Der VW ID. Buzz war schon immer ein Grenzgänger. Zu verspielt für den reinen Handwerkeralltag, zu praktisch, um nur Lifestyle-Objekt zu sein. Jetzt bekommt der elektrische Bulli eine Lösung, die genau diese Welten sauber trennt. Volkswagen Nutzfahrzeuge integriert erstmals eine feste Trennwand hinter der zweiten Sitzreihe der Fünfsitzer-Variante. Damit entsteht eine dritte Konfiguration zwischen klassischem Familien-Van und kompromisslosem Cargo-Modell.
Das Ergebnis ist ein Fahrzeug, das Passagiere vorne komfortabel befördert und gleichzeitig im Heckraum Material bis unter das Dach aufnimmt. Getrennt, sicher und alltagstauglich.
VW ID. Buzz Vorstellung
Was verändert die neue Trennwand konkret?
Die Trennwand wird ab Werk direkt bei der Konfiguration ausgewählt und fest hinter der zweiten Sitzreihe integriert. Der Passagierraum ist damit vollständig vom Laderaum separiert. Das Prinzip kennt man vom Volkswagen ID. Buzz Cargo, nur dass hier weiterhin fünf Sitzplätze erhalten bleiben.
Das bedeutet in der Praxis: Werkzeugkisten, Messematerial, Sportequipment oder auch schmutzige Ladung bleiben akustisch und optisch vom Innenraum getrennt. Geräusche und Schmutz dringen nicht nach vorn durch. Gleichzeitig sorgt ein integriertes Fenster in der Trennwand für den notwendigen Blick nach hinten.
Wer zusätzlich verhindern möchte, dass man von außen in den Laderaum schaut, kann Heck- und Seitenscheiben optional folieren lassen.

Ein Nebeneffekt, der im Alltag nicht unterschätzt werden sollte: Die Klimaautomatik muss nur noch den kleineren Passagierraum temperieren. Weniger zu klimatisierendes Volumen bedeutet effizienteres Arbeiten des Systems. Gerade im Winter oder bei hohen Außentemperaturen kann das auch energetisch spürbar sein.
Den ID. Buzz hatten wir übrigens auch schon im Test, so hat er sich im Verbrauch geschlagen:
Für wen ist diese Lösung gedacht?
Ganz ehrlich: Das ist ein Angebot für alle, die ihren ID. Buzz nicht eindeutig einsortieren wollen. Kleine Handwerksbetriebe, die unter der Woche Material transportieren und am Wochenende mit der Familie unterwegs sind. Selbstständige, die repräsentativ vorfahren möchten, aber trotzdem Stauraum brauchen. Oder Flottenbetreiber, die flexible Nutzungsszenarien abbilden müssen.
Der Clou liegt darin, dass die Sitzplätze im Fond inklusive Sicherheitsgurten und Seitenairbags vollständig nutzbar bleiben. Es gibt also keine funktionalen Einschränkungen im Bereich Sicherheit.
Welche Technik steckt in der Trennwand?
Entwickelt wurde das System gemeinsam mit Snoeks Automotive, einem langjährigen Partner des Volkswagen Konzerns. Die Zusammenarbeit besteht seit rund 70 Jahren. Snoeks liefert auch Lösungen für Modelle wie Caddy, Transporter, Caravelle, Multivan oder Crafter.
Die Trennwand besteht aus einem leichten, gleichzeitig belastbaren Verbundwerkstoff namens Compax©. Die Oberflächen sind im Soft-Touch-Design ausgeführt und wirken damit nicht nach nachträglichem Werkstatteinbau, sondern integriert und hochwertig.

Auf der Laderaumseite ist zudem ein aufklappbares Ablagefach im Fahrzeugboden integriert. Dort lässt sich das Ladekabel sauber verstauen. Gerade im gewerblichen Alltag ein Detail, das man schnell zu schätzen weiß.
Für welche Varianten ist sie verfügbar und was kostet das?
Die Trennwand ist für den ID. Buzz mit kurzem Radstand in den Ausstattungslinien Freestyle, Pure, Energy und Pro erhältlich. In den höher positionierten Varianten Energy und Pro ist sie zudem auch mit langem Radstand kombinierbar. Der Preis liegt in Deutschland inklusive integriertem Ladekabel-Ablagefach bei 1.856,40 Euro.
Wie ordnet sich das ins Gesamtportfolio ein?
Mit fünf, optional sechs oder sieben Sitzen deckt der ID. Buzz bislang klar die Personenbeförderung ab, während der ID. Buzz Cargo als Dreisitzer konsequent auf Nutzwert getrimmt ist. Die neue Trennwand schafft nun eine Zwischenlösung, die man so bisher nicht hatte.
Und genau hier wird es spannend. Elektromobilität im gewerblichen Umfeld lebt von Flexibilität. Wer ein Fahrzeug möglichst vielseitig einsetzen kann, erhöht dessen Wirtschaftlichkeit. Der ID. Buzz wird damit noch stärker zum Allrounder. Kein reines Image-Statement, sondern ein Werkzeug mit Stil.
Unterm Strich ist diese Trennwand kein spektakuläres Technik-Upgrade, sondern eine durchdachte Erweiterung des Nutzungskonzepts. Manchmal sind es eben nicht neue Kilowattstunden oder Ladeleistungen, die ein Fahrzeug interessanter machen, sondern clevere Details im Innenraum.





















