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Volvo EX60 Review – macht Volvo fast alles richtig?

Volvo EX60 Review - macht Volvo fast alles richtig?

Endlich haben wir ihn für euch, den nagelneuen Volvo EX60. Volvos neuestes elektrisches Mittelklasse-SUV soll genau dort landen, wo der Markt gerade brennt: familienfreundliche Größe, Premium-Anmutung, ordentlich Reichweite und dazu ein Technikpaket, das nicht nach „Verbrenner-Plattform mit Akku drunter“ klingt, sondern nach konsequent elektrisch gedacht. Wir schauen uns den EX60 heute ganz bewusst nur statisch an, also ohne Fahrbericht, ohne Verbrauchsrunde, ohne Popometer, sondern als erste, saubere Vorstellung mit den wichtigsten Daten, Details und der Frage, ob das 2026 eines der spannendsten Elektro-SUVs werden könnte.

Wie sieht der EX60 von außen aus und was macht Volvo hier anders?

Wir starten wie immer vorne. Die Front wirkt sehr modern und zukunftsweisend, ohne dabei dick aufzutragen. Das ist typisch Volvo: Premium, aber eher skandinavisch zurückhaltend als „schau mal wie laut ich kann“. Das Tagfahrlicht bleibt im Thor’s-Hammer-Design, darunter sitzt das eigentliche Lichtmodul versetzt, so wie man es aktuell bei vielen Herstellern sieht. Dazu kommt der Anspruch, aerodynamisch richtig sauber zu sein. Volvo zielt hier klar auf Effizienz, also auf eine Form, die nicht nur gut aussieht, sondern auch Reichweite möglich macht.

Sehr auffällig sind die neuen Türgriffe. Die sind bündig eingelassen, dahinter sitzt ein kleiner Tastknopf, und das Ganze fühlt sich nicht nur modern an, sondern hat einen ganz praktischen Nebeneffekt: weniger Verwirbelungen, also bessere Aerodynamik.

Je nach Ausstattung gibt es unterschiedliche Felgendimensionen. In der großen Ausbaustufe stehen hier 265/40 R22, also richtig stattliche Räder, die dem EX60 den erwachsenen Auftritt geben, den viele in dieser Klasse erwarten.

Welche Ausstattungslinien gibt es zum Start und was ist serienmäßig?

Zum Marktstart sind zwei Varianten gesetzt: Plus und Ultra. Eine Core-Variante soll später folgen. Spannend ist, dass Plus und Ultra bereits serienmäßig Matrix-LED-Scheinwerfer bekommen sollen. Das ist in der Klasse ein starkes Signal, weil das Thema Licht bei Volvo traditionell nicht nur Design ist, sondern auch Sicherheitsargument.

Volvo EX60 Vorstellung

Wie groß ist der Volvo EX60 und was bedeutet das für Platz und Alltag?

Mit 4,80 Metern Länge liegt der EX60 exakt in der Mitte dessen, was wir als Familien-SUV noch gut handeln können, ohne dass das Einparken zur Charakterprüfung wird. Die Breite liegt bei 1,89 Metern, mit Außenspiegeln wächst das Ganze auf rund 2,07 Meter, die Höhe ist klassisch SUV mit 1,63 Metern. Richtig interessant ist der Radstand: 2,97 Meter. Das ist die Zahl, die in der Regel den Innenraum macht, also Platz für Beine, Kniefreiheit und dieses „ich sitze nicht wie im Kompaktwagen“-Gefühl.

Welche Batterievarianten gibt es und was heißt das für Reichweite?

Volvo plant hier mit drei Akkugrößen. Genannt werden 80 kWh netto, 91 kWh netto und zum Jahresende eine Top-Variante mit bis zu 112 kWh netto. In dieser großen Konfiguration wird eine WLTP-Reichweite von über 800 Kilometern in den Raum gestellt. Das wäre, wenn es so kommt, genau der Punkt, an dem viele Langstreckenfahrer wieder anfangen, sehr genau hinzuschauen.

Welche Motorisierungen sind geplant und wie ordnet Volvo sie ein?

Volvo setzt auf mehrere Leistungsstufen. Los geht es in der Plus-Ausstattung bei 62.990 Euro, dort ist eine heckgetriebene Variante mit 275 kW Antriebsleistung vorgesehen. Darüber positioniert Volvo eine Allradvariante als P10 und später zum Jahresende eine Performance-Steigerung als P12, die je nach Ausbaustufe bis zu 500 kW liefern soll. Das sind Zahlen, die klar machen: Der EX60 will nicht nur „vernünftig elektrisch“, er will auch „richtig schnell, wenn du willst“.

Wie lädt der EX60 und warum ist 22-kW-AC ein echtes Statement?

Der Ladeanschluss sitzt hinten auf der Fahrerseite. Zum Marktstart sollen alle Varianten 22 kW AC unterstützen. Das ist im Alltag tatsächlich ein echter Vorteil, weil 22 kW an öffentlichen Säulen und an passenden Wallboxen deutlich entspannter sein können als 11 kW, gerade wenn man nicht über Nacht, sondern zwischendurch lädt.

Beim DC-Laden wird ein Peak von bis zu 370 kW genannt. Volvo stellt dabei in Aussicht, dass sich die Akkuvarianten in unter 20 Minuten von 10 auf 80 Prozent laden lassen sollen. Das ist die Art Ansage, die man später in der Praxis natürlich überprüfen muss, aber als Zielrichtung ist das genau das, was sich viele wünschen: kurz anhalten, nachladen, weiter.

Kommt ein EX60 Cross Country und für wen ist das interessant?

Ja, der EX60 soll zusätzlich als Cross-Country-Version kommen. Die Idee ist klar: mehr Bodenfreiheit, mehr Geländegängigkeit und eine Luftfederung für alle, die nicht nur Bordstein, sondern auch mal Schotter, Waldweg oder Winterpiste im Kopf haben. Optisch soll sich das über Applikationen unterscheiden, technisch über das Plus an Offroad-Tauglichkeit. Das klingt nach einer Variante, die nicht nur „Look“, sondern auch Nutzwert bringen kann.

Volvo EX60 Fotos

Gibt es einen Frunk und warum ist das im Winter Gold wert?

Unter der vorderen Haube wird der EX60 tatsächlich einen Frunk bieten, genannt werden mindestens 58 Liter. Das ist genau dieses Feature, das du nach dem ersten Winter nicht mehr missen willst. Ladekabel separat, nass und dreckig weg vom sauberen Gepäck, dazu Platz für Kleinkram oder einen kleinen Weekender. Und ganz nebenbei zeigt es: Volvo nutzt den Raum eines Elektroautos wirklich aus, statt ihn einfach nur zu verkleiden.

Wie praktisch ist der Kofferraum und wie flexibel wird es mit umklappbarer Rückbank?

Hinten geht die Heckklappe elektrisch auf, und Volvo setzt auf eine saubere, hochwertige Auskleidung mit Teppich und Filz. Genannt werden über 523 Liter Kofferraumvolumen, dazu ein großer, wirklich tief nutzbarer doppelter Ladeboden.

Mit umgelegten Rücksitzen wächst das Ladevolumen auf 1.647 Liter. Praktisch ist die Aufteilung der Rückbank: 20 Prozent in der Mitte, dazu 60 Prozent und 40 Prozent, sodass man lange Gegenstände transportieren kann und trotzdem noch mit vier Personen reisen kann.

Wenn das alles nicht reicht, geht es aufs Dach. Hier werden 100 Kilogramm Dachlast genannt. Und für viele fast noch wichtiger: Die Anhängelast. Die heckgetriebene Variante soll optional 2,0 Tonnen ziehen können, der Allrad sogar bis zu 2,4 Tonnen gebremst bei 12 Prozent Steigung. Ungebremst stehen 750 Kilogramm im Raum, und bei der Stützlast nennt Volvo 100 Kilogramm. Das ist richtig gut, wenn du einen Fahrradträger mit mehreren Rädern oder schweren Pedelecs nutzen willst.

Wie wirkt der Innenraum und welche Bedienphilosophie verfolgt Volvo?

Innen setzt Volvo auf einen sehr modernen, luftigen Aufbau mit klaren Ebenen und einer offenen Mittelkonsole. Interessant ist der Ansatz beim Fahrer: Statt klassischem Head-up-Display wird das Fahrerinformationsdisplay nach hinten versetzt, um die wichtigsten Infos inklusive Navigation gut im Blickfeld zu halten. Ob das im Alltag wirklich so entspannt ist, wie es auf den ersten Eindruck wirkt, wird man später beim Fahren bewerten müssen, aber als Idee ist das typisch Volvo: weniger Show, mehr Fokus.

Das Lenkrad ist oben und unten abgeflacht, dazu gibt es eine Mischung aus haptischen Tasten und einem Bedienkonzept, das man vermutlich einmal lernen muss, dann aber schnell versteht. Hinter dem Bereich sind Infrarotkameras für Aufmerksamkeitserkennung angedacht, dazu sitzt rechts der Fahrstufenregler, links die klassischen Hebel.

Beim zentralen Display geht Volvo weg von der früheren, vertikalen Lösung hin zu einer horizontalen Ausrichtung. Apple CarPlay und Android Auto sollen wireless verfügbar sein, dazu die Idee, über einen App-Store dauerhaft zukunftsfähig zu bleiben.

Im Alltag zählen dann die kleinen Dinge. Es gibt eine induktive Ladefläche, USB-C-Anschlüsse und eine sehr offene Struktur für Taschen und Ablagen. Der Becherhalter verschwindet auf Wunsch, wenn man ihn nicht nutzt, und das Glasdach bringt viel Licht und Raumgefühl in den Innenraum.

Wie sitzt man im Fond und taugt der EX60 wirklich für Familie und Erwachsene?

Im Fond wirkt der EX60 richtig erwachsen. Durch den langen Radstand ist viel Platz zu erwarten, dazu eine Mittelarmlehne, die nicht nervt, weil der Becherhalter nicht permanent im Weg ist. Dreizonen-Klimaautomatik, Luftausströmer, zwei USB-C-Anschlüsse und beheizbare äußere Rücksitze sind vorgesehen, ebenso Isofix. Und schön ist, dass Volvo den Materialmix von vorne nach hinten konsequent durchzieht, also nicht vorne Premium und hinten „naja, wird schon“.

Bringen wir es auf den Punkt?

Der Volvo EX60 wirkt nacht unserer ersten, statischen Vorstellung wie ein sehr ernst gemeintes Elektro-SUV für 2026. Die Maße passen perfekt ins Herz der Klasse, der Radstand verspricht Raum, die drei Akkuoptionen klingen nach klarer Strategie vom Vernünftigen bis zum Langstrecken-König, und die Ladeleistung ist eine Ansage. Dazu kommen praktische Punkte wie Frunk, flexible Rückbank, hohe Anhängelast und eine starke Stützlast.

Ob er wirklich so gut ist, wie er aussieht, wird am Ende natürlich erst die Fahrveranstaltung zeigen. Aber als Konzept und als Paket macht der Volvo EX60 schon jetzt genau das, was Volvo gut kann: modern wirken, ohne laut zu sein, und dabei so viele Alltagsargumente sammeln, dass man versteht, warum viele in der Mittelklasse genau auf so ein Auto warten.

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