Auf der CES 2026 in Las Vegas hat HP Inc. ein Produkt gezeigt, das den klassischen Desktop-Arbeitsplatz grundlegend infrage stellt. Mit dem HP EliteBoard G1a Next Gen AI PC präsentiert der Hersteller den weltweit ersten vollwertigen KI-PC, der komplett in eine Tastatur integriert ist. Ergänzt wird das neue Konzept durch den HP Series 7 Pro 4K Monitor, der als neuer visueller Mittelpunkt moderner Arbeitsplätze gedacht ist.
Ein Desktop, der mobil wird
Das HP EliteBoard G1a bricht bewusst mit der Vorstellung eines stationären Rechners unter oder auf dem Schreibtisch. Stattdessen steckt die komplette Recheneinheit in einem extrem flachen Keyboard-Gehäuse mit nur zwölf Millimetern Bauhöhe. Mit rund 750 Gramm wiegt das System weniger als die Hälfte vieler Notebooks und lässt sich flexibel an unterschiedliche Arbeitsorte mitnehmen. Angeschlossen wird es einfach an einen beliebigen Monitor, egal ob im Büro, im Homeoffice oder an wechselnden Arbeitsplätzen.

HP reagiert damit auf veränderte Arbeitsrealitäten. Laut unternehmenseigenen Studien fühlt sich nicht einmal jeder zweite Beschäftigte von seiner aktuellen Technik wirklich unterstützt. Das EliteBoard soll genau hier ansetzen und den Arbeitsplatz wieder an den Menschen anpassen, nicht umgekehrt.
Lokale KI-Leistung statt Cloud-Abhängigkeit
Technisch setzt HP auf einen AMD Ryzen AI 300 Series Prozessor mit über 50 TOPS NPU-Leistung. Damit ist das EliteBoard als Copilot+ PC klar auf lokale KI-Anwendungen ausgelegt. Sprachverarbeitung, Bildanalyse oder Assistenzfunktionen laufen direkt auf dem Gerät, ohne permanent auf Cloud-Dienste angewiesen zu sein. Das sorgt nicht nur für geringere Latenzen, sondern auch für mehr Datensouveränität.
Mikrofone und Lautsprecher sind direkt im Keyboard integriert, ebenso intelligente Steuerungsfunktionen wie HP Smart Sense und AMD Auto State Management. Optional ist sogar ein integrierter Akku erhältlich, der das System kurzfristig komplett unabhängig von der Steckdose macht.
Sicherheit bis zur Hardware-Ebene
Ein zentrales Argument für professionelle Nutzer ist das Thema Sicherheit. HP stattet das EliteBoard mit HP Wolf Security for Business aus. Die Schutzmechanismen greifen bereits auf Hardware- und Firmware-Ebene und sollen nicht nur klassische Angriffe, sondern auch zukünftige Bedrohungen wie Quantencomputer berücksichtigen. Für den Einsatz in Unternehmen ist zudem eine physische Sicherung per Schloss und Kabel vorgesehen, was das mobile Desktop-Konzept praxistauglich macht.
Neuer Monitor als visuelles Gegenstück
Parallel zum EliteBoard hat HP den neuen HP Series 7 Pro 4K Monitor vorgestellt. Er ist mehr als nur ein Display und soll zum zentralen visuellen Hub moderner Arbeitsplätze werden. Erstmals kommt hier eine Kombination aus IPS Black und Neo:LED-Technologie zum Einsatz, die hohe Kontraste mit präziser Ausleuchtung verbindet.

Das 4K-Panel ist werkseitig farbkalibriert und richtet sich klar an Kreative und professionelle Anwender. Über Thunderbolt 4 lassen sich bis zu 140 Watt Leistung, Daten und Videosignal über ein einziges Kabel übertragen. Gerade in Verbindung mit dem EliteBoard entsteht so ein aufgeräumter, modularer Arbeitsplatz ohne Kabelsalat.
Ein Blick nach vorn
Mit dem EliteBoard G1a und dem Series 7 Pro Monitor zeigt HP, wie sich der Desktop-Arbeitsplatz neu denken lässt. Weniger Masse, mehr Flexibilität und lokale KI-Leistung stehen klar im Fokus. Ob sich das Keyboard-als-PC-Konzept im Alltag durchsetzt, wird sich zeigen. Der Ansatz ist jedenfalls mutig und konsequent zu Ende gedacht.
Beide Produkte sollen ab März 2026 erhältlich sein. Preise will HP erst kurz vor dem Marktstart bekanntgeben.





















