Der Audi A6 allroad ist zurück. Und diesmal kommt er nicht einfach nur als höhergelegter A6 Avant mit Kunststoffbeplankung, sondern mit einem deutlich eigenständigeren Auftritt. Audi spricht beim neuen A6 allroad erstmals in der 27-jährigen Modellgeschichte von einem echten Breitbau. Genau das sieht man dem Auto auch an. Breitere Radhäuser, kräftigere Spur, robusterer Auftritt und ein spezielles Allroad-Design machen aus dem klassischen Business-Kombi wieder ein Fahrzeug für Menschen, die nicht nur Autobahn, Dienstreise und Firmenparkplatz im Lastenheft stehen haben.
Wir haben den neuen Audi A6 allroad bei seiner Premiere genauer unter die Lupe genommen. Gefahren sind wir ihn noch nicht, deshalb ist dieser Artikel bewusst eine technische und optische Einordnung. Der Fahrbericht folgt erst, wenn wir den Allroad auf der Straße, auf schlechten Wegen und mit den neuen Antrieben testen konnten. Klar ist aber schon jetzt: Audi hat beim neuen A6 allroad deutlich mehr Aufwand betrieben als bei einem einfachen Optikpaket.
Der neue Audi A6 allroad startet mit zwei elektrifizierten Antrieben. Es gibt einen 3,0-Liter-V6-TDI mit Mildhybrid-Technik und einen Plug-in-Hybrid mit 2,0-Liter-TFSI-Benziner, E-Maschine und bis zu 95 Kilometern elektrischer WLTP-Reichweite. Beide Varianten kommen serienmäßig mit quattro-Allradantrieb. Damit passt der Allroad technisch wieder genau in die Lücke zwischen langstreckentauglichem Reisekombi, komfortablem Familienauto, Zugfahrzeug und leicht geländegängigem Premium-Allrounder.
2026 Audi A6 Allroad Fotos
















Warum wirkt der neue Audi A6 allroad so breit?
Der stärkste optische Unterschied zum normalen Audi A6 Avant ist die Breite. Audi hat dem neuen A6 allroad eine um 111 Millimeter breitere Karosserie gegenüber dem A6 Avant spendiert. Gegenüber dem bisherigen A6 allroad beträgt das Plus immer noch 84 Millimeter. Das ist keine Kleinigkeit, sondern verändert die Haltung des Fahrzeugs massiv.
Auch die Spurweite ist gewachsen. Gegenüber dem A6 Avant legt die Spur um 74 Millimeter zu. Im Vergleich zum Vorgänger sind es 55 Millimeter mehr, an der Hinterachse sogar 70 Millimeter. Die Spurweite beschreibt den Abstand zwischen den Rädern einer Achse. Eine breitere Spur kann die Fahrstabilität verbessern, weil das Fahrzeug satter auf der Straße steht und sich in Kurven weniger nervös anfühlt.
Natürlich macht Breite allein noch kein sportliches Auto. Aber in Verbindung mit den breiteren Reifen, dem adaptiven Luftfederfahrwerk, der steiferen Lenkungsanbindung und der optionalen Allradlenkung beim TDI beziehungsweise der serienmäßigen Allradlenkung beim Plug-in-Hybrid entsteht ein deutlich souveräneres Gesamtpaket. Genau deshalb wirkt der neue A6 allroad von hinten fast wie ein kleiner RS6-Verwandter. Nicht in der Leistung, aber in der Präsenz.
Welche Abmessungen hat der neue Audi A6 allroad?
Der neue Audi A6 allroad ist rund 5,20 Meter lang und inklusive Außenspiegel knapp 2,10 Meter breit. In der Höhe liegt er je nach Fahrwerksniveau zwischen 1,48 und 1,51 Metern. Der Radstand beträgt 2,93 Meter.
Der Radstand ist der Abstand zwischen Vorderachse und Hinterachse. Er ist wichtig für Innenraumgefühl, Fahrkomfort und Geradeauslauf. Mit 2,93 Metern bringt der A6 allroad hier die typische Oberklasse-Kombi-Basis mit. Der Wagen soll also nicht nur robust aussehen, sondern auf langen Strecken auch genau jene Ruhe und Souveränität bieten, die man von einem großen Audi erwartet.
Interessant ist auch die Bodenfreiheit. Im Normalniveau steht der neue A6 allroad 34 Millimeter höher als ein A6 Avant mit Luftfederfahrwerk. Gegenüber dem Vorgänger liegt die sogenannte Trimmlage 16 Millimeter höher. Mit Trimmlage ist die konstruktive Grundhöhe der Karosserie im jeweiligen Fahrwerkszustand gemeint. Beim Allroad ist das wichtig, weil mehr Bodenfreiheit nicht nur optisch wirkt, sondern auf schlechten Wegen, Schotter, Schnee, Feldwegen und bei Kanten echten Nutzen bringt.
Neuer Audi A6 Allroad Video
Wie sieht der Audi A6 allroad von vorne aus?
Die Front des neuen Audi A6 allroad setzt klar auf das typische Allroad-Thema: robust, breit und technisch. Der Kühlergrill trägt ein spezifisches Hexagon-Design. Hexagon bedeutet sechseckig. Dieses Motiv zieht sich beim neuen Allroad an mehreren Stellen durch, unter anderem an der Front, an den Lufteinlässen, an den Schwellern und im Heckbereich.
Die Air Curtains an der Front sind nicht nur optische Spielerei. Sie leiten die Luft gezielt an den Radhäusern vorbei und sollen Verwirbelungen reduzieren. Das verbessert die Aerodynamik. Aerodynamik ist bei modernen Fahrzeugen extrem wichtig, weil Luftwiderstand Verbrauch, Geräuschkomfort, Reichweite und Hochgeschwindigkeitsstabilität beeinflusst.
Auf Wunsch gibt es Matrix-LED-Scheinwerfer. Bei Matrix-LED-Technik wird das Fernlicht in einzelne Segmente aufgeteilt. Das Fahrzeug kann Teile des Lichtkegels gezielt ausblenden, damit andere Verkehrsteilnehmer nicht geblendet werden, während die Umgebung weiterhin möglichst gut ausgeleuchtet wird. Gerade bei einem großen Reiseauto ist gutes Licht mehr als Komfort. Es ist ein Sicherheitsfaktor.
Was macht das Allroad-Design aus?
Der Audi A6 allroad bekommt typische Schutz- und Designelemente, die ihn klar vom normalen Avant absetzen. Dazu gehören Radhausverkleidungen, Seitenschweller, ein Unterfahrschutz an Front und Heck sowie robuste Anbauteile. Serienmäßig sind viele dieser Elemente in Schwarz ausgeführt, teils hochglänzend, teils matt.
Gerade beim Hochglanz-Schwarz kann man geteilter Meinung sein. Es wirkt edel, passt zum Premiumanspruch und gibt dem Wagen eine gewisse Schärfe. Gleichzeitig ist es anfälliger für Kratzer, Staub und sichtbare Verschmutzung. Matt ausgeführte robuste Elemente würden zum Allroad-Gedanken fast noch besser passen, weil sie weniger empfindlich wirken.
Alternativ bietet Audi ein Exterieurpaket mit Anbauteilen in Kontrastfarbe an. Dann kommen matte silberne Akzente, Aluminiumelemente an Dachreling und Fensterzierleisten sowie verchromte Endrohrblenden hinzu. Das wirkt klassischer und nimmt dem Allroad ein Stück weit die dunkle Schwere.
Acht Lackfarben stehen zur Wahl. Genannt werden Arkona Weiß, Plateau Grau, Florettsilber, Madeirabraun, Mitternachtsgrün, Firmamentblau, Mythosschwarz und Gletscherweiß. Wirklich bunt wird es also nicht. Plateau Grau wirkt am Premierenfahrzeug allerdings sehr passend, weil die Farbe je nach Licht zwischen Grau, Grün, Beige und einem leicht technischen Ton wechselt.
Wie sieht das Heck des Audi A6 allroad aus?
Das Heck ist einer der stärksten Blickwinkel des neuen A6 allroad. Die breiten Backen stehen dem Auto ausgesprochen gut. Gerade von hinten wirkt der Wagen deutlich massiver als ein normaler A6 Avant. Das durchgehende LED-Leuchtenband der neuesten Generation sorgt für den modernen Audi-Auftritt. Beim Annähern verändert sich das Lichtdesign, was dem Fahrzeug eine zusätzliche digitale Note gibt.
Der Heckdiffusor trägt ebenfalls das Allroad-spezifische Hexagon-Thema. Dazu kommen die robuste untere Gestaltung, der angedeutete Unterfahrschutz und die breite Karosserie. Damit wirkt der neue Allroad weniger wie ein klassischer Hochdach-Kombi und mehr wie ein souveräner Gelände-Reisekombi.
Zwei Details bleiben trotzdem kritikwürdig. Erstens die sichtbare Dachantenne. Eine sogenannte Haifischflosse ist technisch kein Drama, optisch aber inzwischen nicht mehr zwingend notwendig. Antennentechnik lässt sich heute eleganter in Scheiben, Karosserie oder Spiegel integrieren. Zweitens der Heckscheibenwischer. Gerade bei einem so stark gezeichneten Heck mit Dachspoiler wäre eine Integration in den Heckkantenspoiler eleganter gewesen. Das hätte die Linie ruhiger und hochwertiger wirken lassen.
Welches Fahrwerk bekommt der Audi A6 allroad?
Serienmäßig besitzt der neue Audi A6 allroad ein speziell für ihn entwickeltes adaptives Luftfederfahrwerk. Eine Luftfederung ersetzt klassische Stahlfedern durch Luftbälge. Der Vorteil liegt darin, dass das Fahrzeug je nach Fahrmodus, Geschwindigkeit und Untergrund angehoben oder abgesenkt werden kann.
Der Verstellbereich beträgt 55 Millimeter. Das sind 25 Millimeter mehr Variabilität als beim A6 Avant. Genau diese Spreizung ist beim Allroad entscheidend. Einerseits soll er auf der Autobahn ruhig, effizient und komfortabel fahren. Andererseits soll er auf schlechten Wegen mehr Bodenfreiheit bieten.
In den Audi-drive-select-Modi Balance, Komfort und Efficiency steht der A6 allroad im Normalniveau. Dort liegt er bereits 34 Millimeter höher als ein A6 Avant mit Luftfederfahrwerk. Für schwierige Untergründe gibt es die beiden speziellen Programme Offroad und Offroad Plus. In diesen Modi hebt sich die Karosserie um weitere 15 Millimeter an.
Der Offroad-Modus passt vor allem die Dämpferabstimmung an die erhöhte Karosserielage an. Offroad Plus geht weiter. Hier verändert Audi zusätzlich die Regelung von Antriebsschlupf, elektronischer Differentialsperre und Getriebe. Das ist wichtig, weil lose Untergründe wie Schotter, Schnee oder Sand andere Regelsysteme verlangen als trockener Asphalt.
Was bedeutet Offroad Plus beim Audi A6 allroad?
Im Offroad-Plus-Modus darf das Fahrzeug mehr Schlupf zu. Schlupf bedeutet, dass ein Rad nicht völlig haftend abrollt, sondern etwas durchdrehen darf. Auf Asphalt wäre das unerwünscht, auf losem Untergrund kann es aber helfen, weil sich der Reifen dadurch besser in Schnee, Sand oder Schotter arbeiten kann.
Die elektronische Differentialsperre greift im Offroad-Plus-Modus stärker ein. Eine Differentialsperre soll verhindern, dass ein einzelnes durchdrehendes Rad zu viel Antriebskraft bekommt, während andere Räder mit besserer Traktion ungenutzt bleiben. Elektronisch geschieht das meist über gezielte Bremseingriffe. Das durchdrehende Rad wird gebremst, dadurch kann mehr Kraft an die Räder mit besserem Grip geleitet werden.
Auch die S tronic wird angepasst. S tronic ist Audis Bezeichnung für das Doppelkupplungsgetriebe. Ein Doppelkupplungsgetriebe arbeitet mit zwei Teilgetrieben und kann sehr schnell die Gänge wechseln. Im Offroad-Plus-Modus hält es die Gänge länger und schaltet später hoch. Dadurch steht bei niedrigen Geschwindigkeiten mehr Kraft zur Verfügung.
Fährt der A6 allroad in den Offroad-Modi schneller als 85 km/h, senkt sich das Fahrzeug wieder auf das Normalniveau ab. Das ist sinnvoll, weil mehr Höhe bei höheren Geschwindigkeiten mehr Luftwiderstand und weniger Stabilität bedeuten kann.
Wie weit kann sich der Audi A6 allroad anheben und absenken?
Zusätzlich zu den Offroad-Programmen gibt es eine Liftfunktion. Sie hebt die Karosserie nochmals um 20 Millimeter an und steht bis 35 km/h zur Verfügung. Das ist besonders hilfreich, wenn es auf jeden Zentimeter Bodenfreiheit ankommt, etwa bei ausgewaschenen Wegen, Schneekanten oder steilen Grundstückseinfahrten.
In die andere Richtung kann sich der A6 allroad ebenfalls bewegen. Im Modus Dynamic senkt sich die Karosserie um 20 Millimeter ab. Dadurch sinkt der Schwerpunkt, das Fahrzeug liegt stabiler und der Luftwiderstand reduziert sich. Ab 120 km/h passiert diese Absenkung auch automatisch aus dem Normalniveau heraus.
Das ist ein klassischer Vorteil einer guten Luftfederung. In der Stadt und auf schlechten Wegen steht das Auto höher. Auf der Autobahn senkt es sich ab und wird effizienter, leiser und stabiler.
Welche Lenkung bietet der neue Audi A6 allroad?
Serienmäßig ist eine Progressivlenkung an Bord. Progressiv bedeutet, dass die Lenkübersetzung nicht über den gesamten Lenkwinkel gleich bleibt. Um die Mittellage reagiert die Lenkung stabil und kontrolliert. Bei stärkerem Lenkeinschlag wird sie direkter. Dadurch soll der Wagen beim Geradeausfahren ruhig bleiben und beim Rangieren oder in engen Kurven weniger Lenkarbeit verlangen.
Audi hat außerdem die Verbindung vom Lenkrad bis zu den Rädern steifer ausgelegt. Dazu gehören unter anderem Torsionsstab, Lenkgetriebe und Querlenkerlager. Das Ziel ist eine präzisere Rückmeldung und eine direktere Lenkansprache.
Besonders spannend ist die Allradlenkung. Beim A6 allroad e-hybrid ist sie serienmäßig, beim V6 TDI optional erhältlich. Bei niedrigen Geschwindigkeiten schlagen die Hinterräder bis etwa 60 km/h und bis zu 5 Grad entgegengesetzt zu den Vorderrädern ein. Dadurch wird der Wagen handlicher und der Wendekreis verringert sich um bis zu einen Meter. Das hilft beim Rangieren, im Parkhaus, in engen Straßen, auf Serpentinen und auch abseits befestigter Wege.
Bei mittleren und höheren Geschwindigkeiten schlagen die Hinterräder um bis zu 2 Grad in die gleiche Richtung ein wie die Vorderräder. Das erhöht die Stabilität bei Spurwechseln und schnellen Kurven. Gerade bei einem fast 5,20 Meter langen Fahrzeug ist diese Technik ein echter Vorteil.
Welche Räder und Reifen gibt es?
Serienmäßig startet der Audi A6 allroad auf 19-Zoll-Rädern mit Reifen im Format 265/45 R19. Die erste Zahl, also 265, beschreibt die Reifenbreite in Millimetern. Die zweite Zahl, also 45, gibt das Verhältnis der Reifenflanke zur Reifenbreite an. R19 steht für Radialreifen auf 19-Zoll-Felgen.
Optional gibt es 20-Zoll-Räder mit Reifen der Dimension 275/40 R20. Beide Varianten sind rollwiderstandsoptimiert. Das bedeutet, dass die Reifen beim Abrollen möglichst wenig Energie verlieren sollen. Gerade bei schweren, elektrifizierten Fahrzeugen ist das wichtig, weil Reifen großen Einfluss auf Verbrauch und elektrische Reichweite haben.
Die größte Radvariante misst 21 Zoll. Dann kommen Performance-Reifen im Format 285/35 R21 zum Einsatz. Diese Reifen sind stärker auf Querdynamik ausgelegt. Querdynamik beschreibt die Kräfte, die in Kurven seitlich auf das Fahrzeug wirken. Je stärker ein Reifen auf Querdynamik ausgelegt ist, desto besser kann er Seitenführungskräfte übertragen. Für den Komfort ist eine flachere Reifenflanke allerdings nicht immer ideal. Hier wird der Fahrbericht zeigen müssen, wie gut Audi die Balance getroffen hat.
Alle Reifen für den A6 allroad besitzen Geräuschabsorber. Dabei sitzen Schaumstoffringe an der Reifeninnenseite. Sie reduzieren Luftschwingungen im Reifen und damit Abrollgeräusche im Innenraum. Das ist besonders wichtig, weil Premium-Fahrzeuge nicht nur schnell und komfortabel, sondern auch leise sein müssen.
Welche Antriebe gibt es zum Marktstart?
Zum Marktstart bietet Audi den neuen A6 allroad mit zwei elektrifizierten Antrieben an. Beide Varianten haben quattro-Allradantrieb. quattro bedeutet bei Audi, dass die Kraft nicht nur an eine Achse geht, sondern auf Vorder- und Hinterachse verteilt wird. Das verbessert Traktion und Stabilität, vor allem bei Nässe, Schnee, losem Untergrund oder beim Herausbeschleunigen aus Kurven.
Der erste Antrieb ist der Audi A6 allroad e-hybrid quattro. Er kombiniert einen 2,0-Liter-TFSI-Benziner mit einer E-Maschine. TFSI steht bei Audi für einen turboaufgeladenen Benzin-Direkteinspritzer. Der Vierzylinder leistet 185 kW, also 252 PS. Die E-Maschine steuert bis zu 105 kW bei. Gemeinsam ergibt das eine Systemleistung von 270 kW, also 367 PS. Das maximale Systemdrehmoment liegt bei 500 Nm.
Der zweite Antrieb ist der Audi A6 allroad 3.0 V6 TDI quattro. Der Sechszylinder-Diesel leistet 220 kW, also 299 PS, und liefert 580 Nm Drehmoment. TDI steht für Turbodiesel-Direkteinspritzung. Dieser Motor ist mit MHEV-plus-Technik elektrifiziert. MHEV bedeutet Mildhybrid Electric Vehicle. Anders als ein Plug-in-Hybrid kann ein Mildhybrid nicht extern geladen werden und fährt in der Regel keine langen Strecken rein elektrisch. Er unterstützt den Verbrennungsmotor elektrisch, gewinnt Energie zurück und verbessert Ansprechverhalten und Effizienz.
Was kann der Audi A6 allroad e-hybrid quattro?
Der Plug-in-Hybrid ist die spannendere Variante für all diejenigen, die im Alltag viel elektrisch fahren möchten. Die Systemleistung beträgt 270 kW, also 367 PS. Das Systemdrehmoment liegt bei 500 Nm. Von 0 auf 100 km/h beschleunigt der A6 allroad e-hybrid in 5,5 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 250 km/h.
Die Hochvoltbatterie besitzt 25,9 kWh brutto und 20,7 kWh netto. Brutto beschreibt die gesamte technische Batteriekapazität. Netto ist der tatsächlich nutzbare Energieinhalt. Hersteller behalten einen Teil der Kapazität als Schutzpuffer zurück, um die Batterie zu schonen und Alterung zu reduzieren.
Die elektrische WLTP-Reichweite liegt bei bis zu 95 Kilometern kombiniert. Für einen Plug-in-Hybrid ist das ein starker Wert. Viele Pendelstrecken, Stadtfahrten und Alltagswege lassen sich damit rein elektrisch erledigen, wenn regelmäßig geladen wird.
Geladen wird mit Wechselstrom, kurz AC, mit bis zu 11 kW. Eine vollständige Ladung dauert rund zweieinhalb Stunden. Ein Mode-3-Ladekabel mit Typ-2-Stecker ist serienmäßig dabei. Mode 3 beschreibt das Laden an einer Wallbox oder öffentlichen AC-Ladesäule. Typ 2 ist der in Europa übliche Stecker für AC-Laden.
Wie arbeitet der Plug-in-Hybrid im Alltag?
Der Audi A6 allroad e-hybrid bietet die Modi EV und Hybrid. Im EV-Modus fährt der Wagen rein elektrisch, solange genügend Energie in der Batterie vorhanden ist und die Leistungsanforderung passt. Im Hybridmodus entscheidet das Fahrzeug selbst, wann der Verbrenner und wann der Elektromotor genutzt wird.
Über das MMI kann ein gewünschter Batterieladezustand eingestellt werden. Das ist im Alltag sehr praktisch. Wer zum Beispiel erst über die Autobahn fährt und später in eine Innenstadt oder emissionssensible Zone kommt, kann elektrische Energie für später aufsparen.
Auch Rekuperation ist an Bord. Rekuperation bedeutet, dass beim Verzögern Bewegungsenergie zurückgewonnen und in elektrische Energie umgewandelt wird. Im A6 allroad e-hybrid sind bis zu 88 kW Rekuperationsleistung möglich. Der Grad der Schubrekuperation lässt sich über Schaltwippen am Lenkrad einstellen. Zusätzlich kann das System abhängig von Strecke und Fahrsituation automatisch rekuperieren.
Die offiziellen gewichteten Verbrauchswerte liegen bei 2,6 bis 2,9 Liter Benzin auf 100 Kilometer zuzüglich 15,7 bis 16,2 kWh Strom auf den ersten 100 Kilometern. Die gewichteten CO2-Emissionen liegen bei 59 bis 67 Gramm pro Kilometer, die CO2-Klasse ist B. Bei entladener Batterie nennt Audi 7,2 bis 7,7 Liter auf 100 Kilometer und die CO2-Klasse F.
Hier zeigt sich die bekannte Plug-in-Hybrid-Wahrheit. Wer regelmäßig lädt, kann sehr effizient unterwegs sein. Wer nicht lädt, fährt im Prinzip einen schweren Benziner mit Hybridtechnik spazieren. Der Plug-in-Hybrid lohnt sich also vor allem dann, wenn das elektrische Fahren im Alltag wirklich genutzt wird.
Was kann der Audi A6 allroad 3.0 V6 TDI quattro?
Der V6 TDI bleibt die klassische Langstrecken- und Zugfahrzeug-Variante. Der 3,0-Liter-Sechszylinder-Diesel leistet 220 kW, also 299 PS, und liefert 580 Nm Drehmoment. Von 0 auf 100 km/h beschleunigt der A6 allroad TDI in 5,4 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt ebenfalls bei 250 km/h.
Der kombinierte Verbrauch wird mit 5,8 bis 6,4 Litern Diesel auf 100 Kilometer angegeben. Die CO2-Emissionen liegen bei 153 bis 167 Gramm pro Kilometer. Die CO2-Klasse reicht von F bis E.
Technisch besonders interessant ist die MHEV-plus-Technologie. Audi kombiniert dabei mehrere elektrifizierte Komponenten. Dazu gehören ein Riemenstartergenerator, ein Triebstranggenerator und ein elektrisch angetriebener Verdichter.
Der Triebstranggenerator kann bis zu 18 kW, also 24 PS, zusätzlich liefern und bis zu 25 kW rekuperieren. Damit unterstützt er den Verbrenner beim Anfahren und Beschleunigen und gewinnt beim Verzögern Energie zurück. Das ist kein rein elektrisches Fahren wie beim Plug-in-Hybrid, aber eine spürbare elektrische Unterstützung.
Warum ist der elektrische Verdichter beim V6 TDI spannend?
Der elektrisch angetriebene Verdichter soll das klassische Turboloch überbrücken. Ein Turboloch entsteht, wenn ein Abgasturbolader bei niedriger Drehzahl noch nicht genug Ladedruck aufgebaut hat. Der Motor reagiert dann verzögert auf Gasbefehle. Ein elektrischer Verdichter kann genau diesen Moment überbrücken, weil er nicht auf Abgasenergie warten muss.
Audi nennt für den V6 TDI einen maximalen Ladedruck von 3,6 bar absolut. Dieser Druck baut sich fast eine Sekunde schneller auf als bei der früheren Motorengeneration. Beim Beschleunigen dreht das Verdichterrad innerhalb von 250 Millisekunden auf 90.000 Umdrehungen pro Minute hoch. Das entspricht einer sehr schnellen Drehzahlsteigerung und soll für ein deutlich spontaner wirkendes Ansprechverhalten sorgen.
Audi spricht davon, dass der neue A6 allroad TDI in den ersten 2,5 Sekunden fast eine Wagenlänge mehr zurücklegt als zuvor. Genau darum geht es bei dieser Technik. Weniger Verzögerung, mehr Spontanität und ein Anfahrgefühl, das sich fast elektrisch anfühlen soll.
Welche Variante passt besser zum A6 allroad?
Der Plug-in-Hybrid passt besser zu Menschen, die regelmäßig laden können und viele Alltagsstrecken elektrisch fahren möchten. Bis zu 95 Kilometer elektrische Reichweite sind stark. Dazu kommt die serienmäßige Allradlenkung. Wer zu Hause oder am Arbeitsplatz laden kann, bekommt mit dem e-hybrid einen sehr interessanten Mix aus elektrischem Alltag, starker Systemleistung und langstreckentauglichem Verbrenner.
Der V6 TDI bleibt die rationalere Wahl für sehr lange Strecken, hohe Jahresfahrleistungen, schwere Anhänger und klassische Langstreckenfahrer. 580 Nm Drehmoment, niedriger Dieselverbrauch und 2,5 Tonnen Anhängelast sprechen eine klare Sprache. Wer regelmäßig Wohnwagen, Pferdeanhänger oder schwere Transportanhänger zieht, wird eher zum Diesel greifen.
Es ist fast schade, dass Audi aktuell keinen rein elektrischen A6 allroad anbietet. Das Konzept eines hochgelegten, geräumigen, langstreckentauglichen Elektro-Avants mit Allradantrieb hätte hervorragend zu einfach elektrisch gepasst. Aber die beiden angebotenen Antriebe zeigen immerhin, dass Elektrifizierung beim Allroad nicht nur ein Randthema ist.
Wie viel Kofferraum bietet der Audi A6 allroad?
Beim Gepäckraum gibt es einen klaren Unterschied zwischen TDI und Plug-in-Hybrid. Der Audi A6 allroad TDI bietet 466 bis 1.497 Liter Ladevolumen. Beim Audi A6 allroad e-hybrid sind es wegen der Batterie 404 bis 1.423 Liter.
Der Verlust beim Plug-in-Hybrid ist spürbar, aber nicht dramatisch. Der e-hybrid bleibt ein alltagstauglicher Kombi. Wer jedoch maximale Ladefläche braucht, ist mit dem TDI besser bedient.
Die Heckklappe öffnet serienmäßig elektrisch und lässt sich per Tastendruck oder Fußgeste bedienen. Im Kofferraum gibt es ein Schienensystem mit verstellbaren Verzurrösen, ein serienmäßiges Trennnetz und optional ein Fixierset mit Teleskopstange und Spannband. Genau solche Details machen einen Avant im Alltag stark. Gepäck, Hundeboxen, Sportausrüstung, Werkzeug oder Reisegepäck lassen sich damit besser sichern.
Die Rücksitzlehne ist im Verhältnis 40:20:40 teilbar und kann über eine Fernentriegelung im Gepäckraum umgelegt werden. Die 20-Prozent-Mittelteilung ist besonders praktisch, weil lange Gegenstände wie Ski durchgeladen werden können, während hinten weiterhin zwei Personen sitzen können. Für einen großen Reisekombi ist das genau die richtige Lösung.
Wie viel darf der Audi A6 allroad ziehen?
Die Anhängelast ist ein wichtiger Punkt beim Allroad. Der Audi A6 allroad e-hybrid zieht bis zu 2.000 Kilogramm. Der V6 TDI kommt auf bis zu 2,5 Tonnen Anhängelast. Beim 3,0-Liter-Diesel sind das 400 Kilogramm mehr als beim normalen A6 Avant.
Damit wird der TDI zur stärkeren Wahl für Wohnwagen, Pferdeanhänger, Baugewerbe, schwere Freizeitgeräte oder andere Transportaufgaben. Gerade hier zeigt sich, warum der A6 allroad weiterhin seine Berechtigung hat. Er ist kein SUV, bietet aber mehr Bodenfreiheit, Allradantrieb, kräftige Motoren und eine hohe Nutzbarkeit.
Offizielle Angaben zu Stützlast und Dachlast lagen zum Zeitpunkt der Preview noch nicht vor. Im Raum stehen 95 Kilogramm Stützlast und 100 Kilogramm Dachlast, diese Werte sind aber noch nicht bestätigt. Deshalb müssen sie aktuell mit Vorsicht behandelt werden. Sobald Audi die finalen Werte nennt, sind sie wichtig für Fahrradträger, Dachboxen, Dachzelte und schwere Anhänger.
Wie hochwertig ist der Innenraum?
Der Innenraum des Audi A6 allroad orientiert sich stark an Limousine und Avant, bekommt aber spezifische Allroad-Funktionen und natürlich den robusteren Charakter. Vorne gibt es hochwertige Materialien, je nach Ausstattung belederte Türbereiche, feine Nähte, Ambientelicht und ein Bang-&-Olufsen-3D-Soundsystem.
Die Akustikverglasung fällt positiv auf. Dabei bestehen die Seitenscheiben aus zwei Glasscheiben mit einer Folie dazwischen. Diese Konstruktion reduziert Außengeräusche und verbessert den Geräuschkomfort im Innenraum. Gerade beim A6 hat Audi hier zuletzt bereits Maßstäbe gesetzt. Ob der Allroad dieses Niveau trotz höherer Karosserie und breiterer Reifen hält, muss der Fahrtest zeigen.
Soft-Close-Türen sind ebenfalls verfügbar. Dabei ziehen sich die Türen auf den letzten Millimetern elektrisch ins Schloss. Das ist kein Muss, aber ein klassisches Premium-Komfortdetail.
Im Cockpit sitzt ein großes Fahrerdisplay. Dazu kommt das moderne MMI-System mit Kachelstruktur, App-Store, Musikdiensten, digitalem Schlüssel und umfangreicher Fahrzeugsteuerung. Der digitale Schlüssel macht das Smartphone zum Fahrzeugschlüssel. Besonders beim Plug-in-Hybrid wichtig ist außerdem die Standklimatisierung. Damit lässt sich der Innenraum vorheizen oder vorkühlen, solange das Fahrzeug noch steht. Das erhöht den Komfort und kann bei geladenem Akku auch effizienter sein, weil die Energie nicht während der Fahrt zusätzlich aufgebracht werden muss.
Was kann das Head-up-Display im A6 allroad?
Der Audi A6 allroad bekommt ein Head-up-Display der neuesten Generation. Ein Head-up-Display projiziert wichtige Informationen in das Sichtfeld der Fahrerin oder des Fahrers. Dadurch muss der Blick weniger stark von der Straße abgewendet werden.
Beim Allroad wurde das System um spezifische Offroad-Funktionen erweitert. Angezeigt werden unter anderem Neigungswinkel, Böschungswinkel, Fahrwerksniveau, Höhenangabe und Kompassausrichtung. Das ist nicht nur Spielerei. Wer auf unbefestigten Wegen, im Schnee oder im Gelände unterwegs ist, kann diese Informationen sinnvoll nutzen.
Böschungswinkel beschreibt, wie steil ein Hindernis oder eine Rampe sein darf, ohne dass Fahrzeugfront oder Heck aufsetzen. Neigungswinkel beschreibt die seitliche oder längsseitige Schräglage. Für echte Hardcore-Offroader ist der A6 allroad zwar nicht gedacht, aber für schlechte Wege, Alpenregionen, Forstwege, Wintereinsatz oder Ferienhäuser abseits asphaltierter Straßen sind diese Anzeigen durchaus passend.
Wie ist das Bedienkonzept gelöst?
Audi setzt im neuen A6 allroad auf das aktuelle MMI-System mit großem Zentraldisplay. Die Menüstruktur wirkt modern und lässt sich schnell bedienen. Über den Store können Apps geladen werden, darunter Musikdienste und Entertainment-Anwendungen. Auch YouTube lässt sich nutzen, natürlich nicht während der Fahrt für die fahrende Person.
Die Sprache lässt sich im System schnell umstellen. Das klingt banal, zeigt aber, wie weit moderne Infotainmentsysteme inzwischen gehen. Sie sind nicht mehr nur Radio und Navigation, sondern Betriebssysteme im Fahrzeug.
Drive Select ist zentral für den Allroad. Hier werden Fahrmodi wie Dynamic, Balance, Komfort, Efficiency, Offroad und Offroad Plus gewählt. Beim Plug-in-Hybrid kommt der elektrische Fahrmodus hinzu. Über Drive Select verändert der A6 allroad Lenkung, Antrieb, Fahrwerk, Luftfederung und weitere Parameter.
Gut ist, dass Audi weiterhin haptische Lüftungsdüsen verbaut. Nicht alles muss in den Touchscreen wandern. Dazu kommen USB-C-Anschlüsse, eine 12-Volt-Steckdose, eine induktive Ladefläche, Becherhalter und eine große Mittelarmlehne mit Staufach.
Was bietet das Beifahrerdisplay?
Optional gibt es ein Beifahrerdisplay. Damit kann die Person auf dem rechten Sitz eigene Inhalte nutzen, etwa Entertainment über Bluetooth-Kopfhörer. Das ist gerade auf langen Strecken angenehm. Während vorne gefahren wird, kann der Beifahrer Medien nutzen oder bestimmte Funktionen bedienen.
Solche Displays sind inzwischen ein Trend in der Oberklasse und oberen Mittelklasse. Entscheidend ist, dass sie nicht nur Show sind. Im A6 allroad wirkt das System sinnvoll integriert und passt zum modernen Digital-Cockpit.
Was bietet das Glasdach?
Optional gibt es ein Glasdach mit schaltbarer Verschattung. Dabei lassen sich einzelne Bereiche abdunkeln oder aufhellen. Diese Technik kennen wir bereits aus anderen aktuellen Audi-Modellen. Sie sorgt für ein luftiges Raumgefühl und erlaubt trotzdem eine gewisse Lichtsteuerung.
Ein klassisches Rollo wäre aus unserer Sicht trotzdem wünschenswert. Gerade im Sommer, bei tiefstehender Sonne oder wenn Kinder hinten sitzen, ist eine echte mechanische Verdunklung manchmal angenehmer als eine elektrochrome Verschattung. Audi löst das modern, aber nicht jeder wird auf ein Rollo verzichten wollen.
Interessant ist auch der Mikrofaser-Dachhimmel, der optisch und haptisch an Alcantara erinnert. Audi nennt ihn nicht Alcantara, aber die Wirkung ist hochwertig. Kritisch bleibt, dass dieser hochwertige Bezug offenbar nicht überall bis in die unteren Bereiche der Säulen gezogen wird. Gerade bei einem teuren Premiumfahrzeug dürfte man hier eine konsequentere Ausführung erwarten.
Wie gut sind die Sitze vorne?
Vorne gibt es optional neue Kontursitze. Diese Sitze bieten umfangreiche elektrische Verstellmöglichkeiten, Sitzheizung, Sitzbelüftung und vermutlich auch Massagefunktionen. Die Sitzbelüftung ist gerade im Sommer ein echter Komfortgewinn, weil sie Wärme und Feuchtigkeit vom Körper wegführt.
Die Kontursitze lassen sich auch im Oberschenkelbereich verstellen. Das ist wichtig für große Personen und lange Strecken. Eine gute Oberschenkelauflage entlastet die Beine und verbessert den Langstreckenkomfort.
Ein weiteres wichtiges Detail ist Isofix auf dem Beifahrersitz. Isofix ist ein standardisiertes Befestigungssystem für Kindersitze. Damit lässt sich ein Kindersitz fest mit dem Fahrzeug verbinden. Zusammen mit den Isofix-Punkten im Fond bietet der A6 allroad damit gute Voraussetzungen für Familien.
Beim Bang-&-Olufsen-System gibt es allerdings eine Ausstattungseinschränkung. Mit bestimmten Komfort- oder Kontursitzen gibt es offenbar keine Lautsprecher in den Kopfstützen, dafür aber die Komfortfunktion der Kopfstützen. Bei anderen Sitzvarianten sind Lautsprecher in den Kopfstützen möglich. Hier muss man bei der Konfiguration also genau hinschauen.
Wie sitzt man im Fond?
Der Fond des neuen Audi A6 allroad bleibt eine Stärke. Mit 1,85 Meter Körpergröße gibt es hinten viel Platz. Die Kopffreiheit ist auch unter dem Glasdach großzügig. Die Beinfreiheit überzeugt ebenfalls, wenn der Vordersitz auf eine vergleichbare Position eingestellt ist.
Die Mittelarmlehne ist weich gepolstert und beledert, trägt aber zwei Becherhalter. Das ist praktisch, nimmt aber Fläche für den Arm weg. Aus Komfortsicht wären Becherhalter an anderer Stelle eleganter.
Hinten gibt es zweimal USB-C, eine ordentliche Belüftung in der Mittelkonsole und bei gewählter Vierzonen-Klimaautomatik zusätzliche Lüftungsdüsen in der B-Säule. Das ist ein wichtiger Hinweis. Wer oft mit mehreren Personen unterwegs ist, sollte die Vierzonen-Klimaautomatik ernsthaft in Betracht ziehen, weil der Fond dann deutlich besser klimatisiert werden kann.
Die Türverkleidungen hinten übernehmen die Premiumqualität von vorne. Das ist wichtig. Viele Hersteller sparen im Fond sichtbar, Audi bleibt beim A6 allroad konsequenter. Ambientelicht, hochwertige Materialien, Ablagen und saubere Verarbeitung passen zum Preisniveau.
Wie familienfreundlich ist der Audi A6 allroad?
Der A6 allroad ist ein sehr familienfreundliches Auto, wenn der Preis nicht abschreckt. Isofix gibt es auf den äußeren Fondsitzen und zusätzlich auf dem Beifahrersitz. Die hinteren Sonnenrollos sind praktisch für Kinder, ebenso die gute Belüftung, die USB-C-Anschlüsse und das große Platzangebot.
Die 40:20:40 teilbare Rücksitzlehne hilft im Alltag enorm. Kinder, Gepäck, Sportausrüstung, Ski oder lange Gegenstände lassen sich besser kombinieren. Das elektrische Öffnen der Heckklappe per Fußgeste ist praktisch, wenn die Hände voll sind.
Der Kardantunnel bleibt wegen des quattro-Antriebs vorhanden. Wer hinten zu dritt sitzt, muss damit leben. Für zwei Personen im Fond ist der Komfort aber sehr gut.
Wie viel Allroad steckt wirklich im neuen A6 allroad?
Der neue Audi A6 allroad ist kein Hardcore-Geländewagen. Das war er nie und das muss er auch nicht sein. Er ist ein großer Premium-Kombi mit mehr Bodenfreiheit, Luftfederung, Allradantrieb, speziellen Offroad-Fahrprogrammen, robusterer Optik und höherem Nutzwert auf schlechten Wegen.
Genau darin liegt seine Stärke. Der Allroad ist für Menschen gemacht, die keinen SUV wollen, aber mehr Reserven als in einem normalen Kombi suchen. Wer im Winter in den Alpen unterwegs ist, Pferdeanhänger zieht, auf Baustellen oder Feldwegen fahren muss, regelmäßig in Regionen mit schlechten Straßen unterwegs ist oder einfach den robusteren Avant möchte, findet hier ein sehr interessantes Konzept.
Der neue Breitbau macht den A6 allroad optisch stärker als je zuvor. Gleichzeitig bringt die Technik echten Mehrwert. Luftfederung, Offroad Plus, Liftfunktion, Allradlenkung, quattro und breite Reifen ergeben ein Paket, das deutlich mehr ist als ein Kunststoffpaket.
Was kostet der neue Audi A6 allroad?
Bestellbar ist der neue Audi A6 allroad ab dem 18. Juni 2026. Der Audi A6 allroad 3.0 V6 TDI quattro startet bei 77.250 Euro. Der Audi A6 allroad e-hybrid quattro beginnt bei 80.250 Euro.
Damit ist der Allroad klar ein Premiumfahrzeug. Der Einstiegspreis liegt deutlich über dem normalen Kombi-Niveau vieler Wettbewerber. Allerdings bringt der Wagen auch viel Technik serienmäßig mit, darunter quattro, das spezielle Luftfederfahrwerk und beim Plug-in-Hybrid sogar die Allradlenkung.
Die genaue Ausstattungspreisliste lag zum Zeitpunkt der Preview noch nicht vollständig vor. Deshalb ist offen, wie stark ein gut ausgestatteter A6 allroad am Ende über die 90.000-Euro-Marke oder darüber hinaus klettert. Bei Audi wissen wir allerdings: Wer Matrix-LED, Head-up-Display, Glasdach, Bang-&-Olufsen, Kontursitze, Assistenzpakete, größere Räder und hochwertige Innenraummaterialien auswählt, landet schnell in sehr ambitionierten Preisregionen.
Bringen wir es auf den Punkt?
Der neue Audi A6 allroad macht auf den ersten Blick vieles richtig. Er sieht deutlich eigenständiger aus als bisher, steht breiter auf der Straße, bekommt ein technisch aufwendiges Luftfederfahrwerk und startet mit zwei sinnvollen elektrifizierten Antrieben. Der Plug-in-Hybrid bietet bis zu 95 Kilometer elektrische Reichweite und passt damit gut zu einem Alltag, in dem viele Strecken lokal emissionsfrei gefahren werden können. Der V6 TDI bleibt die starke Wahl für Langstrecke, hohe Laufleistung und schwere Anhänger.
Besonders gefällt uns, dass Audi den Allroad nicht nur optisch auf robust getrimmt hat. Die größere Bodenfreiheit, der 55-Millimeter-Verstellbereich der Luftfederung, Offroad und Offroad Plus, die Liftfunktion, quattro, die Allradlenkung und die breiteren Reifen geben dem Konzept technische Substanz.
Kritik gibt es trotzdem. Eine elegantere Integration von Antenne und Heckwischer hätte dem starken Design gutgetan. Beim Glasdach wäre ein echtes Rollo weiterhin sinnvoll. Einige Materialdetails im Innenraum müssen wir beim Fahrtest noch genauer prüfen. Und natürlich bleibt der Preis hoch.
Trotzdem wirkt der neue Audi A6 allroad wie ein Auto, das in einer SUV-dominierten Welt wieder eine spannende Alternative sein könnte. Er bietet mehr Eleganz als viele SUV, mehr Nutzwert als viele Limousinen und mehr Schlechtwege-Kompetenz als ein normaler Avant. Für uns ist er deshalb einer der interessantesten großen Kombis des Jahres 2026.
Der Fahrbericht muss noch zeigen, ob der neue A6 allroad auf der Straße hält, was Optik und Technik versprechen. Auf dem Papier und bei der ersten Sitzprobe macht er jedenfalls genau das, was ein Allroad machen muss: Er weckt Lust auf lange Strecken, schlechte Wege, schwere Anhänger und das gute Gefühl, nicht bei der ersten Schneekante umdrehen zu müssen.





















