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VW ID. Polo mit 37 kWh Akku ab 24.995 Euro!

VW ID. Polo Trend mit 37 kWh Akku

Volkswagen erweitert das Angebot des neuen ID. Polo um eine günstigere Batterievariante. Mit einem Einstiegspreis von 24.995 Euro rückt der elektrische Kleinwagen damit tatsächlich in eine Preisregion vor, die bislang überwiegend Verbrennern, Hybriden oder deutlich kleineren Elektroautos vorbehalten war. Die neue Version nutzt eine Batterie mit 37 kWh Speicherkapazität, lädt mit bis zu 90 kW und soll vor allem Pendler sowie Kunden mit typischen Stadt- und Kurzstreckenprofilen ansprechen.

Der Vorverkauf startet ab sofort. Neben der Basisausstattung Trend lässt sich die kleinere Batterie auch mit den Ausstattungslinien Life und Style kombinieren. Diese Varianten beginnen bei 29.195 Euro.

Ist der ID. Polo für 24.995 Euro wirklich ein günstiges Elektroauto?

Mit einem Basispreis von 24.995 Euro unterbietet der ID. Polo eine wichtige psychologische Grenze. Selbst wenn ein knapp 25.000 Euro teurer Kleinwagen objektiv weiterhin kein Schnäppchen ist, nähert sich Volkswagen damit dem Preisniveau vergleichbar ausgestatteter Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor deutlich an.

Entscheidend ist allerdings, was in diesem Grundpreis bereits enthalten ist. Volkswagen versucht beim ID. Polo Trend offenbar nicht, den Einstiegspreis durch eine weitgehend leer geräumte Ausstattungsliste zu erreichen. LED-Scheinwerfer, Fernlichtassistent, Klimaautomatik, ein digitales Kombiinstrument mit 10-Zoll-Display und ein 13 Zoll großes Infotainmentsystem gehören zur Serienausstattung.

Auch Assistenzsysteme wie der Spurhalteassistent, der Emergency Assist und der Side Assist sind bereits vorhanden. Der Side Assist überwacht den Bereich neben und schräg hinter dem Fahrzeug und warnt beispielsweise beim Spurwechsel vor anderen Verkehrsteilnehmern im sogenannten toten Winkel.
Das Multifunktionslenkrad ist mit Kunstleder bezogen. Das klingt zunächst nach einer Sparmaßnahme, kann im Alltag aber durchaus von Vorteil sein. Kunstleder ist pflegeleicht und vermeidet gleichzeitig die Diskussion darüber, ob ein Elektroauto zwingend ein Lenkrad aus echtem Tierleder benötigt.

Wie weit kommt der ID. Polo mit der 37-kWh-Batterie?

Eine offizielle Reichweitenangabe nennt Volkswagen in der vorliegenden Ankündigung noch nicht. Die nutzbare oder brutto angegebene Kapazität der Batterie wird ebenfalls nicht weiter erläutert. Bekannt ist lediglich eine Speicherkapazität von 37 kWh.

Damit dürfte sich die Variante klar unterhalb des ID. Polo mit 52-kWh-Batterie positionieren. Der kleinere Akku ist nicht für regelmäßige Langstreckenfahrten gedacht, sondern für den täglichen Weg zur Arbeit, Einkaufsfahrten und den Einsatz im städtischen Umfeld.

Bei einem angenommenen Praxisverbrauch zwischen etwa 14 und 17 kWh pro 100 Kilometer wäre rechnerisch eine Reichweite von ungefähr 220 bis 260 Kilometern möglich. Diese Werte sind allerdings lediglich eine Einordnung und keine bestätigten Herstellerangaben. Entscheidend werden am Ende der offizielle WLTP-Verbrauch und die tatsächlich nutzbare Batteriekapazität sein.

WLTP steht für „Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Procedure“. Das ist das europaweit vorgeschriebene Messverfahren für Verbrauch und Reichweite. In der Praxis können die Ergebnisse je nach Temperatur, Geschwindigkeit, Heizungseinsatz und Streckenprofil deutlich abweichen.

Reichen 90 kW Ladeleistung aus?

Der ID. Polo mit 37-kWh-Batterie kann an einer Gleichstrom-Schnellladesäule mit bis zu 90 kW geladen werden. Volkswagen gibt für den Ladevorgang von 10 auf 80 Prozent rund 23 Minuten an.

Auf den ersten Blick wirken 90 kW im Jahr 2026 nicht besonders spektakulär. Im Verhältnis zur kleinen Batterie ist die Ladeleistung jedoch wichtiger als die reine Spitzenzahl. Zwischen 10 und 80 Prozent werden rechnerisch rund 25,9 kWh nachgeladen. Verteilt auf 23 Minuten ergibt sich eine durchschnittliche Ladeleistung von ungefähr 68 kW.

Das wäre für ein Fahrzeug dieser Klasse ein ordentlicher Wert. Die maximale Ladeleistung von 90 kW wird schließlich nur unter optimalen Bedingungen und nicht während des gesamten Ladevorgangs erreicht. Wesentlich interessanter als der Peakwert wird deshalb die Ladekurve sein. Sie zeigt, wie lange das Fahrzeug eine hohe Ladeleistung halten kann.

Für den typischen Stadtbetrieb dürfte das Schnellladen ohnehin eine untergeordnete Rolle spielen. Wer zu Hause, beim Arbeitgeber oder beim Einkauf laden kann, wird den ID. Polo überwiegend mit Wechselstrom versorgen. Angaben zur serienmäßigen AC-Ladeleistung macht Volkswagen in dieser Mitteilung allerdings nicht.

Was bietet der ID. Polo Trend serienmäßig?

Die Ausstattungslinie Trend bildet den Einstieg in die Baureihe. Trotzdem verfügt sie bereits über eine überraschend umfangreiche Basisausstattung.

Serienmäßig sind LED-Scheinwerfer mit Fernlichtassistent, ein 10 Zoll großes Digital Cockpit, das 13-Zoll-Infotainmentsystem Innovision, eine Klimaautomatik und das Multifunktionslenkrad aus Kunstleder an Bord.
Hinzu kommen der Spurhalteassistent, der Emergency Assist und der Side Assist. Der Emergency Assist kann erkennen, wenn die fahrende Person über einen bestimmten Zeitraum nicht mehr reagiert. Je nach Systemauslegung versucht das Fahrzeug zunächst, die Aufmerksamkeit wiederherzustellen, und kann anschließend kontrolliert verzögern.

Damit besitzt selbst die günstigste Variante bereits viele Funktionen, die bei preiswerten Kleinwagen früher entweder Aufpreis kosteten oder überhaupt nicht angeboten wurden.

Für wen lohnt sich die Ausstattung Life?

Der ID. Polo Life ergänzt die Basisausstattung unter anderem um die automatische Distanzregelung ACC. Das System passt die Geschwindigkeit an den vorausfahrenden Verkehr an und hält den gewählten Abstand.
Zusätzlich sind eine Rückfahrkamera, Parksensoren vorn und hinten sowie ein Kreuzungsassistent serienmäßig. Dieser kann beim Abbiegen oder Überqueren einer Kreuzung vor anderen Verkehrsteilnehmern warnen und je nach Situation einen Bremsvorgang unterstützen.

Mehr Komfort bieten der automatisch abblendende Innenspiegel sowie elektrisch anklappbare Außenspiegel mit Memory-Funktion. Apple CarPlay und Android Auto lassen sich über App Connect nutzen. Auch eine induktive Ladeschale für Smartphones ist vorhanden.

Ein variabler Ladeboden soll die Nutzung des Kofferraums erleichtern. Konkrete Angaben zum Gepäckraumvolumen nennt Volkswagen in dieser Mitteilung allerdings nicht. Die Bezeichnung „großer Kofferraum“ stammt daher zunächst aus der Herstellerkommunikation und muss sich später noch an den tatsächlichen Literwerten und der Alltagstauglichkeit messen lassen.

Was macht den ID. Polo Style zur Topversion?

Der ID. Polo Style soll die Ausstattung eines größeren Fahrzeugs in das Kleinwagensegment übertragen. Besonders auffällig ist die Lichttechnik.

Serienmäßig sind IQ.Light LED-Matrix-Scheinwerfer, eine beleuchtete LED-Lichtleiste, dreidimensional gestaltete LED-Rückleuchten und illuminierte Volkswagen-Logos an Front und Heck verbaut. Matrix-Scheinwerfer können einzelne Bereiche des Fernlichts gezielt ausblenden. Dadurch lässt sich die Fahrbahn weitreichend beleuchten, ohne vorausfahrende oder entgegenkommende Fahrzeuge unnötig zu blenden.
Im Innenraum bietet der Style Sport-Komfort-Sitze, eine Ambientebeleuchtung, eine Lenkradheizung, beheizbare Sitze und eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik.

Auch das ID. Light wurde erweitert. Die Lichtleiste zeigt beispielsweise Navigationshinweise oder den Ladezustand an. Beim ID. Polo Style zieht sie sich erstmals bis in die vorderen Türen. Dort kann sie unter anderem vor herannahenden Fahrzeugen oder Fahrrädern warnen, bevor eine Tür geöffnet wird.
Das ist keine bloße Lichtspielerei. Gerade in der Stadt können sogenannte Dooring-Unfälle schwere Folgen haben. Dabei wird eine Fahrzeugtür geöffnet, obwohl sich von hinten ein Fahrrad oder ein anderes Fahrzeug nähert.

Braucht ein Kleinwagen Massagesitze und Harman Kardon?

Volkswagen bietet für den ID. Polo mehrere Optionen an, die bislang eher aus höheren Fahrzeugklassen bekannt waren. Dazu gehört ein Harman-Kardon-Soundsystem mit 425 Watt Leistung, zehn Lautsprechern, einem Center-Speaker und einem Subwoofer.

Auch ein Panorama-Glasdach kann bestellt werden. Besonders ungewöhnlich sind elektrisch einstellbare 12-Wege-Vordersitze mit pneumatischer Massagefunktion. Drei Massageprogramme stehen zur Verfügung. Der Fahrersitz besitzt außerdem eine Memory-Funktion.

Natürlich benötigt niemand zwingend einen elektrisch verstellbaren Massagesitz, um morgens zwölf Kilometer ins Büro zu fahren. Trotzdem zeigt das Angebot, dass Volkswagen den ID. Polo nicht ausschließlich als günstiges Basisauto betrachtet. Das Fahrzeug soll offenbar auch Kunden ansprechen, die einen kompakten Wagen suchen, bei Komfort und Ausstattung aber keine Kleinwagen-Kompromisse eingehen möchten.
Die Gefahr liegt auf der Hand: Ein ID. Polo Style mit Panorama-Glasdach, Premium-Soundsystem und Massagesitzen könnte sich preislich schnell weit vom beworbenen Einstiegspreis entfernen. Entscheidend wird deshalb sein, wie Volkswagen die Pakete kalkuliert und ob sinnvolle Funktionen auch einzeln erhältlich sind.

Wie erfolgreich ist die neue Elektro-Kleinwagenfamilie?

Volkswagen spricht von mehr als 70.000 Bestelleingängen für die neue Electric Urban Car Family der Brand Group Core. Dazu gehören mehrere kompakte Elektrofahrzeuge der Konzernmarken.
Auf den ID. Polo sollen davon bereits 25.000 Bestellungen entfallen. Das wäre für ein erst kürzlich gestartetes Modell ein beachtlicher Wert. Allerdings bleibt offen, über welchen Zeitraum, in welchen Märkten und mit welcher Verbindlichkeit diese Bestelleingänge erfasst wurden.

Die Zahl zeigt dennoch, dass ein grundsätzliches Interesse an kleineren und günstigeren Elektroautos vorhanden ist. Der Markt hat nicht zwingend ein Nachfrageproblem. Häufig fehlten bislang schlicht Fahrzeuge, die bei Preis, Größe, Reichweite und Ausstattung die Erwartungen normaler Kleinwagenkunden erfüllen.

Ist die kleine Batterie die vernünftigste Wahl?

Die 37-kWh-Version könnte innerhalb der Baureihe tatsächlich das rationalste Modell sein. Ein kleinerer Akku reduziert nicht nur den Fahrzeugpreis, sondern potenziell auch Gewicht, Ressourcenbedarf und Energieverbrauch.

Wer täglich 30, 50 oder 80 Kilometer fährt und regelmäßig laden kann, benötigt nicht zwangsläufig eine Batterie für 500 Kilometer Reichweite. Ein kleiner Akku wird im Alltag häufiger genutzt, statt über Jahre ungenutzte Kapazität mitzuschleppen.

Allerdings funktioniert dieses Konzept nur, wenn die Rahmenbedingungen passen. Ohne Lademöglichkeit zu Hause oder am Arbeitsplatz kann eine kleine Batterie schnell unbequem werden. Auch bei häufigen Autobahnfahrten, Wintertemperaturen oder regelmäßigen Urlaubsreisen bietet die größere 52-kWh-Batterie deutlich mehr Reserven.

Volkswagen differenziert das Angebot damit sinnvoll. Der kleine Akku ist nicht automatisch die schlechtere Lösung, sondern eine andere Antwort auf ein anderes Nutzungsprofil, mit einwenig Ausstattung landet man aber gleich schon wieder bei anderen Wettbewerbern, es sei denn die VW eigene Leasingbank hat wieder mit Angeboten um sich.

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