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Škoda Peaq: Was kann das neue Elektro-Flaggschiff wirklich?

Škoda Peaq

Škoda macht ernst mit Elektromobilität. Nicht im Kleinwagen-Segment, sondern ganz oben. Mit dem neuen Peaq kündigt sich nichts Geringeres als das größte, geräumigste und technologisch ambitionierteste Modell der Marke an. Ein vollelektrisches SUV mit bis zu sieben Sitzen, über 600 Kilometern Reichweite und dem klaren Anspruch, die elektrische Zukunft von Škoda zu definieren.
Doch was steckt wirklich dahinter? Und ist das mehr als nur ein weiterer großer Elektro-SUV?

Was ist der Škoda Peaq überhaupt?

Der Peaq ist das neue elektrische Flaggschiff von Škoda und basiert auf der bekannten MEB-Plattform des Volkswagen Konzerns. Er positioniert sich oberhalb von Enyaq und Co. und soll das Portfolio im oberen Segment erweitern.

Gleichzeitig ist er ein zentraler Baustein, um die Elektro-Offensive der Marke im Jahr 2026 deutlich auszubauen.

Mit fast 4,9 Metern Länge wird er zum größten Modell im gesamten Škoda-Portfolio und richtet sich klar an Familien, Vielfahrer und alle, die Platz wirklich brauchen. Ihr wollt genaue Zahlen? Kein Problem: Der Škoda Peaq misst 4,87 Meter in der Länge, 1,66 Meter in der Höhe und übertrumpft damit den Kodiaq in allen Punkten. Vermutlich auch beim Preis, doch den haben wir aktuell noch nicht.

Škoda Peaq Fotos

Wie viel Platz bietet der Peaq wirklich?

Hier wird es spannend, denn Škoda spielt seine klassische Stärke konsequent aus: Raumangebot. Der Radstand von 2.965 Millimetern soll für außergewöhnlich viel Beinfreiheit sorgen, selbst in der dritten Sitzreihe. Der Peaq ist als Fünf- oder Siebensitzer erhältlich und will dabei nicht nur Kinder transportieren, sondern tatsächlich erwachsene Passagiere komfortabel unterbringen.

Im Alltag entscheidend: der Kofferraum.

Als Fünfsitzer stehen bis zu 1.010 Liter zur Verfügung. Dies ist ein Bestwert im aktuellen Škoda-Portfolio. Selbst mit aufgestellter dritter Reihe bleiben noch 299 Liter übrig. Dazu kommt ein 37-Liter-Frunk unter der Fronthaube.

Und genau hier wird klar, wohin die Reise geht: Das ist kein Lifestyle-SUV, sondern ein echtes Raumwunder.

Wie modern ist das Design und was steckt dahinter?

Škoda setzt beim Peaq konsequent auf die neue „Modern Solid“-Designsprache. Das bedeutet klare Linien, funktionale Gestaltung und ein Fokus auf Alltagstauglichkeit. Das auffälligste Element ist das sogenannte Tech-Deck-Face: eine beleuchtete Front mit vertikalen Lamellen und LED-Hintergrundbeleuchtung. Dazu kommen Voll-LED-Matrix-Scheinwerfer mit 18 Segmenten sowie aerodynamisch optimierte Räder bis 21 Zoll.

Auch technisch gibt es interessante Details: bündig integrierte Türgriffe, die sich elektrisch ausfahren, verbessern die Aerodynamik und wirken gleichzeitig moderner, mal sehen wie lange wir solche Türgriffe noch sehen werden.

Was passiert im Innenraum?

Der Innenraum, den wir euch aktuell noch nicht zeigen können, sei im Peaq nicht einfach nur ein Cockpit, sondern wird bewusst als „Lounge auf Rädern“ gedacht. Fünf verschiedene Interieur-Designs stehen zur Wahl, darunter nachhaltige Varianten mit über 50 Kilogramm recycelten Materialien und komplett tierfreien Oberflächen.

Dazu kommen typische Škoda-Details wie clevere Ablagen, aber auch neue Features:
Ein 13,6-Zoll-Infotainment im Hochformat, ein 10-Zoll-Fahrerdisplay und optional ein Augmented-Reality-Head-up-Display sorgen für die digitale Ebene.

Das System basiert auf Android und integriert Dienste wie Google Maps, Spotify oder YouTube direkt ins Fahrzeug.

Wie komfortabel ist der Peaq wirklich?

Škoda setzt beim Peaq stark auf Komfort und will sich damit klar Richtung Premium bewegen. Das optionale Relax-Paket bringt AGR-zertifizierte Sitze mit Massagefunktion, Beinstützen, Nackenkissen und sogar eine Wellness-App mit verschiedenen Programmen. Dabei werden Licht, Klima und Sitzfunktionen automatisch angepasst.

Ein echtes Highlight soll das neue Soundsystem sein, das gemeinsam mit Sonos entwickelt wurde und ein dreidimensionales Klangerlebnis liefern soll. Und dann wäre da noch das Panoramadach: das größte, das je in einem Škoda verbaut wurde, mit elektrochromer Verdunklung in neun Segmenten. Hoffentlich lässt es sich auch verschatten, also komplett, sonst lässt der Hersteller hier echt Punkte liegen.

Welche Antriebe und Batterien gibt es?

Der Peaq kommt in drei Varianten: 60, 90 und 90x. Der Škoda Peaq 60 verfügt über eine maximale Leistung von 150 kW, über eine 63 kWh fassende Batterie und über eine Reichweite von über 460 km. Angetrieben wird hier die Hinterachse, genauso wie beim Škoda Peaq 90!

Der Verfügt über eine Peakleistung von 210 kW, über eine Akku-Kapazität von 91 kWh und über eine Reichweite von über 600 Kilometer. Das X beim Škoda Peaq 90x bringt 10 kW mehr Leistung und den vollelektrischen Allradantrieb. Geladen wird von 10 auf 80 Prozent in unter 27 bis 28 Minuten.

Die Topversion beschleunigt in 6,7 Sekunden auf 100 km/h, während die Basisvariante 8,6 Sekunden benötigt. Damit bleibt Škoda technisch im bekannten MEB-Kosmos, nutzt diesen aber konsequent im oberen Segment aus. Die Höchstgeschwindigkeit erhöht sich bei der 90er Variante auf 180 km/h, während der 60er maximal 160 km/h schnell ist.

Welche neuen Funktionen bringt der Peaq mit?

Neben Komfort und Platz bringt der Peaq auch einige spannende Technikfeatures mit: Vehicle-to-Load ermöglicht das Betreiben externer Geräte wie E-Bikes oder Camping-Equipment. Vehicle-to-Home erlaubt sogar, Energie zurück ins Haus zu speisen. Dazu kommen typische „Simply Clever“-Details wie integrierte Spritzdüsen in den Scheibenwischern, eine Dual-Phonebox mit bis zu 25 Watt Ladeleistung.

Wie ordnet sich der Peaq im Markt ein?

Der Peaq ist kein Experiment, sondern ein klares Statement. Škoda will damit nicht nur mehr Elektroautos verkaufen, sondern sich im großen SUV-Segment etablieren. Fahrzeuge wie Kia EV9 oder ähnliche Siebensitzer werden damit direkt angegriffen. Gleichzeitig bleibt Škoda seiner Linie treu: viel Platz, viel Funktion, möglichst alltagstauglich. Die Weltpremiere ist für Mitte 2026 geplant, der Marktstart folgt voraussichtlich im Herbst.

Was bedeutet das für die Praxis?

Der Škoda Peaq ist genau das Auto, das viele bisher im Elektrobereich vermisst haben: ein großes, familientaugliches SUV mit echter Alltagstauglichkeit. Er kombiniert Raumangebot, Reichweite und Komfort auf eine Weise, die klar zeigt, wohin sich die Marke entwickelt. Weniger Spielerei, mehr Nutzen.
Oder anders gesagt: Wenn du bisher dachtest, Elektroautos sind nichts für große Familien oder lange Strecken, dann ist der Peaq genau die Antwort darauf, wenn der Preis- oder zumindest die Leasingrate passt.

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