Mit dem neuen Peugeot E-208 GTi bringt die Löwenmarke ein Kürzel zurück, das bei vielen Autofans sofort etwas auslöst. GTi steht bei Peugeot seit Jahrzehnten für kleine, leichte, agile und emotional aufgeladene Fahrzeuge. Der 205 GTi war damals nicht einfach nur ein schneller Kleinwagen, sondern eine Haltung auf vier Rädern. Genau an diese Geschichte will Peugeot nun anknüpfen, allerdings nicht mit Benzingeruch, Drehzahlmesser und Auspuffklang, sondern mit einem rein elektrischen Antrieb. Der neue Peugeot E-208 GTi ist das erste vollelektrische GTi-Modell der Marke und soll zeigen, dass Fahrspaß, Effizienz und Alltagstauglichkeit auch im Elektrozeitalter zusammenpassen können. Die offiziellen Verbrauchswerte liegen bei 16,0 bis 17,2 kWh pro 100 Kilometer, die CO₂-Emissionen bei 0 g/km und die CO₂-Klasse bei A.
Was leistet der neue Peugeot E-208 GTi?
Das Herzstück des Peugeot E-208 GTi ist ein Elektromotor mit 207 kW, also 281 PS. Das maximale Drehmoment liegt bei 345 Nm. Damit wird der kleine Franzose deutlich mehr als nur eine sportlich dekorierte Variante des normalen E-208. Peugeot spricht von klassenbesten Leistungswerten im Segment und die nackten Zahlen passen dazu. Von 0 auf 100 km/h beschleunigt der E-208 GTi in nur 5,5 Sekunden.
Ursprünglich war offenbar ein Wert von 5,7 Sekunden vorgesehen, Peugeot Sport konnte die Performance aber noch einmal verbessern. Auch der Zwischenspurt klingt ernsthaft sportlich. Von 80 auf 120 km/h vergehen nur 3,2 Sekunden. Das ist im Alltag fast wichtiger als der klassische Sprintwert, denn genau dieser Bereich entscheidet darüber, wie kräftig ein Auto beim Überholen, beim Herausbeschleunigen aus Kurven oder beim Auffahren auf die Autobahn wirkt. Die Beschleunigung von 0 auf 1.000 Meter absolviert der Peugeot E-208 GTi in 25,8 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit ist elektronisch auf 180 km/h begrenzt.
Interessant ist auch das Leistungsgewicht. Peugeot gibt 5,5 kg pro PS an. Das zeigt, dass der E-208 GTi trotz Batteriegewicht nicht einfach nur über rohe Leistung kommt, sondern auch über ein vernünftiges Verhältnis aus Masse und Antriebskraft. Gerade bei einem sportlichen Kleinwagen ist das wichtig, denn ein GTi lebt nicht allein vom Geradeauslauf, sondern davon, wie direkt, leichtfüßig und verbindlich er sich anfühlt.
Woher kommt die Technik?
Die Entwicklung des Peugeot E-208 GTi lag nicht nur bei Peugeot Design, sondern vor allem auch bei Peugeot Sport. Das ist wichtig, weil Peugeot Sport nicht irgendeine Marketingabteilung ist, sondern die Motorsportabteilung der Marke. Dort wird unter anderem am Hypercar Peugeot 9X8 für die Langstrecken-Weltmeisterschaft gearbeitet. Genau dieses Know-how soll nun in den kleinen Elektro-GTi geflossen sein.
Der Elektromotor trägt die Bezeichnung M4+ und wird in Trémery im Osten Frankreichs produziert. Das Werk war ursprünglich stark von der klassischen Motorenfertigung geprägt und hat sich im Rahmen des Joint Ventures Emotors zwischen Stellantis und Nidec Leroy-Somer auf elektrische Antriebsstränge spezialisiert.
Peugeot Sport hat den Motor für den GTi nicht einfach nur übernommen, sondern die elektronische Steuerung umfangreich angepasst. Komponenten der Elektronikplatine und die Steuerungssoftware stammen laut Peugeot direkt aus dem Motorsportumfeld.
Das klingt auf den ersten Blick technisch trocken, ist aber entscheidend. Bei einem Elektroauto entscheidet nicht nur die reine Motorleistung darüber, wie sportlich es sich anfühlt. Wichtig ist, wie schnell und präzise das System auf Fahrbefehle reagiert, wie dauerhaft die Leistung bereitsteht und wie feinfühlig Drehmoment aufgebaut wird. Genau hier will Peugeot Sport angesetzt haben.
Fotos vom Peugeot E-208 GTI
















Welche Batterie steckt im Peugeot E-208 GTi?
Beim Akku setzt Peugeot auf die bekannte Batterie des Peugeot E-208. Die Bruttokapazität liegt bei 54 kWh, nutzbar sind 51 kWh. Das klingt zunächst nicht spektakulär, passt aber zum Konzept. Ein kleiner Hot-Hatch braucht keine riesige Batterie, wenn Gewicht, Verbrauch und Alltagstauglichkeit im Rahmen bleiben sollen. Entscheidend ist beim GTi deshalb weniger die maximale Akkugröße, sondern wie gut die Batterie ihre Leistung dauerhaft abgeben kann.
Genau hier hat Peugeot Sport nachgeschärft. Das Batteriemanagement wurde an die Anforderungen des stärkeren GTi-Motors angepasst. Besonders viel Arbeit floss in das thermische Batteriemanagement. Dabei geht es um die Kühlung des Akkus, genauer um die Strategie, wann und wie viel Kühlmittel je nach Temperatur durch das System geführt wird. Ziel ist es, die maximale Leistung möglichst lange abrufen zu können, ohne dass das Fahrzeug bei hoher Belastung spürbar zurückregelt.
Das ist bei sportlichen Elektroautos ein sensibles Thema. Viele E-Autos sind auf den ersten Metern beeindruckend schnell, verlieren bei wiederholter Belastung aber an Leistung, weil Batterie, Leistungselektronik oder Motor zu warm werden. Peugeot will beim E-208 GTi genau das verhindern. Selbst auf einer anspruchsvollen Bergpassfahrt soll der Sport-Modus dauerhaft nutzbar bleiben. Das ist eine klare Ansage, denn ein echter GTi darf nicht nur auf dem Papier schnell sein, sondern muss auch dann liefern, wenn man ihn wirklich fordert.
Wie weit kommt der Peugeot E-208 GTi?
Die WLTP-Reichweite hängt beim Peugeot E-208 GTi von der Reifenwahl ab. Mit den optionalen Hankook Ventus S1 Evo3-Reifen sind bis zu 374 Kilometer nach WLTP möglich. Mit den serienmäßigen Michelin Pilot Sport 4S-Hochleistungsreifen liegt die WLTP-Reichweite bei bis zu 350 Kilometern.
Diese Differenz ist nachvollziehbar. Ein sportlicher Reifen wie der Michelin Pilot Sport 4S bietet mehr Grip, ein direkteres Fahrgefühl und bessere Reserven bei dynamischer Fahrweise. Dafür steigt in der Regel der Rollwiderstand, was sich bei einem Elektroauto direkt auf die Reichweite auswirkt. Wer den E-208 GTi also eher als sportlichen Alltagsbegleiter sieht, kann mit den effizienteren Reifen mehr Reichweite herausholen. Wer das GTi-Erlebnis möglichst pur haben möchte, dürfte mit den Michelin-Reifen besser bedient sein.
Der kombinierte Energieverbrauch wird mit 16,0 bis 17,2 kWh pro 100 Kilometer angegeben. Für ein 281 PS starkes Elektroauto im Kleinwagensegment ist das ein realistischer Bereich. Der große Unterschied zur Theorie entsteht später im Alltag. Wer die Leistung häufig nutzt, wird natürlich deutlich höhere Werte sehen. Wer den E-208 GTi dagegen entspannt bewegt, kann von der überschaubaren Fahrzeuggröße und der 51-kWh-Nettobatterie profitieren.
Wie schnell lädt der Peugeot E-208 GTi?
Beim Laden bleibt Peugeot – nennen wir es mal freundlich – praxisorientiert. An einer 7,4-kW-Wallbox dauert eine vollständige Ladung laut Hersteller 4 Stunden und 40 Minuten. Am Gleichstrom-Schnelllader mit 100 kW Ladeleistung soll der Ladevorgang von 20 auf 80 Prozent in 27 Minuten gelingen. In dieser Fahrzeugklasse ist eine Ladeleistung von 100 kW noch immer brauchbar, allerdings darf man hier keine Lade-Wunder erwarten. Für den Alltag reicht das Paket dennoch aus. Wer zu Hause oder am Arbeitsplatz laden kann, wird den E-208 GTi meistens über Nacht oder während der Standzeit versorgen. Auf längeren Strecken bedeutet die 20-bis-80-Prozent-Ladezeit von 27 Minuten, dass eine Kaffeepause meist genügt, um den Akku wieder auf ein brauchbares Niveau zu bringen.
Für den täglichen Gebrauch gibt es außerdem eine Funktion, mit der die Ladung auf 80 Prozent begrenzt werden kann. Das ist sinnvoll, weil hohe Ladezustände über längere Zeit die Batterie stärker belasten können. Dazu kommen ein vernetzter Routenplaner zur Optimierung von Reichweite und Ladestopps, Ladeplanung über die MyPeugeot-App und eine thermische Vorkonditionierung. Ebenfalls an Bord ist eine V2L-Funktion, also Vehicle-to-Load. Damit lassen sich externe elektrische Geräte über das Fahrzeug mit Strom versorgen.
Was wurde am Fahrwerk verändert?
Ein GTi steht und fällt mit seinem Fahrwerk. Peugeot hat deshalb nicht nur mehr Leistung in den E-208 gesteckt, sondern auch die Basis umfangreich überarbeitet. Die Karosserie wurde um 25 mm tiefergelegt. Die Spurweite wächst vorne um 56 mm und hinten um 28 mm. Das sorgt für einen breiteren Stand und mehr Stabilität.
Dazu kommen 18-Zoll-Räder mit Reifen im Format 215/40 R18. Die Felgen greifen optisch das Thema der klassischen Lochräder des Peugeot 205 GTi auf. Gleichzeitig sollen sie die Bremsenkühlung verbessern. Das ist ein schönes Beispiel dafür, wie Design und Funktion zusammenspielen können. Nostalgie allein reicht nicht, die Lösung muss technisch Sinn ergeben.
Besonders spannend ist der zusätzliche 31-mm-Stabilisator an der Hinterachse. Vorne bleibt der ursprüngliche 17-mm-Stabilisator erhalten. Diese Kombination soll die Balance verbessern und das Kurvenverhalten schärfen. Weil die Batterie unter dem Fahrzeugboden sitzt, hat der E-208 GTi ohnehin einen niedrigen Schwerpunkt.
Peugeot Sport musste das Fahrwerk also so abstimmen, dass der Wagen nicht nur stabil liegt, sondern auch agil einlenkt und sich nicht zu neutral oder träge anfühlt.
Hat der Peugeot E-208 GTi ein Sperrdifferenzial?
Ja, und genau das ist eine wichtige technische Ansage. Der Peugeot E-208 GTi bekommt ein mechanisches Sperrdifferenzial, das in das Untersetzungsgetriebe integriert ist. Bei einem starken frontgetriebenen Elektroauto ist das keine Nebensache. 345 Nm Drehmoment liegen bei einem Elektromotor sehr direkt an. Ohne saubere Kraftverteilung kann das schnell in Traktionsprobleme, zerrende Lenkung oder durchdrehende Räder münden.
Ein mechanisches Sperrdifferenzial hilft dabei, die Kraft besser auf die Straße zu bringen, besonders beim Herausbeschleunigen aus Kurven oder auf Untergründen mit unterschiedlicher Haftung. Für einen GTi ist das genau die richtige Lösung. Sie ist technisch ehrlicher als reine Software-Kosmetik und passt zu einem Fahrzeug, das nicht nur schnell geradeaus fahren soll.
Wie bremst der Peugeot E-208 GTi?
Auch die Bremsanlage wurde angepasst. Vorne sitzen 355-mm-Bremsscheiben mit feststehenden 4-Kolben-Bremssätteln. Die Anlage wurde speziell auf Kühlung und konstante Bremsleistung ausgelegt. Die Bremssättel sind rot lackiert und tragen das Peugeot-Sport-Gütesiegel.
Hinten übernimmt der E-208 GTi die serienmäßigen Hinterradbremsen des Peugeot E-208. Peugeot begründet das mit Effizienz statt Effekthascherei. Das ist plausibel, denn bei einem Elektroauto übernimmt die Rekuperation im normalen Fahrbetrieb einen großen Teil der Verzögerung. Auf der Vorderachse entsteht bei sportlicher Fahrweise dennoch die höchste Bremslast, weshalb Peugeot dort gezielt nachgeschärft hat.
Interessant ist außerdem die Abstimmung im Sport-Modus. Dort wird die regenerative Bremsfunktion deaktiviert. Das klingt zunächst ungewöhnlich, ergibt aber aus fahrdynamischer Sicht Sinn. Wer sportlich fährt, will ein möglichst klares und reproduzierbares Bremsgefühl. Wenn die Rekuperation in Kurven oder beim Anbremsen zu stark eingreift, kann das die Dosierbarkeit stören. Im Sport-Modus konzentriert sich der E-208 GTi deshalb stärker auf mechanische Bremswirkung und direkte Leistungsabgabe.
Wie alltagstauglich bleibt der elektrische GTi?
Peugeot positioniert den E-208 GTi nicht als reines Spielzeug, sondern als sportlichen Alltagsbegleiter. Das ESP ist für den Alltag sicherheitsorientiert abgestimmt, bietet aber einen Sportmodus mit mehr Freiheiten. Das ist wichtig, weil ein GTi beide Welten bedienen muss. Morgens zur Arbeit, nachmittags einkaufen, am Wochenende eine kurvige Strecke. Genau dort muss ein Hot-Hatch funktionieren.
Zum Komfort tragen spezielle Federn und exklusive Dämpfer mit hydraulischen Anschlagpuffern bei. Diese Technik kennt Peugeot Sport aus der WEC. Hydraulische Anschlagpuffer können harte Durchschläge reduzieren und dem Fahrwerk mehr Reserven geben, ohne es im normalen Fahrbetrieb unnötig unbequem zu machen. Ob das in der Praxis wirklich den Spagat zwischen Sportlichkeit und Komfort schafft, wird erst ein Fahrtest zeigen. Auf dem Papier ist der Ansatz aber richtig.
Wie sieht der Peugeot E-208 GTi aus?
Optisch bleibt der E-208 GTi klar als Peugeot 208 erkennbar, tritt aber deutlich selbstbewusster auf. Die tiefergelegte Karosserie, die verbreiterte Spur und die 18-Zoll-Lochräder sorgen für eine sportlichere Haltung. Verbreiterte Radkästen schaffen Platz für die größere Spurweite. Ein Frontspoiler und ein spezifischer aerodynamischer Heckdiffusor in glänzendem Schwarz setzen zusätzliche Akzente. In den Heckdiffusor integriert Peugeot außerdem eine neue LED-Nebelschlussleuchte.
Die Lichtsignatur bleibt typisch Peugeot. Vorne prägen die drei Krallen das Gesicht, hinten greifen drei horizontale LED-Linien dieses Motiv wieder auf. Dazu kommen dezente rote Details, die überall am Fahrzeug verteilt sind.
Sie finden sich unter anderem am Kühlergrill, an den Scheinwerfern, am Peugeot-Emblem an der Front, an den Radkästen, an den vorderen Bremssätteln, an den 208-GTi-Emblemen an der C-Säule, am Heckspoiler und im Innenraum.
Bei den Außenfarben gibt es sieben Optionen. Serienmäßig ist Okenite Weiß. Optional stehen Miramar Blau, Perla Nera Schwarz, Artense Grau, Selenium Grau, Agueda Gelb und als Sonderlackierung Elixir Rot zur Wahl. Einige Farben sollen bewusst an den Peugeot 205 GTi erinnern, aber den kennt heute vermutlich kaum noch einer.
Was bietet der Innenraum?
Im Innenraum setzt Peugeot stark auf das GTi-Erbe. Rot und Schwarz dominieren. Rote Teppichböden, rote Fußmatten und rote Sicherheitsgurte erinnern bewusst an den 205 GTi. Dazu kommen rote Ziernähte am Armaturenbrett, an den Türverkleidungen und am kompakten Lenkrad.
Die Vordersitze haben integrierte Kopfstützen und sollen sportlichen Seitenhalt mit Komfort verbinden. Auch hier zitiert Peugeot die eigene Geschichte. Der zentrale rote Einsatz der Sitze erinnert an den 205 GTi 1.9, während rote Mesh-Details Bezug auf den 205 GTi 1.6 nehmen.
Das kompakte Lenkrad ist mit perforiertem Leder bezogen, oben und unten kommen Alcantara-Elemente zum Einsatz. Dazu gibt es ein rotes 208-GTi-Emblem. Die Lenkung wurde für ein direkteres und dynamischeres Ansprechverhalten neu kalibriert. Das Peugeot i-Cockpit erhält digitale Anzeigen im roten Design und GTi-spezifische Leistungsanzeigen. Die Ambientebeleuchtung leuchtet serienmäßig rot, sieben weitere Farben sind verfügbar.
Eine wählbare Klangatmosphäre in Abhängigkeit von der Motordrehzahl kann aktiviert oder deaktiviert werden. Das ist bei Elektro-Sportmodellen inzwischen fast schon ein eigenes Kapitel. Die einen mögen künstliche Sounds, weil sie dem Fahrer eine zusätzliche Rückmeldung geben. Die anderen empfinden sie als überflüssig. Gut ist deshalb, dass Peugeot die Funktion abschaltbar macht.
Welche Ausstattung ist an Bord?
Zur Serienausstattung gehören Peugeot i-Connect Advanced, ein vernetztes TomTom-Navigationssystem, die Sprachsteuerung „OK PEUGEOT“ sowie drahtloses Apple CarPlay und Android Auto. Dazu kommen hochwertige Materialien, darunter Alcantara am Lenkrad und an Einsätzen in der Mittelkonsole, hochwertige Sitzbezüge und dicke GTi-spezifische Fußmatten.
Über die MyPeugeot-App lassen sich Funktionen wie thermische Vorkonditionierung, Ladepläne und Navigationsplanung nutzen. Der Free2Move Charge Pass bietet Zugang zu nahezu einer Million Ladestationen in Europa. Peugeot Care umfasst beim E-208 GTi bis zu 8 Jahre beziehungsweise bis zu 160.000 Kilometer Schutz, je nachdem, was zuerst eintritt. Auch der Batterieschutz wird mit bis zu 8 Jahren beziehungsweise 160.000 Kilometern angegeben.
Was kostet der Peugeot E-208 GTi?
Der Peugeot E-208 GTi startet in Deutschland bei 44.900 Euro UVP inklusive Mehrwertsteuer. Damit liegt er klar im oberen Bereich des Kleinwagensegments, aber auch nicht völlig überraschend. 281 PS, mechanisches Sperrdifferenzial, umfangreich überarbeitetes Fahrwerk, spezielle Bremsanlage, sportliches Interieur und elektrische Antriebstechnik haben ihren Preis.
Die spannende Frage wird sein, wie groß die Zielgruppe ist. Klassische GTi-Fans hängen oft an Klang, Handschaltung und Leichtbaugefühl. Gleichzeitig gibt es eine neue Gruppe von Fahrern, die elektrischen Punch, niedrige lokale Emissionen und kompaktes Format reizvoll findet. Genau zwischen diesen Welten muss der E-208 GTi bestehen.
Welche technischen Daten sind wichtig?
Der Peugeot E-208 GTi ist ein rein elektrischer Hot-Hatch im B-Segment. Der Elektromotor leistet 207 kW beziehungsweise 281 PS und stellt 345 Nm Drehmoment bereit. Der Sprint von 0 auf 100 km/h dauert 5,5 Sekunden, der Zwischenspurt von 80 auf 120 km/h 3,2 Sekunden, die Beschleunigung von 0 auf 1.000 Meter 25,8 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 180 km/h begrenzt. Das Leistungsgewicht beträgt 5,5 kg pro PS.
Die Batterie besitzt 54 kWh Bruttokapazität und 51 kWh nutzbare Kapazität. Die WLTP-Reichweite beträgt bis zu 374 Kilometer mit optionalen Hankook Ventus S1 Evo3-Reifen und bis zu 350 Kilometer mit serienmäßigen Michelin Pilot Sport 4S-Reifen. Der kombinierte Stromverbrauch liegt bei 16,0 bis 17,2 kWh pro 100 Kilometer.
Geladen wird an einer 7,4-kW-Wallbox in 4 Stunden und 40 Minuten. Am 100-kW-Gleichstromlader dauert der Ladevorgang von 20 auf 80 Prozent 27 Minuten. Die Karosserie ist um 25 mm tiefergelegt. Die Spurweite wächst vorne um 56 mm und hinten um 28 mm. Der E-208 GTi fährt auf 18-Zoll-Rädern mit Reifen der Größe 215/40 R18. Vorne arbeitet ein 17-mm-Stabilisator, hinten kommt zusätzlich ein 31-mm-Stabilisator zum Einsatz. Ein mechanisches Sperrdifferenzial ist integriert. Vorne verzögern 355-mm-Bremsscheiben mit feststehenden 4-Kolben-Bremssätteln. Die Preise starten bei 44.900 Euro.
Offizielle Außenabmessungen wie Länge, Breite, Höhe, Radstand, Kofferraumvolumen oder Leergewicht nennt Peugeot in der gelieferten Mitteilung nicht. Dafür liefert die Marke viele fahrwerksrelevante Maße, Leistungsdaten, Ladezeiten und Batteriewerte. Ihr habt keine Lust auf einen Peugeot E-208 GTi und auch nicht auf einen VW Polo GTI? Dann wäre eventuell der neue Opel Corsa GSE etwas für euch?!
Was bleibt am Ende?
Der Peugeot E-208 GTi ist kein Elektroauto mit ein paar roten Nähten und einem sportlichen Schriftzug. Zumindest auf dem Papier steckt deutlich mehr dahinter. Peugeot Sport hat sich um Motorsteuerung, Batteriekühlung, Fahrwerk, Bremsen und Traktion gekümmert. Dazu kommen ein mechanisches Sperrdifferenzial, eine tiefergelegte Karosserie, eine breitere Spur und eine bewusste Anlehnung an die große GTi-Historie der Marke.
Der wichtigste Punkt ist aber ein anderer: Peugeot versucht nicht, den alten GTi einfach künstlich nachzubauen. Der E-208 GTi ist kein 205 GTi mit Akku. Er ist ein elektrischer Hot-Hatch, der die Grundidee neu übersetzen soll. Kompakt, schnell, direkt, alltagstauglich und mit emotionaler Aufladung. Ob er dieses Versprechen auf der Straße wirklich einlöst, muss ein Fahrtest zeigen. Die technischen Daten machen aber klar: Peugeot meint es mit dem elektrischen GTi ernst.





















