. Neue Technologien, neue Berufsbilder und neue Einstiegswege können helfen, mehr Vielfalt in die Branche zu bringen.

Gerade für eine junge Rennserie ist das wichtig. Die Formel E muss nicht alte Muster kopieren. Sie kann zeigen, dass Motorsport moderner, offener und zugänglicher werden kann.

Was sagt ein Fahrer über die Formel E?

Maximilian Günther bringt einen wichtigen Punkt auf den Punkt: Die Formel E ist fahrerisch anspruchsvoll, weil sie Performance, Effizienz und Strategie kombiniert. Es reicht nicht, einfach schnell zu sein. Ein Fahrer muss mit den Ingenieuren arbeiten, das Auto verstehen und Energie intelligent verwalten.

Berlin sei dabei besonders. Die Strecke ist kurz, Überholmöglichkeiten sind vorhanden, aber Fehler werden schnell bestraft. Im Qualifying muss die Runde sitzen. Im Rennen entscheidet die Strategie. Wer zu früh zu viel Energie verbraucht, fällt später zurück. Wer zu vorsichtig fährt, verliert Positionen.

Das macht die Formel E für Zuschauer manchmal erklärungsbedürftiger als klassischen Rennsport, aber auch spannender. Es ist nicht nur Vollgas. Es ist Vollgas mit Hirn.

Warum ist die Formel E für Citroën spannend?

Citroën tritt in der Formel E nicht einfach nur als Markenname auf. Hinter dem Engagement steht die strategische Frage, wie Motorsport zur Elektromobilität einer Marke passt, die im Alltag vor allem für Komfort, Eigenständigkeit und bezahlbare Mobilität steht.

Gerade deshalb ist das Engagement interessant. Citroën muss nicht beweisen, dass die Marke Supersportwagen bauen kann. Citroën kann zeigen, dass elektrische Technik, Effizienz und clevere Software auch für künftige Serienmodelle wichtig sind.

Im Konzernverbund von Stellantis ergibt das Sinn. Motorsport-Know-how kann über Marken hinweg genutzt werden. Powertrain, Software, Batterie, Ladeleistung und Bremssteuerung sind Themen, die nicht nur für Citroën, sondern auch für andere Konzernmarken relevant sind.

Wie steht die Formel E im Vergleich zur Formel 1 da?

Die Formel 1 bleibt global größer, lauter, glamouröser und kommerziell mächtiger. Das muss man nicht schönreden. Wer maximalen Sound, jahrzehntelange Tradition und riesige Motorsport-Inszenierung sucht, findet dort weiterhin die größere Bühne.

Die Formel E spielt anders. Sie ist leiser, kompakter und technischer. Sie lebt weniger vom Mythos brüllender Motoren und mehr von der Frage, wie effizient Hochleistung sein kann. Das kann für klassische Motorsport-Fans zunächst ungewohnt sein. Doch wer sich darauf einlässt, entdeckt eine andere Art von Spannung. Eine Spannung, die nicht allein aus Lärm entsteht, sondern aus Strategie, Energie und unmittelbarer Beschleunigung.

Warum ist die Gen4 so wichtig?

Die kommende Gen4-Generation wird für die Formel E ein großer Schritt. Erwartet werden noch mehr Leistung, permanenter Allradantrieb und neue technische Möglichkeiten. Damit rückt die Serie näher an das heran, was moderne elektrische Performance-Fahrzeuge auch auf der Straße zunehmend prägt.

Allradantrieb ist bei Elektroautos besonders interessant, weil Vorder- und Hinterachse sehr präzise getrennt angesteuert werden können. Das ermöglicht bessere Traktion, bessere Stabilität und eine intelligentere Verteilung der Leistung.

Für die Serie bedeutet Gen4 mehr Spektakel. Für die Hersteller bedeutet sie neue Entwicklungsfelder. Für Zuschauer bedeutet sie hoffentlich noch spannendere Rennen. Und für die Elektromobilität insgesamt bedeutet sie: Die Entwicklungskurve zeigt weiter nach oben.

Was bleibt vom Formel E Wochenende in Berlin?

Der Besuch in Berlin zeigt, dass die Formel E erwachsen geworden ist. Aus der Rennserie, bei der anfangs noch Autos gewechselt werden mussten, ist ein hochprofessioneller Wettbewerb geworden. Die Fahrzeuge sind schnell, effizient und technisch faszinierend. Die Teams arbeiten auf höchstem Niveau. Die Hersteller nutzen die Plattform, um Elektromobilität emotionaler zu machen.

Dabei ist die Formel E nicht perfekt. Ein Stadtkurs mitten durch Berlin hätte noch mehr Strahlkraft. Die Serie muss ihre technischen Besonderheiten weiter verständlich erklären. Und sie muss Menschen erreichen, die Motorsport bislang nur mit Lärm, Benzin und Abgasen verbinden.

Aber genau hier liegt ihre Chance. Die Formel E zeigt, dass Rennsport nicht an fossilen Kraftstoffen hängen muss. Sie zeigt, dass Elektromobilität schnell, taktisch, emotional und technologisch relevant sein kann.

Warum sollten Elektroauto-Fahrer hinschauen?

Für Elektroauto-Fahrer ist die Formel E besonders spannend, weil viele Alltagsthemen dort auf die Spitze getrieben werden. Reichweite. Verbrauch. Rekuperation. Ladeleistung. Reifen. Software. Thermomanagement. Effizienz.

Was im Alltag die Frage ist, ob man mit 18 oder 22 kWh auf 100 Kilometer unterwegs ist, entscheidet im Rennen über Positionen. Was im Alltag ein Lade-Stopp an der Autobahn ist, wird im Motorsport zum Pit Boost. Was im Alltag ein angenehmes Rekuperationsgefühl ist, wird in der Formel E zur zentralen Rennstrategie.

Genau deshalb ist diese Rennserie relevant. Sie macht Elektromobilität sichtbar, erlebbar und emotional. Nicht als Verzicht, sondern als Fortschritt.

Wo kann man die Formel E im Free-TV verfolgen?

Wer die Formel E im Free-TV verfolgen möchte, findet aktuell mit dem Sender DF1 eine feste Anlaufstelle. Dort werden die Rennen der Saison 2025/26 live und kostenlos übertragen, häufig inklusive Qualifying und ergänzt durch einen Livestream über die eigene Plattform. Für Highlights und Wiederholungen bietet sich unter anderem Joyn an, während kostenpflichtige Alternativen wie Eurosport 2 oder discovery+ zusätzliche Optionen bereithalten. Nach Jahren eines echten Sender-Pingpongs mit Stationen bei Eurosport, Sat.1, ProSieben und ServusTV ist die Formel E damit aktuell wieder klar und stabil im deutschen Free-TV verortet. Im Netz kann man die Formel E Rennen auch auf der Webseite der BILD verfolgen.

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