Start / Elektromobilität / Test: 2026 XPENG P7+

Test: 2026 XPENG P7+

Natürlich ist auch beim Xpeng P7+ nicht alles perfekt. Es gibt Punkte, bei denen man sich fragt, warum man sie nicht konsequenter zu Ende gedacht hat.

Endlich dürfen wir ihn zeigen, den neuen Xpeng P7+. Und selten fällt es leicht, sich bei einem ersten Test nicht vom ersten Eindruck mitreißen zu lassen. Denn was Xpeng hier auf die Straße stellt, ist auf dem Papier und auch im direkten Kontakt ein ziemlich spektakuläres Gesamtpaket. Eine große elektrische Limousine mit flacher Silhouette, modernem Auftritt, viel Platz, sehr viel Technik und einer Ausstattung, bei der man sich mehrfach fragt, wie dieser Preis überhaupt möglich ist.

Genau das macht den P7+ so spannend. Denn hier geht es nicht um ein weiteres Elektroauto, das ein bisschen besser sein will als die anderen. Hier geht es um ein Fahrzeug, das in seiner Preisklasse auffällig viele Dinge gleichzeitig richtig machen möchte. Viel Raum, viel Komfort, starke Ladeleistung, ein hoher Technikanteil, moderne Assistenzsysteme und dazu ein Innenraum, der an vielen Stellen deutlich teurer wirkt, als es der Preis vermuten lässt.

Natürlich ist auch beim Xpeng P7+ nicht alles perfekt. Es gibt Punkte, bei denen man sich fragt, warum man sie nicht konsequenter zu Ende gedacht hat. Aber gerade deshalb ist dieses Auto so interessant. Es liefert enorm viel, erlaubt sich aber auch ein paar Eigenheiten, die man klar benennen muss.

Wie tritt der Xpeng P7+ äußerlich auf?

Schon der erste Eindruck macht klar, wohin die Reise geht. Der Xpeng P7+ steht breit, flach und sehr modern auf der Straße. Die Front wirkt sauber gezeichnet, fast schon futuristisch, ohne dabei überladen zu erscheinen. Besonders gelungen ist die Lichtsignatur mit ihrer feinen LED-Tagfahrlichtsilhouette, die sich in den Scheinwerfern elegant fortsetzt. Das sieht hochwertig aus und verleiht dem Wagen auch bei Nacht einen eigenständigen Charakter.

Hinzu kommen aktive Belüftungsklappen an der Front, die sich je nach Bedarf öffnen und schließen können, um die Aerodynamik zu verbessern. Das ist kein Showelement, sondern ein technisches Detail mit echtem Nutzen. Denn mit einem cW-Wert von 0,211 zeigt der Xpeng P7+, dass er nicht nur gut aussehen, sondern auch effizient durch die Luft schneiden will. Und genau das merkt man später auch beim Thema Verbrauch.

Unser Testwagen war der P7+ Long Range RWD und damit aus unserer Sicht die interessanteste Variante im Portfolio. Warum? Weil sie genau den Punkt trifft, an dem Preis, Leistung, Akku und Alltagstauglichkeit am besten zusammenpassen. Dazu kommen 20-Zoll-Räder im Format 255/45 R20, die optisch ordentlich etwas hermachen und dem Auto trotz der komfortorientierten Grundabstimmung eine gewisse Präsenz verleihen.

Welche technischen Daten bringt der Xpeng P7+ mit?

Der Xpeng P7+ ist als große elektrische Limousine mit Fließheck ausgelegt. Genau das ist wichtig, weil diese Karosserieform einen echten Alltagsvorteil mitbringt. Statt einer kleinen klassischen Sedan-Luke gibt es hier eine große Heckklappe, die das Beladen deutlich angenehmer macht.

Laut den vorliegenden Daten misst der P7+ 5,07 Meter in der Länge, 1,93 Meter in der Breite und rund 1,51 Meter in der Höhe. Der Radstand liegt bei exakt 3,00 Metern, der Wendekreis bei 11,7 Metern. Das Leergewicht des getesteten Long Range mit Heckantrieb beträgt rund 2.100 Kilogramm.

Beim Antrieb gibt es mehrere Varianten. Der Standard Range startet bei 46.600 Euro und kombiniert einen kleineren Akku mit 60 kWh Kapazität mit Heckantrieb, 180 kW Leistung, also 245 PS, und 450 Newtonmeter Drehmoment. Darüber rangiert der Long Range RWD, den wir gefahren sind. Hier stehen 73 kWh netto zur Verfügung, die Leistung steigt auf 230 kW beziehungsweise 313 PS, das Drehmoment bleibt bei 450 Newtonmetern. Der Sprint auf 100 km/h gelingt in 6,2 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 200 km/h.

Wer noch mehr Druck möchte, bekommt mit dem Performance AWD eine Allradversion mit zwei Elektromotoren, 370 kW Leistung, 503 PS und 670 Newtonmetern. Auch hier bleibt es bei 73 kWh netto, der Preis startet bei 53.600 Euro.

Und genau an dieser Stelle beginnt das Grübeln. Denn schon die heckgetriebene Long-Range-Version kostet 49.600 Euro und bringt dafür eine Ausstattung mit, bei der viele etablierte Hersteller längst in ganz anderen Preisregionen unterwegs sind.

Wo zeigt der Xpeng P7+ seine Schwächen?

So überzeugend der erste Eindruck an vielen Stellen ist, ganz ohne Kritik kommt der P7+ nicht davon. Und das fängt vorne unter der Haube an. Denn ja, die Fronthaube öffnet man manuell, sie wird von einem simplen Stab gehalten, und einen Frunk gibt es nicht. Das ist bei einem Elektroauto dieser Klasse und mit diesem technologischen Anspruch schlicht enttäuschend. Zumal gerade Xpeng sich gern als besonders progressives Technologieunternehmen inszeniert.

Statt zusätzlichem Stauraum findet man vorne im Wesentlichen Technik, Servicethemen und die 12-Volt-Batterie. Das ist funktional, aber eben nicht das, was man sich bei einer modernen Elektro-Limousine in dieser Preisklasse wünschen würde. Gerade weil der Rest des Autos so ambitioniert auftritt, fällt dieser Punkt besonders auf.

Auch nicht ideal ist, dass die hinteren Seitenscheiben nicht als Verbundglas ausgeführt sind wie vorne. Das kann sich bei höherem Tempo akustisch bemerkbar machen. Dazu kommt, dass das große Glasdach zwar beeindruckend aussieht, aber ohne Verschattung auskommen muss. Bei Sonne und steigenden Temperaturen merkt man schnell, dass hier ein Rollo oder eine andere Form der Abschirmung sinnvoll gewesen wäre.

Wie alltagstauglich ist der Kofferraum?

Wer keinen Frunk bekommt, erwartet zu Recht einen starken Auftritt im Heck. Und genau den liefert der P7+ im Grundsatz auch. Die große Heckklappe öffnet elektrisch, der Zugang ist angenehm weit, und der Kofferraum selbst ist tief geschnitten und sauber nutzbar. Das Gepäckabteil ist ordentlich mit Teppich ausgekleidet, es gibt eine 12-Volt-Steckdose mit 180 Watt, Kleiderhaken, Beleuchtung und zusätzliche Ablagefächer.

Das Kofferraumvolumen liegt bei 573 Litern. Werden die Rücksitze umgelegt, wächst das Ladevolumen auf bis zu 1.931 Liter. Das ist für eine Limousine mit coupéartiger Dachlinie absolut ordentlich. Gleichzeitig zeigt sich hier aber auch der Kompromiss dieser Form. Die Tiefe ist zwar praktisch, die nach hinten abfallende Linie begrenzt jedoch die Höhe. Große, sperrige Gegenstände können deshalb eher zum Problem werden als in einem SUV oder Kombi.
Etwas schade ist auch, dass es keine Durchreiche und keine 20-Prozent-Segmentierung der Rückbank gibt. Zudem könnte das Umlegen der Lehnen komfortabler gelöst sein. Wer von hinten entriegelt, muss sich ziemlich weit in den Kofferraum hineinbeugen. Eine vorgespannt auslösende Lehne wäre hier die elegantere Lösung gewesen.

Positiv ist dagegen, dass der Xpeng P7+ auch bei den Nutzwertdaten mehr bietet als reines Showformat. Die dynamische Dachlast beträgt 75 Kilogramm. Optional gibt es eine Anhängerkupplung mit bis zu 1,5 Tonnen gebremster Anhängelast bei 12 Prozent Steigung, 750 Kilogramm ungebremst und einer Stützlast von 75 Kilogramm. Für einen Fahrradträger reicht das, für besonders schwere E-Bike-Konfigurationen hätte man sich aber etwas mehr Reserven gewünscht.

Wie hochwertig wirkt der Innenraum?

Hier beginnt der Xpeng P7+ richtig zu glänzen. Denn der Innenraum schafft etwas, das in dieser Preisklasse alles andere als selbstverständlich ist. Er wirkt nicht nur modern, sondern in vielen Bereichen tatsächlich luxuriös. Weich unterschäumte Oberflächen, Kunstleder, Ambientebeleuchtung, sauber integrierte Dekorelemente und ein Veloursdachhimmel sorgen dafür, dass der Wagen deutlich teurer erscheint, als er ist.

Schon die Türverkleidungen machen einen starken Eindruck. Oben weich, ordentlich gepolstert, mit schöner Lichtinszenierung und angenehmer Haptik. Unten wird es zwar hartplastischer, aber auch dort ist die Oberfläche zumindest ordentlich gestaltet. Ganz perfekt ist es nicht, denn in manchen Ablagefächern fehlt Filz oder Gummi, was im Alltag zu Klappergeräuschen führen kann. Aber insgesamt ist das Niveau hoch.

Besonders stark ist das Raumgefühl. Der Fahrer blickt auf ein sehr großes Head-up-Display, das die wichtigsten Informationen direkt ins Sichtfeld projiziert. Ergänzt wird das Ganze durch ein kleines Fahrerinformationsdisplay, das zwar eher kompakt ausfällt, aber für die Grundinformationen völlig ausreicht. Dahinter sitzt ein oben und unten abgeflachtes Lenkrad, das Geschmackssache ist, die Sicht nach vorn aber tatsächlich kaum beeinträchtigt.

Im Zentrum sitzt ein großes Infotainment-Display, das schnell reagiert, logisch aufgebaut ist und mit moderner Kachelstruktur arbeitet. Apple CarPlay und Android Auto sind an Bord, ebenso Over-the-Air-Updates und eine Ladeplanung, bei der sich sogar der gewünschte Ladezustand bei Ankunft einstellen lässt. Genau solche Details zeigen, dass Xpeng das Thema Software ernst nimmt.

Kritik gibt es bei der Klimabedienung. Viele Funktionen laufen über den Touchscreen, und auch wenn die Oberfläche gelungen ist, bleiben physische Schnellzugriffe im Alltag einfach praktischer. Das gilt ebenso für die Lautstärkeregelung. Ein klassischer Regler hätte dem Bedienkomfort gutgetan.

Wie viel Komfort bietet der Xpeng P7+ vorne?

Sehr viel. Und das beginnt bei den Sitzen. Die Vordersitze sind hochwertig geformt, angenehm weich, gleichzeitig ausreichend stützend und bieten serienmäßig Sitzheizung, Sitzbelüftung und sogar Massagefunktion. Dazu kommt eine elektrische Verstellung in viele Richtungen, einschließlich Höhenverstellung. Das ist keine Selbstverständlichkeit und unterstreicht den Komfortanspruch des Fahrzeugs.

Die Mittelkonsole ist breit, sauber strukturiert und nutzt den Bauraum clever. Es gibt zwei belüftete induktive Ladeflächen, Becherhalter, ein großes Fach unter der Armauflage sowie zusätzlichen Stauraum unterhalb der Konsole. Auch das Handschuhfach ist ordentlich mit Filz ausgekleidet, was man in dieser Klasse gern mitnimmt.

Ein weiteres Highlight ist der digitale Rückspiegel, der auf Wunsch ein Kamerabild liefert, aber auch klassisch analog genutzt werden kann. Genau diese Wahlfreiheit ist angenehm, denn nicht jeder möchte dauerhaft auf das digitale Bild setzen. Dazu kommt eine Kamera im Innenraum, die etwa zur Beobachtung der hinteren Passagiere genutzt werden kann. Für Familien ist das tatsächlich praktisch.

Wie gut sitzt man im Fond?

Der Fond ist eine der großen Stärken des P7+. Dank drei Metern Radstand bietet die zweite Reihe ein Raumgefühl, das eher an deutlich größere und teurere Fahrzeuge erinnert. Hinter einem auf 1,85 Meter eingestellten Beifahrersitz bleibt noch sehr viel Luft, auch hinter einem weit zurückgestellten Fahrersitz ist das Platzangebot beeindruckend.

Zwar verlangt die flache Dachlinie beim Einstieg etwas Aufmerksamkeit, aber sobald man sitzt, wird klar, warum Xpeng hier von Lounge-Atmosphäre spricht. Die Rücksitze lassen sich elektrisch in der Neigung verstellen, die Mittelarmlehne ist angenehm tief positioniert, und auch hinten gibt es Sitzheizung, Sitzbelüftung und Massagefunktion. Das ist in dieser Klasse fast schon absurd viel Komfort.

Dazu kommt ein eigenes Display im Fond, über das sich Musik und Komfortfunktionen steuern lassen. Zwei ISOFIX-Befestigungen sind vorhanden, dazu USB-C-Anschluss und separate Luftausströmer. Ein zweiter USB-C-Port oder gar eine 230-Volt-Steckdose hätten dem Ganzen noch das letzte Quäntchen Alltagstauglichkeit gegeben, aber auch so ist das Angebot stark.

XPENG P7+ Fotogalerie

Wie fährt sich der Xpeng P7+?

Der erste Fahreindruck fällt ausgesprochen positiv aus. Der P7+ fährt sich souverän, komfortabel und gleichzeitig angenehm verbindlich. Das Fahrwerk ist straff genug, um dem Fahrzeug Struktur zu geben, ohne unkomfortabel zu werden. Gerade auf längeren Strecken passt das sehr gut zur Charakteristik des Autos. Es ist keine übertriebene Sofawagen-Abstimmung, sondern ein reifer Kompromiss aus Ruhe, Kontrolle und Langstreckentauglichkeit.

Der 230-kW-Heckantrieb des Long Range RWD reicht im Alltag vollkommen aus. 313 PS und 450 Newtonmeter sorgen dafür, dass die große Limousine jederzeit kraftvoll anschiebt. Die 6,2 Sekunden auf 100 km/h passen gut zum Gesamtbild. Wer deutlich mehr möchte, kann zum Performance-Modell greifen. Für die meisten dürfte die getestete Version aber genau richtig sein.

Richtig beeindruckend ist jedoch nicht nur der Antrieb, sondern das Assistenzpaket. Das Head-up-Display gehört zu den besten Systemen, die man derzeit in einem Fahrzeug dieser Klasse erleben kann. Es zeigt nicht nur klassische Fahrinformationen, sondern integriert sogar die Totwinkelkamera direkt ins Sichtfeld. Das ist nicht nur technisch spannend, sondern im Alltag tatsächlich nützlich.

Hinzu kommen eine sehr moderne Umfelderkennung, sauber arbeitende Spurführung, harmonische Geschwindigkeitsanpassung und ein automatisierter Spurwechsel, der erfreulich zügig und nicht wie ein Verkehrshindernis arbeitet. Genau so muss sich moderne Fahrerassistenz anfühlen. Nicht hektisch, nicht übervorsichtig, sondern kompetent und nachvollziehbar.

Auch beim automatischen Parken zeigt der P7+, was heute softwareseitig möglich ist. Das System arbeitet schnell, präzise und mit beeindruckender Umgebungserfassung. Gerade weil viele Parkassistenten im Alltag eher theoretisch wirken, hinterlässt der Xpeng hier einen unerwartet starken Eindruck.

XPENG P7+ Review

Wie effizient lädt und fährt der Xpeng P7+?

Und genau hier wird es besonders interessant. Denn 73 kWh netto wirken für ein so großes Auto zunächst nicht gerade üppig. Im direkten Wettbewerbsvergleich fahren einige größere und teurere Modelle inzwischen mit deutlich größeren Akkus vor. Xpeng kontert diesen Nachteil allerdings mit einer sehr hohen Ladeleistung und einem offenbar niedrigen Verbrauch.

Für den Long Range nennt Xpeng eine DC-Ladeleistung von bis zu 446 kW. Der Standard Range soll bis zu 350 kW schaffen. Unter idealen Bedingungen soll der Sprung von 10 auf 80 Prozent in nur 12 Minuten möglich sein. Das sind Werte, die derzeit selbst im Oberklasse-Umfeld Aufmerksamkeit erzeugen. Natürlich hängt das immer auch von Säule, Temperatur und Akkuvorkonditionierung ab. Aber selbst wenn es in der Praxis ein paar Minuten länger dauert, bleibt das ein extrem starkes Versprechen.

Mindestens ebenso spannend ist der Verbrauch. Im Test lagen nach dem Laden 315,5 Kilometer mit 13,4 kWh pro 100 Kilometer im Bordcomputer. Auf den letzten 100 Kilometern standen 14,5 kWh, auf den letzten 20 Kilometern 13,7 kWh und auf einer kurzen Teilstrecke sogar nur 10,2 kWh. Bei rund 17 Grad rund um Barcelona sind das hervorragende Werte für ein Fahrzeug dieser Größe. Genau hier zeigt der starke cW-Wert seinen Nutzen.

Damit ergibt sich ein interessantes Gesamtbild. Der Akku ist nicht riesig, aber der P7+ scheint ihn sehr effizient zu nutzen und extrem schnell wieder aufzufüllen. Wer also nicht ideologisch auf maximale Kapazität schaut, sondern auf das Zusammenspiel aus Verbrauch, Ladeleistung und Preis, bekommt hier ein bemerkenswert stimmiges Paket.

Wie leise ist der Xpeng P7+ unterwegs?

Auch akustisch macht der Xpeng P7+ vieles richtig. Je nach Asphalt variieren die Werte naturgemäß, aber auf gutem Belag wirkt das Auto angenehm leise und gut gedämmt. Messungen ergaben bei 50 km/h etwa 56 bis 57 dB, bei 70 km/h rund 60 dB. Auf rauem Belag lagen die Werte spürbar höher, was zeigt, wie stark der Untergrund das Ergebnis beeinflusst.

Unterm Strich bleibt aber der Eindruck eines reisetauglichen, kultivierten Elektroautos, das seine Passagiere nicht ständig mit störenden Nebengeräuschen beschäftigt. Gerade in Kombination mit den komfortablen Sitzen, dem großzügigen Raumangebot und dem insgesamt hochwertigen Ambiente passt das sehr gut zur Langstreckenrolle des Fahrzeugs.

Lohnt sich der Xpeng P7+?

Der Xpeng P7+ ist eines dieser Autos, bei denen man beim ersten Kennenlernen mehrfach innehalten muss. Nicht, weil alles perfekt wäre, sondern weil das Verhältnis aus Preis, Raum, Komfort, Technik und Leistung derzeit ungewöhnlich stark wirkt. Für 46.600 Euro startet bereits die Basisversion. Der aus unserer Sicht besonders interessante Long Range RWD liegt bei 49.600 Euro und bringt genau die Mischung mit, die viele Käufer suchen dürften.

Klar ist aber auch, dass Kaufentscheidungen nicht nur über Datenblätter fallen. Die Frage nach Händlernetz, Service, Markenvertrauen und Langzeiterfahrung spielt bei einem Hersteller wie Xpeng selbstverständlich eine wichtige Rolle. Ebenso die persönliche Haltung zu einem chinesischen Fahrzeug. Das alles gehört fairerweise zur Bewertung dazu.

Doch rein als Produkt betrachtet liefert der Xpeng P7+ ein starkes Argument. Er ist groß, effizient, sehr schnell ladend, innen überraschend hochwertig, hinten außergewöhnlich geräumig und bei den Assistenzsystemen teilweise besser als manch etablierter Wettbewerber. Gleichzeitig erlaubt er sich mit fehlendem Frunk, einfacher Haubenlösung und dem unverschatteten Glasdach auch ein paar Schwächen, die man klar ansprechen muss.

Trotzdem bleibt nach diesem ersten Test ein ziemlich eindeutiger Eindruck. Wer eine elektrische Limousine unter 50.000 Euro sucht und kein SUV möchte, kommt am Xpeng P7+ derzeit nur schwer vorbei. Er ist nicht nur spannend, sondern in seiner Klasse vermutlich eines der interessantesten Gesamtpakete auf dem Markt.

Markiert: