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VW T2 Elektro Baujahr 1977? Warum Berlin der eigentliche Ursprung der VW-E-Strategie ist!

VW T2 Elektro - Classic Days Berlin 2026

Während viele Hersteller Elektromobilität noch immer als relativ junge Entwicklung darstellen, zeigt ein Blick in die eigene Geschichte von Volkswagen Nutzfahrzeuge ein ganz anderes Bild. Bei den Classic Days Berlin wird 2026 genau diese Geschichte sichtbar gemacht. Und sie beginnt nicht mit dem ID. Buzz, sondern mitten in Berlin, Ende der 1970er Jahre, mit dem VW T2 Elektro!

Wie elektrisch war der VW T2 Elektro schon vor fast 50 Jahren?

Der wohl spannendste Teil der Ausstellung ist ein VW T2 Elektro aus dem Jahr 1977. Kein Showcar, keine Studie, sondern ein echtes Arbeitsfahrzeug. Zugelassen am 15. Juli 1977 auf die Berliner Entwässerungswerke und bis 1992 im Einsatz. Technisch betrachtet wirkt das Fahrzeug aus heutiger Sicht fast bescheiden, ist aber für seine Zeit bemerkenswert durchdacht. Eine Batterie mit 21,6 kWh Kapazität, eine Reichweite von bis zu 85 Kilometern, 16 kW Dauerleistung und eine Höchstgeschwindigkeit von 71 km/h. Klar auf den urbanen Einsatz zugeschnitten. Der eigentliche Clou liegt woanders. Berlin setzte damals bereits auf ein Batteriewechselsystem. Die rund 850 Kilogramm schwere Batterieeinheit im Laderaum konnte innerhalb weniger Minuten getauscht werden. Ergänzt wurde das Ganze durch die Möglichkeit des kabelgebundenen Ladens.

Und dann kommt ein Detail, das fast schon absurd modern wirkt. Rekuperation. Bremsenergie-Rückgewinnung war bereits damals Teil des Konzepts. Das zeigt ziemlich deutlich, dass viele der heutigen Ideen keine neuen Erfindungen sind, sondern Weiterentwicklungen alter Ansätze.

Warum war ausgerechnet Berlin ein Testlabor für Elektromobilität?

Berlin gehörte in den 1970er Jahren zu den wenigen Städten weltweit, die aktiv an groß angelegten Flottenversuchen mit Elektrofahrzeugen teilgenommen haben. Die Rahmenbedingungen wurden gezielt geschaffen. Infrastruktur, Einsatzprofile und Wartung waren Teil eines Gesamtkonzepts. Genau das, woran moderne Elektromobilität heute oft scheitert, wurde damals schon ganzheitlich gedacht. Der Unterschied liegt im technologischen Reifegrad. Batterien waren schwer, Reichweiten begrenzt und Kosten hoch. Das Projekt war seiner Zeit voraus, aber wirtschaftlich – so ehrlich müssen wir an dieser Stelle wohl sein – nicht tragfähig.

Was erzählen die Classic Days über die Entwicklung der Elektromobilität?

Die Classic Days Berlin sind mehr als nur eine Oldtimer-Veranstaltung. Mit rund 2.000 Fahrzeugen und etwa 700.000 Besucherinnen und Besuchern wird der Kurfürstendamm zur Bühne für automobile Geschichte.

Volkswagen Nutzfahrzeuge nutzt genau diesen Rahmen, um eine durchgehende Entwicklungslinie zu zeigen. Vom experimentellen Elektro T2 über den emotionalen e-BULLI bis hin zum serienreifen ID. Buzz. Das Spannende daran ist weniger die Technik im Detail, sondern die Erkenntnis dahinter. Elektromobilität ist keine plötzliche Revolution. Sie ist das Ergebnis jahrzehntelanger Entwicklung, gescheiterter Ansätze und wieder aufgegriffener Ideen.

Die Zukunft war schon einmal da

Der Auftritt von Volkswagen Nutzfahrzeuge in Berlin wirkt auf den ersten Blick wie ein klassischer Rückblick. Tatsächlich ist es eher eine Einordnung. Viele der heutigen Diskussionen rund um Reichweite, Ladeinfrastruktur oder Nutzungskonzepte wurden schon vor Jahrzehnten geführt. Der Unterschied ist, dass die Technik heute bereit ist und genau deshalb funktioniert das, was damals in Berlin begonnen hat, heute plötzlich im großen Maßstab, auch wenn noch nicht alle Menschen davon überzeugt sind, aber wir arbeiten ja daran.

Fotos: © HENNING SCHEFFEN PHOTOGRAPHY – zur Verfügung gestellt von Volkswagen Nutzfahrzeuge

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