Wenn bei der Mazda Motors (Deutschland) GmbH strategische Entscheidungen getroffen werden, wenn es um Modellpolitik, Händlernetz, Elektromobilität oder Markenpositionierung geht, dann führt kaum ein Weg an ihm vorbei: Bernhard Kaplan.
Seit dem 1. April 2016 steht er nun schon seit fast zehn Jahren als Geschäftsführer an der Spitze des Unternehmens in Leverkusen und verantwortet die Entwicklung der Marke Mazda auf dem deutschen Markt. Wir wissen: Deutschland gilt als einem der anspruchsvollsten Automobilmärkte Europas.
Wolfgang Schäffer hat für uns mit dem studierten Diplom-Betriebswirt gesprochen, der seine akademische Ausbildung an der FH Landshut sowie an der Anglia Ruskin University in Cambridge absolvierte und seit dem Jahr 2000 in unterschiedlichen Funktionen für Mazda in Deutschland und Europa tätig ist. Ein Manager mit internationalem Hintergrund, klarer Markenüberzeugung und inzwischen mehr als zwei Jahrzehnten Erfahrung im Konzern.
Wolfgang Schäffer: „Mazda hat sich ja entschieden, Benziner, aber auch Diesel im Angebot zu behalten. Die Elektromobilität spielt aktuell eine eher untergeordnete Rolle. Was ist der Grund für diese Entscheidung?“
Bernhard Kaplan: „Wir haben uns im Konzern schon seit Jahren der Multi-Solution-Strategie verschrieben. Das heißt, wir haben parallel zur Elektrifizierung unserer Fahrzeuge immer auch gesagt, dass wir weiterentwickeln bei Benzin- und Dieselmotoren. Wir wollten den Kunden immer schon Vielfalt im Angebot bieten. Und ich denke, das hat sich in der Rückschau, speziell auch im deutschen Markt, ganz gut bewährt. Die Kunden goutieren das und finden das gut.“
Wolfgang Schäffer: „Bald schon steht der neue CX-5 bei den Händlern, wie wichtig ist das Modell für die Marke und wird es einen weiteren Motor geben?“
Bernhard Kaplan: „CX-5 hat für uns eine herausragende Bedeutung. Das Auto war über viele Jahre unser bestverkauftes Auto in der Mazda Palette. Und deswegen ist natürlich der Marktstart vom neuen CX-5 sehr wichtig für uns. Wir freuen uns alle drauf. Ich denke, wir werden viele Kunden bei der Marke halten können und hoffentlich auch einige neu überzeugen. Klar ist auch, dass wir mit dem 141 PS einen sehr guten, sehr soliden Motor bieten. 2,5 Liter Hubraum. Weitere Entwicklungen in Sachen Benzinmotorangebot zu gegebener Zeit.“
Wolfgang Schäffer: „Nach dem 6e folgt in diesem Jahr noch der CX-6e. Beide Fahrzeuge haben chinesische Wurzeln, wie sieht die Zukunft der Elektromobilität bei Mazda aus?“
Bernhard Kaplan: „Ich denke, dass wir mit dem CX-6e, der im Sommer in den deutschen Markt gelauncht wird, einen weiteren Schritt in Sachen batterielektrischen Angebot machen werden. Der Mazda 6e ist ja schon im Markt und wir freuen uns sehr, dass wir die beiden Fahrzeuge, die im Übrigen echte Mazdas sind, gemeinsam entwickeln mit unserem Kooperationspartner, dass wir die in Deutschland zur Verfügung haben. Klar ist auch, und das ist auch offiziell bekannt, dass wir hier eine eigene Elektroplattform bauen wollen.“





















