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MG IM5 und MG IM6 kommen nach Deutschland!

MG IM5 und MG IM6 kommen nach Deutschland: Was steckt hinter der neuen Elektro-Offensive von MG?

MG Motor baut sein Elektroauto-Angebot in Deutschland weiter aus und bringt mit dem MG IM5 und dem MG IM6 zwei neue Modelle auf den Markt, die nicht einfach nur als weitere Baureihen verstanden werden sollen. Mit der neuen IM-Linie möchte MG zeigen, was technisch innerhalb des SAIC-Konzerns möglich ist. IM steht dabei für „Intelligence in Motion“, also für intelligente Mobilität in Bewegung. Klingt nach viel Marketing, dahinter steckt aber tatsächlich ein ziemlich spannendes Technikpaket.

Zum Marktstart der neuen IM-Baureihe wird es zunächst zwei vollelektrische Modelle geben. Der MG IM5 tritt als Limousine an, der MG IM6 als SUV. Beide Modelle setzen auf 800-Volt-Technologie, große Batterien, hohe Ladeleistungen und starke Elektroantriebe. Die Markteinführung in Deutschland ist für Juli 2026 geplant. Damit erweitert MG sein Portfolio in einem Bereich, in dem die Marke bislang noch nicht in dieser Form vertreten war: bei technisch ambitionierten Elektrofahrzeugen mit Premium-Anspruch, hoher Leistung und deutlich stärkerem Fokus auf Digitalisierung, Komfort und Fahrerlebnis.

Warum ist die IM-Baureihe für MG so wichtig?

MG hat sich in Europa in den vergangenen Jahren vor allem mit vergleichsweise bezahlbaren Elektroautos einen Namen gemacht. Modelle wie der MG4 Electric haben gezeigt, dass elektrische Mobilität nicht automatisch teuer sein muss. Mit den neuen IM-Modellen geht MG nun einen anderen Weg. Hier geht es weniger um den Einstieg in die Elektromobilität, sondern stärker um technologische Strahlkraft.
Oliver Rittierodt, Director Sales von MG Motor Deutschland, beschreibt MG IM5 und MG IM6 als neue Generation intelligenter Elektromobilität. Genau das ist auch die Botschaft hinter der Baureihe. MG möchte nicht nur über Preis und Ausstattung punkten, sondern zeigen, dass die Marke auch bei Batterie, Ladeleistung, Software, Fahrassistenz und Performance vorne mitspielen kann.
Das ist strategisch nicht unwichtig. Denn der Elektroauto-Markt wird zunehmend zweigeteilt. Auf der einen Seite stehen bezahlbare Einstiegsmodelle, auf der anderen Seite Fahrzeuge, die über Reichweite, Ladegeschwindigkeit, Leistung und digitale Funktionen überzeugen müssen. Mit MG IM5 und MG IM6 versucht MG, genau in dieses anspruchsvollere Segment vorzudringen.

MG IM5 Fotos

Was bedeutet „Intelligence in Motion“ eigentlich?

IM steht für „Intelligence in Motion“ und soll mehrere technische Bereiche zusammenführen. Gemeint sind nicht nur starke Elektromotoren oder große Akkus, sondern ein Gesamtpaket aus Antrieb, Batterie, Software, Assistenzsystemen, Konnektivität und Bedienkonzept. Im besten Fall entsteht daraus ein Fahrzeug, das nicht nur schnell fährt und schnell lädt, sondern sich auch im Alltag intuitiv, komfortabel und modern anfühlt.

Das ist wichtig, weil Elektroautos heute längst nicht mehr nur über ihre Reichweite bewertet werden. Entscheidend ist, wie gut das Fahrzeug mit seinem Fahrer kommuniziert, wie schnell Routenplanung, Ladeplanung und Assistenzsysteme arbeiten, wie einfach die Bedienung im Alltag funktioniert und wie gut Hardware und Software zusammenspielen. Genau hier will MG mit der IM-Baureihe ansetzen.

Welche Technik steckt im MG IM5 und MG IM6?

Beide Modelle basieren auf einer 800-Volt-Architektur. Das ist ein wichtiger technischer Punkt, denn eine höhere Systemspannung ermöglicht bei entsprechender Auslegung besonders hohe Ladeleistungen und eine effizientere Leistungsübertragung. MG nennt für die IM-Modelle eine Ladeleistung von über 350 kW. Damit soll die Batterie unter optimalen Bedingungen in nur 17 Minuten von 10 auf 80 Prozent geladen werden können.

Das ist ein Wert, der in der Praxis natürlich stark von Akkutemperatur, Ladesäule, Ladezustand und Umfeldbedingungen abhängt. Trotzdem ist die Ansage deutlich. Wer über 350 kW Ladeleistung bietet, spielt nicht mehr in der Komfortzone klassischer Massenmarkt-Elektroautos, sondern zielt auf ein Segment, in dem Ladepausen möglichst kurz ausfallen sollen.

Die Batteriekapazität liegt bei bis zu 100 kWh. Beim MG IM5 gibt MG je nach Ausführung einen kombinierten Energieverbrauch von 17,3 bis 19,7 kWh je 100 Kilometer an. Beim größeren und vermutlich aerodynamisch sowie gewichtstechnisch anspruchsvolleren MG IM6 liegt der kombinierte Verbrauch bei 20,7 bis 23,4 kWh je 100 Kilometer. Die maximale WLTP-Reichweite soll bis zu 655 Kilometer betragen. Wie immer gilt: Der WLTP-Wert dient dem Vergleich, der reale Verbrauch hängt stark von Tempo, Temperatur, Bereifung, Ausstattung, Beladung und Fahrprofil ab.

Wie stark sind MG IM5 und MG IM6?

Bei der Leistung lässt MG wenig Zweifel daran, dass die IM-Modelle nicht als zurückhaltende Pendlerfahrzeuge gedacht sind. Die Elektromotoren leisten je nach Variante zwischen 300 kW und 553 kW. Umgerechnet sind das 407 bis 751 PS. Damit erreichen MG IM5 und MG IM6 Leistungswerte, die vor wenigen Jahren noch ausgewachsenen Sportwagen vorbehalten waren.

Natürlich sagt Leistung allein wenig über ein gutes Elektroauto aus. Entscheidend ist, wie feinfühlig der Antrieb anspricht, wie gut die Leistung dosierbar ist, wie lange die maximale Leistung abrufbar bleibt und wie das Thermomanagement mit wiederholter Belastung umgeht. Dennoch zeigt die Spanne klar, wohin MG mit IM möchte. Diese Fahrzeuge sollen nicht nur effizient und komfortabel sein, sondern auch emotionaler auftreten als viele bisherige MG-Modelle.

Gerade beim SUV MG IM6 dürfte die hohe Leistung helfen, das höhere Gewicht souverän zu kaschieren. Bei der Limousine MG IM5 steht dagegen stärker die Verbindung aus Effizienz, Reichweite und Fahrdynamik im Fokus. Interessant wird sein, wie MG die einzelnen Varianten in Deutschland positioniert und ob die stärksten Ausführungen preislich tatsächlich spürbar unter vergleichbaren europäischen Premium-Modellen liegen werden.

MG IM6 Fotos

Warum ist die Allradlenkung so interessant?

Ein technisches Detail, das im Alltag mehr Bedeutung haben kann als jede Stammtisch-Leistungsangabe, ist die Allradlenkung. MG nennt für den IM5 einen Wendekreisdurchmesser von nur 9,98 Metern. Das ist für eine große elektrische Limousine bemerkenswert, denn viele Fahrzeuge dieser Klasse wirken in engen Innenstädten, Parkhäusern oder auf schmalen Straßen deutlich unhandlicher.

Eine Allradlenkung kann bei niedrigen Geschwindigkeiten die Hinterräder entgegengesetzt zu den Vorderrädern einschlagen lassen. Dadurch verkleinert sich der Wendekreis. Bei höheren Geschwindigkeiten können die Hinterräder dagegen in die gleiche Richtung mitlenken, was die Stabilität verbessern kann. Im besten Fall verbindet ein solches System also zwei Eigenschaften, die sich sonst oft widersprechen: Agilität beim Rangieren und Souveränität bei höherem Tempo. Gerade für ein Elektroauto mit großer Batterie und hoher Leistung ist das ein cleverer Ansatz. Denn Gewicht lässt sich nicht wegdiskutieren, aber mit guter Fahrwerkstechnik lässt es sich besser kontrollieren.

Was bieten die neuen MG-Modelle im Innenraum?

Auch im Innenraum wollen MG IM5 und MG IM6 einen deutlich gehobenen Anspruch formulieren. Zur Ausstattung gehören ein belüfteter, 12-fach elektrisch verstellbarer Fahrersitz mit Memory-Funktion und ein 6-fach elektrisch verstellbarer Beifahrersitz. Dazu kommt ein großes 26,3-Zoll-Infotainmentdisplay, das als zentrales Element des Cockpits dient.

Ein 50-Watt-Wireless-Charger soll Smartphones besonders schnell kabellos laden. Außerdem ist ein Audiosystem mit 20 Lautsprechern vorgesehen. Das klingt nach einer klaren Ausrichtung auf Komfort, digitale Bedienung und einen hochwertigen Gesamteindruck. Genau hier wird sich später zeigen müssen, wie gut Anspruch und Realität zusammenpassen. Denn große Displays und viele Lautsprecher allein machen noch kein gutes Bedienkonzept. Entscheidend wird sein, wie logisch die Menüführung aufgebaut ist, wie zuverlässig die Software arbeitet und wie stark klassische Bedienfunktionen digitalisiert wurden.

Gerade europäische Kunden reagieren zunehmend empfindlich auf überladene Touchscreen-Konzepte, wenn grundlegende Funktionen zu tief im Menü verschwinden. MG muss bei den IM-Modellen also nicht nur technisch beeindrucken, sondern auch im Alltag überzeugen.

Wie ordnen sich MG IM5 und MG IM6 in Europa ein?

Die IM-Modelle wurden bereits im Juli 2025 in Großbritannien, Norwegen und der Schweiz eingeführt. Im Juli 2026 folgen nun Deutschland, Frankreich, Belgien und die Niederlande. Das ist kein Zufall, denn diese Märkte sind für Elektroautos besonders wichtig. Deutschland bleibt trotz schwankender Nachfrage einer der zentralen Automärkte Europas. Frankreich, Belgien und die Niederlande sind ebenfalls relevante Märkte für elektrische Dienstwagen, Flotten und private Käufer.

Für MG ist die Expansion der IM-Baureihe deshalb mehr als nur eine Modellergänzung. Sie ist ein Signal. Die Marke möchte in Europa nicht nur über günstige Preise wahrgenommen werden, sondern zunehmend auch über Technologie, Reichweite, Ladeleistung und Komfort. Das kann funktionieren, wenn Preis, Qualität, Software und Händlernetz zusammenspielen. Es ist aber auch ein anspruchsvoller Schritt, denn in diesem Segment treffen die IM-Modelle auf etablierte Wettbewerber und auf eine Kundschaft, die hohe Erwartungen an Verarbeitung, Bedienung, Assistenzsysteme und Service stellt.

Was sagen die Verbrauchswerte über die beiden Modelle?

Der MG IM5 wird mit einer Batteriekapazität von 100 kWh und einer Leistungsspanne von 300 bis 553 kW angegeben. Der kombinierte Energieverbrauch liegt laut Hersteller zwischen 17,3 und 19,7 kWh je 100 Kilometer. Das ist für eine große und leistungsstarke elektrische Limousine ein ordentlicher Wert, sofern er sich im Alltag zumindest ansatzweise bestätigen lässt.

Der MG IM6 nutzt ebenfalls eine 100-kWh-Batterie und kommt ebenfalls auf 300 bis 553 kW Leistung. Beim Verbrauch nennt MG 20,7 bis 23,4 kWh je 100 Kilometer. Das liegt erwartungsgemäß höher als bei der Limousine, denn ein SUV bringt meist mehr Stirnfläche, mehr Gewicht und schlechtere aerodynamische Voraussetzungen mit. Entscheidend wird deshalb sein, wie effizient der IM6 bei Autobahntempo arbeitet und wie stabil die Ladeleistung auf längeren Strecken bleibt.

Beide Fahrzeuge fahren lokal emissionsfrei und werden in die CO₂-Klasse A eingestuft. Das ist bei reinen Elektroautos wenig überraschend, aber für die Verbrauchskennzeichnung dennoch relevant. Die angegebenen Werte wurden nach WLTP ermittelt und dienen dem Vergleich. In der Praxis können die Ergebnisse deutlich abweichen.

Wird MG mit den IM-Modellen zum Premium-Angreifer?

MG vermeidet zwar das klassische Premium-Vokabular, aber die technischen Daten sprechen eine klare Sprache. 800-Volt-Architektur, über 350 kW (396 kW im Peak) Ladeleistung, bis zu 655 Kilometer WLTP-Reichweite, bis zu 553 kW Leistung, Allradlenkung, großes Display, hochwertige Sitze, starkes Audiosystem und umfangreiche Digitalisierung sind Merkmale, mit denen man nicht im unteren Marktsegment fischt.

Die spannende Frage wird der Preis. Noch nennt MG für Deutschland keine konkreten Einstiegspreise für den IM5 und IM6. Genau daran wird sich entscheiden, ob die Modelle nur technisch interessant sind oder ob sie tatsächlich Bewegung in den Markt bringen können. MG hat in der Vergangenheit oft gezeigt, dass die Marke bereit ist, etablierte Preisgefüge anzugreifen. Sollte das auch bei den IM-Modellen gelingen, könnten sie für Käufer interessant werden, die viel Technik und Leistung suchen, aber nicht automatisch zu den bekannten deutschen Premium-Marken greifen möchten.

Was bleibt als erster Eindruck?

MG IM5 und MG IM6 wirken auf dem Papier wie ein deutlicher Technologiesprung für MG in Deutschland. Die Marke bringt zwei vollelektrische Modelle mit großer Batterie, 800-Volt-Technik, sehr hoher Ladeleistung, kräftigen Antrieben und einem klar digitalen Innenraumkonzept. Besonders interessant sind die Kombination aus bis zu 655 Kilometer WLTP-Reichweite, einer Ladezeit von 10 auf 80 Prozent in 17 Minuten und der Allradlenkung mit dem sehr kleinen Wendekreis des MG IM5.

Gleichzeitig muss MG beweisen, dass die Technik nicht nur auf dem Datenblatt überzeugt. Ladeleistung, Softwarequalität, Assistenzsysteme, Bedienbarkeit, Verarbeitung und Langstreckenkomfort werden entscheidend sein. Gerade in Deutschland reicht es nicht, mit hohen Zahlen zu glänzen. Ein Elektroauto muss im Alltag funktionieren, nachvollziehbar bedienbar sein und auch nach mehreren Jahren noch überzeugen.

Der Marktstart im Juli 2026 kommt in einer Phase, in der viele Kunden genauer hinschauen als noch vor einigen Jahren. Reichweite allein reicht nicht mehr, Leistung allein sowieso nicht. Wer heute ein starkes Elektroauto anbieten will, muss Effizienz, Ladegeschwindigkeit, Komfort, Preis und digitale Qualität zusammenbringen. Genau daran werden sich MG IM5 und MG IM6 messen lassen müssen. Auf dem Papier bringen sie dafür jedenfalls erstaunlich viel mit. Die deutsche Pressemitteilung ist noch etwas dürftig, aber wir haben natürlich weitere Informationen für euch zusammengetragen, denn belastbarer sind die offiziellen MG-IM-Broschüren aus UK, die zu IM5 und IM6 sehr ausführliche technische Tabellen enthalten. Für Deutschland würden wir die Werte „europäische/UK-Spezifikation, deutsche Homologation kann abweichen“ einordnen.

Zusätzliche technische Daten MG IM5

Der MG IM5 misst 4.931 Millimeter in der Länge, 1.960 Millimeter in der Breite beziehungsweise 2.077 Millimeter inklusive Außenspiegel, 1.474 Millimeter in der Höhe und kommt auf einen Radstand von 2.950 Millimetern. Damit liegt die Limousine ziemlich genau in der oberen Mittelklasse und ist deutlich kein kompakter MG4-Ableger, sondern ein großes Elektroauto mit viel Batteriefläche zwischen den Achsen. Das Kofferraumvolumen beträgt 457 bis 1.290 Liter, dazu kommt ein kleiner Frunk mit 18 Litern. Der Wendekreis wird mit 9,98 Metern angegeben, was für ein fast 4,93 Meter langes Fahrzeug bemerkenswert ist und die Bedeutung der Allradlenkung noch einmal unterstreicht.

Bei den Antrieben gibt es laut offizieller MG-IM-Broschüre drei Varianten. Der MG IM5 75 Standard Range fährt mit Hinterradantrieb, 217 kW beziehungsweise 295 PS, 450 Newtonmetern Drehmoment und einer 75-kWh-Batterie, von der 73,5 kWh nutzbar sind. Die Systemspannung liegt hier noch deutlich niedriger als bei den großen Akkus, MG nennt 409 Volt maximale Betriebsspannung. Der Standardsprint von 0 auf 100 km/h dauert 6,8 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 200 km/h. Die WLTP-Reichweite beträgt 490 Kilometer kombiniert beziehungsweise 630 Kilometer im Stadtzyklus.

Der MG IM5 100 Long Range nutzt ebenfalls Hinterradantrieb, leistet 300 kW beziehungsweise 407 PS und kommt auf 500 Newtonmeter Drehmoment. Die Batterie hat 100 kWh brutto und 96,5 kWh nutzbar. Hier nennt MG 875 Volt maximale Betriebsspannung und 751 Volt Nennspannung. Der Sprint von 0 auf 100 km/h gelingt in 4,9 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 220 km/h. Die Reichweite liegt bei 710 Kilometern kombiniert und sogar 876 Kilometern im Stadtzyklus. Das ist der Effizienz- und Reichweitenläufer der Baureihe.

Das Topmodell MG IM5 100 Performance fährt mit Allradantrieb, also mit Motoren an Vorder- und Hinterachse. Die Leistung liegt bei 553 kW beziehungsweise 751 PS, das maximale Drehmoment bei 802 Newtonmetern. Der Sprint auf 100 km/h dauert 3,2 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 268 km/h. Die Reichweite sinkt gegenüber dem Long Range auf 575 Kilometer kombiniert beziehungsweise 701 Kilometer im Stadtzyklus. Das ist immer noch stark, zeigt aber klar den Preis der Performance: mehr Leistung, mehr Gewicht, mehr Verbrauch.

Interessant sind auch die Lade- und Verbrauchsdaten. Der IM5 75 Standard Range lädt an DC mit maximal 153 kW und braucht an einer 350-kW-Säule 26 Minuten von 10 auf 80 Prozent. Die beiden 100-kWh-Versionen schaffen laut MG bis zu 396 kW DC-Ladeleistung und sollen unter Idealbedingungen in 17 Minuten von 10 auf 80 Prozent laden. AC-seitig bleibt es bei 11 kW. Der kombinierte Verbrauch liegt je nach Variante bei 17,5 kWh, 16,0 kWh oder 19,7 kWh je 100 Kilometer. Der Long Range ist damit auf dem Papier der effizienteste IM5, obwohl er die große Batterie trägt.

Auch für Anhängerbetrieb gibt es Daten: Alle IM5-Versionen dürfen 750 Kilogramm ungebremst und 1.500 Kilogramm gebremst ziehen, die maximale Stützlast beträgt 75 Kilogramm. Das Leergewicht liegt je nach Variante bei 2.180, 2.210 oder 2.298 Kilogramm. Für die Reifen nennt MG beim IM5 je nach Version Mischbereifung mit 245er Reifen vorn und 275er Reifen hinten, entweder auf 19-Zoll- oder 20-Zoll-Rädern.

Zusätzliche technische Daten MG IM6

Der MG IM6 ist mit 4.904 Millimetern Länge etwas kürzer als der IM5, dafür mit 1.988 Millimetern deutlich breiter und mit 1.669 Millimetern natürlich erheblich höher. Inklusive Außenspiegel nennt MG 2.190 Millimeter Breite. Der Radstand liegt wie beim IM5 bei 2.950 Millimetern. Das ist wichtig, weil der IM6 damit nicht einfach ein komplett anderes SUV ist, sondern technisch sehr eng mit der Limousine verwandt bleibt.

Beim Stauraum spielt der IM6 seinen SUV-Vorteil aus. Je nach Variante bietet er 665 bis 1.640 Liter Kofferraumvolumen oder bei der Launch Edition 646 bis 1.621 Liter. Dazu kommt ein Frunk mit 32 Litern. Gerade dieser Unterschied ist für den Artikel spannend, weil der IM6 trotz sehr sportlicher Leistungsdaten das deutlich praktischere Fahrzeug ist.

Den IM6 nennt MG in der UK-Broschüre in drei Varianten: 100 Long Range, 100 Performance und 100 Launch Edition. Alle nutzen eine 100-kWh-Batterie mit 96,5 kWh nutzbarer Kapazität, NCM-Zellchemie, 875 Volt maximaler Betriebsspannung und 751 Volt Nennspannung. Der Long Range fährt mit Hinterradantrieb, 300 kW beziehungsweise 407 PS und 500 Newtonmetern Drehmoment. Er sprintet in 5,4 Sekunden auf 100 km/h und erreicht 235 km/h. Die kombinierte Reichweite beträgt 625 Kilometer, im Stadtzyklus sind es 821 Kilometer.

Der MG IM6 100 Performance und die 100 Launch Edition setzen auf Allradantrieb mit 553 kW beziehungsweise 751 PS und 802 Newtonmetern Drehmoment. Der Sprint auf 100 km/h dauert 3,5 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 239 km/h. Die kombinierte Reichweite beträgt 505 Kilometer, im Stadtzyklus nennt MG 642 Kilometer. Damit ist der IM6 Performance zwar etwas langsamer und weniger reichweitenstark als der IM5 Performance, aber angesichts Größe, Stirnfläche und Gewicht bleibt das ziemlich eindrucksvoll.

Beim Laden liegt der IM6 auf dem Niveau der großen IM5-Varianten. MG nennt 396 kW maximale DC-Ladeleistung und 17 Minuten Ladezeit von 10 auf 80 Prozent an einer entsprechend leistungsfähigen 350-kW-Säule. AC-seitig sind 11 kW vorgesehen. Der kombinierte Verbrauch liegt laut Broschüre beim Long Range bei 18,2 kWh je 100 Kilometer, bei Performance und Launch Edition bei 23,4 kWh je 100 Kilometer. Damit wird sehr schön sichtbar, wie stark Leistung, Allradantrieb, Reifen und SUV-Format auf die Effizienz drücken.

Das Leergewicht des IM6 liegt bei 2.320 Kilogramm für den Long Range und 2.410 Kilogramm für Performance beziehungsweise Launch Edition. Die Anhängelast beträgt wie beim IM5 750 Kilogramm ungebremst und 1.500 Kilogramm gebremst, die Stützlast liegt ebenfalls bei 75 Kilogramm. Der Wendekreis wird mit 10,18 Metern angegeben. Das ist etwas mehr als beim IM5, aber für ein knapp 4,90 Meter langes und fast zwei Meter breites SUV immer noch ein sehr guter Wert.

Beim Kofferraum unterscheiden sich MG IM5 und MG IM6 ziemlich deutlich

Der MG IM5 ist als Limousine praktischer, als man auf den ersten Blick vermuten würde, bleibt aber natürlich flacher und weniger variabel als das SUV. Das Kofferraumvolumen liegt bei 457 Litern. Werden die Rücksitze umgeklappt, wächst das Ladevolumen auf bis zu 1.290 Liter. Zusätzlich gibt es vorne einen kleinen Frunk mit 18 Litern.

Der MG IM6 spielt als SUV hier klar seine Karosserieform aus. Je nach Version bietet er 665 Liter Kofferraumvolumen, bei umgeklappter Rückbank sind es bis zu 1.640 Liter. Bei der Launch Edition liegen die Werte offenbar leicht niedriger bei 646 bis 1.621 Litern. Dazu kommt ein Frunk mit 32 Litern.

Technisch werden MG IM5 und MG IM6 vor allem durch ihre ungewöhnlich breite Spreizung interessant. Der MG IM5 ist 4,93 Meter lang, 1,96 Meter breit, 1,47 Meter hoch und besitzt einen Radstand von 2,95 Metern. Der Kofferraum fasst 457 bis 1.290 Liter, zusätzlich gibt es einen 18 Liter kleinen Frunk. Beim MG IM6 stehen 4,90 Meter Länge, 1,99 Meter Breite, 1,67 Meter Höhe und ebenfalls 2,95 Meter Radstand im Datenblatt. Der SUV bietet mit 665 bis 1.640 Litern Gepäckraum sowie 32 Litern Frunk klar mehr Nutzwert. Während der IM5 als 75 Standard Range mit 217 kW, 75-kWh-Akku und bis zu 490 Kilometern WLTP-Reichweite startet, kommt der IM5 100 Long Range mit 300 kW, 100-kWh-Batterie und bis zu 710 Kilometern Reichweite. Das Performance-Modell liefert 553 kW, beschleunigt in 3,2 Sekunden auf 100 km/h und erreicht 268 km/h Spitze.

Beim IM6 beginnt die Baureihe nach aktuellem europäischem Datenstand direkt mit 100-kWh-Batterie, 300 kW und bis zu 625 Kilometern Reichweite. Als Performance-Version kommt auch das SUV auf 553 kW, sprintet in 3,5 Sekunden auf 100 km/h und erreicht bis zu 239 km/h. Die großen 100-kWh-Varianten nutzen eine 800-Volt-Architektur mit bis zu 396 kW DC-Ladeleistung und sollen unter Idealbedingungen in 17 Minuten von 10 auf 80 Prozent laden. Genau hier zeigt sich, dass MG mit IM nicht nur ein weiteres Elektroauto bringt, sondern bewusst in das technische Revier von Porsche, Hyundai, Kia, Audi und Mercedes vordringen will.

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