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Honda Super-N – der Kompaktstromer mit Kei-Car Abmessungen hat nur einen Haken!

Honda SUPER-N

Mit dem neuen Honda Super-N bringt der japanische Hersteller frischen Wind in das Segment der kompakten Elektroautos. Und diesmal geht es nicht nur um Reichweite, Ladeleistung oder Effizienzwerte, sondern ganz bewusst um das, was vielen modernen Stromern oft fehlt: Emotion, Leichtigkeit und Fahrspaß. Noch im Laufe des Jahres soll das Modell in Großbritannien starten und positioniert sich klar als urbaner Begleiter mit Charakter.

Was steckt hinter dem Retro-Ansatz?

Honda greift beim Super-N tief in die eigene Historie und zitiert mit dem Design ganz bewusst den legendären Honda City Turbo II aus den 1980er-Jahren. Ein Fahrzeug, das damals mit kompakten Abmessungen, breiten Backen und überraschend viel Fahrspaß überzeugt hat.

Der neue Super-N überträgt genau dieses Prinzip in die elektrische Gegenwart. Kompakt, leicht und bewusst anders. Basis ist die Plattform der japanischen N-Serie, die ursprünglich für Kei-Cars entwickelt wurde. Und genau das merkt man. Das Fahrzeug setzt nicht auf Masse, sondern auf Effizienz durch geringes Gewicht. Ein Ansatz, der im aktuellen Markt fast schon erfrischend wirkt, weil er sich gegen den Trend zu immer größeren und schwereren Elektroautos stellt.

Design: Mut zur Kante statt Einheitsbrei

Optisch zeigt sich der Super-N alles andere als zurückhaltend. Breite Spur, markante Stoßfänger und auffällige Aerodynamik-Elemente sorgen für einen extrovertierten Auftritt. Während viele Elektro-Kleinwagen eher nüchtern daherkommen, setzt Honda hier bewusst auf Charakter.

Die Japaner selbst sprechen von einem Mix aus „yukai“, „meikai“ und „tsukai“. Frei übersetzt also ein Auto, das Spaß macht, intuitiv bedienbar ist und Vorfreude aufs Fahren erzeugt. Klingt erstmal nach Marketing, passt aber erstaunlich gut zum Gesamtbild.

Honda Super-N Fotos

Antrieb: Weniger Leistung, mehr Erlebnis

Technisch geht Honda einen spannenden Weg. Statt immer mehr Leistung setzt der Super-N auf eine kompakte e-Achse mit 47 bis 70 kW. Im Alltag reicht die kleinere Leistungsstufe für effizientes Vorankommen völlig aus. Wer mehr will, aktiviert den sogenannten BOOST Mode. Und jetzt wird es interessant. Dann gibt es nicht nur die volle Leistung, sondern auch ein simuliertes Siebengang-Getriebe inklusive künstlichem Motorsound über das Active Sound Control System.

Das kennt man inzwischen von anderen Herstellern wie Hyundai, aber Honda setzt noch einen drauf. Denn sogar das Innenraumambiente verändert sich. Statt kühler blauer Lichtakzente dominiert im BOOST Mode ein intensives Violett, das den sportlicheren Charakter unterstreichen soll.

Ob man das braucht? Wahrscheinlich nicht. Aber man kann es nutzen. Und genau das ist der Punkt.

Fahrdynamik: Klassisch gedacht, modern umgesetzt

Neben den Show-Effekten hat Honda auch an der Basis gearbeitet. Fahrwerk und Chassis wurden gezielt abgestimmt, sowohl in Japan als auch in Großbritannien. Ziel war ein agiles, direktes Fahrgefühl, das man in dieser Klasse bislang eher selten findet.

Und genau hier könnte der Super-N seine größte Stärke haben. Nicht die nackten Zahlen, sondern das Gefühl hinterm Lenkrad.

Reichweite: Ehrlich statt übertrieben

Beim Thema Reichweite bleibt Honda erstaunlich bodenständig. Im Stadtverkehr sind bis zu 199 Meilen möglich, also rund 320 Kilometer. Im gemischten Betrieb liegt der Wert eher bei gut 200 Kilometern.

Damit ist klar, wohin die Reise geht. Der Super-N ist kein Langstreckenfahrzeug, sondern ein urbaner Begleiter mit gelegentlicher Ausflugstauglichkeit. Und das ist ehrlich gesagt auch vollkommen in Ordnung.

Innenraum: Aufgeräumt statt überladen

Im Innenraum setzt Honda auf eine Mischung aus Retro-Anleihen und moderner Klarheit. Das Cockpit ist horizontal gestaltet, wirkt aufgeräumt und verzichtet weitgehend auf überflüssigen Schnickschnack. Zwei Displays liefern die wichtigsten Informationen, dazu kommen Apple CarPlay, Android Auto und die üblichen Assistenzsysteme wie Spurhalteassistent und adaptiver Tempomat. Angenehm fällt auf, dass Honda offenbar nicht jeden Zentimeter mit Klavierlack zugekleistert hat. Stattdessen wirkt das Interieur funktional und durchdacht. Genau so, wie man es sich im Alltag wünscht.

Ausstattung: Mehr als man erwartet

Für die Klasse bietet der Super-N eine überraschend umfangreiche Ausstattung. Sitzheizung in zwei Stufen, Klimaautomatik, Bose-Soundsystem, Lenkradheizung und elektrische Fensterheber sind mit an Bord.

Dazu kommt der Ladeanschluss vorne, ein sogenannter Nasenlader, der im Alltag durchaus praktisch sein kann. Hinten gibt es Trommelbremsen, vorne Scheibenbremsen. Klassisch, aber funktional.

Preis und Positionierung

Der Marktstart in Großbritannien ist für Juli 2026 geplant. Der Einstiegspreis soll unter 20.000 Pfund liegen, umgerechnet also rund 23.000 Euro. Damit bewegt sich der Super-N in einem Bereich, in dem auch Modelle wie der Renault Twingo E-Tech Electric unterwegs sind. Honda zielt klar auf urbane Kunden, Pendler und alle, die ein kompaktes, bezahlbares und gleichzeitig emotionales Elektroauto suchen.

Bringen wir es auf den Punkt?

Der Honda Super-N geht einen anderen Weg als viele Wettbewerber. Statt maximaler Reichweite oder beeindruckender Leistungsdaten steht hier das Fahrerlebnis im Mittelpunkt. Und genau das könnte seine größte Stärke sein. Ein leichtes, kompaktes Elektroauto, das sich lebendig anfühlt und bewusst Spaß in den Alltag bringt. Die entscheidende Frage wird am Ende sein, ob die Kundschaft diesen Ansatz genauso feiert wie die Ingenieure bei Honda. Denn eines ist klar: Solche Autos braucht der Markt eigentlich mehr denn je und wir könnten uns den kleinen City-Stromer auch gut in Deutschland vorstellen und der neue Renault Twingo EV hätte dann einen weiteren Marktbegleiter, denn das ist aktuell der Haken: Der Honda Super-N kommt (zunächst?) in den UK auf den Markt und nicht bei uns in Deutschland!

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