Der Opel Astra Sportstourer Hybrid bleibt auch nach der Modellpflege vor allem eines: ein klassischer Kombi für Menschen, die Platz benötigen, regelmäßig längere Strecken fahren und sich nicht vollständig auf einen rein elektrischen Antrieb festlegen möchten. Dabei kombiniert Opel einen 1,2-Liter-Dreizylinder-Ottomotor mit einem 48-Volt-System und elektrischer Unterstützung. Das Ergebnis sind 145 PS Systemleistung und 230 Nm Drehmoment.
Beim ersten Fahreindruck in Kroatien zeigt sich allerdings schnell, dass die Modellpflege deutlich mehr umfasst als ein paar geänderte Kunststoffteile und neue Farben. Opel hat die Front überarbeitet, das Interieur an einigen entscheidenden Stellen modernisiert, die Bedienung verbessert und nach eigener Wahrnehmung während der Testfahrt auch beim Fahrkomfort noch einmal nachgelegt.
Der Opel Astra Sportstourer Hybrid versucht damit nicht, das Auto neu zu erfinden. Vielmehr soll aus einem bereits bekannten Kompaktklasse-Kombi ein etwas modernerer, angenehmerer und alltagstauglicherer Begleiter werden.
Was hat sich beim Opel Astra Sportstourer Hybrid optisch verändert?
Das sichtbarste Erkennungsmerkmal des überarbeiteten Opel Astra Sportstourer Hybrid findet sich an der Front. Besonders auffällig ist das beleuchtete Opel-Logo. Es sorgt gerade bei Dunkelheit für einen deutlich anderen Auftritt und gibt dem Astra ein moderneres Gesicht. Dazu kommt das charakteristische Tagfahrlicht.
Optional stehen Matrix-LED-Scheinwerfer zur Verfügung. Bei einem Matrix-Licht wird der Lichtkegel nicht einfach nur zwischen Abblendlicht und Fernlicht umgeschaltet. Stattdessen kann das Licht in einzelne Bereiche aufgeteilt werden. Dadurch lassen sich bestimmte Bereiche gezielt ausblenden, während andere weiterhin weit ausgeleuchtet werden können.
Beim Testwagen kommen außerdem eine Zweifarb-Lackierung mit heller Karosseriefarbe sowie schwarz glänzendem Dach, schwarzen Außenspiegeln und weiteren dunklen Elementen zum Einsatz. Zusammen mit der Privacy-Verglasung entsteht dadurch ein optisch flacherer und breiter wirkender Auftritt.
Am Heck fallen die Änderungen dezenter aus. Die LED-Rückleuchten bleiben ein wesentliches Gestaltungselement, dazu kommen das schwarze Opel-Zeichen und die hoch positionierte dritte Bremsleuchte. Letztere bringt zumindest einen kleinen Hauch Motorsport-Optik an einen Kombi, dessen eigentliche Aufgabe eher zwischen Familienurlaub, Baumarkt und Autobahnpendeln liegt.
Ein Detail bleibt Geschmackssache: Der Heckscheibenwischer ist weiterhin sichtbar ausgeführt. Eine Integration in den Dachkanten-Spoiler hätte dem Heck aus unserer Sicht einen noch aufgeräumteren Abschluss gegeben.
Opel Astra Sportstourer Hybrid Fotos















Wie groß ist der Opel Astra Sportstourer?
Mit einer Länge von 4,64 Metern bleibt der Opel Astra Sportstourer Hybrid ein klassischer Vertreter der Kompaktklasse mit verlängertem Kombi-Heck. Die Karosserie ist 1,85 Meter breit und 1,49 Meter hoch. Der Radstand beträgt 2,73 Meter.
Der Radstand beschreibt den Abstand zwischen Vorder- und Hinterachse. Ein längerer Radstand kann Vorteile beim Platzangebot und beim Geradeauslauf bringen, während ein kürzerer Radstand häufig die Wendigkeit verbessert.
Beim Astra Sportstourer beträgt der Wendekreis 10,7 Meter. Das ist gerade deshalb relevant, weil ein Kombi nicht nur auf der Autobahn funktionieren muss. Auch Parkhäuser, Innenstadtstraßen und enge Wohngebiete gehören zum täglichen Einsatzprofil.
Die Außenabmessungen zeigen insgesamt recht gut, was der Astra Sportstourer sein möchte. Er bietet deutlich mehr Nutzwert als ein klassischer Kompaktwagen mit Schrägheck, wächst dabei aber nicht gleich in die Dimensionen eines großen SUV.
Wie funktioniert der Antrieb des Opel Astra Sportstourer Hybrid?
Unter der Motorhaube arbeitet ein 1,2-Liter-Dreizylinder-Ottomotor mit Turboaufladung. Unterstützt wird der Verbrennungsmotor von einem elektrifizierten 48-Volt-System mit 21 PS elektrischer Unterstützung.
Die Systemleistung beträgt 145 PS, das maximale Drehmoment liegt bei 230 Nm.
Der Begriff Systemleistung ist bei elektrifizierten Fahrzeugen wichtig. Die Leistungen von Verbrennungs- und Elektromotor können nicht grundsätzlich einfach mathematisch addiert werden, weil beide Antriebe ihre jeweilige Maximalleistung nicht zwingend gleichzeitig und bei identischer Drehzahl abgeben. Deshalb wird für das komplette Antriebssystem eine eigene maximale Systemleistung angegeben.
Das 48-Volt-System wiederum arbeitet mit einer höheren Spannung als das klassische 12-Volt-Bordnetz. Dadurch kann elektrische Energie effizienter übertragen und für die Unterstützung des Verbrennungsmotors eingesetzt werden.
Trotzdem bleibt der Opel Astra Sportstourer Hybrid konzeptionell näher am klassischen Verbrenner als an einem Elektroauto. Der elektrische Teil des Antriebs übernimmt eine unterstützende Funktion und soll unter anderem dabei helfen, den Verbrennungsmotor zu entlasten und das Ansprechverhalten zu verbessern.
Während der Testfahrt macht die Kombination einen stimmigen Eindruck. Der Dreizylinder wirkt im Innenraum vergleichsweise sonor und fällt weder durch unangenehmes Rasseln noch durch störendes Klappern auf. Die 145 PS machen aus dem Sportstourer keinen Sportwagen, reichen aber für das vorgesehene Einsatzgebiet problemlos aus.
Über Schaltwippen hinter dem Lenkrad lässt sich das Sechsgang-Getriebe bei Bedarf auch manuell beeinflussen. Für die Fahrcharakteristik stehen die Programme Eco, Normal und Sport zur Verfügung.
Wie viel verbraucht der Opel Astra Sportstourer Hybrid im ersten Fahreindruck?
Beim Verbrauch ist Zurückhaltung bei der Interpretation angebracht. Die während der Präsentation gefahrene Strecke betrug lediglich 17 Kilometer. Zusätzlich wurde die Leistung des Fahrzeugs mehrfach ausprobiert und nicht konsequent auf maximal sparsames Fahren geachtet. Am Ende standen 7,1 Liter pro 100 Kilometer im Bordcomputer. Dieser Wert ist deshalb kein belastbarer Testverbrauch. Dafür ist die Strecke schlicht zu kurz und das Fahrprofil zu wenig repräsentativ. Er liefert lediglich einen ersten Anhaltspunkt.
Während der Fahrt entstand allerdings der Eindruck, dass bei einer ruhigeren Fahrweise deutlich weniger als sieben Liter möglich sein dürften. Ob Werte unter sechs Litern im realistischen Alltag tatsächlich reproduzierbar sind, müsste ein längerer Verbrauchstest zeigen.
Gerade beim Opel Astra Sportstourer Hybrid ist der reale Verbrauch besonders interessant. Schließlich soll das 48-Volt-System genau dort Vorteile bieten, wo klassische Verbrennungsmotoren Energie verschenken. Ein endgültiges Urteil lässt sich aus den vorliegenden 17 Kilometern aber nicht seriös ableiten.
Wie fährt sich der Opel Astra Sportstourer Hybrid?
Beim Fahrwerk gehört der Astra traditionell zu den Fahrzeugen, bei denen Opel einen guten Kompromiss aus Rückmeldung und Komfort sucht. Auch der überarbeitete Opel Astra Sportstourer Hybrid folgt diesem Ansatz. Das Fahrwerk wirkt straff, ohne unangenehm hart zu werden. Bodenwellen und Unebenheiten werden spürbar, aber ordentlich gedämpft an die Insassen weitergegeben. Gleichzeitig bleibt genügend Kontrolle vorhanden, um den Kombi auch durch schnellere Kurvenfolgen sauber zu bewegen.
Gerade für einen Sportstourer ist diese Balance wichtig. Ein Familien- und Reisekombi darf auf schlechter Fahrbahn nicht nervös wirken, sollte auf kurvigen Straßen aber ebenso wenig schwammig werden.
Im Vergleich zum vorherigen Modell entstand während der Fahrt der Eindruck einer noch etwas feinfühligeren Abstimmung.
Hinzu kommen komfortable Sitze mit Seitenhalt und Unterstützung im Oberschenkelbereich. Damit ergeben sich gute Voraussetzungen für längere Autobahnetappen.
Das passt zum Charakter des Autos. Der Opel Astra Sportstourer Hybrid möchte weniger Kurvenräuber als vielmehr schneller und komfortabler Kilometerfresser sein.
Wie leise ist der Opel Astra Sportstourer Hybrid?
Auch die Geräuschmessung spricht für den Reisecharakter. Bei 50 km/h wurden im Innenraum etwa 61 bis 62 Dezibel gemessen. Bei 70 km/h waren es ungefähr 63 bis 64 Dezibel. Eine Messung bei 100 km/h war auf der gefahrenen Strecke nicht möglich.
Zusätzlich besitzt der Testwagen Scheiben, die aus zwei Glasschichten mit einer dazwischenliegenden Folie bestehen. Diese Konstruktion soll die Geräuschübertragung in den Innenraum reduzieren.
Die ermittelten Werte lassen zumindest auf der gefahrenen Strecke einen angenehm ruhigen Innenraum erkennen. Für eine abschließende Beurteilung bei Autobahngeschwindigkeit wäre allerdings eine weitere Messung notwendig.
Wie viel Kofferraum bietet der Opel Astra Sportstourer Hybrid?
Bei einem Kombi entscheidet sich ein erheblicher Teil des Nutzwertes hinter der Heckklappe. Hier kann der Opel Astra Sportstourer Hybrid punkten. Das Gepäckraumvolumen beträgt 513 Liter. Werden die Rücksitzlehnen umgelegt, wächst das Ladevolumen auf bis zu 1.550 Liter. Die Rückbank lässt sich dabei im Verhältnis 60:40 umklappen. Zusätzlich steht eine Durchlademöglichkeit zur Verfügung, sodass längere Gegenstände transportiert werden können, ohne die komplette Rückbank umzulegen.
Praktisch ist außerdem der doppelte Ladeboden. Darunter befindet sich zusätzlicher Stauraum für Dinge, die nicht ständig sichtbar im Kofferraum liegen sollen. Dazu kommen Ablagemöglichkeiten, Haken, Beleuchtung und eine 12-Volt-Steckdose. Die Gepäckraumabdeckung wird in Schienen geführt.
Die elektrische Heckklappe unterstreicht den Komfortanspruch und öffnet sowie schließt elektrisch.
Damit bleibt der Opel Astra Sportstourer Hybrid vor allem eines: ein echter Kombi. Das klingt banal, ist angesichts des anhaltenden SUV-Trends aber durchaus erwähnenswert. Statt Lifestyle durch Karosseriehöhe zu simulieren, stellt der Sportstourer tatsächlich Ladevolumen bereit.
Was darf der Opel Astra Sportstourer Hybrid ziehen?
Auch für Freizeit und Hobby bietet der Sportstourer interessante Möglichkeiten. Die zulässige Dachlast beträgt 75 Kilogramm. Mit optionaler Anhängerkupplung darf der Opel Astra Sportstourer Hybrid einen gebremsten Anhänger mit bis zu 1.150 Kilogramm ziehen. Für ungebremste Anhänger werden 600 Kilogramm genannt.
Die Stützlast beträgt 70 Kilogramm. Gerade dieser Wert ist für Fahrradträger relevant. Die Stützlast bezeichnet die Kraft, mit der eine Last senkrecht auf die Anhängerkupplung wirkt. Bei einem Fahrradträger müssen deshalb nicht nur dessen Eigengewicht, sondern auch die darauf transportierten Fahrräder berücksichtigt werden.
Damit eignet sich der Astra Sportstourer nicht nur als Familienauto, sondern grundsätzlich auch für Freizeitaktivitäten, bei denen Fahrräder oder kleinere Anhänger transportiert werden sollen.
Wie modern ist der Innenraum des Opel Astra Sportstourer Hybrid?
Eine der erfreulichsten Veränderungen findet sich ausgerechnet dort, wo weniger Glanz für mehr Qualität sorgt. Opel hat einen Teil der zuvor verwendeten Klavierlack-Flächen entfernt. Statt der stark spiegelnden und empfindlichen Oberfläche kommen nun anthrazitfarbene Elemente zum Einsatz.
Das ist praktisch sinnvoll. Hochglänzende schwarze Flächen sehen auf Pressebildern meistens hervorragend aus, zeigen im Alltag aber Fingerabdrücke, Staub und kleine Kratzer besonders deutlich.
Hinzu kommen weich unterschäumte Bereiche, Kunstleder mit Kontrastnähten und verschiedene strukturierte Oberflächen. Nicht überall geht der Astra diesen Weg konsequent. Im unteren Bereich der Türen kommt weiterhin härterer Kunststoff zum Einsatz.
Positiv fällt dagegen auf, dass Opel nicht sämtliche Bedienfunktionen in einen Touchscreen verbannt hat.
Für die Klimatisierung gibt es weiterhin haptische Schalter und Drehregler. Haptisch bedeutet in diesem Zusammenhang, dass ein Bedienelement tatsächlich ertastet und mechanisch betätigt werden kann. Gerade während der Fahrt kann dies Vorteile gegenüber reinen Bildschirm-Menüs haben, weil der Blick weniger lange von der Straße genommen werden muss.
Welche Displays bietet der Opel Astra Sportstourer Hybrid?
Vor dem Fahrer befindet sich ein digitales Fahrerinformationsdisplay mit überarbeiteten Grafiken und Funktionen. Zusätzlich steht ein Head-up-Display zur Verfügung. Dabei werden wichtige Informationen in das Blickfeld des Fahrers projiziert. Der Vorteil besteht darin, dass Geschwindigkeit oder andere Fahrinformationen wahrgenommen werden können, ohne den Blick weit von der Straße abzuwenden.
Das zentrale Infotainment-System ist zum Fahrer hin ausgerichtet und arbeitet mit einer überarbeiteten Software und Menüstruktur. Apple CarPlay lässt sich großflächig in das Display integrieren. Damit können kompatible Smartphone-Funktionen und Apps über das Fahrzeugdisplay genutzt werden. Dazu gehört beispielsweise die Navigation über Google Maps inklusive Echtzeit-Verkehrsinformationen.
Zur Smartphone-Integration kommen zwei USB-C-Anschlüsse im vorderen Bereich, eine 12-Volt-Steckdose und eine induktive Ladeschale. Beim induktiven Laden wird elektrische Energie ohne Steckverbindung an ein kompatibles Smartphone übertragen. Das Telefon wird dazu einfach auf der vorgesehenen Ladefläche abgelegt.
Wie praktisch ist der Opel Astra Sportstourer Hybrid im Alltag?
Im Innenraum finden sich zahlreiche kleinere Ablagen, die im Alltag wichtiger sein können als spektakuläre Designideen. Unter anderem stehen gummierte Ablageflächen, zwei Getränkehalter, ein großes Fach unter der Mittelarmlehne sowie zusätzliche kleinere Ablagen zur Verfügung. Die zweiteilige Öffnung der Mittelarmlehne ist ein kleines, aber cleveres Detail. Dadurch kann Fahrer oder Beifahrer auf das Fach zugreifen, ohne die komplette Armauflage hochklappen zu müssen. Optional beziehungsweise abhängig von der Ausstattung gehören außerdem Sitzheizung, Lenkradheizung und ein Panorama-Glasschiebedach zum gezeigten Funktionsumfang.
Beim Testwagen wurden die Sitze mit einer Stoff-Kunstleder-Kombination bezogen. Der Fahrer erhält eine einstellbare Oberschenkelauflage. Je nach Sitzausstattung kann eine entsprechende Funktion auch für den Beifahrer verfügbar sein.
Wie viel Platz bietet der Opel Astra Sportstourer Hybrid im Fond?
Auch im Fond zeigt sich der Vorteil des Kombi-Konzepts. Bei einer Körpergröße von 1,85 Metern blieb im Test ausreichend Kopf- und Beinfreiheit vorhanden. Die Füße lassen sich unter den Vordersitz schieben. In der Mittelkonsole befinden sich hinten Lüftungsdüsen, ein USB-C-Anschluss und ein kleines Ablagefach. Etwas mehr hätte es trotzdem sein dürfen. Ein zweiter USB-C-Port wäre gerade bei einem Familienauto sinnvoll. Gleiches gilt für die Ablagen an den Rückseiten der Vordersitze. Hier befindet sich lediglich eine kleinere Tasche. Die Mittelarmlehne ist gepolstert und besitzt zwei Getränkehalter. Außerdem gibt es eine Durchlademöglichkeit.
Für Kindersitze stehen zwei ISOFIX-Befestigungen zur Verfügung. ISOFIX ist ein genormtes Befestigungssystem, über das kompatible Kindersitze direkt mit vorgesehenen Verankerungspunkten im Fahrzeug verbunden werden können. Damit erfüllt der Astra Sportstourer wesentliche Anforderungen eines Familienkombis, ohne im Fond irgendwelche spektakulären Raumkunststücke vollführen zu müssen.
Welche Assistenzsysteme hat der Opel Astra Sportstourer Hybrid?
Während der Fahrt standen unter anderem Lenkassistent, Spurhalteassistent und Abstandsregeltempomat zur Verfügung. Der Abstandsregeltempomat kann nicht nur eine zuvor eingestellte Geschwindigkeit halten, sondern berücksichtigt auch den Abstand zum vorausfahrenden Verkehr. Zusammen mit der Lenkunterstützung entsteht auf längeren Strecken eine teilautomatisierte Unterstützung. Der Fahrer bleibt dabei weiterhin verantwortlich und muss das Fahrzeug überwachen. Interessant ist die Einbindung der Verkehrszeichenerkennung. Erkennt das Fahrzeug eine neue Geschwindigkeitsbegrenzung, kann diese über eine Bestätigungstaste übernommen werden.
Der Vorteil liegt darin, dass die erkannte Geschwindigkeit nicht grundsätzlich automatisch aktiviert wird. Der Fahrer entscheidet weiterhin selbst, ob die vorgeschlagene Anpassung übernommen werden soll.
Bei der Fahrt auf regennasser kroatischer Straße funktionierten Spurführung und Abstandsregelung überzeugend.
Wie unterstützt der Opel Astra Sportstourer Hybrid beim Einparken?
Beim Rückwärtsfahren liefert eine Rückfahrkamera ein klares Bild mit Hilfslinien. Zusätzlich kann eine 180-Grad-Ansicht angezeigt werden. Sie erweitert den Blick nach hinten und kann beispielsweise beim rückwärtigen Herausfahren aus einer Einfahrt hilfreich sein. Eine vollständige 360-Grad-Darstellung mit zusätzlicher Frontkamera stand beim gefahrenen Fahrzeug allerdings nicht zur Verfügung. Damit bekommt der Fahrer eine sinnvolle Unterstützung, allerdings kein vollständiges Rundum-Kamerasystem.
Für wen eignet sich der Opel Astra Sportstourer Hybrid?
Der Opel Astra Sportstourer Hybrid richtet sich vor allem an Autokäufer, die weiterhin einen klassischen Kombi suchen. Mit 513 bis 1.550 Litern Gepäckraum, 1.150 Kilogramm gebremster Anhängelast, 70 Kilogramm Stützlast und einem großzügigen Fond bietet der Sportstourer viele Eigenschaften, die bei Familien, Vielfahrern oder Menschen mit platzintensiven Hobbys relevant sind.
Gleichzeitig bleibt der Antrieb konventionell genug, um keine grundlegende Umstellung bei der Nutzung zu verlangen. Es gibt weder Ladeplanung noch Ladekabel, dennoch unterstützt ein elektrischer Teil den Verbrennungsmotor. Genau darin liegt die Rolle dieses Antriebskonzepts.
Wer möglichst viel elektrisch fahren möchte, findet innerhalb der Astra-Baureihe laut den vorliegenden Informationen zusätzlich einen Plug-in-Hybrid mit 196 PS Systemleistung sowie eine rein elektrische Variante mit 156 PS.
Der 145 PS starke Mild-Hybrid positioniert sich dagegen als vergleichsweise unkomplizierte elektrifizierte Alternative zum klassischen Verbrenner.
Was kostet der Opel Astra Sportstourer Hybrid?
Einstiegspreis: 34.990 Euro! Interessant können daneben Leasing- und Finanzierungsangebote sein, da die tatsächliche monatliche Belastung für viele Käufer bei der Fahrzeugwahl inzwischen mindestens so relevant ist wie der reine Listenpreis.
Opel Astra Sportstourer Hybrid Test-Video
Ist der Opel Astra Sportstourer Hybrid ein guter Reisekombi?
Nach dem ersten Fahreindruck spricht einiges dafür. Der Opel Astra Sportstourer Hybrid kombiniert einen großen und flexibel nutzbaren Gepäckraum mit vernünftigen Platzverhältnissen, komfortablen Sitzen und einem Fahrwerk, das eine überzeugende Balance zwischen Straffheit und Langstreckenkomfort findet.
Dazu kommt ein erstaunlich unauffälliger Dreizylinder. Der 1,2-Liter-Ottomotor wirkt während der gefahrenen Strecke weder angestrengt noch unangenehm rau. Zusammen mit der elektrischen Unterstützung und 230 Nm Drehmoment reicht die Leistung gut zum entspannten Reisen und für zügige Überholmanöver.
Noch wichtiger ist vielleicht, dass Opel bei der Modellpflege an den richtigen Kleinigkeiten gearbeitet hat.
Der empfindliche Klavierlack wurde an entscheidenden Stellen zurückgenommen. Physische Bedienelemente für wichtige Funktionen bleiben erhalten. Das Infotainment wurde überarbeitet. Das Fahrwerk wirkt feinfühliger und die neue Front mit beleuchtetem Opel-Logo macht den überarbeiteten Astra sofort erkennbar.
Nicht alles ist perfekt. Harter Kunststoff bleibt an einigen Stellen erhalten, hinten wäre ein zweiter USB-C-Anschluss wünschenswert und eine vollständige 360-Grad-Kamera hätte den praktischen Anspruch des Sportstourers noch besser unterstützt.
Unterm Strich wirkt der Opel Astra Sportstourer Hybrid aber wie ein Fahrzeug, das nicht versucht, seinem Besitzer ständig zu erklären, wie modern es ist. Stattdessen konzentriert sich der Astra auf klassische Qualitäten: viel Platz, gute Sitze, ein ausgewogenes Fahrwerk, vernünftige Bedienbarkeit und ausreichend Leistung.
Gerade in einer Zeit, in der fast jedes Familienauto zwangsläufig ein SUV zu sein scheint, ist das fast schon wieder eine Besonderheit. Der Opel Astra Sportstourer Hybrid ist durch die Modellpflege nicht zu einem vollkommen anderen Auto geworden. Das musste er allerdings auch nicht.
Opel hat vielmehr einige Schwachstellen und Kritikpunkte angefasst und einen bekannten Kompaktklasse-Kombi behutsam weiterentwickelt. Die modernisierte Front wirkt eigenständiger, der Innenraum erscheint durch den Verzicht auf große Klavierlack-Flächen alltagstauglicher und die weiterhin vorhandenen physischen Bedienelemente erleichtern die Nutzung während der Fahrt.
Der 145 PS starke Mild-Hybrid passt gut zum entspannten Charakter des Sportstourers. 230 Nm Drehmoment sorgen für ausreichend Durchzug und die elektrische Unterstützung ergänzt den Dreizylinder, ohne dass sich der Fahrer mit Ladekabeln oder Ladeplanung beschäftigen muss. Der während der kurzen Testfahrt ermittelte Verbrauch von 7,1 Litern pro 100 Kilometer darf allerdings nicht als endgültiges Ergebnis verstanden werden. Nach nur 17 Kilometern inklusive mehrerer Beschleunigungsversuche wäre jede definitive Verbrauchsaussage unseriös.
Überzeugender sind die Punkte, die sich bereits unabhängig davon beurteilen lassen: 513 bis 1.550 Liter Kofferraum, ordentliche Platzverhältnisse, bis zu 1.150 Kilogramm Anhängelast, 70 Kilogramm Stützlast, ein ausgewogenes Fahrwerk und ein angenehm ruhiger Innenraum.
Damit bleibt der Opel Astra Sportstourer Hybrid vor allem das, was ein guter Kombi sein sollte: praktisch genug für den Alltag, komfortabel genug für lange Strecken und unaufgeregt genug, um nicht aus jeder Fahrt eine Grundsatzdiskussion über das richtige Antriebskonzept zu machen.





















